US-Pensionskasse greift Mastercard wegen «Ghost Guns» an
Die Pensionskasse des US-Bundesstaates Rhode Island fordert Mastercard auf, über Risiken im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Zahlungsdiensten für den Verkauf oder Kauf von «nicht zurückverfolgbaren Schusswaffen» zu informieren. Die Kreditkartenfirma solle in den nächsten Monaten bekannt geben, «ob und wie» es die Risiken von solchen Transaktionen reduzieren möchte.
In den USA und anderen Ländern gibt es einen Markt für Waffenkomponenten, die von Privatpersonen zu einsatzfähigen Schusswaffen zusammengebaut werden. In diesen Zusammenhang wird auch von «Ghost Guns» gesprochen, da die Waffen nicht registriert sind. Die Pensionskasse von Rhode Island verwaltet 11 Milliarden Dollar an Vorsorgegeldern.
Behörden in Los Angeles gehen einen Schritt weiter und fordern Mastercard und andere Zahlungsabwickler auf, Transaktionen von entsprechenden Bauteilen nicht mehr durchzuführen, wie die «Los Angeles Times» heute berichtete.
Vontobel steigert Gewinn um 48 Prozent auf 384 Millionen Franken
Zwar sind die betreuten Kundengelder aufgrund der Börsenentwicklung stark angestiegen, doch die Zürcher Bank verpasst 2021 ihre Neugeld-Ziele. Die Kundschaft vertraute Vontobel insgesamt CHF 8,1 Milliarden Franken an neuen Geldern an. Letztes Jahr war es fast doppelt so viel (14,8 Milliarden Franken). Das Wachstum liege «nahe dem Zielkorridor» von 4 bis 6 Prozent.
Der Betriebsertrag lag mit 1,5 Milliarden Franken 21 Prozent über dem Vorjahreswert. Wealth Management und Asset Management steuerten 80 Prozent zum Ergebnis bei. Dank Skalenerträgen, wie Vontobel schreibt, konnte die Bank das Cost-Income-Ratio unter 70 Prozent halten (69,1%).
2021 baute Vontobel die Palette von ESG-Anleihen und -Aktienfonds mit einem Green Bond-Fonds, einem Sustainable Emerging Markets Debt-Fonds sowie einem Global Impact-Fonds aus. Laut der Bank sind derzeit sind 59 Prozent der verwalteten Vermögen gemäss europäischen Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) investiert (Artikel 6, 8 oder 9).
Die Bank will die Dividende um einen auf drei Franken pro Aktie erhöhen.
Gewinnsprung bei Pictet
Die Genfer Privatbank-Gruppe Pictet konnte den bereinigten Gewinn im letzten Jahr um 33 Prozent auf 924 Millionen Franken steigern. Der effektive Reingewinn legte um 75 Prozent auf knapp über 1 Milliarde zu. Darin ist aber ein «Sale and Lease-Back»-Gewinn für den Genfer Geschäftssitz enthalten. Die Netto-Neugelder beliefen sich auf knapp 30 Milliarden Franken. Die verwalteten Vermögen erreichten per Ende 2021 698 Milliarden Franken.