Lex UBS: Ein Handshake von Karin Keller-Sutter und Sergio Ermotti

In der Wirtschaftskommission des Nationalrats starteten die Beratungen zur künftigen Kapitalausstattung der UBS. Während der Bundesrat auf 100 Prozent hartem Eigenkapital beharrt, dürfte die FDP auf einen 75-Prozent-Kompromiss drücken.

Lex UBS: Ein Handshake von Karin Keller-Sutter und Sergio Ermotti
Foto tp

UBS-Chef Sergio Ermotti hat am Montag vor der Wirtschaftskommission des Nationalrats (WAK-N) die Position der Grossbank zur Lex UBS vertreten. Ebenfalls angehört wurden Finanzministerin Karin Keller-Sutter sowie SNB-Präsident Martin Schlegel und Finma-Präsidentin Marlene Amstad. Ermotti und Keller-Sutter begrüssten sich vor der Anhörung mit einem kurzen Händedruck, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtet.

Hinter verschlossenen Türen beriet die Kommission, mit wie viel hartem Eigenkapital die UBS ihre ausländischen Tochtergesellschaften künftig unterlegen muss. Der Bundesrat fordert eine vollständige Unterlegung von 100 Prozent, der Ständerat hat sich für 90 Prozent ausgesprochen. Die UBS hatte eine Lösung mit je 50 Prozent hartem Eigenkapital und hochtriggernden AT1-Anleihen gepusht.

Inzwischen zeichnet sich ab, dass die FDP den Verwässerungsvorschlag von FDP-Nationalrat Hans-Peter Portmann übernehmen könnte. Portmann, der bis 2026 Managing Director bei der LGT Bank Schweiz war und der nicht Mitglied der WAK-N ist, weibelt für eine Unterlegung mit 75 Prozent hartem Eigenkapital. Ob die UBS diesen Vorschlag unterstützen würde, liess Ermotti laut SDA vor der Anhörung offen.

Ihren Entscheid fällen werden die WAK-N-Mitglieder übrigens erst an ihrer nächsten geplanten Sitzung, am 23. November. So schafft es das Geschäft gerade noch in die Wintersession, die vom 30. November bis 18. Dezember 2026 dauert.

Empfehlungen

Neueste Artikel

Newsletter anmelden

Das wöchentliche Briefing für einen Überblick ohne News-Stress

Bitte bestätigen Sie Ihre Anmeldung per E-Mail.

Die Anmeldung hat nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es erneut.