GAM-Übernahme beginnt von vorne

Beim Verkauf von GAM steckt der Wurm drin. Nach dem Scheitern von Liontrust könnte nun doch Milliardär Xavier Niel zum Zug kommen – vielleicht.

GAM-Übernahme beginnt von vorne
GAM-Übernahme beginnt von vorne (Quelle: HO)

Die Übernahme von GAM durch den britischen Konkurrenten Liontrust ist offenbar gescheitert. Nach Ablauf der bis gestern verlängerten Angebotsfrist hält Liontrust offenbar nur 33,64 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals von GAM. Nötig wären 66,7 Prozent gewesen.

Der Verwaltungsrat nehme das provisorische Zwischenergebnis zur Kenntnis und gehe davon aus, dass die Übernahme am 29. August für gescheitert erklärt werde, heisst es in einer Mitteilung von GAM vom Donnerstag. An diesem Tag werde das definitive Zwischenergebnis erwartet.

«Der Verwaltungsrat von GAM ist sich bewusst, dass die Mehrheit unserer Aktionärinnen und Aktionäre das Angebot von Liontrust nicht überzeugend fand», lässt sich Präsident David Jacob zitieren. Er freue sich nun auf «konstruktive und produktive Gespräche mit Newgame».

Die Aktionärsgruppe um den französischen Milliardär Xavier Niel erwartet nun, dass Liontrust sein Angebot für GAM zurückzieht. Das Scheitern des Angebots von Liontrust bedeute, dass man sich nun auf den erfolgreichen Turnaround von GAM konzentrieren müsse, schreibt die Gruppe in einer Mitteilung.

Um dieses Ziel zu erreichen, seien mit GAM Gespräche über eine angemessene Finanzierung und die Durchführung einer ausserordentlichen Generalversammlung zur Neubesetzung des Verwaltungsrats aufgenommen worden. Newgame freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung von GAM und insbesondere mit den Fondsmanagement-Teams, Kunden und Vertriebspartnern.

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