Die Zürcher Fondsgesellschaft GAM hat kürzlich die Publikation der Jahreszahlen um zwei Monate verschoben. Laut der einem Bericht der FT nutzt der Asset-Manager die Zeit, um nach einem Käufer zu suchen.
Das Unternehmen befindet sich seit Jahren in einer Negativspirale. Nach einem Skandal im Jahr 2018, bei dem der frühere Star-Fondsmanager Tim Haywood suspendiert wurde, stürzte der Aktienkurs von GAM um 97 Prozent ab. Zudem musste der CEO Alexander Friedman zurücktreten. Das Unternehmen wurde mit einer Strafe von 9,1 Millionen Pfund belegt.
Gemäss Analysten könnte der Verlust von GAM im Jahr 2022 auf 42,8 Millionen Franken steigen. Die verwalteten Vermögen sind von über 160 Milliarden Franken auf 75 Milliarden gesunken, was das Unternehmen anfällig für Übernahmeangebote macht. Es wurden offenbar bereits Gespräche mit verschiedenen potenziellen Käufer geführt. GAM hat sich bisher nicht dazu geäussert.
Wie Tippinpoint berichtete, lässt sich GAM beim Verkauf von J.P. Morgan beraten.