Noch ein Jahr, und dann ist Schluss. UBS-Chef Sergio Ermotti soll im April 2027 zurücktreten. Das berichtet die Financial Times. Das britische Finanzblatt, das nur noch sporadisch über den Schweizer Finanzplatz berichtet, schreibt zudem gestützt auf nicht genannte Quellen, dass Aleksandar Ivanovic die besten Chancen habe, den Tessiner an der Spitze abzulösen.
Tippinpoint berichtete vor einer Woche, dass andere Kandidaten wie Iqbal Khan ihre Hoffnungen, CEO zu werden, wohl begraben müssen.
Ivanovic übernahm im März 2024 die Leitung des Asset Managements der UBS und zog in die Konzernleitung der UBS ein. Zuvor war der 49-Jährige Leiter der Regionen Schweiz und EMEA im Asset Management. Er begann 1992 als Lehrling bei der UBS und kommt somit auf 33 Jahre Erfahrung im Banking. Er habe «in allen unseren Geschäftsbereichen gearbeitet», schreibt die Grossbank über seinen Werdegang.
Vom Struki-Verkäufer zum CEO
Anhand der auf der Website zugänglichen Informationen lässt sich allerdings nur rekonstruieren, dass Ivanovic zwischen 2000 und 2008 in der Investmentbank in London tätig war. Nach einem Abstecher zur Credit Suisse und zu Morgan Stanley, wo er im Verkauf von Aktien-Derivaten für institutionelle Kunden tätig war, ist er 2017 zur UBS zurückgekehrt, wo er in unterschiedlichen Verkaufsfunktionen im Asset Management arbeitete. Gemäss den Angaben auf der Website hat er keine Erfahrung im Wealth Management, im Operationsbereich, in der Bilanzsteuerung, im Risk oder im Retailgeschäft.
Ivanovic ist Schweizer – wie Ermotti. Der Abgang des Tessiners sei noch nicht finalisiert, schreibt die FT. Kenner der Bank gehen davon aus, dass der langjährige operative Chef der Bank nach seinem Rücktritt in den Verwaltungsrat wechseln wird – wo er nach einer Cooling-off-Periode von ein oder zwei Jahren Verwaltungsratspräsident der Bank werden dürfte.

