Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum sind zum Jahresende 2025 erneut gestiegen. Einfamilienhäuser verteuerten sich im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent, Stockwerkeigentum legte um 1,2 Prozent zu. Im Jahresvergleich resultiert damit ein Plus von 5,7 Prozent bei Einfamilienhäusern und 3,8 Prozent bei Eigentumswohnungen, wie der aktuelle Raiffeisen Transaktionspreisindex zeigt.
Während sich der Mietwohnungsmarkt zuletzt etwas beruhigt hat, bleibt die Dynamik im Eigenheimsegment hoch. «Der Eigenheimmarkt wird stärker von der inländischen Nachfrage geprägt. Entsprechend ist die Preisdynamik weiterhin ungebrochen», sagt Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz.
Bern und Ostschweiz mit den höchsten Zuwächsen
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Im Vorjahresvergleich stiegen die Preise für Einfamilienhäuser in der Region Bern um 8 Prozent und in der Ostschweiz um 6,9 Prozent am stärksten. Deutlich moderater fiel der Anstieg in der Nordwestschweiz aus, wo die Preise um 3 Prozent zulegten. Bei den Eigentumswohnungen verzeichneten die Innerschweiz (+6,7 %) und die Ostschweiz (+4,3 %) die höchsten Zuwachsraten. In der Region Genfersee gingen die Preise für Stockwerkeigentum hingegen leicht zurück (–0,5 %).
Das stärkste Wachstum bei den Immobilien gibt es weiterhin in den urbanen Zentren mit einem Plus von 5,4 Prozent. Aber auch in touristischen Regionen dreht die Preisspirale weiter. Innerhalb eines Jahres stiegen die Hauspreise dort um 5,3 Prozent. Auch bei Eigentumswohnungen führen touristische Gemeinden das Feld an. Hier legten die Preise innert Jahresfrist um 4,6 Prozent zu. In den Zentren war die Dynamik mit einem Plus von 1,2 Prozent am schwächsten.
Der Raiffeisen Transaktionspreisindex erscheint vierteljährlich und basiert auf effektiven Handänderungsdaten von Raiffeisen sowie dem Swiss Real Estate Datapool (SRED). Er misst die Preisentwicklung von selbstgenutztem Wohneigentum in der Schweiz.

