Wie stark sind Banken in Private-Credit-Vehikeln investiert? Diese Frage treibt derzeit die Branche um, da je nach Schätzung bis zu 10 Prozent der Engagements ausfallen könnten. Letzten Herbst erlitten Kunden der UBS und anderer Banken hohe Verluste im Zusammenhang mit der Pleite von First Brands. Seither herrscht grosse Unsicherheit über die Qualität der Privatkredite. Letzte Woche legte die Deutsche Bank ein Exposure von 23 Milliarden Euro offen.
Tuckner sagte, er sei nicht besorgt über die Position der UBS. «Ich bin entspannt mit dem Umfang unseres Engagements», sagte Tuckner auf einer Konferenz von Morgan Stanley, wie die Agenturen Reuters und Bloomberg berichteten. Eine Zahl nannte er nicht.
Tuckner wurde auch gefragt, wie sich der aktuelle Leitzins der Schweizerischen Nationalbank von 0 Prozent auf das Geschäft auswirken könnte. Er sagte, es sei möglich, dass das Schweizer Geschäft der Bank Ende 2026 aufgrund des Drucks auf den Nettozinsertrag knapp hinter dem angestrebten Zielwert für die zugrunde liegende Kosten-Ertrags-Quote zurückbleiben könnte.
Tuckner äusserte sich auch zur Migration der übernommenen CS-Kunden auf die UBS-Systeme in der Schweiz. Diese werde in den kommenden Tagen abgeschlossen sein. «Damit wird die gesamte Kundenmigration von den Plattformen der Credit Suisse auf die Plattformen der UBS weltweit abgeschlossen sein», sagte Tuckner. Dies würde es der UBS ermöglichen, die letzte Phase der Integration in Angriff zu nehmen und die gesamte Plattform der Credit Suisse ausser Betrieb zu nehmen – ein Schritt, der der Bank viel Geld einsparen würde.
Und auch die neuen Eigenkapitalregeln waren ein Thema. In ein paar Wochen werde man wissen, wie die Kapitalreformen voraussichtlich aussehen werden, sagte er. «Bis dahin setzen wir uns weiterhin für ein besseres, moderateres Ergebnis ein.» Die neuen Regeln dürften Mitte April mit einer Verordnung beziehungsweise mit einer Botschaft ans Parlament vom Bundesrat verabschiedet werden.

