Die Valiant Bank hat in den ersten neun Monaten den Konzerngewinn um 5,4 Prozent auf 114,2 Millionen Franken gesteigert. Der Geschäftsertrag erhöhte sich um 1 Prozent auf 415,2 Millionen Franken, während der Geschäftserfolg mit 171,2 Millionen Franken unverändert blieb (+0,2 Prozent).
Das Wachstum zeigt sich vor allem im Kreditgeschäft. Die Kundenausleihungen stiegen seit Jahresbeginn um 2,5 Prozent auf 31,1 Milliarden Franken. Auch die Kundengelder legten um 2,4 Prozent auf 23,3 Milliarden Franken zu.
Anlagegeschäft kompensiert schwächeres Zinsengeschäft
Das wichtigste Ertragsstandbein bleibt das Zinsengeschäft. Doch das Nullzinsumfeld hinterlässt Spuren. Der Netto-Zinserfolg sank um 1,3 Prozent auf 292,7 Millionen Franken. Valiant begründet den Rückgang auch mit wegfallenden Erträgen aus Absicherungsgeschäften. Die Zinsmarge liegt bei 104 Basispunkten.
Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stiegen die Erträge um 10,2 Prozent auf 79,3 Millionen Franken. Das Wertschriften- und Anlagegeschäft legte um 16,3 Prozent zu. Valiant profitierte dabei sowohl von Neugeldzuflüssen als auch von steigenden Börsenkursen.
Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 228,7 Millionen Franken und damit stärker als die Erträge. Die Cost-Income-Ratio verschlechterte sich dadurch leicht von 54,7 auf 55,1 Prozent.
Valiant kauft eigene Aktien zurück
Die Bank verfügt weiterhin über eine komfortable Kapitalausstattung. Die Gesamtkapitalquote liegt bei 17 Prozent und damit am oberen Rand des selbst definierten Zielbands. In den ersten neun Monaten wurden weitere 25 Millionen Franken den Reserven für allgemeine Bankrisiken zugewiesen.
Gleichzeitig kauft Valiant eigene Aktien zurück, um die Kapitalquote wieder innerhalb des Zielbands zu halten. Bis Ende September wurden 57'080 Aktien für insgesamt 9 Millionen Franken erworben.