Raiffeisen Schweiz kündigt Entlassungen an

Ein Novum in der jüngeren Geschichte der Genossenschaftsbank: Im Zuge eines Effizienzprogramms sollen 180 Stellen gestrichen werden. 

Raiffeisen Schweiz kündigt Entlassungen an
Die Genossenschaftsbank spricht 70 Kündigungen aus. (Foto: HO)

Bei Raiffeisen Schweiz kommt es zu einem Stellenabbau. Bis zu 180 Stellen könnten von den Sparmassnahmen betroffen sein, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Ziel ist es, ab 2027 jährlich rund 60 Millionen Franken an Personal- und Sachkosten einzusparen.

Mehr als die Hälfte der betroffenen Stellen soll ohne Kündigungen wegfallen. Raiffeisen setzt dabei auf natürliche Fluktuation, die Streichung nicht besetzter Stellen, den Abbau externer Arbeitskräfte sowie Frühpensionierungen. Wie viele Kündigungen letztlich ausgesprochen werden, lässt Raiffeisen offen. An einer Medienkonferenz bezifferte der Finanzchef die Zahl der Entlassungen auf maximal 70.  

Der Stellenabbau erfolgt trotz eines guten Geschäftsgangs und einer verbesserten Cost-Income-Ratio, die auf 56,8 Prozent sank. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Gewinn der Raiffeisen Gruppe um 18,9 Prozent auf 659,3 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag nahm um 7,6 Prozent auf 2,04 Milliarden Franken zu. Gleichzeitig erhöhte sich der Personalaufwand um 4 Prozent auf 856,6 Millionen Franken.

Zuletzt baute Raiffeisen Schweiz im Jahr 2019 Stellen ab. Nach den turbulenten Vincenz- und Lachapelle-Jahren waren 200 von total 2000 Stellen betroffen. Inzwischen zählt die Zentralgenossenschaft rund 2300 Beschäftigte.

Empfehlungen

Neueste Artikel

Newsletter anmelden

Das wöchentliche Briefing für einen Überblick ohne News-Stress

Bitte bestätigen Sie Ihre Anmeldung per E-Mail.

Die Anmeldung hat nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es erneut.