Nach Rekord-Hack ziehen Binance-Kunden 3,6 Milliarden Dollar ab

Nach dem grössten Krypto-Diebstahl der Geschichte hat Binance die Auszahlungen wieder aufgenommen. Knapp die Hälfte der gestohlenen Vermögenswerte konnte inzwischen eingefroren oder sichergestellt werden.

Nach Rekord-Hack ziehen Binance-Kunden 3,6 Milliarden Dollar ab
Foto: Vadim Art / Unsplash

Der Hackerangriff auf Binance hat zu Abzügen in Milliardenhöhe geführt. Nach der schrittweisen Wiederaufnahme der Auszahlungen am Sonntag verzeichnete die weltgrösste Kryptobörse einen Nettoabfluss von 3,6 Milliarden Dollar. Das entspricht rund 2,1 Prozent der zuletzt ausgewiesenen Kundenvermögen von 171 Milliarden Dollar.

Bei dem Angriff vom vergangenen Donnerstag hatten Hacker Kryptowährungen im Wert von rund 6,3 Milliarden Dollar erbeutet. Das FBI macht die nordkoreanische Hackergruppe TraderTraitor dafür verantwortlich.

Ein Teil der abgezogenen Assets ist inzwischen blockiert. Laut der Blockchain-Analysefirma Elliptic konnten bis Sonntag Vermögenswerte im Wert von 2,85 Milliarden Dollar eingefroren oder sichergestellt werden. Das entspricht rund 44 Prozent der gesamten Beute. Demnach befinden sich 3,25 Milliarden Dollar weiterhin unter Kontrolle der Hacker. Diese sollen offenbar versuchen, die Kryptowährungen über verschiedene Blockchains zu verschieben und ihre Herkunft zu verschleiern.

Binance hat unterdessen nach eigenen Angaben rund 95 Prozent der gestohlenen Vermögenswerte durch eigene Mittel und Reservefonds ersetzt. Das Unternehmen versichert, dass die Kunden keine Verluste tragen müssen. Die Wiederbeschaffung von anderen Kryptowährungen, die ebenfalls gestohlen wurden, dürfte wegen deren geringer Liquidität länger dauern.

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