“Yeah, yeah, yeah”, twitterte die deutsche Umweltaktivistin Lusia Neubauer von Fridays for Future nach dem Entscheid von EU-Parlamentariern, sich gegen die Pläne der EU-Kommission zu stellen, Atomkraft und Gas übergangsweise als nachhaltige Energien einzustufen. Andere Aktivisten sprachen von einem historischen Fehlentscheid, die nun korrigiert werde.
Doch soweit ist es noch nicht. Entscheidend wird die nächste Sitzung des gesamten Parlaments. Lehnt es die Regelung im Juli ebenfalls ab, tritt sie nicht in Kraft. Die Kommission müsste ihren Vorschlag dann zurückziehen oder ändern. Geschieht dies, wäre der Schaden für EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen perfekt.
Anfang Februar hatte ihre Behörde vorgeschlagen, neben Wind oder Sonne auch Atomenergie und fossiles Erdgas in eine Liste nachhaltiger Energiequellen aufzunehmen. Bei der sogenannten Taxonomie handelt es sich um eine Art Katalog für Investoren, die mit ihren Geldern den Klimawandel aufhalten wollen. Durch die Einordnung als nachhaltig im Sinne der Taxonomie sollen Investitionen in bestimmte Projekte angeregt werden.