<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
    xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
    xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
    xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
    xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/">
<channel>
    <title><![CDATA[tippinpoint.ch - Factiva]]></title>
    <link>https://www.tippinpoint.ch</link>
    <description><![CDATA[Volltext-Feed fuer Factiva]]></description>
    <language>de</language>
    <copyright><![CDATA[Copyright 2026 tippinpoint.ch]]></copyright>
    <lastBuildDate>So., 19 Juli 2026 11:45:26 +0200</lastBuildDate>
    <atom:link href="https://www.tippinpoint.ch/factiva/9d7f4c2e6a8b41d3b5c0f7e2a9c6d184/rss/" rel="self" type="application/rss+xml" />

        <item>
            <title><![CDATA[Swift: Ein mächtiger Player betritt den Kryptomarkt]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/swift-ein-machtiger-player-betritt-den-kryptomarkt/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/swift-ein-machtiger-player-betritt-den-kryptomarkt/</guid>
            <pubDate>Fr., 17 Juli 2026 21:44:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Digital Assets Briefing]]></category>
            <description><![CDATA[Jahrelang galt Swift als Rückgrat des internationalen Zahlungsverkehrs. Nun setzt die Organisation selbst auf Blockchain-Technologie und könnte den Wettbewerb im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr neu definieren. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Swift_2607198_070704.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Angriff ist die beste Verteidigung – wenn die Blockchain unser Transaktionsnetzwerk bedroht, gehen wir auch auf die Blockchain. Das dürfte sich Swift angesichts der Zahlungsinitiativen von Kryptodienstleistern und Stablecoins gedacht haben. Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT), der weltweit über 11’000 Finanzinstitute in mehr als 200 Ländern angehören hat einen Pilotbetrieb mit einem Blockchain-Ledger eingeführt, auf dem die Testteilnehmer rund um die Uhr grenzüberschreitende Zahlungen mit tokenisierten Einlagen vornehmen können.</p><p>Zu den 17 globalen Grossbanken, die das blockchainbasierte Hauptbuch testen, gehört auch die UBS, neben BNP Paribas, the Bank of New York Mellon, Citi, HSBC und Wells Fargo. Ziel ist es gemäss Pressemitteilung, den Banken zu ermöglichen, Gelder für Kunden über Nacht und am Wochenende zu bewegen, bevor die endgültige Abwicklung über bestehende Zahlungssysteme erfolgt. Die Banken werden die Transaktionen mit Stablecoins und tokenisierten Vermögenswerten über mehrere Blockchains hinweg abwickeln können, wobei sie neben den bestehenden Zahlungsnetzen arbeiten und diese nicht ersetzen werden. Die UBS schreibt in einem Statement, dass die Bank an einer einer Vielzahl von Brancheninitiativen beteiligt sei, die sich mit digitalen Vermögenswerten, tokenisierten Einlagen und Stablecoins befassen.</p><h3 id="nur-ein-kommunikationsnetzwerk">Nur ein Kommunikationsnetzwerk</h3><p>Stablecoin-Emittenten bieten bereits Transfers an, die ausserhalb der Bankgeschäftszeiten abgewickelt werden können, wobei Banken regulatorische, Compliance- und Risikokontrollen als Vorbehalte gegen Stablecoins anführen und lieber tokenisierte Einlagen auf bankgeführten Infrastrukturen anführen. Swift bietet bisher kein Transaktionsnetzwerk und überweist oder verwaltet kein echtes Geld. Es ist ein globales, sicheres Kommunikationsnetzwerk der Banken. Es dient dazu, standardisierte Nachrichten für internationale Geldtransfers und Finanztransaktionen zwischen Instituten zu übermitteln. Der entscheidende Unterschied zu Stablecoins liegt in der Rechtsnatur des Geldes. Tokenisierte Einlagen sind zunächst digitale Repräsentationen realer Bankguthaben, die im regulierten Bankensystem verbleiben. Somit gelten Einlagensicherung, KYC- und AML-Prüfungen sowie die Bilanzierung bei der emittierenden Bank weiter. Stablecoins hingegen stammen meist von Drittanbietern und sind überwiegend an den US-Dollar gekoppelt.</p><p>Banken senden heute über Swift Zahlungsanweisungen, die dann über Korrespondenzbanken abgewickelt werden. Swift gibt an, dass 75 Prozent der Zahlungen im Netzwerk innerhalb von 10 Minuten die Empfängerbanken erreichen würden – häufig sogar in Sekunden. Der Blockchain-Ledger soll nun eine durchgehend verfügbare Plattform für regulierte digitale Gelder bieten und gleichzeitig die endgültige Abwicklung an bestehende Systeme binden.</p><h3 id="ripple-ist-nicht-dabei">Ripple ist nicht dabei</h3><p>Der Ledger von Swift wird auf Linea aufgebaut, einer Ethereum Layer-2-Blockchain von ConsenSys auf der Basis von Hyperledger Besu, aber der Zugang bleibt vollständig zugangsbegrenzt. Nur das Bankenkonsortium entscheidet, wer auf dem Ledger Transaktionen durchführen darf. Diese geschlossene Struktur steht im Widerspruch zur Philosophie der offenen Blockchain-Kultur. Weil einige der Teilnehmer-Banken mit Ripple experimentieren, wurde der Ripple-Kurs durch die Swift-Ankündigung angetrieben. Doch in der Vergangenheit hatte Swift die Ripple-Blockchain kritisiert.</p><p>Ripple hat sich gemäss Markus Fehn von Chartered Investment früh als Swift-Alternative positioniert, sei im Kerngeschäft der Banken untereinander aber nie in der Breite angekommen. Die tatsächliche Nutzung konzentriere sich bis heute vor allem auf private Auslandsüberweisungen, etwa von Arbeitsmigranten in ihre Heimatländer. «Wenn Swift und die Grossbanken die Blockchain-Funktionalität nun selbst liefern, fällt das zentrale Verkaufsargument der Herausforderer weg: Warum eine Alternative nutzen, wenn das eigene Netzwerk dieselbe Leistung bietet?» fragt er rhetorisch.</p><h3 id="zugangsbeschr%C3%A4nkte-systeme">Zugangsbeschränkte Systeme</h3><p>Die Zentralisierungskritik an Ripple relativiere sich aber in diesem Kontext: Auch die Swift-Lösung sei eine zugangsbeschränkte Infrastruktur, betrieben von einer Genossenschaft der Banken, sagt Fehn. Im Zahlungsverkehr zwischen Banken sei das kein Mangel, sondern eine Voraussetzung, denn Aufsicht, Haftung und Governance verlangen klare Verantwortlichkeiten. «Die relevante Frage ist daher nicht dezentral oder zentral, sondern wessen Governance der Markt vertraut», fügt der Experte an.</p><p>Ripple könnte sicherlich ein Vorreiter sein bei der technischen Umsetzung, sagt Nourdine Abderrahmane, Partner bei Magpie Projects. «Der Ripple Token selbst eignet sich in heutiger Form nicht als Stablecoin, da die Tokens ja nicht nur Währung, sondern auch Firmenanteile darstellen, und somit den Zweck eines Stablecoins nicht genau umsetzen. Ripple argumentiere natürlich anders». Ripple ist wegen der Zentralisierung des Unternehmens, der Regulierungsproblematik und den häufigen Token-Verkauf durch Insider in der Kritik. Der frühere Swift-Innovationschefs Tom Zschach beendete Spekulationen über eine mögliche Integration von Ripple in das internationale Zahlungsnetzwerk auf X mit einem knappen «not happening».</p><h3 id="das-ende-der-langsamkeit">Das Ende der Langsamkeit</h3><p>«Für die Swift Teilnehmer ist es in erster Linie eine Erleichterung - man kann Zahlungen international konditioniert ausführen, man kann Checks wie Sanktionen, ausreichendes Guthaben bei der Korrespondenzbank präventiv prüfen Für den Kunden sollte endlich auch die Überweisungsgeschwindigkeit von bis zu drei Werktagen auf wenige Minuten heruntergehen», so Abderrahmane. Auf die Frage, wer durch die Swift-Initiative konkurrenziert werde, antwortet der Experte von Magpie Projects: «Wenn es überhaupt um Konkurrenzieren geht, dann stellt dieser Vorstoss eine Konkurrenz zu bestehenden Krypton-Tokens dar, deren Entwicklung ja unter anderem durch das lahme und zähe Korrespondenzbankensystem motiviert wurde. Ich sehe es jedoch als Vorstoss von Swift, mittels DLT einen der zentralen Nachteile zu heilen – nämlich, dass eine internationale Zahlung via Swift langsam, aufwendig und schwer nachvollziehbar ist».</p><p>«Stablecoin-Anbieter, allen voran Circle und das neu angekündigte OUSD-Konsortium. Sie werben um genau die grenzüberschreitenden Zahlungsströme, die Swift nun selbst rund um die Uhr abwickeln will», antwortet Markus Fehn auf die Frage der Konkurrenzierung. Daneben konkurrenziere das Projekt die zahlreichen Blockchain-Lösungen, die einzelne Banken oder kleinere Bankengruppen in den vergangenen Jahren für den Zahlungsverkehr untereinander aufgebaut hätten. Diese Lösungen funktionierten, erreichten aber jeweils nur einen begrenzten Teilnehmerkreis. Ein gemeinsames Netzwerk aller Banken mache viele dieser Insellösungen überflüssig. «Swift konkurrenziert damit auch Initiativen der eigenen Mitgliedsbanken», so Fehn.</p><h3 id="was-kommt-auf-den-ledger">Was kommt auf den Ledger?</h3><p>Kann Swift zukünftig bestimmen, welche Stablecoins und welche Art von tokenisierten Assets auf der Swift-Blockchain gehandelt werden? «Faktisch ja, in seiner Rolle als Plattformbetreiber. Swift ist eine Genossenschaft der Banken und wird, wie heute schon bei den Nachrichtenstandards im Zahlungsverkehr, die Regeln setzen: welche Assets zugelassen werden, welche Anforderungen Emittenten erfüllen müssen und wie das Zusammenspiel mit anderen Netzwerken aussieht», sagt Fehn.</p><p>Das sei Stärke und Angriffsfläche zugleich. Standards schaffen Vertrauen und Skalierbarkeit, bedeuten aber auch Kontrolle über den Zugang. Die Governance-Details sind in der Pilotphase noch offen, genau hier lohnt sich gemäss Fehn in den kommenden Monaten der Blick. «Ich erwarte, dass Swift zunächst auf tokenisierte Einlagen der eigenen Mitgliedsbanken fokussiert und regulierte Assets schrittweise zulässt, statt eine offene Plattform für beliebige Token zu bauen».</p><h3 id="gelder-bleiben-bankeinlagen">Gelder bleiben Bankeinlagen</h3><p>Der Unterschied zu anderen Systemen und Stablecoins liegt gemäss Fehn nicht in der Geschwindigkeit, sondern im Instrument. Tokenisierte Einlagen bleiben Bankeinlagen: mit Einlagensicherung, Verzinsungsmöglichkeit und voller Bankenregulierung. Stablecoins sind dagegen ein Anspruch auf einen Reservepool, in den USA nach dem Genius Act mit ausdrücklichem Zinsverbot für Halter, in Europa gilt unter MiCAR dasselbe für E-Geld-Token.</p><p>«Für die Banken ist der entscheidende Punkt: Fliessen Kundengelder in Stablecoins, verlassen Einlagen die Bankbilanz und fehlen in der Kreditvergabe. Tokenisierte Einlagen halten das Geld im Bankensystem. Für Unternehmen wiederum entfällt der Tausch in ein Dritt-Asset und damit das Risiko, dass dieses von seinem festen Wert abweicht», erklärt Fehn. Sein Fazit: Stablecoins und tokenisierte Einlagen konkurrierten nur an der Oberfläche um denselben Anwendungsfall. Strukturell seien es unterschiedliche Instrumente: Stablecoins dort, wo freie Übertragbarkeit gefragt ist, tokenisierte Einlagen dort, wo Geld im regulierten Bankenkreislauf bleiben soll.</p><h3 id="tokenisierung-boomt">Tokenisierung boomt</h3><p>Welchen Impact Swift dereinst auf die dezentrale Transaktionsabwicklung haben wird, ist noch schwer abzuschätzen. Zwei Tatsachen sind aber unbestritten: Einerseits hat die Organisation mit ihrem bereits riesigen Netzwerk gute Chancen, den Markt zu dominieren, wenn eine attraktive Blockchain-Lösung aufgesetzt wird. Andererseits ist der Trend hin zu tokenisierten Wertschriften und Geld unumkehrbar. So hat sich etwa das monatliche Handelsvolumen von tokenisierten Aktien im Juni mit 3,86 Mrd. Dollar ein Allzeithoch erreicht – ein Anstieg von 145 Prozent innerhalb eines Monats. Um Handel und Abrechnung streiten sich dabei schon eine Vielzahl von Anbietern und Systemen wie Circle, Qivalis, Ripple, OpenUSD etc. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass die Blockchains Solana, Ethereum etc. über welche dieser Boom läuft zu Kursen von vor drei Jahren bewertet werden.</p><p>Abderrahmane weist darauf hin, dass Stablecoins nur einen Teil des Bedürfnisses erfüllen. Eine Überweisung an das studierende Kind in Fiat Währung von hier nach Neuseeland würde in der heutigen Welt ein Einwechseln an einer Kryptobörse voraussetzen und beim Empfänger wieder umgekehrt. «Das macht die Überweisung schneller, jedoch sind die Transaktionsgebühren vergleichsweise hoch. Die Swift-Überweisung geht günstiger, dauert aber länger», so der Magpie-Projects-Experte.</p><h3 id="die-landschaft-wird-komplexer">Die Landschaft wird komplexer</h3><p>Wer sich schlussendlich durchsetzen werde und ob es unübersichtlich werde, sei nicht einfach zu beantworten. «Vor nicht allzu langer Zeit gab es ja auch mehrere Kartengeld-Standards und verblieben sind nur wenige. Die Treiber sind jedoch vielschichtig: kommerziell, User-Freundlichkeit, aber auch organisatorische Gründe wie Bankenverbunde können einen Einfluss haben. Sogar geopolitische Faktoren spielen eine Rolle», fügt Abderrahmane an.</p><p>«Die Landschaft wird komplexer, nicht einfacher: Stablecoins, tokenisierte Einlagen, der digitale Euro, dazu diverse Blockchain-Lösungen einzelner Banken und Bankengruppen und jetzt der Swift-Ledger. Jede Initiative ist für sich schlüssig, die eigentliche Frage ist ihre Koexistenz», bestätigt Fehn. Einen einzelnen Gewinner werde es aus seiner Sicht nicht geben: «Wir bewegen uns auf eine Welt zu, in der mehrere Zahlungsnetzwerke dauerhaft nebeneinander bestehen. Durchsetzen werden sich jene, auf denen sich die Liquidität konzentriert und deren Standards anschlussfähig sind». Die Entwicklung von Märkten verlaufe erfahrungsgemäss in Zyklen: Eine Konsolidierung werde kommen, ihr Zeitpunkt sei schwer zu prognostizieren.</p><p>Für Finanzinstitute verschiebe sich damit die strategische Frage. Sie laute nicht mehr: Welche Technologie wähle ich? Sondern: Wie bleibe ich über mehrere Netzwerke hinweg anschluss- und handlungsfähig, so Fehn. «Wer heute alles auf ein einziges System setzt, geht eine Wette ein. Die Diskussion dreht sich immer weniger um digitale Assets selbst und immer mehr um Marktstruktur», fügt er an.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Jetzt geht’s in den Norden - Bitcoin Allemagne]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/jetzt-gehts-in-den-norden-bitcoin-allemagne/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/jetzt-gehts-in-den-norden-bitcoin-allemagne/</guid>
            <pubDate>Fr., 17 Juli 2026 21:41:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Bitcoin Suisse]]></category>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <description><![CDATA[Bitcoin Suisse expandiert im Krypto-Winter nach Deutschland. Das Unternehmen will sich als Premium-Spezialist positionieren – von Liechtenstein aus. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Bitcoin_Suisse_2607198_060725.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Der im Jahr 2013 gegründete Bitcoin-Pionier weitet seine Aktivitäten auf den deutschen Markt aus. Voraussetzung dafür ist die MiCAR-Lizenz, welche die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht (FMA) ende Juni erteilte. Dank dieser Zulassung als Crypto Asset Service Provider (CASP) kann&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/113/bitcoin_suisse.html?ref=tippinpoint.ch">Bitcoin Suisse</a>&nbsp;regulierte Krypto-Dienstleistungen durch Passporting grundsätzlich im gesamten EWR (27 EU-Staaten plus EFTA-Länder) anbieten.</p><p>«Liechtenstein ist seit 2018 einer unserer Standorte und mit dem TVTG (Gesetz über Token und VT-Dienstleister) einer der Pioniere der Krypto-Regulierung. Unsere Überzeugung war immer: Vertrauen entsteht durch Regulierung, nicht an ihr vorbei», sagt Andrej Majcen, Group CEO und Co-Founder von Bitcoin Suisse gegenüber tippinpoint. Mit dem Passporting für Deutschland bediene das Unternehmen deutsche Kunden direkt. Eine zusätzliche BaFin-Zulassung für dieselben MiCAR-Dienstleistungen sei dafür grundsätzlich nicht erforderlich.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Andrej_Majcen_2607198_060722.jpg" class="kg-image" alt="Jetzt geht’s in den Norden - Bitcoin Allemagne" loading="lazy" width="650" height="520" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/Andrej_Majcen_2607198_060722.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Andrej_Majcen_2607198_060722.jpg 650w"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Andrej Majcen, CEO Bitcoin Suisse. (Quelle: HO)</span></figcaption></figure><p>Bitcoin Suisse richtet sich in Europa gezielt an vermögende Privatkunden, Unternehmen und institutionelle Investoren. Dabei setze das Unternehmen auf seine mehr als zehnjährige Erfahrung im Kryptomarkt, die sich über mehrere Marktzyklen hinweg bewährt habe, hält das Unternehmen fest. Zum Angebot zählen insbesondere Handel, Verwahrung und Staking von digitalen Vermögenswerten. Als zentrale Unterscheidungsmerkmale nennt das Unternehmen seine eigene technologische Infrastruktur sowie ein Betreuungsmodell, bei dem jeder Kunde einen persönlichen Ansprechpartner erhält.</p><p>Der Deutschlandvorstoss im Krypto-Winter erscheint nicht optimal. Doch der Bitcoin-Suisse-CEO entgegnet, die europäische Expansion sei über mehrere Jahre vorbereitet worden. Die Nachfrage aus Deutschland habe schon lange vor dem aktiven Markteintritt bestanden. Was fehlte, war ein einheitlicher regulatorischer Rahmen. «Genau den schafft MiCAR: Mit der MiCAR-Lizenz und dem Passporting können wir mit&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/113/bitcoin_suisse.html?ref=tippinpoint.ch">Bitcoin Suisse</a>&nbsp;(Europe) AG den Markt nun gezielt bearbeiten», so Majcen. Kurzfristige Kursbewegungen seien für diesen Entscheid nicht ausschlaggebend. Bitcoin Suisse habe seit 2013 mehrere Marktzyklen durchlaufen.</p><h3 id="der-logische-n%C3%A4chste-schritt">Der logische nächste Schritt</h3><p>Die Expansion nach Europa verantwortet Roman Przibylla, der über viel Erfahrung im Finanzsektor verfügt und am 1. Dezember 2025 zu&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/113/bitcoin_suisse.html?ref=tippinpoint.ch">Bitcoin Suisse</a>&nbsp;wechselte. Deutschland ist für Bitcoin Suisse kein komplett neuer Markt. Der Schweizer Arm der Gruppe zählt gemäss Pressemitteilung bereits seit Gründung eine Vielzahl an deutschen Kunden.</p><p>«Die Schweiz bleibt unser Heimmarkt und unser Fundament. Deutschland ist der logische nächste Schritt: bestehende Nachfrage, eine hohe Dichte an vermögenden Kunden und ein Markt, der unter MiCAR weiter an Reife gewinnt», sagt Majcen. Der Ansatz werde in Deutschland derselbe sein: Bitcoin Suisse positioniert sich als krypto-nativer Premium-Spezialist mit Trading, Custody und Staking auf vollständig eigener Infrastruktur und einem festen Relationship Manager statt anonymem Massengeschäft. «Das konkrete Angebot richtet sich nach dem jeweiligen regulatorischen Rahmen», ergänzt Majcen.</p><h3 id="nicht-im-preiskampf-des-massenmarktes">Nicht im Preiskampf des Massenmarktes</h3><p>Der Krypto-Markt Deutschland ist kein einfaches Pflaster.&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/113/bitcoin_suisse.html?ref=tippinpoint.ch">Bitcoin Suisse</a>&nbsp;wird nicht im Massenmarkt in den Preiskampf mit etablierten Anbietern wie Bitpanda, Trade Republic und Bison treten. Ob die Schweizer das richtige Angebot haben, um sich bei vermögenden Privatkunden, institutionellen Investoren und Family Offices zu etablieren, muss sich noch zeigen. Andere Plattformen und etablierte Anbieter bearbeiten dieses Segment bereits. Die langjährige Erfahrung im Kryptomarkt Schweiz dürfte für Bitcoin Suisse ein Plus sein.</p><p>«Zum Start ist keine eigene Niederlassung in Deutschland geplant; eine physische Präsenz wird mittelfristig geprüft», ergänzt der CEO. Deutsche Kunden würden vor allem den Unterschied spüren: einen festen Ansprechpartner, direkten Zugang zu echten Krypto-Experten und massgeschneiderte Lösungen auf der eigenentwickelten Kerninfrastruktur. Bitcoin Suisse sei nicht die Lösung für jeden, sondern für Kunden, denen Standardzugang nicht reiche.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Der ABB-Chef kann bis zu 10 Millionen Franken verdienen - die Industriellen schliessen zu den Banken auf]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/der-abb-chef-kann-bis-zu-10-millionen-franken-verdienen-die-industriellen-schliessen-zu-den-banken-auf/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/der-abb-chef-kann-bis-zu-10-millionen-franken-verdienen-die-industriellen-schliessen-zu-den-banken-auf/</guid>
            <pubDate>Fr., 17 Juli 2026 21:38:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[ABB]]></category>
            <category><![CDATA[Impact]]></category>
            <category><![CDATA[Roche]]></category>
            <category><![CDATA[Novartis]]></category>
            <category><![CDATA[Nestlé]]></category>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <description><![CDATA[Der KI-Boom treibt nicht nur Umsatz und Börsenwert von ABB in die Höhe. Dank eines neuen Vergütungssystems könnte auch CEO Morten Wierod künftig bis zu 10 Millionen Franken verdienen. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607198_080706.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Der Schweizer Technologiekonzern hat einen Lauf an der Börse. Die Investitionen in künstliche Intelligenz haben die Auftragsbücher gefüllt und den Aktienkurs nach oben getrieben. 27 Prozent Plus seit Anfang Jahr. Damit überflügelt der Konzern andere SMI-Titel um Längen. Der KI-Boom katapultierte&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/7/abb.html?ref=tippinpoint.ch">ABB</a>&nbsp;auf Platz vier der wertvollsten Unternehmen der Schweiz – gleich hinter den grossen drei:&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/198/roche.html?ref=tippinpoint.ch">Roche</a>,&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/209/novartis.html?ref=tippinpoint.ch">Novartis</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/41/nestl.html?ref=tippinpoint.ch">Nestlé</a>.</p><p>Jetzt soll auch der oberste Manager, CEO Morten Wierod, von der Entwicklung profitieren. Der Schwede, der in seinem Auftritt so bescheiden und bodenständig wie ein Schweizer KMU-Chef wirkt, könnte durch eine Anpassung des Vergütungssystems näher an die Spitzengruppe der Schweizer Manager heranrücken.</p><p>Künftig kann Wierod im Idealfall auf eine Gesamtvergütung von rund 10 Millionen Franken kommen. Ganz an die Spitze reicht es allerdings nicht: Novartis-CEO Vasant Narasimhan bezog 2025 15,2 Millionen Franken. UBS-Chef Sergio Ermotti erhielt eine Vergütung von 14,9 Millionen Franken. Partners-Group-CEO David Layton bezog 16 Millionen Franken. Mit 10 Millionen Franken kommt Wierod in den Bereich, in dem sich die Chefs von Roche und Nestlé bewegen.</p><p>Noch höher fiel die ausgewiesene Entschädigung des neuen Julius-Bär-CEO Stefan Bollinger mit 24 Millionen Franken aus. Dieser Wert ist allerdings nur bedingt vergleichbar, weil darin eine einmalige Ersatzentschädigung von 14,8 Millionen Franken für beim Wechsel von Goldman Sachs entgangene Vergütungen enthalten ist. Ohne diesen Sondereffekt belief sich seine operative Vergütung auf rund 8,3 Millionen Franken.</p><h3 id="grundlohn-von-15-millionen-franken">Grundlohn von 1,5 Millionen Franken</h3><p>Auffällig bei&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/7/abb.html?ref=tippinpoint.ch">ABB</a>&nbsp;ist vor allem der hohe Bonusanteil. Während früher vor allem Banken wegen hoher Boni im Fokus standen, setzen heute auch Industrieunternehmen verstärkt auf langfristige Aktienprogramme. Insgesamt kann der ABB-Chef 550 Prozent seines Basissalärs als variablen Bonus erhalten. Damit hängt ein immer grösserer Teil der Vergütung direkt von der Börsenentwicklung ab. Die Anlagestiftung Ethos hat die Erhöhung des variablen Anteils bereits als zu hoch kritisiert.</p><p>Allerdings trägt Morten Wierod auch das Risiko, deutlich weniger zu verdienen, wenn es an der Börse nicht mehr gut laufen sollte. Das Grundgehalt des 54-jährigen Managers beträgt 1,5 Millionen Franken. Zum Vergleich: Das Basissalär von Sergio Ermotti beläuft sich 2,5 Millionen Franken – mit Nebenleistungen sind es 2,8 Millionen Franken.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Big in Japan: UBS wagt Comeback im japanischen Investmentbanking]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/big-in-japan-ubs-wagt-comeback-im-japanischen-investmentbanking/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/big-in-japan-ubs-wagt-comeback-im-japanischen-investmentbanking/</guid>
            <pubDate>Do., 16 Juli 2026 11:22:27 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Goldman Sachs]]></category>
            <description><![CDATA[Die Grossbank baut ihre Investmentbanking-Aktivitäten in Japan aus und steigt sogar wieder in den Bondmarkt ein. Dafür holte sie einen Banker von Goldman Sachs.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Tokio_2607197_070734.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>UBS-Chef Sergio Ermotti will nicht nur in den USA wachsen – auch in Fernost scheint er seinem Leitmotiv «Shrinking is not an Option» verpflichtet zu sein. In den letzten Monaten hat die Bank ihre Investmentbanking-Aktivitäten durch Neueinstellungen deutlich verstärkt und ist wieder in Bereiche eingestiegen, die sie vor Jahren aufgegeben hat.</p><p>Wie Bloomberg aus Japan berichtet, hat die Grossbank Takehiro Sakuramoto von Goldman Sachs abgeworben. Der Managing Director hatte am Donnerstag seinen ersten Arbeitstag bei der Bank. Er ist neuer Leiter des Bereichs Debt Capital Markets (DCM) für Japan in der Investmentbank. Die Bank will künftig Mandate für die Emission von Unternehmensanleihen japanischer Firmen gewinnen und sich zu Beginn auf Fremdwährungsanleihen konzentrieren, sagte die Sprecherin der Bank.</p><p>Für die&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/1/ubs.html?ref=tippinpoint.ch">UBS</a>&nbsp;bedeutet das einen Wiedereinstieg ins Geschäft. 2021 straffte die Grossbank ihr Fixed-Income-Geschäft in Asien und verlagerte etwa den Zins- und Anleihehandel von Tokio nach Sydney. Sie gab auch ihren Status als Primärhändler für japanische Staatsanleihen auf. Am Schluss spielte sie bei der Emission von Unternehmensanleihen kaum noch eine Rolle.</p><h3 id="boom-bei-fremdw%C3%A4hrungsanleihen">Boom bei Fremdwährungsanleihen</h3><p>Seit Sergio Ermotti wieder CEO ist, investiert&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/1/ubs.html?ref=tippinpoint.ch">UBS</a>&nbsp;gezielt in das Investmentbanking in Japan. In den vergangenen zwei Jahren wurden mehrere erfahrene Banker von Goldman Sachs, Morgan Stanley und Rothschild verpflichtet – darunter jetzt Takehiro Sakuramoto als DCM-Chef.</p><p>Japanische Unternehmen haben im vergangenen Quartal so viele Fremdwährungsanleihen emittiert wie schon lange nicht mehr. Sie nutzen zunehmend die tieferen und liquideren internationalen Kapitalmärkte, um ihr Wachstum zu finanzieren. In den ersten drei Monaten stieg das Emissionsvolumen auf den Rekordwert von 16,7 Billionen Yen (umgerechnet rund 83 Milliarden Franken).</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Partners Group: Kunden zogen 3,8 Milliarden aus Evergreen-Fonds ab]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/partners-group-kunden-zogen-3-8-milliarden-aus-evergreen-fonds-ab/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/partners-group-kunden-zogen-3-8-milliarden-aus-evergreen-fonds-ab/</guid>
            <pubDate>Do., 16 Juli 2026 11:16:48 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Partners Group]]></category>
            <category><![CDATA[Private Markets]]></category>
            <category><![CDATA[Markets]]></category>
            <description><![CDATA[Evergreen-Strukturen bleiben das grosse Sorgenkind für den Zuger Private-Markets-Riesen. Rücknahmen werden das Geschäft auch mittelfristig belasten. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2606159_070627.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Zu sagen, dass Private Markets derzeit besonders gefragt sind, wäre übertrieben. Noch schwieriger ist die Lage allerdings bei sogenannten Evergreen-Strukturen – semiliquiden Private-Markets-Vehikeln, die speziell für vermögende Privatanleger konzipiert wurden. Das zeigen die Halbjahreszahlen von&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/56/partners_group.html?ref=tippinpoint.ch">Partners Group</a>.</p><p>Im ersten Halbjahr zogen Investoren insgesamt 3,8 Milliarden US-Dollar aus den Evergreen-Fonds des Unternehmens ab. Rund 80 Prozent der Rücknahmen entfielen dabei auf drei Fonds. Wie Partners Group bereits im Juni mitgeteilt hatte, betrifft dies unter anderem den Partners Group Global Value SICAV sowie den in Delaware domizilierten Partners Group Private Equity (Master Fund).</p><p>Bei insgesamt fünf Fonds musste das Unternehmen sogenannte Gates aktivieren. Damit werden Rücknahmen begrenzt, weil sie die in den semiliquiden Fonds vorgesehenen Rücknahmelimiten überschritten hatten.</p><h3 id="belastung-reicht-bis-ins-kommende-jahr">Belastung reicht bis ins kommende Jahr</h3><p>Die Auswirkungen der hohen Rücknahmen werden&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/56/partners_group.html?ref=tippinpoint.ch">Partners Group</a>&nbsp;noch längere Zeit beschäftigen. Aufgrund der Rücknahmebeschränkungen werden nicht alle Auszahlungen sofort abgewickelt; ein Teil der Rücknahmen wird erst im zweiten Halbjahr verarbeitet.</p><p>Das Management rechnet deshalb damit, dass die Evergreen-Plattform das Wachstum der verwalteten Vermögen (Assets under Management, AuM) sowohl 2025 als auch 2026 um jeweils ein bis zwei Prozentpunkte des gesamten AuM bremsen wird.</p><p>Hinzu kommen sogenannte Tail-down-Effekte, die Partners Group für das Gesamtjahr auf 10 bis 13 Milliarden US-Dollar beziffert. Dabei handelt es sich um planmässige Kapitalrückzahlungen aus auslaufenden Private-Markets-Fonds, wodurch das verwaltete Vermögen sinkt.</p><p>Auf Basis der aktuellen Exit-Pipeline erwartet das Unternehmen zudem, dass die Performance Fees im Gesamtjahr 2026 am unteren Ende der mittelfristigen Zielspanne von 25 bis 40 Prozent des Gesamtumsatzes liegen werden.</p><h3 id="rekordzufl%C3%BCsse-treffen-auf-%C3%BCberhitzten-markt">Rekordzuflüsse treffen auf überhitzten Markt</h3><p>Trotz der Probleme bei den Evergreen-Produkten bleibt die Nachfrage nach den Anlagestrategien von&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/56/partners_group.html?ref=tippinpoint.ch">Partners Group</a>&nbsp;hoch. Im ersten Halbjahr sammelte das Unternehmen Neuzusagen von 16 Milliarden US-Dollar ein, nach 12 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.</p><p>Die Zuflüsse sind zwar schön und gut, doch das Problem ist, sie müssen auch investiert werden. Und das ist im aktuellen Umfeld gar nicht so einfach. Viele Firmen werden zu sehr hohen Bewertungen gehandelt. Entsprechend gross ist das Risiko, bei neuen Transaktionen zu viel zu bezahlen.</p><p>Das ist ein oftmals&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/78829/wo_die_probleme_bei_partners_group_wirklich_liegen.html">unterschätztes Problem in den Private Markets</a>. Darauf verweist auch CEO David Layton: «Wir freuen uns, eine rekordhohe Kundennachfrage vermelden zu können. Das Investitionsumfeld bleibt jedoch anspruchsvoll. Wir gehen bei neuen Investitionen weiterhin äusserst selektiv vor, da insbesondere im Private-Equity-Bereich häufig sehr hohe Bewertungen verlangt werden.»</p><p>Die Aktien von Partner Group haben seit Beginn des Jahres 30 Prozent verloren. Das Gründertrio mit Fredy Gantner, Urs Wietlisbach und Marcel Erni haben rund 60 Millionen aufgeworfen, um die Aktie zu stützen. Aktuell liegt der Kurs bei 720 Franken, knapp 90 Franken über dem Tief von Ende Juni als die Aktie bei 632 Franken lag. Am Donnerstag startete die Aktie mit einem tiefen Taucher in den Tag. Bis 11 Uhr erholen sie sich leicht und liegen noch 4,5 Prozent im Minus.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Volatile Märkte lösen bei UBP einen Ertragsschub aus]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/volatile-markte-losen-bei-ubp-einen-ertragsschub-aus/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/volatile-markte-losen-bei-ubp-einen-ertragsschub-aus/</guid>
            <pubDate>Do., 16 Juli 2026 11:05:21 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBP]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Die Genfer Privatbank steigert Halbjahresgewinn um 40 Prozent – aufgewühlte Märkte und Integrationseffekte geben einen Boost. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/UBP_2607197_080728-1.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Union Bancaire Privée (UBP) hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr verdient. Der Reingewinn stieg integrationsbericht gegenüber der Vorjahresperiode um 40,4 Prozent auf 169,4 Millionen Franken. Der Erfolg aus der Geschäftstätigkeit legte um 10,4 Prozent auf 812,5 Millionen Franken zu. Net-New-Money-Zahlen gab die Bank nicht bekannt.</p><p>Die verwalteten Kundenvermögen erhöhten sich seit Ende 2025 um 4,8 Prozent auf 193,5 Milliarden Franken. Ausschlaggebend dafür waren laut der Bank die positive Entwicklung an den Finanzmärkten sowie die Wertsteigerung der Vermögensverwaltungsmandate und Anlagefonds.</p><p>Vom volatilen Marktumfeld profitierte vor allem das Kommissions- und Gebührengeschäft. Die Erträge stiegen um 16,5 Prozent auf 471,1 Millionen Franken. Auch das Zinsengeschäft entwickelte sich positiv: Der Nettoerfolg nahm um 4,0 Prozent auf 275,8 Millionen Franken zu. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft erhöhte sich um 5,9 Prozent auf 64,2 Millionen Franken.</p><p>Der Betriebsaufwand blieb mit einem Plus von 1,8 Prozent nahezu stabil. Die Bank führt das auf ein «diszipliniertes Kostenmanagement» sowie auf Synergien nach der Integration von Société Générale Private Banking (Schweiz) und SG Kleinwort Hambros Bank zurück.</p><p>Die kurzfristige Liquiditätsquote (LCR) lag Ende Juni bei 233,8 Prozent, die Kernkapitalquote (Tier 1) bei 22,5 Prozent.</p><p>«Unsere Halbjahresergebnisse wurden sowohl von den positiven Entwicklungen an den Finanzmärkten als auch von der Straffung der Geschäftsabläufe im Zuge der beiden jüngsten Akquisitionen beflügelt. Wir verdanken dies dem unermüdlichen Engagement unserer Teams, denen es gelungen ist, innerhalb eines Jahres, zwei Banken in der Schweiz und im Vereinigten Königreich zu integrieren», sagte Guy de Picciotto, CEO der&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/87/ubp.html?ref=tippinpoint.ch">UBP</a>.</p><p>Vor einem Jahr wies die Bank wegen der Integration einen deutlich gesunkenen Reingewinn aus. Er verringerte auf 120 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2025, verglichen mit 138 Millionen in der gleichen Periode im Jahr 2024.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Wall-Street-Banken pushen UBS auf neuen Mehrjahresrekord]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/wall-street-banken-pushen-ubs-auf-neuen-mehrjahresrekord/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/wall-street-banken-pushen-ubs-auf-neuen-mehrjahresrekord/</guid>
            <pubDate>Mi., 15 Juli 2026 17:56:41 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Der KI-Boom lässt die Transaktionsmaschinen von JP Morgan, Goldman Sachs und Co. auf Hochtouren laufen – allerdings wächst die Sorge über den steigenden Einsatz von Krediten. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Wall_Street_2312354_081244-1.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Der phänomenale Boom um die künstliche Intelligenz hat die Gewinne der grossen Wall-Street-Banken in neue Sphären hochgeschraubt. JPMorgan-Chef Jamie Dimon bezeichnete das Marktumfeld als fast so gut, «wie es überhaupt geht».</p><p>Besonders der Handel mit Aktien schenkte ein.&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/167/jp_morgan.html?ref=tippinpoint.ch">JP Morgan</a>,&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/83/goldman_sachs.html?ref=tippinpoint.ch">Goldman Sachs</a>,&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/124/citigroup.html?ref=tippinpoint.ch">Citigroup</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/106/bank_of_america.html?ref=tippinpoint.ch">Bank of America</a>&nbsp;erzielten in diesem Bereich kumuliert Erträge von 19,3 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Über alle Geschäftsbereiche hinweg erwirtschafteten die vier Riesen einen Nettogewinn von 42,7 Milliarden Dollar.</p><p>Der Ertrags- und Gewinnschub wird von den Entwicklungen rund um die künstliche Intelligenz getrieben. Dabei geht es nicht primär um Erträge, die Banken direkt mit KI-Firmen erzielt haben, etwa durch den Blockbuster-Börsengang von SpaceX. Die Wall-Street-Banken erzielten Gebühreneinnahmen von insgesamt rund 500 Millionen Dollar. Goldman Sachs und Morgan Stanley verdienten jeweils rund 100 Millionen Dollar,&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/167/jp_morgan.html?ref=tippinpoint.ch">JP Morgan</a>, Citigroup und Bank of America jeweils rund 75 Millionen Dollar.</p><p>Doch richtig durchgeschlagen haben die heftigen Kursschwankungen, die die KI-Revolution an den Märkten ausgelöst hat. Sie sind das Elixier, das transaktionsabhängige Einnahmen antreibt. Hinzu kamen im zweiten Quartal Anpassungen in den Indizes, die ebenfalls die Transaktionsmaschinen auf Hochtouren laufen liessen.</p><h3 id="%C2%ABein-umfeld-das-kaum-besser-sein-k%C3%B6nnte%C2%BB">«Ein Umfeld, das kaum besser sein könnte»</h3><p>«Wir nähern uns einem Umfeld, das kaum besser sein könnte. Wir wissen nur nicht, wie lange das anhält», sagte etwa Jamie Dimon. Seine Bank erwirtschaftete einen Rekordreingewinn von 21,2 Milliarden Dollar im zweiten Quartal. Auch die anderen Wall-Street-Banken zeigten Spitzenresultate.&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/83/goldman_sachs.html?ref=tippinpoint.ch">Goldman Sachs</a>&nbsp;meldete den höchsten Quartalsgewinn seit fünf Jahren. Die Bank übertraf im Aktienhandel die Ertragsprognosen der Analysten um mehr als zwei Milliarden Dollar.</p><p>Auch die&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/106/bank_of_america.html?ref=tippinpoint.ch">Bank of America</a>&nbsp;erreichte mit 3,6 Milliarden Dollar einen Rekord im Aktienhandel. Das entspricht einem Anstieg von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/124/citigroup.html?ref=tippinpoint.ch">Citigroup</a>, deren Stärke traditionell im Anleihehandel liegt, steigerte ihre Erträge im Aktienhandel um 45 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar.</p><h3 id="ubs-%C3%BCber-438-franken">UBS über 43,8 Franken</h3><figure class="kg-card kg-image-card"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607196_070734.jpg" class="kg-image" alt="Wall-Street-Banken pushen UBS auf neuen Mehrjahresrekord" loading="lazy" width="650" height="365" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/noname_2607196_070734.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607196_070734.jpg 650w"></figure><p>Um 15.30 gab es einen Schub. (Quelle: FT/LSEG)</p><p>Die Rekordergebnisse liessen die Aktienkurse hochschiessen – auch diesseits des Atlantiks. Der Kurs der UBS-Aktien machte kurz nach Bekanntgabe der Ergebnisse einen Sprung nach oben. Um halb vier Uhr legten die Titel stark zu. Bei Börsenschluss betrug das Plus 3,74 Prozent. Die Aktien handeln nun bei 43,8 Franken – ein neuer Rekordwert seit der Finanzkrise. Zuletzt handelte die&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/1/ubs.html?ref=tippinpoint.ch">UBS</a>&nbsp;Anfang 2008 auf diesem Niveau. Die UBS legt ihre Zahlen Ende Monat vor.</p><p>Die Kurssteigerungen deuten darauf hin, dass die Anleger davon ausgehen, dass die KI-Party noch lange weitergehen wird. Das wird gestützt von euphorischen Einschätzungen etwa von Goldman-Chef David Solomon. Er glaubt, dass die weltweit erwarteten Billioneninvestitionen in künstliche Intelligenz das Investmentbanking noch über Jahre hinweg stützen werden. «Der Ausbau der KI-Infrastruktur steht erst am Anfang. Wir sind überzeugt, dass dieser mehrjährige Investitionszyklus weiterhin zu einer hohen Zahl strategischer Transaktionen, Finanzierungen und Kapitalmarktaktivitäten führen wird», sagte Solomon.</p><p>Doch es gibt auch Risiken und Warner, was bei diesen Aktienhöchstständen auch nicht verwunderlich ist. Anlass zur Sorge bereitet etwa der zunehmende Einsatz von Fremdkapital, um den Boom zu stützen. Das sieht man auch in den Zahlen der Wall-Street-Banken, zum Beispiel im sogenannten Prime-Brokerage-Geschäft.&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/83/goldman_sachs.html?ref=tippinpoint.ch">Goldman Sachs</a>&nbsp;hat die Erträge im Geschäft mit der Finanzierung von Hedgefonds auf 3,3 Milliarden Dollar verdoppelt, unter anderem mit einem Ausbau dieses Bereichs in Asien. Zudem setzten vermehrt Privatanleger auf riskante Instrumente wie gehebelte ETFs.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Swiss Re gibt Kleiderordnung durch: «Shorts are for weekends»]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/swiss-re-gibt-kleiderordnung-durch-shorts-are-for-weekends/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/swiss-re-gibt-kleiderordnung-durch-shorts-are-for-weekends/</guid>
            <pubDate>Di., 14 Juli 2026 18:59:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Swiss Re]]></category>
            <description><![CDATA[Der Rückversicherungskonzern gibt seinen Mitarbeitenden Tipps, wie sie am besten durch den Hitzesommer kommen. Nicht alle Empfehlungen kamen gut an, vor allem bei den männlichen Kollegen. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607198_090718-2.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die anhaltend hohen Temperaturen können das Arbeiten zur Qual machen. Das fängt schon beim Pendeln an in überhitzten und stinkigen Trams und Zügen – und endet in überhitzten und stickigen Sitzungszimmern.</p><p>Wie wenn es nicht schon heiss genug wäre, sorgte beim Rückversicherer&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/4/swiss_re.html?ref=tippinpoint.ch">Swiss Re</a>&nbsp;eine E-Mail für noch mehr rote Köpfe. Darin gab Schweiz-President Gianfranco Lot ein paar Tipps, um in dieser «aussergewöhnlichen Hitzewelle einen kühlen Kopf» zu bewahren.</p><p>Eine Empfehlung stiess bei manchen männlichen Kollegen sauer auf: «Zieh dich bequem an, aber achte auf ein professionelles Erscheinungsbild. Leichte, atmungsaktive Stoffe (und an meine männlichen Kollegen gerichtet: Shorts are for weekends…).»</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607195_070705.jpg" class="kg-image" alt="Swiss Re gibt Kleiderordnung durch: «Shorts are for weekends»" loading="lazy" width="650" height="436" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/noname_2607195_070705.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607195_070705.jpg 650w"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Hinter Glasscheiben: Die Dachterrasse am Hauptsitz. (Quelle: Swiss Re)</span></figcaption></figure><p>Viele empfanden das weniger als eine Empfehlung, sondern vielmehr als eine paternalistische Ermahnung zu einer Kleiderordnung, die es im Konzern eigentlich gar nicht gibt. Verärgert waren einige Kollegen zudem, weil in der Mail nichts zur Kleidung der Frauen stand.</p><h3 id="mit-einem-augenzwinkern-gemeint">Mit einem Augenzwinkern gemeint</h3><p>Der erhobene Zeigefinger war wohl mit einem Augenzwinkern gemeint, wie die ganze E-Mail – passend zu den hohen Temperaturen – ebenfalls in einem lockeren Ton daherkommt.</p><p>Andere Tipps waren hingegen weniger verfänglich. Man solle die Einrichtungen von&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/4/swiss_re.html?ref=tippinpoint.ch">Swiss Re</a>&nbsp;vor Ort nutzen, darunter Duschen und Umkleideräume – sei es nach einem aktiven Arbeitsweg oder um sich vor einem wichtigen Meeting frisch zu machen.</p><p>Man solle trinken, trinken, trinken und eine Pause machen, wenn man eine brauche. Und ja, warum nicht ein Sprung in den Zürichsee? «Wir haben einen wunderschönen See … direkt vor unserer Haustür …» Das E-Mail ging Ende Juni an alles Mitarbeiter von Swiss Re in der Schweiz.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Nirgendwo sind die Löhne höher - und nirgends kostet ein Dinner-Date mehr als in Zürich]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/nirgendwo-sind-die-lohne-hoher-und-nirgends-kostet-ein-dinner-date-mehr-als-in-zurich/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/nirgendwo-sind-die-lohne-hoher-und-nirgends-kostet-ein-dinner-date-mehr-als-in-zurich/</guid>
            <pubDate>Di., 14 Juli 2026 14:03:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Markets]]></category>
            <category><![CDATA[Deutsche Bank]]></category>
            <category><![CDATA[Wealth]]></category>
            <description><![CDATA[Trotz hoher Lebenskosten liegt Zürich bei den verfügbaren Einkommen weltweit an der Spitze. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607195_080745.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Zürich ist eine der teuersten Städte der Welt. Das zeigt die neue Ausgabe der Studie «Mapping the World's Prices 2026» von&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/48/deutsche_bank.html?ref=tippinpoint.ch">Deutsche Bank</a>&nbsp;Research, die 69 internationale Metropolen vergleicht. Die Studie kommt zum Schluss, dass die seit vielen Jahren links-grün regierte Stadt sowohl bei den Kosten als auch bei den Nettolöhnen weltweit zur Spitze gehört.</p><p>Verglichen werden Lebenshaltungskosten, Löhne, Mieten und Kaufkraft. Zusätzlich analysiert die Studie eher ungewöhnliche Grössen – etwa die Kosten für ein Dinner-Date oder den öffentlichen Verkehr.</p><p>Zürich und Genf gehören in fast allen untersuchten Kategorien zu den teuersten Städten der Welt. Gleichzeitig holen amerikanische Metropolen wie New York und San Francisco auf. Dort haben vor allem gestiegene Wohnkosten und die anhaltende Inflation die Preise deutlich nach oben getrieben.</p><p>Gleichzeitig zählt Zürich zu den Städten mit der höchsten Kaufkraft. Nach Steuern verfügen Beschäftigte über eines der weltweit höchsten Nettoeinkommen. Gemeinsam mit Genf, San Francisco und Luxemburg reicht das Einkommen trotz hoher Preise im internationalen Vergleich am weitesten. Die Gehälter in Zürich erreichen satte 476 Punkte, jene in Genf 457 Punkte, gemessen an der indexierten Basis von 100 in New York.</p><p></p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607195_090758.jpg" class="kg-image" alt="Nirgendwo sind die Löhne höher - und nirgends kostet ein Dinner-Date mehr als in Zürich" loading="lazy" width="650" height="326" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/noname_2607195_090758.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607195_090758.jpg 650w"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Top bei den Löhnen. (Quelle: Mapping the World's Prices 2026)</span></figcaption></figure><p>Beim Wohnen jedoch, wo die Wogen wegen der hohen Mieten hochgehen, steht Zürich im internationalen Vergleich nicht an der Spitze. Bei den Mieten für eine Drei-Zimmer-Wohnung liegt New York weltweit auf Platz eins. Direkt dahinter folgen Zürich sowie San Francisco, Boston und Singapur.</p><p></p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607195_080747.jpg" class="kg-image" alt="Nirgendwo sind die Löhne höher - und nirgends kostet ein Dinner-Date mehr als in Zürich" loading="lazy" width="650" height="331" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/noname_2607195_080747.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607195_080747.jpg 650w"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Bei den Restaurantpreisen ebenfalls top. (Quelle: Mapping the World's Prices 2026)</span></figcaption></figure><p></p><p>Wenig überraschend für Zürcherinnen und Zürcher ist, dass die Stadt beim sogenannten «Cheap Date»-Index am schlechtesten abschneidet. Die&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/48/deutsche_bank.html?ref=tippinpoint.ch">Deutsche Bank</a>&nbsp;berechnet dafür die Kosten eines typischen Abends zu zweit mit Restaurantbesuch und Kinotickets. Gemeinsam mit Genf gehört Zürich zu den teuersten Städten weltweit. Ebenfalls weit oben liegen Tel Aviv, Oslo und Kopenhagen.</p><p>Das Gleiche gilt für ein Abendessen in einem «Mid-Range»-Restaurant für zwei Personen. In Zürich kostet ein Abend knapp 150 Franken. Das ist etwa zehnmal so viel wie in Jakarta.</p><p>Beim öffentlichen Verkehr schneidet Zürich vergleichsweise besser ab. Die höchsten Preise für Monatsabonnemente verlangen laut der Studie London, Sydney, New York und Melbourne. Gleichzeitig zeigt der Vergleich, dass einzelne Länder wie Luxemburg den öffentlichen Verkehr sogar kostenlos anbieten.&nbsp;<a href="https://www.dbresearch.com/PROD/IE-PROD/PDFVIEWER.calias?pdfViewerPdfUrl=PROD0000000000633223&rwnode=REPORT&ref=tippinpoint.ch">Hier geht es zum Report.</a></p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Zuger Kantonalbank hält Gewinn im ersten Halbjahr 2026 stabil]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/zuger-kantonalbank-halt-gewinn-im-ersten-halbjahr-2026-stabil/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/zuger-kantonalbank-halt-gewinn-im-ersten-halbjahr-2026-stabil/</guid>
            <pubDate>Di., 14 Juli 2026 12:06:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Zuger KB]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Die Zuger Kantonalbank hat im ersten Halbjahr einen leicht tieferen Konzerngewinn ausgewiesen. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Zuger_KB_260233_100244.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Belastet wurde das Ergebnis durch den rückläufigen Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft, der um 2,8 Prozent auf 104,9 Millionen Franken sank. Der Zinsertrag verringerte sich um 9,4 Prozent auf 131,3 Millionen, gleichzeitig reduzierte sich der Zinsaufwand um 26,5 Prozent auf 28,1 Mio. Franken.</p><p>Wachstumstreiber blieb das Anlagegeschäft. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legte um 8,3 Prozent auf 50 Millionen Franken zu. Gut lief das Wertschriften- und Anlagegeschäft, das ein Plus von 11,3 Prozent auf 36,2 Millionen Franken auswies. Auch der Handelserfolg stieg um 3,4 Prozent auf 10,3 Mio. Franken.</p><p>Die verwalteten Kundenvermögen der&nbsp;<a href="https://tippinpoint.ch/unternehmen/129/zuger_kb.html?ref=tippinpoint.ch">Zuger KB</a>&nbsp;erhöhten sich im ersten Halbjahr um 1,5 Mrd. Franken auf 30,8 Milliarden Franken. Das Nettoneugeld belief sich auf 612,5 Millionen Franken, ein deutliches Plus gegenüber den 251,7 Millionen des Vorjahres. Die Kundengelder wuchsen um 3,5 Prozent auf 13,5 Milliarden Franken, während die Kundenausleihungen leicht um 1 Prozent auf 15,2 Mrd. Franken zurückgingen.</p><p>Der Geschäftsaufwand legte um 3,2 Prozent auf 73,5 Mio. Franken zu. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich auf 43,5 Prozent.</p><p>Für das zweite Halbjahr erwartet die Zuger Kantonalbank ein weiterhin anspruchsvolles Zinsumfeld. Wachstumspotenzial sieht sie vor allem im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank aufgrund des veränderten Zinsumfelds und ausbleibender Sondereffekte mit einem tieferen Ergebnis als 2025.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Fall VP Bank: Gericht wirft der Finma «kognitive Verzerrung» vor]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/fall-vp-bank-gericht-wirft-der-finma-kognitive-verzerrung-vor/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/fall-vp-bank-gericht-wirft-der-finma-kognitive-verzerrung-vor/</guid>
            <pubDate>Mo., 13 Juli 2026 12:09:14 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[VP Bank]]></category>
            <category><![CDATA[Finma]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Ein aktuelles Urteil des Bundesverwaltungsgerichts dürfte für die Finanzmarktaufsicht weitreichende Folgen haben. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/VP_Bank__2410277_071049.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Das Gericht hat die Beschwerde einer Bank – der&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/204/vp_bank.html">VP Bank</a>, vertreten durch die Kanzlei Homburger – gegen einen Enforcement-Entscheid der&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/136/finma.html">Finma</a>&nbsp;gutgeheissen. Die Aufsichtsbehörde hatte der Bank gravierende Mängel bei der Bekämpfung der Geldwäscherei vorgeworfen und ein umfangreiches Massnahmenpaket angeordnet. Dieses umfasste unter anderem die Einziehung mutmasslich erzielter Gewinne (440’000 Franken), Vorgaben zur Verbesserung von Governance und Compliance sowie ein Verbot, bestimmte neue Geschäftsbeziehungen einzugehen.</p><p>Die Finma hielt in ihrem Geschäftsbericht 2024 fest: «Die Verstösse und Unterlassungen stellten in ihrer Gesamtheit eine schwere Verletzung von Aufsichtsrecht durch die Bank X dar.» Dabei handelte es sich um die&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/204/vp_bank.html">VP Bank</a>, wie&nbsp;<a href="https://www.finews.ch/news/banken/72893-ohrfeige-fuer-die-finma-urteil-bundesverwaltungsgericht-vp-bank-serniya-komplex-ofac?ref=tippinpoint.ch">Finews<strong>&nbsp;</strong></a>zuerst berichtete. Bekannt wurde das Enforcement-Verfahren bereits im Oktober 2024. Die VP Bank wollte damals vor Gericht verhindern, dass die Finma die Enforcement-Verfügung öffentlich machen konnte.</p><p>Damals hielt eine Sprecherin der VP Bank in&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/77651/die_finma_stellt_schwere_verletzung_von_aufsichtsrechtlichen_bestimmungen_durch_die_vp_bank_fest.html">einer Stellungnahme gegenüber Tippinpoint<strong>&nbsp;</strong></a>fest: «Die Finma hat ein Enforcement-Verfahren gegen die VP Bank (Schweiz) AG mit einer Verfügung abgeschlossen. Diese Verfügung steht hauptsächlich im Zusammenhang mit einer Kundenbeziehung, die allerdings bereits 2020 saldiert wurde.» Die Bank habe vollständig mit der Finma kooperiert, sei jedoch mit einzelnen Punkten der Verfügung nicht einverstanden und habe deshalb rechtliche Schritte eingeleitet.</p><p>Nun bekam die Bank vor dem Bundesverwaltungsgericht recht. Es hob sowohl die angeordnete Gewinnabschöpfung als auch die inhaltlichen Auflagen auf. Nach Auffassung des Gerichts konnte die Finma weder eine schwerwiegende Verletzung des Aufsichtsrechts ausreichend nachweisen noch darlegen, dass die angeordneten Massnahmen erforderlich und verhältnismässig waren.</p><h3 id="empfindliche-niederlage">Empfindliche Niederlage</h3><p>Für die Behörde ist das Urteil ein Flop der Extraklasse. Wie die Homburger-Anwälte auf ihrer Website schreiben, macht das Urteil deutlich, dass die weitreichenden Durchsetzungsbefugnisse der&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/136/finma.html">Finma</a>&nbsp;rechtlichen Grenzen unterliegen. Die Behörde müsse ihre Entscheide auf eine klare gesetzliche Grundlage stützen, den Sachverhalt präzise feststellen und – insbesondere bei einer Gewinnabschöpfung – eine schwerwiegende Verletzung des Aufsichtsrechts nachweisen, die ursächlich zu einem finanziellen Vorteil geführt habe. Zudem müssten angeordnete Massnahmen notwendig und verhältnismässig sein.</p><p>Ein wichtiger Punkt, auf den das Gericht in seinem Urteil hinweist, ist zudem das sogenannte «Enforcement by hindsight» – also die Beurteilung von Sachverhalten im Nachhinein. Konkret bedeutet das: Spätere geopolitische Entwicklungen, neue Sanktionen oder nachträglich bekannt gewordene belastende Informationen dürfen nicht als Massstab dafür dienen, was eine Bank Jahre zuvor hätte erkennen müssen. Entscheidend ist vielmehr der damalige Kenntnisstand zum Zeitpunkt des fraglichen Verhaltens sowie – bei Sanierungsmassnahmen – die tatsächliche Situation des Instituts im Zeitpunkt des Finma-Entscheids.</p><p><a href="https://mcp.opencaselaw.ch/entscheid/bvger_B-5862_2024?ref=tippinpoint.ch">Im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts</a>&nbsp;heisst es dazu wörtlich: «Die Beschwerdeführerin (VP Bank) rügt insofern zu Recht, dass die Vorinstanz bei ihrer Argumentation einen Rückschaufehler begeht. Bei einem Rückschaufehler (Hindsight Bias) handelt es sich um eine kognitive Verzerrung respektive um eine Tendenz, im Nachhinein zu glauben, dass man ein Ereignis hätte vorhersehen können oder müssen.»</p><p>Seien zunächst unzusammenhängende Punkte einmal verknüpft, neige man dazu, davon auszugehen, dass diese «Verknüpfungen in einem beliebigen früheren Zeitpunkt hätten erkannt werden können und müssen». Um einen Rückschaufehler zu vermeiden, ist die Ausgangslage in einer ex ante Betrachtung zu beurteilen, so das Gericht.</p><p>Die Finma wird das Urteil ans Bundesgericht weiterziehen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Trotz Ermottis Kassandrarufen - UBS ist superbullish auf europäische Aktien]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/trotz-ermottis-kassandrarufen-ubs-ist-superbullish-auf-europaische-aktien/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/trotz-ermottis-kassandrarufen-ubs-ist-superbullish-auf-europaische-aktien/</guid>
            <pubDate>Mo., 13 Juli 2026 12:05:10 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Markets]]></category>
            <description><![CDATA[Keine Bank sieht grösseres Aufwärtspotenzial für europäische Titel als die UBS. Die bullische Einschätzung kontrastiert mit dem düsteren Bild, das CEO Sergio Ermotti vom alten Kontinent zeichnet.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Europa_2607194_070735.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Steigende Firmengewinne und eine breiter abgestützte Kursrally werden europäische Aktien auf neue Höchststände treiben. Das ist die optimistische Einschätzung der Strategen der&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/1/ubs.html">UBS</a>. Gerry Fowler und Sutanya Chedda hoben ihr Jahresendziel für den Stoxx Europe 600 von 630 auf 690 Punkte an. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 8 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.</p><p>Mit ihrer neuen Prognose liegen sie über der bisherigen Spitzenprognose von 680 Punkten, die im vergangenen Monat von Mislav Matejka von JP Morgan veröffentlicht wurde. Für Ende 2027 erwarten die UBS-Strategen sogar einen Stand von 760 Punkten – ein Plus von rund 19 Prozent innerhalb der nächsten 18 Monate.</p><figure class="kg-card kg-image-card"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607194_070757.jpg" class="kg-image" alt="Trotz Ermottis Kassandrarufen - UBS ist superbullish auf europäische Aktien" loading="lazy" width="650" height="404" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/noname_2607194_070757.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607194_070757.jpg 650w"></figure><p>UBS schwingt mit ihrer Prognose oben aus. (Quelle: Screenshot Bloomberg)</p><p>Frühere Einschätzungen seien zu vorsichtig gewesen, schreiben die Strategen. «Wir erhöhen unsere Kursziele für den Stoxx Europe 600, weil sich die Unternehmensgewinne als robuster und besser als erwartet erweisen.»</p><p>Gemäss Fowler und Chedda gibt es drei Gründe, weshalb sich die Erwartungen gegenüber früher verändert haben: Erstens seien die Gewinnanhebungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz stärker ausgefallen als erwartet. Zweitens würden Banken weiterhin von positiven Gewinneinschätzungen profitieren. Drittens belasteten die grossen defensiven Sektoren den Index nicht länger, auch weil die Schwäche des Euro unterstützend wirke.</p><p>«Das reicht aus, um ein robustes Gewinnwachstum (&gt;10 %) und eine höhere Bewertung (~16x) zu stützen», schrieben die UBS-Strategen in einer Mitteilung. Fowler und Chedda gehen davon aus, dass die bevorstehende Berichtssaison den positiven Trend weiter stützen wird.</p><h3 id="ermottis-pauschalkritik">Ermottis Pauschalkritik</h3><p>Die optimistische Einschätzung steht im Widerspruch zur obersten Führungsetage der Bank. Sergio Ermotti warnt regelmässig vor einem Niedergang Europas. Zuletzt tat er das Ende Juni auf der Bühne der Point Zero in Zürich. Er kritisierte, dass der Kontinent nicht wachse, kaum Innovationen hervorbringe und kein neues Vermögen schaffe. Die Schweiz dürfe diesen wirtschaftlichen Weg keinesfalls einschlagen, da andernfalls Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit verloren gingen.</p><p>Früher schien sich seine Kritik an Europa auf die Bankenregulierung zu beschränken. Er verortete auf dem alten Kontinent ein «sehr engstirniges Denken über Grossbanken», wie er vor zwei Jahren&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/77278/sehr_engstirniges_denken_sergio_ermotti_kritisiert_die_europaeischen_regulatoren_scharf_-_hat_er_recht_.html">in einem Interview sagte</a>. «Europa hat alles getan, was es konnte, um Banken daran zu hindern, grösser oder erfolgreicher zu werden», sagte Ermotti. Das war eine einigermassen kecke Aussage – nur ein Jahr nachdem die Politik mit der&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/1/ubs.html">UBS</a>&nbsp;einen Deal aushandelte, der es der Grossbank erlaubte, die Credit Suisse zu übernehmen und unter Aushebelung des Wettbewerbsrechts zur alles dominierenden Bank in der Schweiz aufzusteigen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Strategy: Michael Saylor muss Strategie ändern]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/strategy-michael-saylor-muss-strategie-aendern/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/strategy-michael-saylor-muss-strategie-aendern/</guid>
            <pubDate>Fr., 10 Juli 2026 10:00:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <category><![CDATA[Strategy]]></category>
            <description><![CDATA[Wegen des Kryptoeinbruchs kann der Bitcoin-Käufer nicht mehr zukaufen. Was das für den Bitcoin-Markt bedeutet und ab wann es brenzlig wird für Strategy. +++Dazu: SEC startet die nächste Krypto-Reform +++ Ein Bitcoin-Anstieg braucht mehr Dollar.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Michael_Saylor_2506178_070629.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>«Strategy verkauft niemals» ist Geschichte. Vergangene Woche veräusserte Michael Saylors <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/strategy/">Strategy</a> über 3588 Bitcoins mit einem Wert von rund 216 Millionen Dollar. So überraschend kam das nicht. Das war die Umsetzung der Finanzierungsumstrukturierung, die das Unternehmen nach einem anhaltenden Einbruch der Kryptowährung und der eigenen Aktien bekannt gegeben hatte. Ende Juni genehmigte der Strategy-Verwaltungsrat formell ein Monetarisierungsprogramm: Die Gesellschaft darf jetzt Bitcoin verkaufen, um Reserven, Dividenden und Rückkäufe zu finanzieren.</p><p></p><hr><p>Und in den <a href="#short_cuts"><strong><u>Short Cuts</u></strong></a> diese Woche:<br></p><ul><li>SEC startet die nächste Krypto-Reform</li><li>Ein Bitcoin-Anstieg braucht mehr Dollar</li></ul><hr><p></p><p>Die Transaktion ist der grösste Bitcoin-Verkauf des Unternehmens seit dem Aufbau seiner Bestände im Jahr 2020 und insgesamt erst der dritte. Das weltweit grösste Bitcoin Treasury Unternehmen hat 2026 über 171'000 Bitcoin gekauft, mehr als 1000 pro Tag, und war damit eine der dominierenden Nachfragequellen. Jahrelang beruhte das Geschäftsmodell von Strategy auf der einfachen Prämisse: Kapital beschaffen, Bitcoin kaufen und nicht verkaufen. Im Moment besitzt Strategy gemäss Unternehmens-Website 843'775 Coins.</p>

<aside class="gh-post-upgrade-cta">
    <div class="gh-post-upgrade-cta-content">
            <h2>Kostenlos registrieren, um diesen Beitrag zu lesen</h2>
            <p class="tp-paywall-description">Als Free Member erhalten Sie Zugriff auf diesen und viele weitere Beiträge. Ausserdem bekommen Sie einmal pro Woche eine E-Mail mit den wichtigsten Geschichten der Woche.</p>

            <form class="tp-paywall-signup" data-members-form="signup" data-members-autoredirect="true">
                <div class="tp-paywall-signup-fields">
                    <label for="tp-paywall-email">E-Mail-Adresse</label>
                    <input
                        id="tp-paywall-email"
                        data-members-email
                        type="email"
                        name="email"
                        placeholder="E-Mail-Adresse eingeben"
                        autocomplete="email"
                        required
                    >
                    <button class="gh-btn" type="submit">Jetzt registrieren</button>
                </div>
                <p class="tp-paywall-success">Fast geschafft. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse. Danach können Sie den Beitrag weiterlesen.</p>
                <p class="tp-paywall-error" data-members-error></p>
            </form>

            <p class="tp-paywall-account"><small>Bereits registriert? <a data-portal="signin" href="#/portal/signin">Anmelden</a></small></p>
    </div>
</aside>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[UBS soll Rücknahmewelle bei Blue Owl ausgelöst haben]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/ubs-soll-ruecknahmewelle-bei-blue-owl-ausgeloest-haben/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/ubs-soll-ruecknahmewelle-bei-blue-owl-ausgeloest-haben/</guid>
            <pubDate>Fr., 10 Juli 2026 08:05:18 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Private Credit]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <description><![CDATA[Die Bank soll Kunden empfohlen haben, ihr Engagement im Bereich Private Credit zu reduzieren – und traf damit einen Fonds, dessen Aufbau sie selbst massgeblich unterstützt hatte.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607191_080747.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Ende 2025 kam es zu heftigen Turbulenzen im Private-Credit-Markt. Der Zusammenbruch des US-amerikanischen Autofinanzierers Tricolor und der First Brands Group löste eine Welle von Rücknahmen aus Private-Credit-Vehikeln aus. Besonders stark betroffen war der Investment-Managers Blue Owl mit seinem Flaggschiff-Fonds Technology Income Fund (OTIC), der die Rücknahmeanträge nervöser Anleger zeitweise nicht mehr bedienen konnte.</p><p>Die Probleme von Blue Owl und anderen Anbietern säten weltweit Zweifel an der Anlageklasse der Privatmärkte, die bis heute nachwirken. Wie die Financial Times nun enthüllt, stand am Anfang dieser Entwicklung offenbar eine Kundenempfehlung des <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/ubs/">UBS</a> Wealth Managements. Die Grossbank habe eine Welle von Mittelabflüssen aus dem Blue-Owl-Fonds ausgelöst, schreibt das Blatt.</p><p>Im vierten Quartal 2025 begannen Investoren, grosse Summen aus dem rund drei Milliarden Dollar schweren Blue-Owl-Fonds abzuziehen, der hauptsächlich über das Wealth Management der UBS vertrieben worden sei. Kurz nachdem die Bank Kunden mit einem hohen Private-Credit-Engagement geraten hatte, ihre Positionen zurückzufahren, soll es dann zu einer Flut von Rücknahmeanträgen gekommen sein.</p><h3 id="60-prozent-ubs-gelder-in-blue-owl-fonds">60 Prozent UBS-Gelder in Blue-Owl-Fonds</h3><p>Pikanterweise war es auch die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/ubs/">UBS</a>, die den Fonds zuvor mit aufgebaut und zu einem der grössten Private-Credit-Angebote für Privatkunden gemacht hatte. Blue Owl legte den technologieorientierten Fonds im Jahr 2022 auf, nachdem das Unternehmen gemeinsam mit der UBS ein Produkt entwickelt hatte, das auf die Bedürfnisse der Bankkunden zugeschnitten war, berichten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Mindestens 60 Prozent des eingeworbenen Kapitals stammten demnach von UBS-Kunden, von denen die meisten in Asien ansässig waren.</p><p>Das ist doppelt so viel, wie einige Branchenvertreter als sinnvolle Obergrenze für die Abhängigkeit von einem einzelnen Vertriebspartner ansehen. Bei vielen gilt eine von 20 bis 30 Prozent je Vertriebsplattform, um das Risiko breiter zu streuen. Offenbar hatten Blue Owl und die UBS auf eine breitere Investorenbasis gehofft. «Tatsächlich fiel sie deutlich konzentrierter aus, als beiden lieb gewesen wäre», sagte eine Quelle der Financial Times.</p><p>Nach Angaben der Ratingagentur KBRA zogen Anleger im vierten Quartal 15,4 Prozent des Fondsvermögens ab. Daraus ergaben sich Nettoabflüsse von rund 400 Millionen US-Dollar – ein Vielfaches der Rücknahmen im Vorquartal. Im ersten Quartal dieses Jahres stiegen die Rücknahmeanträge auf mehr als 40 Prozent des Fondsvermögens.</p><h3 id="private-banking-gelder-abgezapft">Private-Banking-Gelder abgezapft</h3><p>Private Credit war lange Zeit eine Anlageklasse, in die ausschliesslich institutionelle Anleger investierten. Um mehr Gelder in den Markt zu bringen, zapfte die Finanzindustrie das Privatkundensegment an. Dadurch verlagerten sich die Machtverhältnisse im Markt zunehmend von professionellen Kreditmanagern auf Banken und Vermögensverwaltungsplattformen, die den Geldfluss der Kunden steuern. Da private Investoren in Krisen selten einen kühlen Kopf bewahren, werden die Märkte krisenanfälliger.</p><p>Auch der UBS-eigene <a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/78333/megapleite_von_first_brands_ubs-fonds_fahren_500_millionen_dollar_an_die_wand.html">Private-Credit-Spezialist </a><a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/ubs/">UBS</a> O'Connor war betroffen: In einem seiner Fonds entfielen rund 30 Prozent des Engagements auf die First Brands Group. Die UBS lehnte eine Stellungnahme gegenüber der Financial Times ab. Ein Sprecher von Blue Owl erklärte, die konstant gute Kreditqualität des OTIC-Fonds habe eine stabile Ausschüttungsrendite von 9,2 Prozent ermöglicht.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Schnell reich werden mit der Schweizer Nati]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/schnell-reich-werden-mit-der-schweizer-nati/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/schnell-reich-werden-mit-der-schweizer-nati/</guid>
            <pubDate>Fr., 10 Juli 2026 06:05:48 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Coinbase]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Dezentrale Prognosemärkte wie Polymarket erleben einen Boom, doch der Weg zum Glück ist beschwerlich. Wer auf die Schweiz als Weltmeisterin setzt, kann einen Gewinn von mehreren 1000 Prozent erzielen.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Jubel_Nati_2607191_060732.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Ganze 2 Prozent des Wettvolumens, das auf den neuen Fussballweltmeister tippt, setzt auf der Krypto-Wettplattform Polymarket auf die Schweizer Nationalmannschaft. Das ist doch für jeden hiesigen Fussballfan ein Affront und eine himmelschreiende Fehleinschätzung. Oder wenn man ein überzeugter Anhänger von Granit, Gregor und Johan ist, eine exzellente Chance viel Geld zu machen. Ganz humorlos ist dagegen 32 Prozent des Wetteinsatzes auf Frankreich und 20 Prozent auf Spanien verteilt.</p><p>Die laufende Fussballweltmeisterschaft hat bei der dezentralen Prognoseplattform Polymarket zu einem Rekordvolumen von über 4,3 Milliarden Dollar geführt. Damit wurden bisherige Spitzenresultate wie beim Super Bowl oder den US-Präsidentschaftswahlen deutlich überflügelt. Auch andere Handelsplätze wie Zoomex und Kalshi boomen dank Soccer-Wetten – wobei Kalshi keine Blockchain-Plattform mit Smart-Contracts ist. Nicht nur die Wettvolumen auch die Verluste bei einzelnen Kunden erreichen Rekordhöhen. Ein Polymarket-Konto mit dem Namen «Coldsway» hat in nur 10 Tagen 11,6 Millionen Dollar in Sportwetten verloren.</p><h3 id="2-cent-f%C3%BCr-einen-dollar">2 Cent für einen Dollar</h3><p>Wer jetzt (wir schreiben diese Zeilen am späten Donnerstagabend) darauf wettet, dass die Mannschaft von Murat Yakin am Ende den goldenen Pokal in den Himmel stemmt, der drückt auf der Polymarket-Seite auf «Yes» für die Schweiz und kauft eine sogenannte Yes-Share. So kauft man für 2 Cent im Fall eines Schweizer Weltmeistertitels einen Dollar (Gewinnchance: 4900 Prozent). Da wird selbst der Nvidia-Investor neidisch. Die Schweiz hat zusammen mit Belgien übrigens die schlechteste Quote. Für das Spiel gegen Argentinien kauft der Schweizer Fan einen «Sieges Token» für 16,75 Cents, während der Gaucho für einen Sieg-Dollar 57 Cent bezahlen muss. 27 Cent kostet der Unentschieden-Dollar – das mögliche Penaltyschiessen, dass ja reines Glückspiel ist, wird vom Wettanbieter ignoriert.</p><p>Der Schweizer Fan muss seine Wette nicht bis zum Schlusspfiff halten. Wenn die Nati durch einen Schlenzer von Okafor in der 17. Minute gegen Argentinien in Führung geht, steigt der Preis der gekauften «Yes»-Anteile und der Supporter kann sie vorzeitig auf der Plattform verkaufen, um seinen Gewinn abzusichern.</p><p>Auf Polymarket kann man auf vielerlei Entwicklungen wetten – viele im Zusammenhang mit der Fussballweltmeisterschaft. Beispielsweise als Favorit für den goldenen Fussballschuh wird auf Polymarket Lionel Messi mit einem Preis für die Yes-Share von 42,1 Cents geführt. Jene von Kylian Mbappe kostet 38 Cents. Wir Schweizer, die auf einen Weltmeistertitel der Nati setzen, wissen aber, dass dieses Verhältnis am Sonntagmorgen nach dem Ausscheiden der Argentinier nochmals auf den Kopf gestellt wird.</p><h3 id="technische-und-regulatorische-h%C3%BCrden">Technische und regulatorische Hürden</h3><p>Ganz so einfach, wie es bis jetzt scheint, ist die Wette auf Polymarket aber nicht. Es stehen einige Hürden im Weg. Weil Polymarket eine Krypto-Wettplattform ist, laufen die Wetten mit Kryptowährungen. Entweder authentifiziert man sich über die Website von Polymarket und eröffnet im Hintergrund ein eigenes Wallet oder man registriert sich mit einem bereits bestehenden Krypto-Wallet – etwa einem von <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/coinbase/">Coinbase</a>. In erster Linie nutzt der Wettanbieter den Stablecoin USD-Coin (USDC), diese können mit Banküberweisung oder Kreditkarte in der integrierten Bezahlfunktion erworben werden. Man kann die USDC auch direkt von einer Kryptobörse an Polymarket überweisen. Wer sich hier aber mit der Deposit-Adresse vertippt, erleidet bereits einen Totalverlust.</p><p>Jenseits der Grenze locken oft höhere Gewinnchancen bei Wettanbietern, doch wegen des hiesigen Geldspielgesetzes, dass seit 2019 in Kraft ist, sind Sportwetten aus der Schweiz bei ausländischen Anbietern untersagt. Aufgrund dieser regulatorischen Vorgaben sperrt Polymarket den direkten Zugriff aus der Schweiz. Wer seine Schweizer Herkunft mit Hilfe eines Virtual Private Network (VPN) verschleiert und die IP-Adresse in ein nichtblockiertes Land verlegt und von Polymarket dabei entdeckt wird, wird automatisch gesperrt und verliert sein Guthaben. Auch wer unerkannt bei einem ausländischen Wettanbieter gewinnt, ist noch nicht sicher, dass er das Geld auch erhält, denn rechtlich durchsetzen lässt sich das nicht und der Schweizer Steuerfreibetrag – 1 Million bei Sportwetten – gilt auf Gewinnen, die auf ausländischen Plattformen erzielt werden, ebenfalls nicht.</p><p>Disclaimer: Dieser Text wurde am Donnerstagabend geschrieben. Die Quoten haben sich durch das Nachtspiel nochmal verändert. Panta Rhei.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Helene Budliger: «Ich liebe die UBS immer noch»]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/helene-budliger-ich-liebe-die-ubs-immer-noch/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/helene-budliger-ich-liebe-die-ubs-immer-noch/</guid>
            <pubDate>Do., 09 Juli 2026 09:06:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Die Seco-Chefin äusserte sich in einem Talk in Zürich zu den laufenden Zollverhandlungen mit den USA – und zur Regulierung der Grossbank UBS.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Helene_Budliger_Artieda_2607190_080708.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>«Ich liebe die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/ubs/">UBS</a> immer noch, aber das ist nicht das Wesentliche», sagte Helene Budliger Artieda, die Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), am Mittwoch an einem Gespräch bei Bloomberg an der Zürcher Bahnhofstrasse. Ihre Aussage bezieht sich auf ein <a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/78431/nach_dem_kniefall_im_weissen_haus_wirft_sich_helene_budliger_vor_der_ubs_in_den_staub.html">früheres Zitat von ihr</a>, das sie letzten Herbst machte. Worum es jetzt gehe, liege in den Händen des Parlaments. Es werde entscheiden, welche Vorschriften die UBS einhalten muss, wenn die Bank in der Schweiz bleibe.</p><p>Unternehmen zu lieben, gehöre quasi zu ihrem Job, meinte Budliger. Die meisten Leute würden zwar immer denken, dass das Seco, das bekanntlich eng mit dem Privatsektor verbunden ist, nur darauf schaue, dass die Unternehmen Geld verdienen. Das sei aber nicht so. Dafür zu sorgen, dass es Arbeitsplätze gebe, dass Schweizerinnen und Schweizer einen Job haben, das «ist es eigentlich, was mich antreibt, und deshalb schätze ich alle Unternehmen».</p><p>«Und deshalb finde ich es gut, dass wir in der Schweiz eine Bank mit einem solchen Ruf und einer solchen Grösse haben», sagte Budliger weiter. Aber das ist keine Selbstverständlichkeit. «Die Regierung hat entschieden, wie sie die Dinge sieht und wie sie mit Risiken umgehen will. Und nun ist es am Parlament zu entscheiden, wie es die Lage einschätzt und was für die Schweiz das Richtige ist.»</p><h3 id="gute-chancen-f%C3%BCr-15-prozent">Gute Chancen für 15 Prozent</h3><p>Budligers wichtigstes Dossier sind nicht die Banken, sondern die Handelsdiplomatie. Mit Blick auf den Zollstreit mit den Amerikanern sagte sie, dass gute Chancen bestünden, dass die Schweiz ein dauerhaftes Handelsabkommen mit den USA zu Zollsätzen von 15 Prozent abschliessen werde.</p><p>«Gleiche Wettbewerbsbedingungen sind für uns das ideale Szenario», sagte Helene Budliger Artieda im Gespräch mit dem stellvertretenden Chefredakteur von Bloomberg News, Reto Gregori, am Mittwochabend. Schweizer Unternehmen «legen zwar Wert auf die Höhe der Zölle, aber mittlerweile ist ihnen die Vorhersehbarkeit und Stabilität dieser Höhe fast noch wichtiger», sagte sie.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Commerzbank: Es ist Zeit, den Tatsachen ins Auge zu blicken]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/commerzbank-es-ist-zeit-den-tatsachen-ins-auge-zu-blicken/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/commerzbank-es-ist-zeit-den-tatsachen-ins-auge-zu-blicken/</guid>
            <pubDate>Do., 09 Juli 2026 08:12:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Unicredit]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Commerzbank]]></category>
            <description><![CDATA[Die deutsche Bundesregierung könnte froh sein, dass sie ihre Beteiligung an der Commerzbank endlich mit Gewinn abstossen könnte. Stattdessen kritisiert sie unbeirrt das Vorgehen der Italiener.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Commerzbank__2607190_070726-1.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Überraschung ist gross in Deutschland, dass die italienische <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/unicredit/">Unicredit</a> einer Mehrheit an der Commerzbank immer näher kommt. Insgesamt wurden der Mailänder Bank 17,6 Prozent der Aktien angedient, wie am Mittwoch bekannt wurde. Zusammen mit ihrem bereits bestehenden Anteil von 26,77 Prozent steigt der direkte Anteil der Unicredit an der Commerzbank damit auf gut 44 Prozent. Das entspreche sogar 49,65 Prozent der Stimmrechte, da die eigenen Aktien der Commerzbank nicht stimmberechtigt seien. Hinzu kommen rechnerische Auswirkungen des laufenden Aktienrückkaufprogramms der <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/commerzbank/">Commerzbank</a>.</p><p>Unicredit hielt fest, dass die Annahmequote die eigenen Erwartungen deutlich übertroffen habe. Man sei weiterhin bestrebt, «konstruktiv» mit allen wichtigen Stakeholdern zusammenzuarbeiten und die notwendigen regulatorischen Prozesse voranzutreiben. Man könnte also meinen, dass die Sache nun gelaufen ist.</p><p>Doch die in die Enge gedrängte Commerzbank-Führung will nicht aufgeben. Sie äusserte Zweifel daran, wie die hohe Annahmequote zustande gekommen ist. Demnach hätten weniger als zwei Prozent der institutionellen und privaten Aktionäre die Offerte angenommen. Die angedienten Aktien würden vor allem von Investmentbanken stammen, die mit Unicredit verbunden seien. Auch die deutsche Bundesregierung will nicht nachgeben, obwohl sie noch rund zwölf Prozent an der Commerzbank hält. Sie kritisierte das Vorgehen der Unicredit erneut als «aggressiv und feindlich» und bezeichnete es als «nicht akzeptabel».</p><h3 id="mit-gewinn-verkaufen">Mit Gewinn verkaufen</h3><p>Dabei spricht die Entwicklung des Aktienkurses eine deutliche Sprache: Seit Beginn der Übernahmekampagne vor 22 Monaten haben die Commerzbank-Aktien rund 160 Prozent an Wert gewonnen. Statt diesen Erfolg zu nutzen, einen beträchtlichen Gewinn für den Steuerzahler zu realisieren und den langjährigen Staatsanteil endlich abzubauen, blockiert Berlin die Übernahme weiterhin. Es ist unverständlich, dass sie Regierung die wirtschaftlichen Realitäten nicht anerkennen will.</p><p>Pro Memoria: Die deutsche Regierung stieg am 8. Januar 2009 bei der <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/commerzbank/">Commerzbank</a> ein, um sie vor dem Untergang zu retten. Viele Grossbanken wurden damals von Regierungen gestützt, um grossen Schaden für die Volkswirtschaft abzuwenden. Während die Staaten meisten wieder ausgestiegen sind – so etwa der Bund bei der UBS –, hielt die Deutsche Regierung an der Beteiligung fest. 2024 hat sie sie sogar wieder leicht ausgebaut. Die Regierung stieg bei einem Kurs von 6 Euro ein. Hinzukamen Kapitalerhöhungen und anderen Massnahmen, die einen realen rechnerischen Einstiegspreis von 26 Euro ergeben. Heute handeln die Titel bei knapp 38 Euro.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Petrobras-Fall: Verjährung rettet Bank Cramer vor Geldwäscherei-Prozess]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/petrobras-fall-verjaehrung-rettet-bank-cramer-vor-geldwaescherei-prozess/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/petrobras-fall-verjaehrung-rettet-bank-cramer-vor-geldwaescherei-prozess/</guid>
            <pubDate>Do., 09 Juli 2026 07:28:11 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Banque Cramer]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Da die Tessiner Bank und ihre Mitarbeiter die Beweismittel siegelten, erhielt die Bundesanwaltschaft erst wenige Monate vor Ablauf der Verjährungsfrist Zugang zu den Daten – zu spät für eine Anklageerhebung.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Cramer_2607190_070741.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Privatbank Cramer &amp; Cie entgeht im Zusammenhang mit dem Petrobras-Korruptionsskandal einem Gerichtsverfahren wegen Geldwäscherei. Zwar kommt die Bundesanwaltschaft zum Schluss, dass über die Luganeser Niederlassung zwischen 2013 und 2014 insgesamt 32,5 Millionen Dollar an Bestechungsgeldern geschleust wurden. Das Verfahren musste jedoch wegen Verjährung eingestellt werden.</p><p>Dies geht aus einer Einstellungsverfügung vom Januar hervor, die dem Westschweizer Justizportal <a href="https://gothamcity.ch/2026/07/08/petrobras-les-scelles-sauvent-la-banque-cramer-dun-proces-pour-blanchiment/?ref=tippinpoint.ch">Gotham City vorliegt</a>. Das sei Entscheidung, die die Bundesanwaltschaft «nicht an die grosse Glocke hängt», schreibt das Medium.</p><p>Ausschlaggebend waren langwierige Entsiegelungsverfahren. Die Bank und einzelne Mitarbeitende beantragten diesen Schutz unmittelbar nach den Hausdurchsuchungen im Jahr 2020. Das zuständige Tessiner Gericht benötigte mehr als drei Jahre, um über die Entsiegelung zu entscheiden. Die Bundesanwaltschaft erhielt erst im April 2024 vollständigen Zugang zu den Daten – nur wenige Monate vor Ablauf der zehnjährigen Verjährungsfrist für einfache Geldwäscherei.</p><h3 id="die-kosten-tr%C3%A4gt-der-bund">Die Kosten trägt der Bund</h3><p>Eine längere Verjährungsfrist wäre nur bei qualifizierter Geldwäscherei anwendbar gewesen. Dafür sah die Bundesanwaltschaft jedoch keine ausreichenden Anhaltspunkte. Da auch das Verfahren gegen zwei ehemalige Cramer-Banker eingestellt wurde, fehlte die Grundlage für eine Strafbarkeit der Bank.</p><p>Die Verfahrenskosten von rund 21'000 Franken trägt der Bund. Die Bank muss keine Kosten oder weitere Konsequenzen tragen. Die beschlagnahmten digitalen Daten werden vernichtet.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[ESG-AM läutet nächste Wachstumsphase ein und will Personal aufstocken]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/esg-am-lautet-nachste-wachstumsphase-ein-und-will-personal-aufstocken/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/esg-am-lautet-nachste-wachstumsphase-ein-und-will-personal-aufstocken/</guid>
            <pubDate>Mi., 08 Juli 2026 16:00:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[ESG-AM]]></category>
            <category><![CDATA[People]]></category>
            <description><![CDATA[Der Zürcher Asset Manager holt mit Janine Hofer-Wittwer eine neue Head Sustainability an Bord. Sie folgt auf Caroline de Leeuw den Bouter, die nach Deutschland gegangen ist. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607189_080723.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Der auf nachhaltige Fixed-Income-Credit-Anlagen spezialisierte Asset Manager ESG-AM verstärkt seine Führungsebene: Janine Hofer-Wittwer übernimmt per sofort die Position als Head Sustainability. Zuvor war sie unter anderem bei der UBS, Bank of America Merrill Lynch sowie während vieler Jahre bei der SIX tätig.</p><p>Nach einem kurzen Abstecher zu Forvis Mazars wird sie bei ESG-AM die strategische Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsaktivitäten leiten und die Integration von ESG-Aspekten in die Investmentprozesse vorantreiben, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Der Bereich Engagement wird weiterhin von Paula Krol verantwortet.</p><p>Janine Hofer-Wittwer folgt auf Caroline de Leeuw den Bouter, die die Funktion aufgebaut hatte und das Unternehmen inzwischen verlassen hat. Gemäss ihrem LinkedIn-Profil ist sie heute beim dänischen Engineering-Unternehmen Ramboll als Head of Impact Assessment, Ecosystems &amp; Biodiversity am Standort Berlin tätig.</p><h3 id="%C2%ABn%C3%A4chste-wachstumsphase%C2%BB">«Nächste Wachstumsphase»</h3><p>Laut Unternehmensangaben war das zweite Quartal 2026 das erfolgreichste seit der Gründung von ESG-AM im Jahr 2021. Nach dem starken ersten Halbjahr und der jüngst verkündeten Partnerschaft mit der Neue Bank plant der Vermögensverwalter für die zweite Jahreshälfte weitere personelle Aufstockungen.</p><p>«Nach fünf Jahren haben wir uns mit unseren Produkten und unserem Ansatz etabliert und streben nun die nächste Wachstumsphase an. Entsprechend werden wir weiter in Personal investieren», sagt Philipp Good, CEO von ESG-AM. Ziel sei es, die Nachhaltigkeits- und Engagement-Prozesse verstärkt auch institutionellen Drittinvestoren in der DACH-Region zugänglich zu machen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Trotz Aufnahme in den Nasdaq 100 taucht die SpaceX-Aktie]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/trotz-aufnahme-in-den-nasdaq-100-taucht-die-spacex-aktie/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/trotz-aufnahme-in-den-nasdaq-100-taucht-die-spacex-aktie/</guid>
            <pubDate>Mi., 08 Juli 2026 07:21:22 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[SpaceX]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Morgan Stanley]]></category>
            <category><![CDATA[JP Morgan]]></category>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <description><![CDATA[Die Hoffnungen auf einen Kursschub haben sich vorerst nicht erfüllt. Derweil überbieten sich Banken mit euphorisierten Kurszielen. UBS sieht ein Plus von 40 Prozent – ein anderer Broker über 400 Prozent.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/SpaceX_2607189_070708.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Aufnahme am Dienstag in den Nasdaq 100 brachte dem KI- und Raketenunternehmen <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/spacex/">SpaceX</a> kein Glück. Die Aktien tauchten gestern um 6,49 Prozent und schlossen bei 149 Dollar. Damit handeln sie ungefähr dort, wo sie vor drei Wochen beim grössten Börsengang der Geschichte gestartet waren.</p><p>Der gestrige Kurssturz dürfte viele Beobachter auf dem falschen Fuss erwischt haben. Offenbar hat die Schwäche bei wachstumsstarken Technologiewerten, darunter auch Micron Technology (minus 4,71 Prozent), eine grössere Wirkung auf den Kurs von SpaceX ausgeübt als die Aufnahme in den Nasdaq-100-Index beziehungsweise die damit verknüpfte Hoffnung, dass die Titel nach einer mehrwöchigen Post-IPO-Depression nun wie eine Rakete abheben würden.</p><p>Schon vor dem IPO gab es Kritik am deutlich beschleunigten Aufnahmeprozedere für das von Elon Musk geführte Unternehmen. Nichtsdestotrotz ist die Aufnahme von SpaceX in den Index weniger als einen Monat nach dem Börsengang vom 12. Juni Tatsache geworden. Möglich wurde das durch geänderte Nasdaq-Regeln, um Börsenneulingen einen Highspeed-Zugang zu wichtigen Aktienindizes zu ermöglichen.</p><h3 id="index-aufnahme-kein-selbstl%C3%A4ufer">Index-Aufnahme kein Selbstläufer</h3><p>Mit der Aufnahme in den technologieorientierten Nasdaq-100 entsteht eine zusätzliche Nachfrage nach der Aktie: Indexfonds und börsengehandelte Fonds (ETFs), die den Nasdaq-100 nachbilden, müssen SpaceX-Aktien kaufen, um die neue Zusammensetzung des Index abzubilden.</p><p>Nach LSEG-Daten erhält <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/spacex/">SpaceX</a> im Nasdaq-100 zunächst ein Gewicht von 1,34 Prozent. Damit liegt das Unternehmen deutlich hinter Schwergewichten wie Nvidia oder Apple, da die Nasdaq die Gewichtung anhand des frei handelbaren Aktienbestands (Free Float) berechnet – und der ist eben viel kleiner als bei den grossen Tech-Bros-Titeln.</p><p>Die Indexaufnahme scheint für SpaceX kein Selbstläufer zu sein. Die Nervosität im Markt ist hoch, weil die Erwartungen vielleicht zu stark hochgeschraubt sind. Ein nächster Orientierungspunkt sollen die Quartalszahlen geben, die auf den 6. August terminiert sind.</p><h3 id="euphorisierte-analysten">Euphorisierte Analysten</h3><p>Dennoch überbieten sich Investmentbanken mit euphorisierten Kurseinschätzungen. Mehr als ein Dutzend haben ihre Berichterstattung über <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/spacex/">SpaceX</a> mit Kaufempfehlungen aufgenommen. Die optimistischsten Kursziele gaben die grossen Konsortialbanken des Börsengangs ab. <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/morgan-stanley/">Morgan Stanley</a> und <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/jp-morgan/">JP Morgan</a> haben ein Overweight- beziehungsweise Outperform-Rating und sehen den Kurs auf 225 bis 300 Dollar steigen.</p><p>Die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/ubs/">UBS</a>, die ebenfalls <a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/78799/spacex_der_groesste_ipo_der_geschichte_zementiert_die_hackordnung_im_investment_banking.html">beim IPO berücksichtigt wurde</a>, gab eine Buy-Empfehlung und ein Kursziel von 210 Dollar ab. Am unteren Ende liegt MoffettNathanson mit einem Ziel von 130 Dollar. Ganz oben steht Raymond James mit 800 Dollar. Das Unternehmen argumentiert, dass SpaceX sich zu einer der wichtigsten Infrastrukturplattformen des 21. Jahrhunderts entwickeln könne.</p><p>Das Schräge an den Analystenschätzungen ist: Je höher die Kursziele zum Teil gesetzt sind, desto niedriger werden die erwarteten Erträge eingeschätzt. Das ist ein typisches Zeichen dafür, dass dem Titel etwas Kulthaftes anhaftet – wie das bei allen Ventures von Elon Musk zu sein scheint.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Cembra krempelt Geschäftsleitung um]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/cembra-krempelt-geschaftsleitung-um/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/cembra-krempelt-geschaftsleitung-um/</guid>
            <pubDate>Di., 07 Juli 2026 16:07:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
            <description><![CDATA[Bei der Konsumkreditbank kommt es im Rahmen einer Reorganisation zu zwei Frühpensionierungen. Sales wird ein eigenständiger Geschäftsbereich.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Cembra_2607188_080736.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Bei&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/75/cembra.html">Cembra</a>&nbsp;kommt es zu einer umfassenden Reorganisation. Die Konsumkredit-, Bezahl- und Leasingbank schafft den neuen Geschäftsbereich Sales. Darin werden sämtliche kommerziellen Aktivitäten der Bank gebündelt. Geleitet wird der Bereich von Peter Schnellmann als Chief Sales Officer, wie die Bank in einer Mitteilung schreibt.</p><p>Weitere Änderungen:</p><ul><li>Chief Financial Officer Christoph Glaser übernimmt zusätzlich den Bereich Risk und wird auch Chief Risk Officer.</li><li>Cembra bündelt sämtliche Supportfunktionen im Bereich Corporate Functions, um die laufende Transformation der Bank gezielt voranzutreiben, wie es in einer Mitteilung heisst. Annekathrin Krügel-Falkenberg, derzeit Head Human Resources, wird den Bereich leiten und neu Einsitz in die Geschäftsleitung nehmen.</li><li>General Counsel Eric Anliker übernimmt zusätzlich die Funktion des Chief Compliance Officer. Compliance wird neu als eigenständige Funktion geführt.</li></ul><p>Der bisherige Chief Risk Officer Volker Gloe und Christian Stolz, Business Unit Leader Payments, werden die Bank im Verlauf des Jahres verlassen und vorzeitig in den Ruhestand treten.</p><p>Unverändert bleiben die Funktionen von Sandra Babylon, Chief Technology Officer, Alona Eiduka, Chief Operating Officer, sowie Bernardo de Barros Franco. Dessen Funktion wird künftig unter der Bezeichnung Chief Product Officer geführt. Aktiv werden die Änderungen per 1. August 2026.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Bank-CEO: «Die Finma kann morgen in mein Büro kommen und mir mitteilen, dass ich die Gewähr nicht mehr biete»]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/bank-ceo-die-finma-kann-morgen-in-mein-buero-kommen-und-mir-mitteilen-dass-ich-die-gewaehr-nicht-mehr-biete/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/bank-ceo-die-finma-kann-morgen-in-mein-buero-kommen-und-mir-mitteilen-dass-ich-die-gewaehr-nicht-mehr-biete/</guid>
            <pubDate>Di., 07 Juli 2026 08:10:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Finma]]></category>
            <description><![CDATA[Die Finma-Präsidentin fordert zusätzliche Kompetenzen, um gegen renitente Institute vorzugehen. Doch die Aufsicht verfügt bereits heute über weitreichende Instrumente.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Job_loss_Entlassung_2607188_070720.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Finma-Präsidentin Marlene Amstad verlangt einen erweiterten Werkzeugkasten. Sie fordert Bussenkompetenz, ein Verantwortlichkeitsregime und mehr Transparenz bei Enforcement-Verfahren. Diesen Dreiklang bringt sie seit dem Untergang der Credit Suisse vor, der sich praktisch vor den Augen der Aufsicht abspielte. So auch wieder in der jüngsten Ausgabe der NZZ am Sonntag (<a href="https://www.nzz.ch/wirtschaft/das-erzwungene-schweigen-schadet-dem-finanzplatz-sagt-die-finma-praesidentinbussen-stellen-den-wettbewerb-wieder-her-sagt-die-finma-praesidentinwir-wollen-fehlbaren-instituten-die-gelbe-karte-zeigen-koennen-sagt-die-finma-praesidentin-die-finma-wird-nicht-allmaechtig-verspricht-die-finma-praesidentin-ld.10012949?ref=tippinpoint.ch">Abo</a>).</p><p>Interessant sind ihre Begründungen, weshalb die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/finma/">Finma</a> diese Verschärfungen brauche – zumal die Aufsicht mit dem Lizenz- und dem Gewährsentzug bereits heute über zwei Instrumente verfügt, die schärfer kaum sein könnten. Weshalb reicht dieses Schwert nicht aus?</p><p>«Ein Gewährs- oder ein Lizenzentzug ist für uns immer die Ultima Ratio», sagt Marlene Amstad. «Es ist ein schwerer Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit, und es bestehen hohe rechtliche Hürden, bis das überhaupt möglich ist.»</p><p>Ist es tatsächlich so, wie Amstad behauptet? Experten und Praktiker aus der Branche sehen das teilweise völlig anders. Die Governance-Expertin Monika Roth hat in den vergangenen Jahren wiederholt darauf hingewiesen, dass die Finma ihre bestehenden Möglichkeiten nicht ausgeschöpft habe.</p><h3 id="nicht-genutzt-m%C3%B6glichkeiten-verpasst">Nicht genutzt, Möglichkeiten verpasst</h3><p>Im Zentrum steht Artikel 3 des Bankengesetzes. Dieser besagt, dass eine Bank für die Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit eine Bewilligung der Finma benötigt. Diese wird unter anderem nur dann erteilt, wenn «die mit der Verwaltung und Geschäftsführung der Bank betrauten Personen einen guten Ruf geniessen und Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit bieten».</p><p>In einem Beitrag aus dem Jahr 2024 schrieb Roth im Zusammenhang mit der Krise der Credit Suisse, die Finma habe das Instrument der Gewährsanforderung «nicht genutzt und die Möglichkeit verpasst, konsequent darauf gestützte Wertungen, Empfehlungen und Urteile zu formulieren».</p><p>Sie weist darauf hin, dass die Vorgängerbehörde der <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/finma/">Finma</a>, die EBK, genau dies ab 2001 gegenüber Einzelpersonen getan habe. Der prominenteste Fall war Marcel Ospel. Die Behörde erklärte ihm 2008 in einem Gespräch, dass er die Gewähr nicht mehr erfülle. Ospel musste als UBS-Präsident zurücktreten. Bei der Credit Suisse seien dagegen sämtliche Verantwortlichen in ihren Ämtern geblieben, schreibt Roth. Niemand sei von der Finma zum Rücktritt aufgefordert worden.</p><h3 id="risikopr%C3%A4mie-als-teil-des-gehaltspakets">Risikoprämie als Teil des Gehaltspakets</h3><p>Auch unter Praktikern in der Bankenszene wird diese Einschätzung geteilt. Der CEO einer Bank formuliert es so: «Die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/finma/">Finma</a> kann morgen in mein Büro kommen und mir mitteilen, dass ich die Gewähr nicht mehr biete. Das Einzige, was ich dann tun könnte, wäre meine sieben Sachen zu packen und den Badge abzugeben.»</p><p>Selbstverständlich könne er anschliessend den Rechtsweg beschreiten und gegen die Verfügung der Finma klagen. Viel nützen würde ihm das jedoch nicht. «Wenn ich nach drei oder fünf Jahren vor Gericht Recht bekomme, ist meine Karriere ohnehin beendet.»</p><p>Ob das fair sei? Er zuckt mit den Schultern. Das Gehaltspaket eines Banken-CEO müsse man eben auch als Prämie für genau dieses Risiko verstehen.</p><h3 id="wenige-widerspenstige-institute">Wenige widerspenstige Institute</h3><p>Marlene Amstad spricht im Interview davon, dass es ihr nicht um «mehr Regulierung» gehe, sondern um schärfere Konsequenzen für die «wenigen Institute», die sich bei schweren Regelverletzungen «renitent» verhalten.</p><p>Doch kann ein Ausbau der Kompetenzen tatsächlich die Antwort auf Widerspenstigkeit sein? Amstads Argumentation enthält eine gewisse Ironie. Ausgerechnet der Hinweis auf «renitente» Institute könnte auch als Eingeständnis gelesen werden, dass sich die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/finma/">Finma</a> mit den bestehenden Kompetenzen in entscheidenden Fällen nicht durchsetzen konnte. Ob dafür tatsächlich neue Instrumente nötig sind oder vielmehr eine konsequentere Anwendung des bestehenden Rechts, ist genau die Frage.</p><p></p><p><strong>Anmerkung vom 9.7.2026</strong>: Die Finma legt Wert auf die Feststellung, dass die zitierte Aussage des Banken-CEOs nicht dem geltenden Verfahren entspreche: «Ein CEO kann von der Finma nicht von einem Tag auf den anderen aus seiner Funktion entfernt werden. Der Entzug der Gewähr setzt vielmehr die Durchführung eines formellen Verfahrens durch die Firma voraus. Die Finma kann keinen CEO entfernen, solange die Verfügung zum Gewährsentzug nicht rechtskräftig ist.»</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Departement Keller-Sutter prüft Erleichterungen auf dem Finanzplatz]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/departement-keller-sutter-pruft-erleichterungen-auf-dem-finanzplatz/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/departement-keller-sutter-pruft-erleichterungen-auf-dem-finanzplatz/</guid>
            <pubDate>Mo., 06 Juli 2026 16:04:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Balz Bruppacher]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Finma]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Noch ist der Schock des CS-Untergangs nicht verdaut. Und schon wird über Vereinfachungen in der Finanzmarktregulierung diskutiert. Das könnte zum Steilpass für die Kritiker der Finma werden. Eine Analyse von Balz Bruppacher.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Karin_Keller-Sutter_Marlene_Am_2607187_060757.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Mitteilung des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) vom letzten Mittwoch über die Einsetzung einer Arbeitsgruppe löste wenig Echo aus. Das Ziel lässt aber aufhorchen: Das fünfköpfige Gremium soll vorschlagen, wie die Finanzmarktregulierung in der Schweiz vereinfacht werden kann. Das Departement Keller-Sutter will dem Bundesrat bis Ende nächsten Jahres einen Bericht mit Empfehlungen abliefern.</p><p>Dass die behördliche Tätigkeit auf Doppelspurigkeiten überprüft und nach Möglichkeiten zum Bürokratieabbau gesucht wird, dagegen ist auch in der Finanzmarktregulierung nichts einzuwenden. Und sollte eigentlich eine Daueraufgabe sein. Überraschend sind aber der Zeitpunkt der Übung und das Gewicht, das dem Ansinnen mit der Einsetzung einer externen Expertengruppe gegeben wird.</p><p>Noch sind die Lehren aus dem Untergang der&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/2/credit_suisse.html">Credit Suisse</a>&nbsp;(CS) auf regulatorischer Ebene nicht umgesetzt. Der Bundesrat will seinen Plan zur Sicherung der Bankenstabilität nach den Sommerferien verabschieden. Unter anderem geht es um neue Instrumente für die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/136/finma.html">Finma</a>. Im Herbst ist das Parlament in der heiss umstrittenen Frage am Zug, wie stark die verbleibende Grossbank UBS ihre Sicherheiten ausbauen muss.</p><p>Ist es angebracht, schon vor diesen Entscheiden eine Diskussion über Schritte loszutreten, die in die andere Richtung gehen? Oder läuft man so nicht Gefahr, jene Kräfte zu unterstützen, die generell nach Deregulierung rufen und die Finma bei jeder Gelegenheit schlechtreden? Einen Vorgeschmack auf die politische Stimmung gut drei Jahre nach dem Aus für die CS lieferte der Nationalrat Anfang Juni. Ohne eine bürgerliche Gegenstimme beschloss er, die Regulierungen der Finma künftig einem Konsultationsverfahren des Parlaments zu unterwerfen. – Ein Angriff auf die Unabhängigkeit der Aufsichtsbehörde.</p><p>Immerhin sollen die vom Bundesrat als Konsequenz aus dem CS-Untergang geplanten Massnahmen nicht Gegenstand der Beratungen der Expertengruppe sein, wie die Mitteilung festhält. Handelt es sich um eine Reaktion auf die verbreitete Klage der Branche gegen Swiss Finish und Überregulierung? Das federführemde Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen (SIF) winkt ab. Die Arbeiten reihten sich in die weltweiten Bestrebungen zur Modernisierung und Optimierung von nationalen und internationalen Finanzmarktregulierungen ein, heisst es auf Anfrage. Diese würden auch in internationalen Fachgremien diskutiert, namentlich im Financial Stability Board (FSB).</p><h3 id="bagatellf%C3%A4lle-und-compliance-aufwand-im-visier">Bagatellfälle und Compliance-Aufwand im Visier</h3><p>Auf die vom EFD erwähnten Doppelspurigkeiten angesprochen, sagte SIF-Sprecher Vinzenz Mathys, im Vordergrund stünden der Abbau von Bürokratie und Vereinfachungen. Als Beispiele nannte er einheitliche und einfachere Reportingformate, einen Pauschalzuschlag anstelle einer aufwendigen Modellierung oder den Verzicht auf Bagatellanforderungen und die Reduktion des Compliance-Aufwands. Es sei dem EFD wichtig, die Qualität der schweizerischen prinzipienbasierten Finanzmarktregulierung grundsätzlich sicherzustellen. Sie soll zur Sicherung von Stabilität, Integrität, Kundenschutz und funktionsfähigen Märkten sowie der Wettbewerbsfähigkeit überprüft werden, heisst es in der Mitteilung.</p><p>Die Arbeitsgruppe wird von der ehemaligen Finma-Vizepräsidentin und früheren Managerin der Zürich-Versicherung Monica Mächler geleitet. Die weiteren Mitglieder sind der Genfer Anwalt und Rechtsprofessor Rashid Bahar, die Berner Rechtsprofessorin und Präsidentin der Übernahmekommission Mirjam Eggen, der St. Galler Volkswirtschaftsprofessor Reto Föllmi sowie der Rechtsanwalt und frühere Nationalbank-Chefjurist Hans Kuhn.</p><h3 id="nationalbank-vereinfachung-ja-%E2%80%93-deregulierung-nein">Nationalbank: Vereinfachung Ja – Deregulierung Nein</h3><p>Den Experten ist die Aufmerksamkeit der Finma sicher. Sie begrüsste deren Einsetzung umgehend mit einer Medienmitteilung und wies darauf hin, dass sie selber laufend nach Möglichkeiten suche, die Effizienz in der Aufsicht zu steigern und die Interaktion mit den Beaufsichtigten zu vereinfachen. Als Beispiele nannte die Finma das Fast-Track-Verfahren zur schnelleren Markteinführung von Anlagefonds und die beschleunigte Zulassung von Versicherungsvermittlern.</p><p>Für Finma-Direktor Stefan Walter ist es laut der Mitteilung wichtig, «dass die Vereinfachung des Regulierungswerkes bei gleichbleibender Stabilität, Integrität und Funktionsfähigkeit des Finanzplatzes erfolgt.» Die Schweizerische Nationalbank (SNB) begrüsste die Einsetzung der Expertengruppe ebenfalls. Sie unterstützt das Ziel der Vereinfachung der Finanzmarktregulierung, wendet sich aber gegen Deregulierung.</p><p>Stichwort Vereinfachung: An der Überwachung der Finanzmärkte sind in der Schweiz mit der&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/136/finma.html">Finma</a>, der Nationalbank, dem EFD und der Geldwäschereimeldestelle MROS mehrere Behörden beteiligt, Hier sind aber keine Änderungen der Zuständigkeiten oder Vereinfachungen geplant, wie das SIF auf Anfrage erklärt. Der MROS-Leiter hatte letzten Herbst angesichts der Vollzugsprobleme die Möglichkeit eine Integration seiner Behörde in die Nationalbank erwähnt. Die Notenbank will aber nichts davon wissen. Mit dem SIF hat der Bund im Frühling 2010 übrigens selber eine neue Behörde geschaffen. Als Antwort auf den ausländischen Druck nach der Finanzkrise und der Preisgabe des steuerlichen Bankgeheimnisses.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Die Arbeitslosenzahlen sinken, aber im Banking steigen sie weiter an]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/die-arbeitslosenzahlen-sinken-aber-im-banking-steigen-sie-weiter-an/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/die-arbeitslosenzahlen-sinken-aber-im-banking-steigen-sie-weiter-an/</guid>
            <pubDate>Mo., 06 Juli 2026 11:05:32 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Im Juni stieg die Zahl der arbeitslosen Banker im Kanton Zürich auf ein neues Rekordhoch.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607187_110724.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Insgesamt waren im Juni 1539 Personen aus der Bankenbranche bei den Arbeitsämtern im Kanton Zürich als arbeitslos gemeldet. So viele wie noch nie in den letzten Jahren. Die Zahl ist in den vergangenen zwölf Monaten um 33,7 Prozent gestiegen. Ebenfalls mehr Arbeitslose verzeichnet das Amt für Arbeit in der Versicherungsbranche: Die Zahl der bei den RAV gemeldeten Arbeitslosen stieg auf 364, nach 340 im Vormonat.</p><p>Während die Zahlen in der Banken- und Versicherungsbranche anstiegen, sanken sie über alle Branchen betrachtet. Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich ist im Juni von 2,9 auf 2,8 Prozent gesunken. Insgesamt waren 25'413 Personen als arbeitslos gemeldet, 126 weniger als im Vormonat. Dieser saisonbedingte Rückgang fällt jedoch schwächer aus als um diese Jahreszeit üblich, teilt das Amt für Arbeit des Kantons Zürich mit.</p><figure class="kg-card kg-image-card"><img src="https://datawrapper.dwcdn.net/iwAcG/full.png" class="kg-image" alt="Weiter steigende Zahlen (Area Chart)" loading="lazy" width="1220" height="936"></figure><p>Die Geschäftslage der Zürcher Wirtschaft blieb im Juni insgesamt stabil und wird weiterhin positiver beurteilt als in der Gesamtschweiz, so das Amt. Auch der Ausblick habe sich zuletzt leicht aufgehellt. Bei den Beschäftigungserwartungen ergebe sich allerdings kein einheitliches Bild: Während Unternehmen in der Finanzbranche und der Industrie wieder etwas häufiger mit einer stabilen oder steigenden Beschäftigung rechnen, hat sich diese Einschätzung in anderen Branchen – vor allem im Projektierungssektor und im Detailhandel – leicht eingetrübt.</p><p>Ob Banken und Versicherungen in den kommenden Monaten tatsächlich wieder vermehrt einstellen, werden allerdings erst die kommenden Zahlen zeigen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[MiCA ist da: was sich ändert, was nicht und was noch kommt]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/mica-ist-da-was-sich-andert-was-nicht-und-was-noch-kommt/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/mica-ist-da-was-sich-andert-was-nicht-und-was-noch-kommt/</guid>
            <pubDate>Fr., 03 Juli 2026 20:15:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[MiCA]]></category>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <description><![CDATA[Wie Europas Kryptoregelwerk den Markt verändert und was es für die Schweiz bedeutet. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/EU_2607184_090759.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. Juli 2026 endet die Übergangsfrist der Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA). Ab diesem Zeitpunkt benötigen Unternehmen, die Krypto-Dienstleistungen in der EU anbieten, grundsätzlich eine Zulassung. Damit gelten erstmals einheitliche Regeln in allen 27 Mitgliedstaaten.</p><p>Die neue Verordnung regelt die Emission bestimmter Krypto-Token sowie Dienstleistungen wie Verwahrung, Handel und Portfolioverwaltung. Ein zentrales Element ist das sogenannte Passporting: Eine Zulassung in einem EU-Mitgliedstaat berechtigt Unternehmen dazu, ihre Dienstleistungen EU-weit anzubieten.</p><h3 id="ein-grosser-binnenmarkt">Ein grosser Binnenmarkt</h3><p>Die wichtigste Neuerung ist die regulatorische Klarheit. MiCA ersetzt nationale Einzelregelungen durch einheitliche Standards für Unternehmensführung, Eigenmittel, Verwahrung, Transparenz und Marktmissbrauch. Für institutionelle Investoren schafft das den bislang fehlenden verlässlichen Rechtsrahmen. Auch der Binnenmarkt wird gestärkt. Eine einzige Lizenz ermöglicht den Vertrieb in der gesamten EU und erleichtert grenzüberschreitendes Wachstum.</p><p>Zudem verbessert MiCA den Anlegerschutz durch verbindliche Offenlegungspflichten, die Trennung von Kundenvermögen und klare Verhaltensregeln. Stablecoins unterliegen künftig umfassenden Anforderungen an Reserven, Rücktausch und Governance. Gleichzeitig werden Anbieter ausserhalb der EU deutlich eingeschränkt: Dienstleistungen für EU-Kunden sind grundsätzlich nur noch auf deren ausdrückliche Eigeninitiative zulässig. Die europäische Aufsicht legt diese Ausnahme bewusst eng aus.</p><h3 id="etp-laufen-unter-%C2%ABaltem%C2%BB-gesetz">ETP laufen unter «altem» Gesetz</h3><p>MiCA erfasst nicht den gesamten Kryptomarkt. Finanzinstrumente wie die meisten Krypto-ETP bleiben unter MiFID II reguliert. Vollständig dezentrale Protokolle, die meisten NFT und digitale Zentralbankwährungen (CBDC) fallen ebenfalls weitgehend ausserhalb des Anwendungsbereichs. Grossbritannien sowie die Schweiz unterliegen nicht MiCA und betreiben eigene Regulierungsregimes. Wer von der Schweiz aus aktiv EU-Kunden anspricht oder über eine EU-Gesellschaft tätig ist, muss die MiCA-Vorgaben dennoch einhalten. Zugleich entwickelt sich MiCA zunehmend zum europäischen Qualitätsstandard. Internationale Investoren und Geschäftspartner orientieren sich an diesen Governance- und Compliance-Anforderungen.</p><p>MiCA ist jedoch nicht das Ende der Regulierung. Die Europäische Kommission arbeitet bereits an den nächsten Schritten – unter anderem zu DeFi, Staking, Tokenisierung und der Weiterentwicklung der Stablecoin-Regeln.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Securitize: Tokenisierung geht an eine traditionelle Börse]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/securitize-tokenisierung-geht-an-eine-traditionelle-borse/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/securitize-tokenisierung-geht-an-eine-traditionelle-borse/</guid>
            <pubDate>Fr., 03 Juli 2026 20:12:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Tokenisierung]]></category>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <category><![CDATA[Morgan Stanley]]></category>
            <category><![CDATA[Blackrock]]></category>
            <description><![CDATA[Die Tokenspezialistin wird durch Fusion mit Zweckgesellschaft vom «traditionellen» Markt bewertet. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Token_2507198_220754.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Tokenisierung ist eines der grossen Versprechen – und Hoffnungen – der Kryptobranche. Die jüngste Entwicklung ist auf den ersten Blick aber zwiespältig. Denn die Tokenisierung von Aktien auf der Blockchain soll zukünftig traditionelle Börsen obsolet machen. Doch der Tokenisierungsexperte Securitize geht durch eine Fusion mit der Zweckgesellschaft Cantor Equity Partners II an die Börse.</p><p>Etablierte Finanzmarktteilnehmen wie&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/64/blackrock.html">Blackrock</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/70/morgan_stanley.html">Morgan Stanley</a>&nbsp;tragen diesen Schritt mit. Denn Securitize bietet eine Infrastruktur an, auf die etablierte Vermögensverwalter bereits heute zurückgreifen. Gemeinsam mit der New Yorker Börse NYSE baut Securitize eine Plattform für tokenisierte Wertpapiere auf. So werden die Aktien doch auch zu Token: Securitize plant, die eigene Aktie parallel auf der hauseigenen Plattform zu tokenisieren. Damit wird die Notierung selbst zum Anwendungsfall, in dem traditionelle Abwicklung und Blockchain-basiertes Settlement parallel laufen.</p><p>In den USA kommt allgemein Bewegung ins Geschäft mit auf Token verbrieften Wertschriften. Die Börsenaufsicht SEC genehmigte vor kurzem einen Nasdaq-Vorstoss für den Handel bestimmter tokenisierter Wertpapiere. Zahlreiche grosse Finanzhäuser bereiten sich auf blockchainbasierte Kapitalmärkte vor. Aber auch traditionelle Börsen beginnen damit, ihre Infrastruktur für tokenisierte Wertpapiere aufzubauen. Dadurch könnten Wertpapiertransaktionen zukünftig schneller, günstiger, effizienter und Rund um die Uhr durchgeführt werden.</p><p>«Wie schnell sich Tokenisierung nun durchsetzt, hängt weniger an der Machbarkeit als an der Bereitschaft der Institutionen, bestehende Prozesse auf diese Infrastruktur zu verlagern. Ein Börsengang dieser Grössenordnung wirkt als Katalysator, weil er Tokenisierung auf der sichtbarsten Bühne des Kapitalmarkts als das bestätigt, was sie längst ist: belastbare Infrastruktur», kommentiert Moritz Stumpf, CEO und Mitgründer von tokenforge, den Börsengang.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Heikle personelle Verflechtung zwischen Freiburger und Jurassischer Kantonalbank]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/heikle-personelle-verflechtung-zwischen-freiburger-und-jurassischer-kantonalbank/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/heikle-personelle-verflechtung-zwischen-freiburger-und-jurassischer-kantonalbank/</guid>
            <pubDate>Fr., 03 Juli 2026 08:30:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Christophe Mettler von Freiburger Kantonalbank sitzt neu auch im Verwaltungsrat der Jurassischen Kantonalbank. Beide Institute sehen darin keinen Interessenkonflikt. Doch die personelle Verflechtung wirft Fragen auf.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Christophe_Mettler_2607184_070745.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Christophe Mettler gilt als Schwergewicht. Der ausgebildete Anwalt und ehemalige UBS- und Crédit-Agricole-Manager ist Leiter der Division Rechtsdienst, Risk und Compliance der Freiburger Kantonalbank (BCF). Er sitzt auch in deren Geschäftsleitung. Zusätzlich zu diesem Job nimmt er noch Verwaltungsratsmandate wahr. Ein besonders heikles kam vor wenigen Wochen hinzu. Mitte Mai wurde Mettler ins oberste Leitungsgremium der Banque Cantonale du Jura (BCJ) gewählt.</p><p>Wie kommt es, dass ein Geschäftsleitungsmitglied einer Kantonalbank Einsitz im Verwaltungsrat einer anderen Kantonalbank nimmt? Kantonale Institute operieren zwar im Retailgeschäft mehr oder weniger innerhalb ihrer Kantonsgrenzen. Doch in vielen anderen Bereichen sind sie Konkurrenten. Was, wenn ein in Freiburg wohnhafter Unternehmer mit seinem im Jura ansässigen Unternehmen in Schwierigkeiten gerät? Möglicherweise hat er bei beiden Banken Kreditlinien offen. Auch in vielen anderen Konstellationen können Interessenkonflikte entstehen.</p><p>Für die beiden Kantonalbanken scheint das kein Problem zu sein. «Die Banque Cantonale du Jura und die Freiburger Kantonalbank stehen nicht in einem direkten Wettbewerbsverhältnis. Beide Institute sind hauptsächlich in ihrem jeweiligen Kantonsgebiet tätig und betreuen dort ihre regionale Kundschaft», schreibt eine Sprecherin der BCF. Die Frage, wie sich die BCF dazu stellt, dass Christophe Mettler mit dem Mandat in unüberbrückbare Interessenkonflikte geraten könnte, beantwortet sie nicht.</p><h3 id="%C2%ABkein-interessenkonflikt%C2%BB">«Kein Interessenkonflikt»</h3><p>Bei der jurassischen Kantonalbank wird die Sprecherin konkreter: «Die BCJ war sich der von Herrn Mettler ausgeübten Funktionen zum Zeitpunkt seiner Wahl vollumfänglich bewusst. Seine Kandidatur wurde im Einklang mit den geltenden gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen an die Corporate Governance von Banken geprüft. Die beiden Banken stehen nicht in direktem Wettbewerb zueinander. Im Gegenteil: Die beiden Institute arbeiten bei bestimmten Projekten zusammen. Es liegt also kein Interessenkonflikt vor.»</p><p>Dass Banken in Projekten zusammenarbeiten, kommt natürlich oft vor. Das ist jedoch noch lange kein Grund, weshalb man Einsitz in einen Verwaltungsrat nimmt. Auch die Aussagen, wonach die Banken in keinem direkten Wettbewerb stehen, machen stutzig. Etliche Kantonalbanken haben mit ihren Angeboten längst die Kantonsgrenzen verlassen. Viele Kantonalbanken haben beispielsweise digitale Produkte aufgebaut, die Kunden in der ganzen Schweiz zugänglich sind.</p><p>Vielmehr ist der Wettbewerb ausdrücklich gewünscht. Der Preisüberwacher etwa begrüsst einen intensiven Wettbewerb zwischen den Kantonalbanken nicht nur, sondern fordert ihn aktiv ein. Für Stefan Meierhans ist ein funktionierender Wettbewerb das wichtigste Werkzeug gegen überhöhte Preise. Sogar der Verband der Kantonalbanken widersetzt sich dem Wettbewerbsgedanken nicht grundsätzlich.</p><h3 id="mehrfachmandate-nicht-%C2%ABper-se%C2%BB-ausgeschlossen">Mehrfachmandate nicht «per se» ausgeschlossen</h3><p>Interessant ist, dass die Finanzmarktaufsicht nichts gegen die personelle Verflechtung einzuwenden hatte. Zum konkreten Fall äussert sie sich wie üblich nicht. Generell sagt eine Sprecherin: «Mehrfachmandate bei verschiedenen Banken sind aufsichtsrechtlich nicht per se ausgeschlossen, sofern insbesondere die Vermeidung von Interessenkonflikten sowie die zeitliche Verfügbarkeit sichergestellt sind, damit die Gewährsfunktion mit der gebotenen Sorgfalt ausgeübt werden kann.»</p><p>Die Aufsicht, die bei der Wahl von Organen den Instituten oftmals pingelig auf die Finger schaut, lässt beim Thema Interessenkonflikte oftmals das nötige Gespür vermissen. So liess die Behörde zu, dass Bernadette Koch gleichzeitig im Verwaltungsrat der Post und der LUKB Einsitz nehmen konnte. Nach öffentlichem Druck zog sich Koch dann aus dem Verwaltungsrat der Post zurück.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Direkter Angriff auf Tether und Circle]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/direkter-angriff-auf-tether-und-circle/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/direkter-angriff-auf-tether-und-circle/</guid>
            <pubDate>Fr., 03 Juli 2026 08:20:36 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <category><![CDATA[Blackrock]]></category>
            <category><![CDATA[Visa]]></category>
            <category><![CDATA[Coinbase]]></category>
            <description><![CDATA[Ein neuer Dollar-Stablecoin mit gewaltiger Unterstützung gibt die Zinserträge der Reserven weiter – und gewinnt so Distributoren.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Open_Standard_2607184_080728.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Tether und Circle dominieren den Dollar-Stablecoin-Markt und damit auch den globalen Stablecoinmarkt. Die beiden Dollarcoin-Anbieter kontrollieren rund 90 Prozent des gesamten Marktes. Das könnte sich nun ändern. Der Markt steht vor einer strukturellen Veränderung. Ein neu gegründetes Branchenkonsortium namens «Open Standard», dem über 140 Unternehmen angehören – darunter Finanzgiganten wie <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/blackrock/">Blackrock</a>, <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/visa/">Visa</a>, Mastercard und Stripe sowie Krypto-Plattformen wie <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/coinbase/">Coinbase</a> –, hat die Lancierung des des Stablecoins OpenUSD (OUSD) angekündigt. Das digitale Zahlungsmittel soll in der zweiten Jahreshälfte erfolgen.</p><p>Das erinnert stark an das rasch wachsende Netzwerk des Euro-Stablecoins Qivalis. 25 europäischen Banken – darunter etwa ING, Unicredit, BBVA, BNP Paribas, ABN AMRO und Erste Group wollen ebenfalls in der zweiten Hälfte des Jahres einen Euro-Stablecoin lancieren. Der MiCA-konforme Euro-Stablecoin soll unter der Aufsicht der De Nederlandsche Bank (DNB) auszugeben werden. Doch es gibt bedeutenden Unterschiede im Aufbau von Qivalis und dem OpenUSD.</p><h3 id="netzwerkpartner-werden-bezahlt">Netzwerkpartner werden bezahlt</h3><p>Der OpenUSD verfügt über eine Eigenschaft, die ihm schnell zum Durchbruch verhelfen könnte. Die Zinserträge auf den Reserven, die bislang der Emittent – also etwa Circle und Tether – behält, fliessen bei OUSD nach Abzug einer Management-Gebühr an die Netzwerkpartner. Nutzniesser sind die 140 Partner — Banken, Zahlungsdienstleister, Börsen und Wallets. Sie bekommen den Ertrag, weil sie die Distribution liefern, also Nutzer und Volumen ins Netzwerk bringen. «Genau das ist ihr Anreiz, mitzumachen. Ob beim Kunden etwas ankommt, ist da die eigentlich spannende, offene Frage. Möglich wäre dies über tiefere Gebühren, Cashback oder bessere Konditionen», sagt Markus Fehn - Head of Strategy &amp; Innovation von Chartered Investment.</p><p>Die neue US-Regulierung dürfte dem Projekt keinen Strich durch die Rechnung machen. Eher im Gegenteil, glaubt Fehn. Das Projekt habe aus dem Scheitern des Facebook-Projekts Libra/Diem, das primär am regulatorischen und politischen Widerstand gescheitert sei, gelernt. «Mit dem GENIUS Act, der seit Juli 2025 in Kraft ist, existiert erstmals ein Bundesgesetz für Payment-Stablecoins, das solche Projekte überhaupt erst ermöglicht», sagt der Experte. Der grösste Pluspunkt sei aber die Trägerschaft: Hinter OUSD stehen rund 140 etablierte, überwiegend regulierte Unternehmen, darunter Grossbanken, Kreditkartennetze und börsenkotierte Konzerne. Man darf gemäss Fehn davon ausgehen, dass die rechtlichen und regulatorischen Fragen im Vorfeld durchdacht und abgestimmt wurden. Das sei qualitativ etwas anderes, als wenn sich ein einzelner Akteur etwas ausdenke. «Regulierung wirkt hier also als Treiber, nicht als Bremse; sie prägt eher die Ausgestaltung, etwa das Verbot der Halter-Verzinsung, als dass sie das Projekt gefährdet», erklärt Fehn.</p><h3 id="wer-soll-den-coin-nutzen">Wer soll den Coin nutzen?</h3><p>Auf welches Geschäftsfeld zielt der neue Dollar-Stablecoin? Es gibt zahlreiche Anwendungsfelder, etwa im Handel mit Kryptowährungen, als Liquiditätsreserve oder als Zahlungsmittel. Gemäss Fehn bringt der OUSD den grössten Nutzen im geschäftlichen Zahlungs- und Abwicklungsverkehr – «und zwar sehr greifbar». Unternehmen können Geld rund um die Uhr über Grenzen, ohne Korrespondenzbank-Gebühren und mit sofortiger Abwicklung. Im Händler-Settlement im E-Commerce will Stripe OUSD zum Standard für seine Firmenkunden machen. Der Experte führt Beispiele an: Shopify- und DoorDash-Händler könnten Auszahlungen direkt in OUSD abwickeln, eingebettet in Checkout und Payout. Auch für Remittances – grenzüberschreitende Überweisungen über Partner wie MoneyGram – und für Zahlungsabwickler lohnt es sich gemäss Fehn dort, wo Kartengebühren wegfallen. Am geringsten dürfte der Nutzen dagegen im Kryptohandel selbst sein – dort ist OUSD nicht positioniert. Der Stablecoin will Zahlungs- und Abwicklungsinfrastruktur für Unternehmen sein, kein Handelsinstrument.</p><p>&lt;ü&gt;Als Reaktion auf die Ankündigung des neuen Stablecoins brachen die Aktien von Circle, des Emittenten des Dollarcoins, ein und verloren rund 17 Prozent ihres Wertes. Grundsätzlich ist OUSD ein aber kompetitives Produkt zu allen Stablecoins – es greift die Ertragslogik des gesamten Marktes an, nicht nur jenes von Circle. Vor allem Tether dürfte die Konkurrenz des neuen Stablecoins zu spüren bekommen. Bei Tether gibt es aber keinen Aktienkurs, der die Verunsicherung der Anleger ausdrücken könnte.</p><p></p><h3 id="tether-hat-seine-position">Tether hat seine Position</h3><p>«Mit Blick auf Tether muss man aber präzise sein und in zwei Segmente trennen. Tethers Kernfranchise ist USDT – stark vor allem in Drittländern, wo es als niedrigschwelliges Werkzeug für Dollar-Zugang, Sparen und Alltagszahlungen dient, gerade bei hoher Inflation oder Kapitalverkehrskontrollen» erklärt Fehn. Diese Nutzung sei retail-getrieben, lebe von tiefer Liquidität, Marke und einfacher Verfügbarkeit auf vielen Blockchains – und sei ausdrücklich ausserhalb der US- und EU-Regulierung angesiedelt. In diesem Segment sei OUSD kaum direkte Konkurrenz: Ein reguliertes, compliance-lastiges B2B-Produkt für entwickelte Märkte passe schlecht zur permissionless, retail-getriebenen Nachfrage in Drittländern.</p><p>Zudem ist wichtig festzuhalten: Tether steht nicht still. Der Chartered-Investment-Experte führt aus: «Für den regulierten Markt hat Tether mit USA₮ (USAT) bereits einen eigenen, GENIUS-konformen Dollar-Stablecoin über Anchorage aufgesetzt – bewusst getrennt vom grossen Offshore-USDT». Im regulierten US- und Enterprise-Segment trete Tether OUSD künftig mit USAT direkt entgegen, während die USDT-Kernfranchise (offshore, retail, Schwellenländer) von OUSD westlich-institutionellem Vorstoss nur wenig unmittelbar berührt werde. Die eigentliche Bedrohung für Tether liegt daher nicht in verlorenen Marktanteilen, sondern im strukturellen Angriff auf das Modell: Emittent behält die Zinserträge auf den Reserven ein. Das ist Tethers grösste Ertragsquelle.</p><h3 id="die-ezb-warnt">Die EZB warnt</h3><p>Mit Hilfe eines EU-lizenzierten Emittenten könnte der neue Dollar-Stablecoin auch MiCAR-Konformität erreichen. Gemäss Fehn ist für den Euro-Raum nicht die Regulierung entscheidend, sondern das Gewicht im globalen Finanzmarkt. «Setzt sich ein starker, sehr präsenter Dollar-Stablecoin wie OUSD als Standard auf der Blockchain durch, laufen Zahlungen und Guthaben on-chain überwiegend in Dollar – und die Dollar-Dominanz vertieft sich, während entsprechend weniger Euro gehalten werden», erklärt der Experte. Die EZB warne davor, dass Stablecoins die die internationale Dominanz des Dollars weiter zementiere, es drohe gemäss Europäischer Zentralbank die digitale Dollarisierung. Es geht weniger um den Regulierungsstandard wie MiCAR, sondern um die Frage, welche Währung die tokenisierte Finanzwelt trägt – und die Implikationen für die europäische Währungs- und Geldpolitik.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[«Ich bin doch nicht blöd» - Mediamarkt jetzt auch im Kryptohandel]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/ich-bin-doch-nicht-bloed-mediamarkt-jetzt-auch-im-kryptohandel/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/ich-bin-doch-nicht-bloed-mediamarkt-jetzt-auch-im-kryptohandel/</guid>
            <pubDate>Fr., 03 Juli 2026 08:10:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <description><![CDATA[Der Elektronikhändler ermöglicht den Bitcoin-Kauf an der Ladenkasse – dem Kryptowinter zum Trotz.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Media_Markt_2607184_080730.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Kryptowährungen dort verkaufen, wo der Konsument täglich mit neuen digitalen Themen in Berührung kommt. Das ist die Idee von Mediamarkt-Saturn. Zwischen Smartphones, TV-Geräten und Staubsaugern halten Kryptowährungen Einzug im Detailhandel. Der Elektronikhändler verkauft in seinen Läden in Deutschland neu Gutschscheinkarten von Crypotnow und bietet den Kunden damit nach eigenen Worten eine «einfache Möglichkeit, Bitcoin und andere Kryptowährungen direkt im Umfeld von Consumer Electronics zu erwerben».</p><p>Die Transaktion baut auf das vertraute Gutschein-Prinzip. Die Kunden kaufen eine Gutscheinkarte im Mediamarkt und lösen diese anschliessend online ein. Der Kaufbetrag kann direkt bei der Einlösung in Bitcoin oder andere Kryptowährungen umgewandelt werden. Die Kombination aus physischem Produkt und digitaler Nutzung schafft laut Unternehmen einen niederschwelligen Zugang – insbesondere für Erstinvestoren und jene, die Kryptowährungen bislang eher skeptisch gegenüberstanden. Die Gutscheine können auch im Onlineshop von Mediamarkt oder Saturn erworben werden.</p><p>Der Elektronikriese bietet in Zusammenarbeit mit der Kryptobörse Cryptonow zwei Produkte an. Einerseits das «Bitcoin Starterpake», ein physische Gutscheinkarte inklusive Cryptonow Wallet für einen sicheren und direkten Einstieg in Bitcoin – ohne technisches Vorwissen. Andererseits gibt der Kauf von Prepaid-Karten die Optionen ein bestehendes Cryptonow Wallet oder einen Cryptonow Invest Account aufzuladen und in Bitcoin oder andere Kryptowährungen zu investieren. Die Einführung erfolgt in Zusammenarbeit mit epay, einem internationalen Anbieter für Payment- und Gutscheinlösungen, der die technische Integration und Distribution übernimmt.</p><h3 id="big-in-switzerland">Big in Switzerland</h3><p>Die Initiative mitten im Kryptowinter wird mit einem «erfolgreichen Rollout in der Schweiz» begründet. In der Schweiz sind Cryptonow Produkte bereits seit einiger Zeit in den Märkten erhältlich. «Die Resonanz zeigt, dass das Interesse an Kryptowährungen in der breiten Bevölkerung wächst und insbesondere einfache, zugängliche Kaufmöglichkeiten im Einzelhandel stark nachgefragt werden», heisst es in der Pressemitteilung. In der Theorie eröffnet sich Krypto damit ein riesiger Markt mit einem europaweiten Netzwerk von über 300’000 geplanten Verkaufsstellen in 28 Ländern.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Bär-CEO Stefan Bollinger holt neuen Finanzchef aus London]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/bar-ceo-stefan-bollinger-holt-neuen-finanzchef-aus-london/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/bar-ceo-stefan-bollinger-holt-neuen-finanzchef-aus-london/</guid>
            <pubDate>Fr., 03 Juli 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[People]]></category>
            <category><![CDATA[Julius Bär]]></category>
            <description><![CDATA[Die Privatbank hat mit Peter Burrill einen neuen Chief Financial Officer ernannt. Er kommt von Standard Chartered und übernimmt die Nachfolge von Evie Kostakis, deren Zukunft weiter unklar ist. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607184_080706.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Julius-Bär-Gruppe hat einen neuen Chief Financial Officer (CFO) gefunden. Peter Burrill folgt als neuer Finanzchef und Mitglied der Geschäftsleitung auf Evie Kostakis, die ihren Rücktritt bereits im April angekündigt hatte.</p><p>Burrill wechselt von der britischen Bank Standard Chartered zu nach Zürich. Dort war er während neun Jahren tätig und zuletzt als Interim Group CFO sowie Mitglied des Group Management Teams verantwortlich. Davor leitete er während fünf Jahren den Bereich Central Finance und war stellvertretender CFO. Frühere Stationen führten ihn unter anderem zur Deutschen Bank in Frankfurt, wo er als Group Controller und Co-Head Group Finance tätig war.</p><p>Julius-Bär-CEO Stefan Bollinger bezeichnete Burrill als erfahrenen Finanzmanager mit umfassender Expertise in Finanz- und Regulierungsfragen. Dank seiner internationalen Erfahrung und seiner Kenntnisse im Wealth Management sei er eine wichtige Verstärkung für die Bank und werde dazu beitragen, das Vermögensverwaltungsgeschäft weiter auszubauen.</p><h3 id="was-macht-evie-kostakis">Was macht Evie Kostakis?</h3><p>Auf Linkedin haben die beiden Manager bereits Nettigkeiten ausgetauscht: «Excited to join Julius Baer as CFO. Thanks Stefan Bollinger and the Board for the opportunity to help shape the next chapter», schreibt Burrill in einem Post.</p><p>Gleichzeitig dankte Bollinger der scheidenden Finanzchefin Evie Kostakis für ihren langjährigen Einsatz und ihre Beiträge zum Unternehmen und wünschte ihr für die Zukunft alles Gute. Wohin ihr weiterer beruflicher Weg führt, ist derzeit nicht bekannt. Kostakis gehört zu den letzten hochrangigen Führungskräften aus der Zeit, als die Verflechtungen mit dem Signa-Imperium von René Benko die Bank in eine schwere Krise stürzten. In ihren Zuständigkeitsbereich fiel unter anderem das Kreditrisikomanagement.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Nationalbank stärkt dem Bund bei der «Lex UBS» den Rücken]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/nationalbank-staerkt-dem-bund-bei-der-lex-ubs-den-ruecken/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/nationalbank-staerkt-dem-bund-bei-der-lex-ubs-den-ruecken/</guid>
            <pubDate>Do., 02 Juli 2026 07:53:48 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[SNB]]></category>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <description><![CDATA[Schweizer Banken insgesamt gut kapitalisiert. UBS schon jetzt auf Kurs – unter Einbezug ihrer Reserven. SNB nimmt den Nichtbanken-Finanzsektor unter die Lupe.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/SNB_260375_200351.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Schweizerische Nationalbank (SNB) stellt dem Bankensektor insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Trotz des anspruchsvollen makroökonomischen Umfelds und volatiler Finanzmärkte seien die Banken widerstandsfähig. Die Profitabilität habe sich 2025 verbessert, während die bestehenden Kapital- und Liquiditätspuffer eine hohe Verlustabsorptions- und Kreditvergabefähigkeit sicherstellten.</p><p>Gleichzeitig weist die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/snb/">SNB</a> darauf hin, dass es zwischen den einzelnen Instituten erhebliche Unterschiede bei Profitabilität, Risiken und Widerstandskraft gebe. Zudem verweist sie auf die laufenden regulatorischen Reformen, welche die Stabilität des Finanzsystems weiter stärken sollen.</p><p>Der Stabilitätsbericht bescheinigt der <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/ubs/">UBS</a> eine weitere Verbesserung der Ertragskraft im Jahr 2025. Wachstumstreiber waren insbesondere die Vermögensverwaltung und das Investment Banking. Dagegen litt das Schweizer Geschäft unter dem rückläufigen Zinserfolg. Auch bei der Kapitalisierung sieht die SNB die Grossbank gut aufgestellt. Die UBS erfülle bereits heute die vollständig umgesetzten Anforderungen der aktuellen Too-big-to-fail-Regulierung, die erst ab 2030 verbindlich werden. Diese strengeren Vorgaben tragen der höheren Systemrelevanz Rechnung, die aus der Übernahme der Credit Suisse resultiert.</p><h3 id="snb-unterst%C3%BCtzt-strengere-regulierung-des-bundes">SNB unterstützt strengere Regulierung des Bundes</h3><p>Wie erwartet positioniert sich die Nationalbank klar zur «Lex UBS». Die Krise der Credit Suisse habe Schwachstellen im regulatorischen Dispositiv offengelegt. Um diese zu beheben, habe der Bundesrat ein Paket von Massnahmen zur Krisenprävention und -bewältigung vorgeschlagen. «Die Nationalbank unterstützt dieses Massnahmenpaket», heisst es im Bericht.</p><p>Im Zentrum steht die Forderung, dass Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften künftig vollständig mit hartem Eigenkapital (CET1) unterlegt werden müssen. Wie die Krise der Credit Suisse gezeigt habe, seien die Risiken im Zusammenhang mit ausländischen Beteiligungen durch das bisherige regulatorische Kapitalregime unzureichend abgedeckt, schreibt die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/snb/">SNB</a>. «Der Vorschlag des Bundesrats adressiert diese Risiken gezielt und betrifft in erster Linie die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/ubs/">UBS</a>.»</p><p><a href="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607183_070702.jpg?ref=tippinpoint.ch">UBS-BIP-Verhältnis im internationalen Vergleich. (Quelle: Stabilitätsbericht)</a></p><p>Gleichzeitig relativiert die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/snb/">SNB</a> die Auswirkungen für die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/ubs/">UBS</a>. Gemäss den Berechnungen der Behörden verfüge die Grossbank – unter Einbezug ihrer Reserven – bereits heute über genügend Eigenmittel, um die vorgeschlagenen Anforderungen zu erfüllen.</p><h3 id="nichtbanken-finanzintermedi%C3%A4re-im-fokus">Nichtbanken-Finanzintermediäre im Fokus</h3><p>Im Stabilitätsbericht widmet die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/snb/">SNB</a> den Nichtbanken-Finanzintermediären (NBFI) ein eigenes Kapitel. Diese spielten eine wichtige Rolle im Schweizer Finanzsystem und könnten im Krisenfall erhebliche Risiken für die Finanzstabilität darstellen.</p><p>Internationale Erfahrungen zeigten, dass NBFI Finanzmarktturbulenzen wiederholt verstärkt oder sogar ausgelöst hätten. Risiken könnten dabei entweder direkt von NBFI ausgehen oder – was die SNB als noch bedeutender erachtet – über enge Verflechtungen innerhalb des Finanzsystems übertragen und verstärkt werden.</p><p><a href="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607183_070735.jpg?ref=tippinpoint.ch">(Quelle: Stabilitätsbericht)</a></p><p>Solche Verflechtungen bestehen etwa zwischen NBFI und Banken oder zwischen verschiedenen NBFI. Entsprechend gross ist ihre Bedeutung: Ende 2025 beliefen sich die aggregierten Finanzaktiven der Schweizer NBFI auf 554 Prozent des Bruttoinlandprodukts beziehungsweise auf 171 Prozent der Finanzaktiven des Schweizer Bankensektors.</p><p>Die grössten NBFI-Gruppen sind Anlagefonds, gefolgt von Pensionskassen und Versicherungsgesellschaften. Nachdem ihr Anteil an den gesamten Finanzaktiven während eines Jahrzehnts kontinuierlich gestiegen war, blieb er seit 2020 weitgehend stabil.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[UBS plant Testversuch - Startschuss fürs amerikanische Alltagsbanking]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/ubs-plant-testversuch-startschuss-furs-amerikanische-alltagsbanking/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/ubs-plant-testversuch-startschuss-furs-amerikanische-alltagsbanking/</guid>
            <pubDate>Do., 02 Juli 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Die UBS will in den kommenden Monaten erstmals Retailbanking-Dienstleistungen für ihre Mitarbeitenden in den USA testen. Der landesweite Rollout soll Mitte 2027 erfolgen. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607183_070714.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Im Dezember soll es so weit sein. Dann will die&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/1/ubs.html">UBS</a>&nbsp;ihren US-Angestellten ermöglichen, Bankkonten zu eröffnen. Die Bank will damit Preise, Produkte und technische Abläufe unter realen Bedingungen testen, bevor das Angebot schrittweise auf Kunden im Wealth Management ausgeweitet wird, schreibt die Financial Times (<a href="https://www.ft.com/content/87adda62-321c-45c7-8765-e0bd79794bd5?syn-25a6b1a6=1&ref=tippinpoint.ch">Abo</a>), die sich auf mit den Plänen vertraute Kreise beruft.</p><p>Damit konkretisiert sich, wie die UBS in den USA mit Retaildienstleistungen Fuss fassen will. Die Grossbank hat Anfang Jahr eine nationale US-Banklizenz erhalten, die es ihr erlaubt, zu einer Universalbank in der grössten Volkswirtschaft der Welt zu werden. Die UBS ist die einzige ausländische Bank, die in den USA eine Vollbanklizenz erworben hat.</p><p>Neu kann die UBS neben der Vermögensverwaltung auch klassische Bankdienstleistungen wie Lohn- und Sparkonten, Hypotheken sowie weitere Kreditprodukte anbieten. Die UBS will damit ein grösseres Stück vom Kuchen. Als Vermögensverwalterin betreut sie zwar bereits Milliardenvermögen amerikanischer Kunden vor Ort, doch das Geschäft leidet seit Jahren unter Margenproblemen. Die Region Americas ist mit Abstand die unrentabelste Region innerhalb der Bank.</p><h3 id="unrentabelste-region">Unrentabelste Region</h3><p>Der Hauptgrund ist das in den USA etablierte Beratermodell, das die&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/1/ubs.html">UBS</a>&nbsp;mit der Übernahme von PaineWebber geerbt hat. Die Kundenberater arbeiten weitgehend selbstständig und werden so entschädigt, dass die Bank ihre Erträge kaum skalieren kann. Im vergangenen Jahr flossen zudem sechs Milliarden US-Dollar aus dem Geschäft ab, weil zahlreiche Beraterteams zu Konkurrenten wechselten, nachdem die UBS die Vergütungskonditionen verschlechtert hatte. Weil die UBS während Jahren nicht vom Fleck kam, gab es immer wieder Stimmen, die der Bank einen Rückzug aus den USA empfahlen.</p><p>Doch statt sich vom Markt zurückzuziehen, geben Präsident Colm Kelleher und CEO Sergio Ermotti nun Vollgas. Mit dem erweiterten Angebot will die UBS stärker mit Konkurrenten wie Morgan Stanley, JP Morgan und der Bank of America konkurrieren, deren integrierte Bank- und Vermögensverwaltungsgeschäfte deutlich höhere Margen erzielen. Gerade die hohen Zinsen in den USA liessen die Erträge im Retailgeschäft amerikanischer Banken sprudeln.</p><h3 id="auf-kollisionskurs-mit-dem-bundesrat">Auf Kollisionskurs mit dem Bundesrat</h3><p>Die&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/1/ubs.html">UBS</a>&nbsp;dürfte sich in den USA als Bank für vermögende Privatkunden positionieren, die über investierbare Vermögen von 2 bis 10 Millionen Dollar verfügen. Die Pläne der UBS stehen allerdings im Widerspruch zu den Regulierungsbestrebungen des Bundes. Mit der geplanten Vollunterlegung der Auslandstöchter setzt der Regulator einen Anreiz, das Bilanzwachstum im Ausland zu begrenzen.</p><p>Mit dem Einstieg ins amerikanische Kreditgeschäft wird jedoch genau das Gegenteil geschehen. Die Vergabe von Hypotheken, Lombardkrediten sowie Konsum- und Studienkrediten lässt das Kreditbuch im Ausland wachsen – und damit auch die Risiken für den Schweizer Steuerzahler. Finanzministerin Karin Keller-Sutter hatte erklärt, die geplanten Regeln würden das Wachstum der UBS in den USA verteuern. Konzernchef Sergio Ermotti betonte dagegen, ein Schrumpfen der Bank komme nicht infrage. Die UBS setzt darauf, dass das Parlament die Pläne des Bundesrats verwässert.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Rolex schenkte Donald Trump US-Open-Tickets im Wert von 25’000 Dollar]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/rolex-schenkte-donald-trump-us-open-tickets-im-wert-von-25000-dollar/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/rolex-schenkte-donald-trump-us-open-tickets-im-wert-von-25000-dollar/</guid>
            <pubDate>Mi., 01 Juli 2026 07:54:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <category><![CDATA[Rolex]]></category>
            <description><![CDATA[Der US-Präsident konnte sein Vermögen im letzten Jahr massiv steigern. Am meisten schenkte Krypto ein – auch Rolex und Gianni Infantino stehen auf der fast 1000-seitigen Steuerliste.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Donald_Trump_2607182_070713.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Einladung von Donald Trump in die Rolex-Loge am US Open letzten September löste einen Riesenwirbel aus. Hat der US-Präsident mit dem Rolex-Chef Jean-Frédéric Dufour über den Zoll-Deal gesprochen? Das wollte etwa die linke US-Senatorin Elizabeth Warren vom Schweizer Uhrenkonzern wissen. Ein bisschen Transparenz liefern nun die Steuerunterlagen von Donald Trump fürs Jahr 2025 – zumindest finanziell.</p><p>Aus dem knapp 1000 Seiten umfassenden Dokument geht hervor, dass <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/rolex/">Rolex</a> dem US-Präsidenten zehn Tickets im Gesamtwert von 25’000 Dollar geschenkt hat. Nur eine Zeile oberhalb steht der Name von Fifa-Präsident Gianni Infantino. Dieser überliess Trump zehn Eintrittskarten für die Fussball-Weltmeisterschaft. Nicht Teil des Berichts sind die umstrittenen Geschenke, die die Schweizer Zolldeklaration dem US-President im Oval Office Haus überbrachten. Diese werden der zukünftigen Presidential Library zugeführt.</p><p></p><figure class="kg-card kg-image-card"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607182_070731.jpg" class="kg-image" alt="Rolex schenkte Donald Trump US-Open-Tickets im Wert von 25’000 Dollar" loading="lazy" width="650" height="63" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/noname_2607182_070731.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2607182_070731.jpg 650w"></figure><p>Aus den offengelegten Finanzunterlagen geht zudem hervor, dass Trump 2025 den Grossteil seiner Einnahmen mit Kryptowährungen erzielte. Allein aus den Krypto-Projekten seiner Familie flossen ihm mehr als 1,4 Milliarden Dollar zu. Während Trump verdient hat, haben die Käufer der Kryptoanlagen Verluste erlitten.</p><p>Trump erhielt ausserdem 80 Millionen Dollar aus aussergerichtlichen Einigungen mit Medienunternehmen, gegen die er geklagt hatte. Dazu gehören unter anderem Vergleiche mit ABC News und Paramount Global. 52 Millionen machte er mit Lizenzgeschäften im Ausland: Diese Summe haben Projektentwickler von Hotels und Golfanlagen gezahlt, um den Namen «Trump» benutzen zu dürfen.</p><h3 id="%C3%BCber-6000-transaktionen">Über 6000 Transaktionen</h3><p>Der Report umfasst mehr als 680 Seiten mit Börsengeschäften. Insgesamt waren es 2025 über 6000 individuelle Transaktionen, die auf Trump zurückzuführen sind. Die am häufigsten gehandelten Aktien sind Amazon, Apple, Nvidia, Microsoft, Netflix oder Exxon Mobil.</p><p>Kritiker sehen darin einen Interessenkonflikt, weil Trumps Regierung gleichzeitig die Regulierung der Branche lockerte und die USA gezielt als Krypto-Standort positionierte. Das Weisse Haus weist diese Vorwürfe zurück und betont, der Präsident handle ausschliesslich im Interesse der amerikanischen Bevölkerung.</p><p><a href="https://www.oge.gov/web/oge.nsf/News+Releases/B8B9EA45F5EB86EC85258E2600701B77?opendocument&ref=tippinpoint.ch">Das Dokument </a>wird sinnigerweise vom United States Office of Government Ethics herausgegeben – einer Behörde, die sich die Verhinderung von Interessenkonflikten auf die Fahnen geschrieben hat. Gemäss Schätzungen ist Trumps Vermögen auf 7,6 Milliarden Dollar angeschwollen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Schlichtungsverfahren gescheitert: Jetzt wird&#x27;s teuer für Kläger Remo Stoffel]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/schlichtungsverfahren-gescheitert-jetzt-wirds-teuer-fuer-klaeger-remo-stoffel/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/schlichtungsverfahren-gescheitert-jetzt-wirds-teuer-fuer-klaeger-remo-stoffel/</guid>
            <pubDate>Mi., 01 Juli 2026 07:50:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[GKB]]></category>
            <description><![CDATA[Das Schlichtungsverfahren im Millionenstreit zwischen dem Immobilieninvestor und der Graubündner Kantonalbank verlief ergebnislos. Stoffel wird jetzt eine Klage einreichen – und Kosten in Kauf nehmen müssen.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Remo_Stoffel_2605125_070534.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag kam es zu einer Schlichtungsverhandlung zwischen vor dem Vermittleramt Höfe im Kanton Schwyz. Dabei geht es um Forderungen, die der Investor Remo Stoffel gegenüber einer Tochtergesellschaft der Graubündner Kantonalbank (GKB) und deren Organe erhebt. Wie die Bank, die selbst auch Ziel der lage ist, mitteilte, konnte mit dem Kläger keine Einigung erzielt werden.</p><p>Damit ist das Schlichtungsverfahren abgeschlossen. Es obliege nun dem Kläger, Klage beim zuständigen Zivilgericht einzureichen, schreibt die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/gkb/">GKB</a>. Anfang Mai gab die GKB bekannt, dass eine Zivilklage gegen die BZ Bank Aktiengesellschaft, gegen Organe der BZ Bank Aktiengesellschaft sowie die GKB eingegangen war. An der Position der GKB scheint sich nichts geändert zu haben. Die Bank und die BZ-Tochter erachten die Vorwürfe als unbegründet und bestreiten die Forderungen vollumfänglich, heisst in der Mitteilung.</p><h3 id="ab-jetzt-fliesst-geld">Ab jetzt fliesst Geld</h3><p>Wie in solchen Fällen üblich, hat der Kläger, also Remo Stoffel beziehungsweise seine Gesellschaft Priora, nun drei Monate Zeit, eine Klage beim Zivilgericht einzureichen. Das soll auch geschehen: «Priora wird die Klage beim zuständigen Bezirksgericht einreichen», heisst es in einer Stellungnahme von Priora.</p><p>Die Klage muss begründet sein. Zudem muss der Kläger einen Kostenvorschuss leisten, um die entstehenden Gerichtskosten zu decken. Bei einer hohen Forderungssumme das das entsprechend ins Tuch. Interessant wird auch sein, ob die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/gkb/">GKB</a> eine Sicherheit für die Parteientschädigung einfordert. Damit könnte sie im Fall von Stoffel beziehungsweise der Priora Erfolg haben, da der Kläger seit 2020 in Dubai lebt.</p><p>Anfang Mai teilte die Ostschweizer Kantonalbank in einer Pflichtmitteilung mit, dass sie mit einer Klage im «mittleren dreistelligen Millionenbereich» konfrontiert sei. Die Klage stehe im Zusammenhang mit einer Kundenbeziehung und einem von der BZ Bank verwalteten Anlageprodukt, so die Bank. Der Kläger wirft der Bank und den Organen «Pflichtverletzungen» vor. Wie <a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/78761/remo_stoffel_steckt_hinter_der_millionenschweren_klage_gegen_die_graubuendner_kb_.html">Tippinpoint damals enthüllte</a>, handelt es sich bei dem Kläger um Remo Stoffel.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[UBS verliert zwei Berater an Schweizer Singapur-Veteran]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/ubs-verliert-zwei-berater-an-schweizer-singapur-veteran/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/ubs-verliert-zwei-berater-an-schweizer-singapur-veteran/</guid>
            <pubDate>Mi., 01 Juli 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[People]]></category>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <description><![CDATA[Michael Sutter und Alex Grindley verlassen die Grossbank und gehen zu einem unabhängigen Vermögensverwalter.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Alex_Grindley_und_Michael_Sutt_2607182_070708.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/1/ubs.html">UBS</a>&nbsp;in Singapur verliert zwei langjährige Kundenberater an den unabhängigen Vermögensverwalter HP Wealth Management. Michael Sutter und Alex Grindley wechseln als Senior Relationship Manager zu dem in Singapur ansässigen Multi-Family Office.</p><p>Sutter war mehr als 25 Jahre für die UBS tätig. Beide Berater waren zuletzt in leitenden Funktionen im Wealth Management der Grossbank beschäftigt. Grindley sagt zum Wechsel: «Man verwechselt leicht Grösse mit Sicherheit und Sicherheit mit Sinnhaftigkeit. Ich gehe zu HP Wealth Management, weil Überzeugung in dieser Branche wichtiger als Bequemlichkeit.»</p><p>Urs Brutsch, Gründer und Managing Partner, sagt zum Wechsel: Die Tatsache, dass zwei erfahrene Fachleute vom grössten Vermögensverwalter Asiens zu HP Wealth Management wechseln, sei ein Beleg dafür, dass das Unternehmen über die richtige Plattform verfüge, um ein florierendes Geschäft aufzubauen.</p><p>Laut HP Wealth Management ermöglicht das eigene, honorarbasierte und bankenunabhängige Geschäftsmodell den Beratern mehr unternehmerische Freiheit und eine stärkere Ausrichtung auf die Interessen der Kunden. HP Wealth Management betreut vermögende Privatkunden und Familien mit Beratungs-, Vermögensverwaltungs- und Family-Office-Dienstleistungen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Finma-konform, Deepfake-sicher, kundenfreundlich - geht das?]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/finma-konform-deepfake-sicher-kundenfreundlich-geht-das/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/finma-konform-deepfake-sicher-kundenfreundlich-geht-das/</guid>
            <pubDate>Di., 30 Juni 2026 11:25:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Tech]]></category>
            <description><![CDATA[Die Finma verschärft die Anforderungen an digitale Kunden-Onboarding-Prozesse. Doch Sicherheit und User Experience sind kein Widerspruch. Regulierte Unternehmen können Identitätsprüfung, Deepfake-Erkennung und elektronische Signatur in einem sicheren Ablauf vereinen. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2606176_100620.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Aufsichtsmitteilung der Finma vom Februar 2026 hat den Druck auf Finanzinstitute erhöht. Digitale Kunden-Onboarding-Prozesse müssen nicht mehr nur dem Geldwäschereigesetz (GwG) entsprechen, sondern auch neuen Betrugsformen wie Deepfakes standhalten. Banken und andere Finanzinstitute stehen vor der Herausforderung, regulatorische Präzision mit einer benutzerfreundlichen Customer Journey zu verbinden.</p><p>Das Schweizer Software-Unternehmen PXL Vision zeigt einen Ansatz, der beide Anforderungen erfüllt. Es positioniert digitale Identitätsprüfung nicht als reine Compliance-Messlatte, sondern als Infrastruktur für sichere, skalierbare und kundenfreundliche Prozesse. Der Fokus liegt auf Technologie, die Identität, Dokumentenechtheit und Lebendigkeit der zu verifizierenden Person in Echtzeit bewertet.</p><h3 id="neue-anforderungen-neuer-handlungsdruck">Neue Anforderungen, neuer Handlungsdruck</h3><p>Die Finma macht in ihrer jüngeren Aufsichtspraxis deutlich, dass Finanzinstitute ihre Kontrollmechanismen laufend an neue Betrugsformen anpassen müssen. Besonders relevant sind automatisierte Angriffe, Identitätsdiebstahl, manipulierte Medien und zunehmend auch Deepfake-Technologien. Was vor einigen Jahren noch als Zukunftsrisiko galt, ist inzwischen operative Realität von Einzeltätern und der organisierten Cyberkriminalität.</p><p>Bei der Eröffnung von Bankkonten, dem Abschluss von Kredit- oder Versicherungsverträgen braucht es Verfahren, die echte Personen zuverlässig von synthetischen oder manipulierten Identitäten unterscheiden. Die reine Sichtprüfung reicht nicht mehr aus. Es braucht technische Verfahren, die Identität, Dokumentenechtheit und Lebendigkeit der antragstellenden Person in Echtzeit bewerten.</p><p>Genau hier gewinnt Deepfake-Erkennung an strategischer Bedeutung. Wo Täuschungsversuche professioneller werden, muss auch deren Abwehr Schritt halten können. Für die Finanz- und Versicherungswirtschaft ist das ein entscheidender Faktor, da diese Branchen besonders häufig Ziel von Identitätsbetrug sind.</p><h3 id="deepfakes-brauchen-antworten">Deepfakes brauchen Antworten</h3><p>Mit der Aufsichtsmitteilung 02/2026 hat die Finma klargestellt: KI-gestützte Deepfakes sind eine reale Bedrohung für die digitale Identifikation – und Finanzinstitute müssen Antworten haben. Nicht nur technisch, sondern auch strategisch: Wie erkenne ich synthetische Identitäten zuverlässig? Welche Massnahmen greife ich in meinen Onboarding- und Compliance-Prozessen?</p><p>PXL Vision hat diese Fragen nicht erst seit dem Finma-Schreiben auf dem Radar. Seit über drei Jahren forscht das Unternehmen aktiv an Deepfake-Erkennungstechnologien und hat diese seit Kurzem fest in seine Identifikationslösungen integriert.</p><h3 id="identifikation-via-nfc-als-sicherheitshebel">Identifikation via NFC als Sicherheitshebel</h3><p>Ein besonders starker Hebel neben einer Deepfake-Erkennung ist die auf NFC (Near Field Communication) gestützte Identifikation. Dabei werden die Daten direkt aus dem Ausweisdokument ausgelesen und elektronisch mit den übrigen Informationen abgeglichen. Das reduziert Übertragungsfehler, erschwert Manipulationen und erhöht die Beweiskraft des gesamten Prozesses.</p><p>Für regulierte Branchen ist das ein wesentlicher Sicherheitsvorteil. Die Kombination aus biometrischer Verifikation, Dokumentenprüfung und NFC-Auslesen schafft eine robuste Basis für belastbare Identitätsentscheidungen. Unternehmen profitieren von weniger manuellen Aufwand, weniger Rückfragen und einer klar höheren Qualität in der Kundenaufnahme. Kund:innen erleben wiederum ein schnelles, komfortables und medienbruchfreies Onboarding.</p><h3 id="nahtlose-signatur-ohne-abbruchrisiko">Nahtlose Signatur ohne Abbruchrisiko</h3><p>Digitales Kunden-Onboarding endet indes nicht bei der Identifikation. Erst die Integration der qualifizierten elektronischen Signatur macht aus einem Prüfprozess eine vollständige Customer Journey, die jegliche Versendung von Vertragsunterlagen per Post redundant macht. Mit einer B2C-Signatur im One-Shot-Verfahren lassen sich Kreditanträge, Leasingverträge oder Kontoeröffnungen vollständig digital und ohne aufwändige Registrierungsprozesse abschliessen. Kund:innen müssen nicht aus dem Onboarding-Prozess aussteigen, um rechtsgültig zu unterschreiben, sondern können direkt im selben Ablauf unterzeichnen. Das ist nicht nur bequem, sondern auch geschäftskritisch. Jeder zusätzliche Schritt, jeder Medienwechsel und jede Unterbrechung erhöhen das Abbruchrisiko. Ein durchgängiger digitaler Prozess hingegen senkt diese Hürden deutlich und verbessert die Abschlussquote.</p><p>In wettbewerbsintensiven Märkten ist das ein direkter Faktor für Wachstum und Effizienz. Branchen, die auf hohe Conversion-Werte angewiesen sind, profitieren besonders von einer integrierten Signaturlösung.</p><h3 id="zusammenspiel-von-compliance-und-conversion">Zusammenspiel von Compliance und Conversion</h3><p>PXL Vision kombiniert also effektiv Compliance und Conversion. Das Ziel ist nicht nur, regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Digitale Interaktionen sollen sowohl sicher ist das ein entscheidender Vorteil: Sie können Risiken reduzieren, Prozesse standardisieren und gleichzeitig die Kundenerfahrung verbessern.</p><h3 id="vertrauen-als-w%C3%A4hrung">Vertrauen als Währung</h3><p>In Märkten, in denen Vertrauen das Geschäft ist, reicht digitale Bequemlichkeit allein nicht aus. Gefragt sind Lösungen, die regulatorische Präzision, technische Robustheit und eine überzeugende User Experience vereinen.</p><p>Genau darin liegt die Stärke von modernem GwG-konformem Kunden-Onboarding: Es schützt Unternehmen, entlastet Prozesse und schafft gleichzeitig einen besseren Start in die Kundenbeziehung. Die FINMA-Mitteilung vom Februar 2026 ist dabei kein Abschied von der Digitalisierung, sondern eine Einladung, Onboarding-Prozesse zukunftssicher zu gestalten.</p><p><a href="https://www.pxl-vision.com/de/loesung/finanzinstitute?ref=tippinpoint.ch" rel="sponsored">Mehr zum Thema GwG-Onboarding im Finanz-Sektor erfahren ↗</a></p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Neue Helvetia startet mit einem Softlaunch]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/neue-helvetia-startet-mit-einem-softlaunch/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/neue-helvetia-startet-mit-einem-softlaunch/</guid>
            <pubDate>Di., 30 Juni 2026 07:34:07 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Helvetia]]></category>
            <category><![CDATA[Baloise]]></category>
            <description><![CDATA[Die Finanzgruppe will ein «integriertes Gesamtportfolio» anbieten, das von Versicherungen bis zu Bank- und Immodienstleistungen reichen soll. Doch Konkretes wird man erst in ein paar Monaten sehen.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Helvetia_2606181_070648.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem operativen Zusammenschluss von <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/helvetia/">Helvetia</a> und <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/baloise/">Baloise</a> tritt die fusionierte Versicherungsgruppe ab Mittwoch in der Schweiz unter der Marke Helvetia auf. Nach der Genehmigung durch die Finma startet das Unternehmen mit einem gemeinsamen Marktauftritt und einem deutlich erweiterten Angebot, wie es heisst.</p><p>Künftig will Helvetia Versicherung, Vorsorge, Vermögensverwaltung sowie Bank- und Immobiliendienstleistungen unter einem Dach bündeln. Zum Angebot gehören neben den klassischen Sach- und Lebensversicherungen auch die Leistungen der Baloise Bank, der Hypothekenplattform MoneyPark, der Europäischen Reiseversicherung ERV sowie des Digitalversicherers Smile.</p><h3 id="%C2%ABproduktinnovationen%C2%BB-in-den-n%C3%A4chsten-monaten">«Produktinnovationen» in den nächsten Monaten</h3><p>Nach Angaben des Unternehmens sollen Kunden künftig sämtliche Finanz- und Versicherungsthemen über eine einzige Ansprechperson abwickeln können. Der Vertrieb stützt sich auf 43 Generalagenturen, rund 150 Standorte und etwa 1700 Beraterinnen und Berater. Gleichzeitig will die Gruppe ihre digitalen Angebote weiter ausbauen, sodass Kunden zwischen persönlicher, telefonischer und digitaler Beratung wählen können.</p><p>Konkrete neue Produkte präsentiert <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/helvetia/">Helvetia</a> zum Start allerdings noch nicht. Das Unternehmen kündigt lediglich an, in den kommenden Monaten erste «Produktinnovationen» vorzustellen und zusätzliche Investitionen in Beratung sowie digitale Dienstleistungen vorzunehmen. Ziel sei es, integrierte Finanz- und Versicherungslösungen aus einer Hand anzubieten.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[UBS muss Vakanzen im Investmentbanking in Asien ersetzen]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/ubs-muss-vakanzen-im-investmentbanking-in-asien-ersetzen/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/ubs-muss-vakanzen-im-investmentbanking-in-asien-ersetzen/</guid>
            <pubDate>Di., 30 Juni 2026 07:09:20 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Jefferies]]></category>
            <category><![CDATA[JP Morgan]]></category>
            <description><![CDATA[Im asiatischen Investmentbanking tobt ein eigentlicher «Talent War». Besonders hart umkämpft sind Spezialisten für Immobilien- und Daten-Center-Deals.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Hongkong_2310289_091019.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/ubs/">UBS</a> hat zwei Führungspositionen im asiatischen Investmentbanking neu besetzt und schliesst damit Lücken, die nach jüngsten Abgängen entstanden waren. Dies geht aus internen Mitteilungen hervor.</p><p>Die Grossbank hat Andy Neo von der US-Investmentbank Jefferies als Leiter des Geschäfts für Immobilien und Hotels in Südostasien verpflichtet. Er tritt seine neue Rolle im August an und folgt auf Indran Thana, der zur Citigroup wechselte. Neo gehörte zu jenem Citigroup-Team, das Jefferies im vergangenen Jahr abgeworben hatte. Zwischen 2015 und 2020 arbeitete Neo für die Credit Suisse.</p><p>Zudem übernimmt Alfred Li die Leitung des Healthcare-Investmentbankings in Asien. Er übernimmt von Yao Chong. Ein Banksprecher in Hongkong bestätigte die Personalwechsel, über die zuerst Bloomberg berichtete.</p><p>In Asien findet derzeit ein eigentlicher «Talent War» im Investmentbanking statt. Hintergrund ist die Erholung des Investmentbankings nach einer Schwächephase in den Jahren 2023 und 2024. Besonders <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/jefferies/">Jefferies</a>, Citi und <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/jp-morgan/">JP Morgan</a> bauen ihre Teams aus. Als wichtiger Wachstumstreiber gilt der Markt für Immobilien- und Rechenzentrumstransaktionen, in dem der Wettbewerb um erfahrene Banker besonders intensiv ist.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Also doch: Grasshoppers kommen wieder in chinesische Hände]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/also-doch-grasshoppers-kommen-wieder-in-chinesische-haende/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/also-doch-grasshoppers-kommen-wieder-in-chinesische-haende/</guid>
            <pubDate>Di., 30 Juni 2026 06:25:17 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Der Traditionsverein wird von der chinesisch dominierten Bridge Football Group übernommen und wird Teil eines Portfolios von unterklassigen Vereinen. Die Gruppe löst die glücklosen Besitzer aus Los Angeles ab.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/GC_2606181_060633.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Laut einer Mitteilung setzte sich Bridge Football nach einem Verkaufsprozess durch, an dem mehr als ein Dutzend ernsthafte Investoren und Eigentümergruppen beteiligt waren. Ausschlaggebend seien die langfristige Strategie für den Verein sowie das Bekenntnis gewesen, die Tradition des Grasshopper Club Zürich zu bewahren und gleichzeitig in dessen Zukunft zu investieren.</p><p>Begleitet wurde der Verkaufsprozess von Markham Capital and Sports Advisory, wie es weiter heisst. Dabei handelt es sich um den Ein-Mann-Betrieb von Tom Markham, der einst während weniger Monate CEO des britischen Vereins Wigan F.C. war. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen.</p><p>Für GC endet damit eine kurze und turbulente Ära unter LAFC, das den Traditionsverein 2024 übernommen hatte. In den vergangenen beiden Saisons kämpfte der Schweizer Rekordmeister jeweils gegen den Abstieg aus der Super League. LAFC bestätigte den Verkauf in einer eigenen Mitteilung. Der Westküstenklub will seine Europa-Strategie künftig auf die langfristige Partnerschaft mit dem österreichischen Verein FC Wacker Innsbruck fokussieren.</p><h3 id="gc-im-portfolio-mit-unterklassigen-vereinen">GC im Portfolio mit unterklassigen Vereinen</h3><p>Hinter der Bridge Football Group stehen der Investor Eric Li Ying und der niederländisch-chinesische Unternehmer Eddie Tao sowie zwei weitere, namentlich nicht bekannte Angel-Investoren. Eric Li Ying gilt als Schlüsselfigur der Gruppe. Er soll Verbindungen zum TikTok-Gründer Zhang Yiming haben. Zu seinen geschäftlichen Aktivitäten und den finanziellen Mitteln gibt es kaum öffentlich verfügbare Informationen.</p><p>Die Gruppe hält Beteiligungen und Partnerschaften in Europa und Asien. Zum Netzwerk gehören der niederländische Fussballklub FC Den Bosch, der italienische Verein FC Pro Vercelli 1892 sowie Shaanxi Union FC – allesamt unterklassige Vereine. Präsident des Verwaltungsrats und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bridge Football Group Switzerland AG ist Ludovic Deléchat, ein Westschweizer, der in Zürich lebt. Dem Verwaltungsrat gehört auch der chinesische Investor Eric Li Ying an, der gemäss Handelsregister in Hongkong lebt.</p><p>Deléchat ist der Mann, der bei GC die Fäden ziehen wird. In einer Medienmitteilung liess er sich wie folgt zitieren: «Wir wissen, dass den Fans des Grasshopper Club Zürich in der Vergangenheit immer wieder einiges versprochen wurde. Wir wissen auch, dass Vertrauen nicht am ersten Tag eingefordert werden kann. Das ist ein Prozess. Wir bitten um eine Chance, unsere Absichten in der Praxis unter Beweis stellen zu können. Wir werden nicht von Beginn weg alles richtig machen, aber unser Engagement ist aufrichtig, langfristig und hat das Beste für den Grasshopper Club Zürich im Sinn.»</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Finma zieht Swiss Fund Management und BZ Berater Zentrum aus dem Verkehr]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/finma-zieht-swiss-fund-management-und-bz-berater-zentrum-aus-dem-verkehr/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/finma-zieht-swiss-fund-management-und-bz-berater-zentrum-aus-dem-verkehr/</guid>
            <pubDate>Mo., 29 Juni 2026 19:29:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Finma]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Der Regulator entzieht zwei Gesellschaften die Bewilligung. Zudem zieht er Millionen ein und verhängt ein Berufsverbot. Die Gesellschaften stehen in Verbindung mit dem Zürcher Investor Marco Garzetti. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Finma_2411325_101156.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Finanzmarktaufsicht (Finma) hat ein Enforcementverfahren wegen «gravierender Verstösse» gegen die Verhaltensregeln bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen gegen zwei Gesellschaften und eine natürliche Person abgeschlossen. Konkret entzog sie der Swiss Fund Management AG, die sich in Liquidation befindet, die Bewilligung zur Verwaltung von Fonds. Zudem wies die&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/136/finma.html">Finma</a>&nbsp;ein Gesuch der BZ Berater Zentrum AG um eine Bewilligung als unabhängige Vermögensverwalterin ab. Die Behörde zieht Gewinne in Millionenhöhe ein und verhängte gegen eine verantwortliche Person ein mehrjähriges Berufsverbot.</p><p>Die Gesellschaften hielten hohe Anteile an illiquiden Anleihen, die vorwiegend zur Finanzierung ausländischer Immobilienentwicklungsprojekte vorgesehen waren. Aufgrund verschiedener Verflechtungen hätten Hinweise auf Interessenkonflikte bestanden, schreibt die Behörde. Das BZ Berater Zentrum verfügte über rund 2'000 Vermögensverwaltungsmandate. Anlegergelder im Umfang von rund 200 Millionen Franken seien direkt oder indirekt über die Fonds in illiquide Anleihen mit «zweifelhafter Werthaltigkeit» investiert worden.</p><h3 id="gerichtsentscheid-macht-finma-verfahren-%C3%B6ffentlich">Gerichtsentscheid macht Finma-Verfahren öffentlich</h3><p>Öffentlich bekannt wurde das Enforcementverfahren bereits Ende 2024. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht wurde publik, weil der Zürcher Investor Marco Garzetti, der hinter den Firmen steht, die Einsetzung eines Untersuchungsbeauftragten von Grant Thornton gerichtlich angefochten hatte. Wie&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/77770/gerichtsentscheid_enthuellt_finma-verfahren_gegen_swiss_fund_management_ag.html">Tippinpoint damals berichtete</a>, beantragte die Swiss Fund Management unter anderem, das Honorar des Untersuchungsbeauftragten auf 40'000 Franken zu beschränken. Das Gericht trat auf den Antrag jedoch nicht ein und entschied, dass das Unternehmen die gesamten Kosten der Untersuchung zu tragen hat.</p><p>Marco Garzetti trat im Mai 2023 ins Rampenlicht, als er ein Übernahmeangebot für die angeschlagene GAM unterbreitete. Über Taure Invest wollte er 65 Millionen Franken in den Zürcher Asset Manager investieren und so die Kontrolle übernehmen. Der Verwaltungsrat entschied sich damals jedoch für Liontrust. Dieses Unternehmen wiederum unterlag dem französischen Telekom-Milliardär Xavier Niel, der den Übernahmekampf gewann und GAM heute kontrolliert.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[«KI ist heute ein Thema, an dem kein Investor vorbeikommt»]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/ki-ist-heute-ein-thema-an-dem-kein-investor-vorbeikommt/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/ki-ist-heute-ein-thema-an-dem-kein-investor-vorbeikommt/</guid>
            <pubDate>Mo., 29 Juni 2026 07:15:32 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Barclays]]></category>
            <category><![CDATA[Markets]]></category>
            <description><![CDATA[Mathias Gonzalez erklärt, weshalb die milliardenschweren KI-Investitionen die Weltwirtschaft antreiben, warum die Dominanz der Tech-Konzerne Risiken birgt und worauf Investoren jetzt achten sollten.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Mathias_Gonzalez_2606180_070640.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Mathias Gonzalez ist seit November 2024 bei <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/barclays/">Barclays</a> in Genf tätig. Der Chief Investment Officer und Head of Investments für die Schweiz und den Nahen Osten der Barclays Private Bank. Wir treffen ihn zum Gespräch in den Büros der Barclays Investment Bank im Zürcher Engequartier.</p><h3 id="herr-gonzalez-das-thema-k%C3%BCnstliche-intelligenz-elektrisiert-derzeit-die-finanzm%C3%A4rkte-wie-beurteilen-sie-die-entwicklung">Herr Gonzalez, das Thema künstliche Intelligenz elektrisiert derzeit die Finanzmärkte. Wie beurteilen Sie die Entwicklung?</h3><p>KI ist heute ein Thema, an dem kein Investor vorbeikommt. Besonders interessant sind die sogenannten Hyperscaler, also die grossen Technologieunternehmen, die massiv in Rechenzentren, Infrastruktur und KI-Anwendungen investieren. Allein die drei grössten Hyperscaler werden 2026 voraussichtlich mehr als 700 Milliarden US-Dollar investieren. Das entspricht einem Anstieg von rund 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Investitionen sind nicht nur für die Unternehmen selbst relevant, sondern wirken wie ein Konjunkturprogramm für die gesamte Wirtschaft. Sie schaffen Nachfrage, fördern Innovationen und unterstützen das Wirtschaftswachstum. Das findet in einem Umfang statt, wie wir das in dieser Form bisher noch kaum gesehen haben.</p><h3 id="ist-dieses-wachstum-nachhaltig-oder-befinden-wir-uns-in-der-phase-der-%C3%BCberhitzung-wie-w%C3%A4hrend-der-dotcom-blase">Ist dieses Wachstum nachhaltig oder befinden wir uns in der Phase der Überhitzung wie während der Dotcom-Blase?</h3><p>Jede Marktphase hat Gemeinsamkeiten mit früheren Zyklen, aber es gibt nie eine exakte Wiederholung der Geschichte. Entscheidend ist, die Unterschiede zu erkennen. Heute verfügen die Unternehmen über deutlich stärkere Bilanzen, höhere Transparenz und bessere Daten als während der Dotcom-Ära. Für uns steht deshalb die Analyse der Fundamentaldaten im Vordergrund. Entscheidend sind Cashflows, Gewinne und die Frage, ob die enormen Investitionen langfristig wirtschaftlichen Nutzen generieren. Solange Unternehmen über robuste Cashflows verfügen, handelt es sich nicht um reine Zukunftsfantasien. Natürlich beobachten wir aufmerksam, ob die hohen Investitionen künftig tatsächlich zu den erwarteten Erträgen führen. Diese Frage wird in den kommenden Jahren zentral sein.</p><h3 id="viele-aktienindizes-werden-inzwischen-von-wenigen-grossen-us-technologiekonzernen-dominiert-ist-das-ein-risiko">Viele Aktienindizes werden inzwischen von wenigen grossen US-Technologiekonzernen dominiert. Ist das ein Risiko?</h3><p>Diese Konzentration ist tatsächlich ein Problem. Sie hat dazu geführt, dass Investoren mit einer passiven Indexstrategie besonders stark von den Kursgewinnen der grossen Technologiewerte profitieren konnten. Allerdings wirkt Konzentration immer in zwei Richtungen: Wenn wenige Titel einen Markt nach oben treiben, können dieselben Titel ihn auch nach unten ziehen. Deshalb bleibt Diversifikation ein wichtiger Baustein. Wir bevorzugen einen ausgewogenen Ansatz: Technologie bleibt attraktiv, gleichzeitig kombinieren wir diesen Bereich mit defensiveren Sektoren wie Gesundheit. Dadurch entsteht ein robusteres Portfolio mit unterschiedlichen Ertragsquellen.</p><h3 id="wie-positionieren-sie-portfolios-aktuell">Wie positionieren Sie Portfolios aktuell?</h3><p>Angesichts geopolitischer Unsicherheiten und eines anspruchsvollen makroökonomischen Umfelds verfolgen wir derzeit eine eher neutrale Positionierung. Wir setzen nicht auf extreme Über- oder Untergewichtungen einzelner Anlageklassen. Wichtiger ist es, bei Marktrückschlägen gezielt Chancen zu nutzen. Statt systematisch Gewinne mitzunehmen, bevorzugen wir es, in Phasen erhöhter Volatilität selektiv Positionen aufzubauen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf zusätzlichen, möglichst unkorrelierten Renditequellen. Gerade wenn die Unsicherheit hoch ist, gewinnt die Diversifikation über verschiedene Anlageklassen und Strategien an Bedeutung.</p><h3 id="und-konkret-heisst-das">Und konkret heisst das?</h3><p>Wir sehen drei zentrale Schwerpunkte. Erstens bleiben Unternehmensanleihen aufgrund der attraktiven Renditen interessant. Das aktuelle Zinsniveau bietet Investoren wieder laufende Erträge, die über viele Jahre kaum verfügbar waren. Zweitens wollen wir am KI-Trend partizipieren, allerdings selektiv. Es geht nicht nur um die grossen Technologiekonzerne. Interessant sind auch Unternehmen, die von der KI-Wertschöpfungskette profitieren und als Zulieferer oder Infrastruktur-Anbieter agieren. Drittens steht die Widerstandsfähigkeit des Portfolios im Vordergrund. Investoren sollten nicht ausschliesslich auf Renditepotenziale achten, sondern ebenso auf Risikomanagement und Stabilität.</p><h3 id="die-private-markets-befinden-sich-auf-dem-pr%C3%BCfstand-wie-sehen-sie-die-anlageklasse">Die Private Markets befinden sich auf dem Prüfstand. Wie sehen Sie die Anlageklasse?</h3><p>Private Markets bleiben ein wichtiger Bestandteil vieler Vermögensstrategien. Allerdings betrachten wir Private Equity, Private Debt, Infrastruktur und Immobilien als unterschiedliche Anlageklassen mit jeweils eigenen Eigenschaften. Die Chancen sind weiterhin vorhanden. Gleichzeitig hat sich das Umfeld verändert. Die Unterschiede zwischen den besten und den schwächsten Managern sind heute enorm. Deshalb ist die Managerselektion wichtiger denn je.</p><h3 id="was-w%C3%BCrde-sie-sagen-sind-private-markets-heute-weniger-attraktiv-als-noch-vor-f%C3%BCnf-jahren">Was würde Sie sagen, sind Private Markets heute weniger attraktiv als noch vor fünf Jahren?</h3><p>Nicht unbedingt. Allerdings genügt es nicht mehr, einfach pauschal auf die Anlageklasse zu setzen. Investoren müssen sehr genau verstehen, wie Renditen erzielt werden, wie lange Kapital gebunden ist und welche Risiken damit verbunden sind. Viele Anleger konzentrieren sich auf die erwarteten zweistelligen Renditen. Häufig wird jedoch unterschätzt, dass diese Renditen mit Illiquidität verbunden sind. Wer in Private Markets investiert, muss bereit sein, Kapital über viele Jahre zu binden. Für vermögende Familien ist das oft kein Problem. Für andere Investoren kann die eingeschränkte Liquidität jedoch ein wesentlicher Faktor sein.</p><h3 id="worauf-achten-sie-bei-der-auswahl-von-private-market-managern">Worauf achten Sie bei der Auswahl von Private-Market-Managern?</h3><p>Wir setzen auf Manager mit nachweisbarer Erfolgsbilanz und einer klar verständlichen Investmentstrategie. Sobald die Herkunft der Renditen nicht mehr nachvollziehbar ist oder übermässige Fremdfinanzierung eingesetzt wird, werden wir vorsichtig. Besonders interessant finden wir spezialisierte Nischenmanager, die über tiefes Branchenwissen verfügen und einen klar definierten Investitionsansatz verfolgen. Generalisten, die vermeintlich alles können, betrachten wir deutlich kritischer.</p><h3 id="sie-besch%C3%A4ftigen-sich-intensiv-mit-dem-thema-%C2%ABnext-generation-wealth%C2%BB-wie-unterscheiden-sich-junge-verm%C3%B6gensinhaber-von-ihren-eltern">Sie beschäftigen sich intensiv mit dem Thema «Next Generation Wealth». Wie unterscheiden sich junge Vermögensinhaber von ihren Eltern?</h3><p>Die Unterschiede werden immer sichtbarer. Die erste Generation hat ihr Vermögen häufig selbst aufgebaut und vertraut auf Strategien, die über Jahrzehnte erfolgreich waren. Die zweite Generation beginnt zunehmend, bestehende Strukturen zu hinterfragen. Sie diskutiert beispielsweise, ob mehr Illiquiditätsprämien genutzt oder alternative Anlagen stärker berücksichtigt werden sollten. Besonders spannend ist jedoch die dritte Generation. Diese Investoren interessieren sich nicht nur für Renditen, sondern zunehmend auch für die Wirkung ihrer Investments. Sie fragen, welchen Einfluss ihr Kapital auf Gesellschaft, Wirtschaft oder Umwelt hat. Viele junge Vermögensinhaber sind global vernetzt, haben international studiert oder gearbeitet und bringen dadurch andere Perspektiven in die Vermögensverwaltung ein.</p><h3 id="sind-junge-investoren-tats%C3%A4chlich-interessiert-an-nachhaltigkeit">Sind junge Investoren tatsächlich interessiert an Nachhaltigkeit?</h3><p>Pauschale Aussagen sind schwierig. Nicht jeder junge Investor denkt gleich. Insgesamt beobachten wir jedoch, dass die nächste Generation stärker hinterfragt, wohin Kapital fliesst und welchen Zweck Investments erfüllen. Neben Renditen interessieren sich viele junge Anleger für Themen wie Innovation, gesellschaftliche Wirkung und langfristige Wertschöpfung. Deshalb wird finanzielle Bildung immer wichtiger. Je früher Familien ihre Nachkommen in Vermögensfragen einbeziehen, desto besser können diese später fundierte Entscheidungen treffen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[BIZ warnt: KI-Boom könnte in einem riesigen Investitionscrash enden]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/biz-warnt-ki-boom-konnte-in-einem-riesigen-investitionscrash-enden/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/biz-warnt-ki-boom-konnte-in-einem-riesigen-investitionscrash-enden/</guid>
            <pubDate>Mo., 29 Juni 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[BIZ]]></category>
            <category><![CDATA[Tech]]></category>
            <description><![CDATA[Die Ökonomen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ziehen Parallelen zu früheren Boomphasen – etwa zur sogenannten Canal Mania in den 1830er-Jahren.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/BIZ_2606180_070620.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/155/biz.html">BIZ</a>, die Bank der Zentralbanken, hat in ihrem Jahresbericht die Entwicklungen rund um die künstliche Intelligenz einer Diagnose unterzogen. Die KI-Investitionen und die damit erhofften Produktionssteigerungen würden zwar die Wirtschaftstätigkeit ankurbeln.</p><p>Doch die Ökonomen sehen Problembereiche bei der KI, die «dringende Aufmerksamkeit» erfordern: Der Optimismus könnte trotz der Aussicht auf künftige Produktivitätssteigerungen «nicht von Dauer sein», schreiben sie. Insbesondere könnte sich der derzeitige Anstieg der Investitionsausgaben als nicht nachhaltig erweisen, sollten Lieferengpässe die Produktion einschränken.</p><p>«Enttäuschende Renditen könnten einen plötzlichen Rückzug der Finanzierung auslösen und den aktuellen Investitionsboom in einen lang anhaltenden Investitionseinbruch verwandeln – mit möglichen negativen Folgen für die Finanzmärkte», schreibt die BIZ. Allein die fünf grössten sogenannten Hyperscaler – darunter&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/5/microsoft.html">Microsoft</a>,&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/62/amazon.html">Amazon</a>,&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/265/alphabet.html">Alphabet</a>,&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/111/meta.html">Meta</a>&nbsp;und Oracle – werden zwischen 2025 und Ende 2026 voraussichtlich mehr als eine Billion US-Dollar in KI-Infrastruktur investieren.</p><p>Ebenfalls könnte der intensive Wettbewerb um die Marktführerschaft zu «Überinvestitionen» führen, wie dies bereits bei früheren Innovationswellen zu beobachten war. Als Beispiele nennen die Ökonomen den Kanalbau der 1830er-Jahre, den Eisenbahnboom in Grossbritannien in den 1840er-Jahren, den Elektrifizierungsschub in den späten 1920er-Jahren sowie die Dotcom-Blase Ende der 1990er-Jahre.</p><p><a href="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2606180_070624.jpg?ref=tippinpoint.ch">Wie nachhaltig ist KI? (Quelle: BIZ)</a></p><p>Allen Episoden sei gemeinsam gewesen, dass eine echte technologische Innovation Kapital in einem Ausmass angezogen habe, das sich später wirtschaftlich nicht rechtfertigen liess. Am Ende seien diese Investitionsbooms in scharfen Rückgängen und teilweise in Rezessionen geendet.</p><h3 id="folgen-f%C3%BCr-den-arbeitsmarkt">Folgen für den Arbeitsmarkt</h3><p>Die&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/155/biz.html">BIZ</a>&nbsp;warnt in dem Bericht auch vor Folgen für den Arbeitsmarkt. Da immer leistungsfähigere KI-Tools in immer mehr Aufgabenbereichen und Berufen zum Einsatz kommen, könnte sich die Verdrängung von Arbeitskräften verstärken. Ob die Fortschritte im Bereich der KI neue Arbeitsplätze schaffen – oder die Nachfrage nach bestehenden Arbeitsplätzen so weit steigern –, dass solche Verdrängungen ausgeglichen werden können, bleibe «ungewiss».</p><p>Doch im Unterschied zu früheren Technologien «konkurriert KI direkt mit den kognitiven Fähigkeiten des Menschen», was den Spielraum für Arbeitnehmer möglicherweise einschränkt, in der Wertschöpfungskette aufzusteigen oder neue, nicht von der KI betroffene Aufgaben zu finden.</p><p><a href="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2606180_070600.jpg?ref=tippinpoint.ch">Risiken für den Arbeitsmarkt. (Quelle: BIZ)</a></p><p>Bislang seien solche einschneidenden Arbeitsplatzverluste noch nicht in grossem Umfang eingetreten. Es gebe jedoch Anzeichen für mögliche künftige Anpassungen. In Medien- und Analystenkonferenzen würden immer mehr Unternehmen potenzielle Produktivitätssteigerungen durch KI ansprechen und damit ihre Absicht signalisieren, einen zunehmenden Anteil der Produktionsprozesse zu automatisieren und auf «Arbeitskräftesubstitution» zu setzen.</p><p>In den USA seien die Folgen dieser Entwicklung bereits erkennbar: Firmen mit einer höheren KI-Exposure verzeichnen höhere Produktivitätssteigerungen auf Kosten eines tieferen Beschäftigungswachstums.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Hans Meyer: ein ebenso gradliniger wie erfolgreicher Notenbanker - mit einer Ausnahme]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/hans-meyer-ein-ebenso-gradliniger-wie-erfolgreicher-notenbanker-mit-einer-ausnahme/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/hans-meyer-ein-ebenso-gradliniger-wie-erfolgreicher-notenbanker-mit-einer-ausnahme/</guid>
            <pubDate>Sa., 27 Juni 2026 11:42:27 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Balz Bruppacher]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Der Aargauer Ökonom stand 35 Jahre er in den Diensten der Nationalbank – die letzten fünf als Präsident. Er verstarb am 17. Juni im Alter von 90 Jahren.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Hans_Meyer_2606178_110612.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Es kam vor, dass Hans Meyer an einem Samstagmorgen vor sieben Uhr einsam in einem Café in Bern sass. Der Grund: Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hatte sein Kader für eine frühmorgendliche Sitzung in den Bankratssaal des benachbarten Kaiserhauses zusammengetrommelt. Das passte ins Bild des Generalstabsobersten, der von seiner Truppe Disziplin und stete Einsatzbereitschaft verlangte. Der Aargauer Ökonom lebte gleichzeitig dem Verfassungsauftrag an die Notenbank nach, eine Geldpolitik im Gesamtinteresse des Landes zu betreiben, und unterstrich bei jeder Gelegenheit den Wert des Gemeinsinns.</p><p>Im eigenen Haus kannte sich Meyer aus wie kein zweiter SNB-Präsident. 35 Jahre stand er in den Diensten der Nationalbank, die letzten 15 als Mitglied des dreiköpfigen Direktoriums und die letzten fünf bis Ende 2000 als dessen Präsident. Dem elften Präsidenten in der 119-jährigen Geschichte der Nationalbank sind die Erfolge aber nicht in den Schoss gefallen. Schon seine Wahl ins Direktorium im Herbst 1984 war von einer heftigen politischen Kontroverse begleitet gewesen. Der sozialdemokratische Finanzminister Otto Stich machte sich für das SP-Mitglied Kurt Schiltknecht, den damaligen Chefökonomen der SNB, stark. Präsident Fritz Leutwiler lobbyierte beim Bundesrat aber für seinen «Ziehsohn» Meyer und setzte sich durch. Auch elf Jahre später, als Meyer vom Bundesrat als Nachfolger von Markus Lusser zum Präsidenten ernannt wurde, rümpften viele die Nase. Meyer wurde als farblos, engstirnig und stur beschrieben und als «Steinzeit-Monetarist» abqualifiziert.</p><h3 id="aufmerksamer-zuh%C3%B6rer">Aufmerksamer Zuhörer</h3><p>Doch Meyer sollte die Skeptiker in mehrfacher Hinsicht Lügen strafen. Noch unter seinem Vorgänger Lusser eingeleitet, setzte Meyer die Lockerung der Geldpolitik fort und ermöglichte den Weg aus den wirtschaftlich «verlorenen» 1990er Jahren. Die Sorge um den Gemeinsinn und der Gesamtzustand der Gesellschaft zog sich wie ein roter Faden durch Meyers öffentliche Auftritte. Er suchte den regelmässigen Kontakt mit Wirtschaftsvertretern aller Branchen und mit den Sozialpartnern. Meyer war ein aufmerksamer Zuhörer und an den Einschätzungen seiner Gesprächspartner interessiert.</p><p>Die öffentlichen Auftritte des grossgewachsenen, hageren SNB-Präsidenten waren von nüchterner Korrektheit geprägt. In Meyers Reden musste man oft zwischen den Zeilen lesen, um die Botschaften zu entdecken. So antizipierte er im Sommer 1998 die Debatte ums Bankgeheimnis und wunderte sich später, dass dies kaum jemand bemerkt hatte. Von einsilbigen Durchhalteparolen, wie sie im Bundeshaus und auf dem Finanzplatz zum Bankgeheimnis zirkulierten, hielt Meyer wenig. Früh thematisierte er zudem die Rolle der Notenbank als «Lender of Last Resort» (letzter Kreditgeber) – ein Thema, dass seine Nachfolger und die Politik wegen der Schieflagen der Grossbanken bis heute beschäftigen sollte.</p><h3 id="goldschatz-als-spielball-der-politik">Goldschatz als Spielball der Politik</h3><p>Für die grösste Überraschung – und zur Verärgerung seines Förderers Leutwiler – sorgte Meyer im Frühling 1997, als bekannt wurde, dass er es war, der die Idee zur Solidaritätsstiftung lanciert hatte. Als Befreiungsschlag in der Kontroverse über Nazigold und nachrichtenlos Vermögen gedacht, sollte sie mit sieben Milliarden Franken aus dem Erlös der nicht mehr benötigten Goldreserven geäufnet werden. Meyer ging es wohl auch darum, zu verhindern, dass die milliardenschweren stillen Reserven, die im Goldschatz der Notenbank schlummerten, vollständig zum Spielball der Politik wurden. Doch dies misslang gründlich. Das Stimmvolk verwarf am 22. September 2002 sowohl eine redimensionierte Solidaritätsstiftung wie auch eine Goldinitiative der SVP, die einen Teil des Nationalbank-Goldes der AHV vermachen wollte. Nach einem weiteren Hin und Her überwies die Nationalbank im Jahr 2005 schliesslich 24 Milliarden Franken aus dem Erlös der Goldverkäufe an den Bund und die Kantone.</p><p>Konsequenter als viele andere lebte Meyer seit seinem Rücktritt der Maxime nach: «Servir et Disparaître». Er übernahm keine Verwaltungsratsmandate und verzichtete auf öffentliche Auftritte mit Ratschlägen an seine Nachfolger. Seine Zeitungslektüre beschränkte Meyer auf den «Zolliker Boten», das Blatt seiner Wohngemeinde, und den «Economist», wie er an seinem letzten Medienauftritt sagte. Meyer verstarb am 17. Juni im Alter von 90 Jahren nach kurzer, schwerer Krankreit, wie es in der Todesanzeige seiner Familie heisst. Er hinterlässt eine Frau und zwei Töchter.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Ein Franken-Stablecoin mit hohen Ambitionen]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/ein-franken-stablecoin-mit-hohen-ambitionen/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/ein-franken-stablecoin-mit-hohen-ambitionen/</guid>
            <pubDate>Fr., 26 Juni 2026 20:21:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Stablecoins]]></category>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <description><![CDATA[In der Schweiz tummeln sich zahlreiche FINMA-regulierte Coins. Gerade kommt mit dem CHF-S ein neuer hinzu. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Franken_2606177_070613-1.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Noch hat keiner sich wirklich etablieren können – und schon kommt der nächste Franken-Stablecoin. Diese Woche kündigte das Fintech Safirum den neuen CHF-S-Token an, worüber<a href="https://tippinpoint.ch/artikel/78857/neuer_franken-stablecoin_auf_der_startrampe.html?ref=tippinpoint.ch"><strong>&nbsp;</strong>Tippinpoint bereits berichtete</a>. Die Lancierung soll gemäss CEO Bastien Thiébaud im 3. Quartal des Jahres erfolgen. Für jeden im Umlauf befindlichen CHF-S-Token werden gleichwertige Fiat-Bestände auf gesonderten Konten bei Schweizer Depotbanken gehalten.</p><p>Im Franken-Markt tummeln sich unterschiedliche Coins wie etwa der Frankencoin (ZCHF) oder das Projekt Swiss Stablecoin der ehemaligen Politikerin Pascal Bruderer. Während etwa der ZCHF ein dezentraler Stablecoin ohne Emittenten ist und eher der Geldschöpfung dient, soll der neue Coin von Safirum ein effizientes Zahlungsmittel für Unternehmen und Institutionelle werden und auch ein Wertaufbewahrungsmittel sein.</p><h3 id="%C2%ABfranken-muss-aus-der-schweiz-kommen%C2%BB">«Franken muss aus der Schweiz kommen»</h3><p>«Ich begrüsse die vielen innovativen Ideen in der Schweiz – auch wenn es am Schluss vielleicht nur einen Franken-Stablecoin geben wird», sagt Bastien Thiébaud. Alle diese Produkte haben noch keine relevante Grösse erreicht und unterstehen dem Schweizer Recht – das heisst, sie werden von der hiesigen Finanzmarktaufsicht FINMA reguliert.</p><p>Die Ausnahme ist hier – punkto Regulierung, nicht Relevanz – der im Februar dieses Jahres lancierte CHFAU von Allunity. Das Gemeinschaftsunternehmen von DWS Group, Flow Traders und Galaxy ist in Frankfurt domiziliert und verfügt bereits über einen E-Euro (EURAU), ein regulierter, in Euro denominierter Stablecoin. «Die Schweiz ist souverän und braucht einen souveränen Franken-Stablecoin, der aus der Schweiz kommt», sagt dazu der Safirum-CEO. Bevor ausländische Gesetze erfüllt werden, müssten die hiesigen Anbieter zuerst den eigenen Folge leisten.</p><h3 id="mit-solana-und-geb%C3%BChren">Mit Solana und Gebühren</h3><p>Die FINMA dürfte 2027 – oder doch eher 2028 – einen neuen gesetzlichen Rahmen für Stablecoins erlassen. «Nach der Lancierung des CHF-S ist der Erhalt der MiCA-Regulierung ein Ziel – vielleicht werden wir aber zuerst einen anderen Markt anvisieren. Es gibt nicht nur die EU», sagt Thiébaud. Der CHF-S unterscheidet sich auf zwei Arten grundlegend von bisherigen bekannten Stablecoin-Projekten: Zum einen wird er auf der Solana-Blockchain betrieben, zum anderen lebt er nicht vom Ertrag der Reserven, sondern von einer Transaktionsgebühr.</p><p>«Die Solana-Blockchain hatte teilweise schlechte Schlagzeilen, weil auf ihr einige wenig seriöse Projekte gestartet wurden», antwortet Thiébaud auf die Frage, wieso die «Meme-Blockchain» verwendet werde. Technologisch sei Solana eine der besten Blockchains und bezüglich Kapazität, Kosten und Geschwindigkeit Ethereum, das die meisten Stablecoins nutzen, weit überlegen.</p><h3 id="%C2%ABdie-anonymit%C3%A4t-wird-verschwinden%C2%BB">«Die Anonymität wird verschwinden»</h3><p>Die bekannten Stablecoins wie&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/249/tether.html">Tether</a>&nbsp;oder USDC erzielen momentan sehr hohe Gewinne mit der Verzinsung der Reserven. Jeder Dollar ist mit einem Gegenwert in gleicher Höhe hinterlegt, diese Erträge dürfen nicht ausgeschüttet werden. Das sind im Moment vielleicht 4 bis 5 Prozent auf dem Kapital. Für einen Schweizer Anbieter bleibt nach Abzug der Inflation aber wenig übrig. Der CHF-S erhebt eine Gebühr von 0,05 Prozent auf jeder Zahlung – im Maximum 50 Rappen. Thiébaud schätzt, dass sein Unternehmen gut leben könnte, wenn er ein halbes Prozent des Schweizer Transaktionsmarktes abdecken würde. Transaktionen seien nur unter identifizierten Teilnehmern möglich. «Die reine Anonymität auf der Blockchain wird verschwinden», glaubt er. Auch heute sei die IBAN-Nr. anonym, die Bank wisse aber genau, wer hinter der Zahlung stehe.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[EU-Deadline killt Tether: Die Karten im Kyptomarkt werden neu gemischt]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/eu-deadline-killt-tether-die-karten-im-kyptomarkt-werden-neu-gemischt/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/eu-deadline-killt-tether-die-karten-im-kyptomarkt-werden-neu-gemischt/</guid>
            <pubDate>Fr., 26 Juni 2026 20:18:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Stablecoins]]></category>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <category><![CDATA[Coinbase]]></category>
            <category><![CDATA[Revolut]]></category>
            <category><![CDATA[Binance]]></category>
            <description><![CDATA[Ab 1. Juli ist Schluss mit Tether in Europa. Dann endet die Übergangsphase der MiCA-Regulierung. Auch Binance stolpert. Besser sieht es Schweizer Krypto-Anbieter aus. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/EU_Kommission_2606177_070604-1.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. Juli endet die Übergangsphase der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) in der EU. Unternehmen ohne Zulassung dürfen dann keine europäischen Kunden mehr bedienen – oder müssen ihr Geschäft ganz einstellen. Die neuen Vorgaben regeln unter anderem, wie viel Eigenkapital ein Unternehmen zu halten hat, wie es geführt wird, wie Kundengelder geschützt werden und wie Geldwäsche verhindert wird. Die Verordnung ersetzt die bisherigen nationalen Regelwerke der 27 Mitgliedstaaten. Wer in einem EU-Land eine Lizenz erhält, bekommt den Zugang zum gesamten Binnenmarkt.</p><p>So arbeitet&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/26/coinbase.html">Coinbase</a>&nbsp;mit einer Zulassung in Irland, Kraken erhielt eine solche in Irland sowie Luxemburg, die Banking-App&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/118/revolut.html">Revolut</a>&nbsp;besitzt seit Ende des vergangenen Jahres eine Bewilligung in Zypern. Brisant ist die Lage für die weltgrösste Kryptobörse&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/84/binance.html">Binance</a>. Reuters berichtete unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen, Binance werde die Erlaubnis verlieren, EU-Kunden zu bedienen, weil der Lizenzantrag bei der griechischen Marktaufsicht, der Hellenic Capital Market Commission, kurz vor der Ablehnung stehe.</p><h3 id="binance-will-vorerst-nicht-mehr">Binance will vorerst nicht mehr</h3><p>Mitte der laufenden Woche teilte&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/84/binance.html">Binance</a>&nbsp;mit, den Antrag bei der griechischen Behörde zurückgezogen zu haben. Das Unternehmen erklärte dazu: Das Bekenntnis zu einem klaren, fairen und harmonisierten MiCA-Rahmen bleibe unverändert. Binances Ziele in Europa würden dieselben bleiben und das Unternehmen sei zuversichtlich, in den kommenden Monaten eine Lizenz zu erhalten.</p><p>Betroffen von der neuen Regulierung sind nicht nur Börsen, sondern auch Stablecoins. So steht Branchenleader Tether, mit einer Marktkapitalisierung von 187 Milliarden Dollar, kurz davor, wegen der Nichteinhaltung der MiCA-Vorschriften aus der EU verbannt zu werden. Der Stablecoin-Riese entschied sich bewusst gegen die Einhaltung der MiCA-Vorschriften. Einerseits machte das Unternehmen geltend, dass Europa nicht der Hauptmarkt des Stablecoins sei und andererseits lehnt Tether die strengen Mindestreserveanforderungen entschieden ab und äussert Datenschutzbedenken bezüglich von Übergriffen durch Regierungsstellen.</p><h3 id="circle-profitiert">Circle profitiert</h3><p>Mehrere Krypto-Plattformen wie&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/84/binance.html">Binance</a>, Kraken und Crypto.com haben bereits Anfang des Jahres damit begonnen, den Handel von Tether zurückzufahren. Mit dem Näherrücken der MiCA-«Deadline» haben viele Nutzer in Europa damit begonnen, Tether in andere Stablecoins zu wechseln. Schätzungen gehen aber davon aus, dass per 1. Juli nochmals über 17 Milliarden Dollar in Tether von regulieren Kryptobörsen delistet werden. Der grösste Nutzniesser dürfte der andere Dollar-Stablecoin-Gigant Dollar-Coins (USDC) sein (aktuelle Marktkapitalisierung 74 Milliarden Dollar). Der Emittent Circle verfügt über eine MiCA-Lizenz.</p><p>Bis Mai hatten aber erst rund 210 Krypto-Dienstleister in Europa eine Vollzulassung erhalten – von mehr als 1200 Anbieter, die bisher über eine nationale Kryptoregistrierungen innerhalb der EU verfügen –, hält die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA fest. Der Regulator schloss jedoch im April eine Verlängerung der Übergangsphase aus. Vier Fünftel der bisherigen Anbieter stehen damit kurz vor Ablauf der Frist ohne Lizenz da. Diese niedrige Umstellungsquote zeigt, dass die Mehrheit der Anbieter zum Schluss gekommen ist, dass ein Geschäftsmodell mit einer MiCA-Lizenz für sie nicht wirtschaftlich ist.</p><p>Knapp vor der Deadline hat sich auch&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/113/bitcoin_suisse.html">Bitcoin Suisse</a>&nbsp;noch eine MiCA-Lizenz gesichert. Nach mehr als einem Jahrzehnt als einer der Pioniere der Schweizer Kryptobranche expandiert Bitcoin Suisse nach Europa. Das im Jahr 2013 gegründete Krypto-Urgestein aus Zug hat diese Woche von der liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht (FMA) die Zulassung als Crypto Asset Service Provider (CASP) gemäss der europäischen Regulierung MiCA erhalten. Die Bewilligung baut auf der bereits bestehenden Registrierung nach dem liechtensteinischen Token- und VT-Dienstleister-Gesetz (TVTG) auf und eröffnet dem Unternehmen den Zugang zu den Märkten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und der EU. Die Sygnum Bank und die&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/188/amina.html">Amina</a>&nbsp;Bank haben sich über Auslandsniederlassungen bereits in den Vorjahren den EU-Marktzugang gesichert.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Finma kontert Aussagen von Sergio Ermotti]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/finma-kontert-aussagen-von-sergio-ermotti/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/finma-kontert-aussagen-von-sergio-ermotti/</guid>
            <pubDate>Fr., 26 Juni 2026 19:31:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Finma]]></category>
            <description><![CDATA[Der UBS-Chef sagte diese Woche, dass die Credit Suisse vor allem wegen regulatorischen Ausnahmeregelungen gescheitert sei. Die Finma will das so nicht stehenlassen. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Finma_2604106_110432.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Sergio Ermotti war einer der Stargäste an der Point Zero Kongresshaus im Zürcher Kongresshaus. Auf der Bühne äusserte er sich unter anderem zur Regulierungsdebatte in der Schweiz, wie&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/78863/sergio_ermotti_ohne_wettbewerbsfaehigkeit_steigt_der_schweizer_finanzplatz_in_die_regionalliga_ab.html">Tippinpoint berichtete</a>. Er wolle sich an die «Fakten» halten, sagte er. Ermotti kritisierte, dass die Ursachen der Credit-Suisse-Krise nicht vollständig dargestellt würden. «Einer der Hauptgründe für das Scheitern der Credit Suisse ist, dass sie regulatorische Ausnahmeregelungen genossen hat», sagte er. Die Credit Suisse habe Erleichterungen erhalten und gewisse Anforderungen nicht erfüllt, die für die&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/1/ubs.html">UBS</a>&nbsp;gegolten hätten. Diese Tatsache müsse Teil der Debatte sein. Sonst bleibe die Aufarbeitung unvollständig.</p><p>Die&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/136/finma.html">Finma</a>&nbsp;will diese Aussagen so nicht stehen lassen. In einer E-Mail an die Redaktion schreibt die Behörde: «Die im Artikel wiedergegebene Aussage, wonach regulatorische Ausnahmeregelungen einer der Hauptgründe für den Untergang der Credit Suisse gewesen seien, deckt sich weder mit der Analyse der Finma noch mit den&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/77800/puk-bericht_axel_klartext_wir_sind_at_liq-ponv_der_bank______wert_der_cs-aktie_ist_null.html">Schlussfolgerungen der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK)</a>. Beide Aufarbeitungen kommen zum Schluss, dass insbesondere langjährige Mängel in der Unternehmensführung und im Risikomanagement sowie der daraus resultierende Vertrauensverlust zum Zusammenbruch führten.»</p><h3 id="keine-sonderbehandlung">Keine Sonderbehandlung</h3><p>Soweit sich die Aussage von Sergio Ermotti auf regulatorische Erleichterungen beziehe, sei zudem festzuhalten, «dass sich Unterschiede bei den regulatorischen Anforderungen aus dem gesetzlichen Rahmen und den damaligen Unterschieden in der Konzernstruktur zwischen den beiden Grossbanken ergaben», so die&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/136/finma.html">Finma</a>.</p><p>Update: Stellungnahme der Finma im letzten Abschnitt wurde angepasst.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Notenbanker: Vom Genuschel zum Geschwätz]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/notenbanker-vom-genuschel-zum-geschwaetz/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/notenbanker-vom-genuschel-zum-geschwaetz/</guid>
            <pubDate>Fr., 26 Juni 2026 08:30:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Alain Greenspan war für die einen der grösste Notenbankchef aller Zeiten, für die anderen der Vater der grössten Börsenblasen. In unserer neuen Kolumne streiten Bulle und Bär über das Vermächtnis einer Legende.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Alan_Greenspan_2606176_200611.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Mit Alan Greenspan ist der Mann gestorben, der die Finanzmärkte über fast zwei Jahrzehnte geprägt hat wie kein Zweiter. Für die einen war er der grösste Notenbankchef aller Zeiten, für die anderen der Vater des «Greenspan-Put» – und damit einer Politik, deren Nebenwirkungen die Welt bis heute beschäftigen. Zum Auftakt unserer neuen Kolumne streiten Bulle und Bär über das Vermächtnis einer Legende. Unversöhnlich und pointiert.</p><p><strong>Bulle:</strong> Alan Greenspan ist tot, zu Lebzeiten schon eine Legende und der beste Notenbankchef, den die USA und die Welt gesehen hat.</p><p></p><p><strong>Bär:</strong> Ein Orakel war er, mit einer Heerschar von Interpreten, die sich nach seinen Konferenzen einen Reim auf das vage Gemurmel machen mussten. Hast du denn verstanden, was er vor sich hingenuschelt hat?</p><p></p><p><strong>Bulle:</strong> Wichtig war nur, dass er die Finanzmarktteilnehmer verstanden hat und dass er wusste, wie er sie zu lenken hat.</p><p></p><p><strong>Bär:</strong> Ja, jedesmal, wenn es ungemütlich wurde an der Börse, hat er sein Beruhigungsmittel verteilt und die Zinsen gedrückt, angefangen beim Crash 1987, in der Asienkrise von 1997/98 und so fort.</p><p></p><p><strong>Bulle:</strong> Das Mittel hat gewirkt.</p><p></p><p><strong>Bär:</strong> Leider hat er die Langzeitfolgen ausser Acht gelassen. Seine Politik des billigen Geldes war mitverantwortlich dafür, dass die Dotcom-Blase sich so stark aufblähte. Und er hatte Mitschuld an der Finanzkrise, auch wenn er zu der Zeit schon abgetreten war.</p><p></p><p><strong>Bulle:</strong> Spekulationsblasen wird es immer wieder geben. Greenspan hat 1996 selber vor «irrationalem Überschwang» gewarnt.</p><p></p><p></p><h2 id="%C2%ABseine-annahme-dass-sich-die-m%C3%A4rkte-von-selber-stabilisieren-war-einfach-falsch%C2%BB">«Seine Annahme, dass sich die Märkte von selber stabilisieren, war einfach falsch.»</h2><p></p><p><strong>Bär:</strong> Und nichts dagegen getan. Seine Annahme, dass sich die Märkte von selber stabilisieren, war einfach falsch. Das hat er irgendwann selber eingesehen.</p><p><strong>Bulle:</strong> Es bleibt dabei, als Greenspan Chef des Fed war, hatten wir alles in allem eine wirtschaftliche Blütezeit. Und in einer Krise muss man entschlossen handeln. Das tat er, die Märkte konnten sich auf den «Greenspan-Put» als Absicherung verlassen.</p><p></p><p><strong>Bär:</strong> Er hat’s erfunden und eine unselige Tradition begründet, Bernanke-Put, Yellen-Put, Powell-Put und in Europa der Draghi-Put. Bei Bedarf sind sie den Märkten willig zu Hilfe geeilt. Und zu allem sind Greenspans Nachfolger immer geschwätziger geworden. Sie haben mehr und mehr Hinweise auf ihre künftige Zinspolitik gegeben.</p><p><strong>Bulle:</strong> Was hast du gegen so eine Forward Guidance? Das bringt mehr Transparenz und Transparenz wollen und fordern heute doch alle. Mich fürchtet es vor dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh. Der will nicht mehr so viel kommunizieren, mit dem absehbaren Resultat, dass sich die Börsianer schwer mit der Erwartungsbildung tun werden. Und die Folge der steigenden Unsicherheit wird sein, dass die Kursschwankungen an den Börsen stark zunehmen.</p><p></p><p></p><h2 id="%C2%ABes-bleibt-dabei-als-greenspan-chef-des-fed-war-hatten-wir-alles-in-allem-eine-wirtschaftliche-bl%C3%BCtezeit%C2%BB">«Es bleibt dabei, als Greenspan Chef des Fed war, hatten wir alles in allem eine wirtschaftliche Blütezeit.»</h2><p><strong>Bär:</strong> Falsche Perspektive. Die wichtige Folge davon wird sein, dass man sich der Anlagerisiken wieder bewusster wird. Das wäre nötig. Das Geschwätz und die Put-Versprechen der Notenbanker sind doch ein Hauptgrund dafür, dass die Anleger das Risikobewusstsein verloren haben. Gerade die kleinen kaufen mehr und mehr Aktien auf Kredit. Und jeder kleine Kursrücksetzer wird heute zum Anlass genommen, nachzukaufen.</p><p></p><p><strong>Bulle:</strong> «Buy the dip», das mache ich auch gerne mal.</p><p></p><p><strong>Bär:</strong>Du leidest eben wie so viele unter «Fomo», der Angst, etwas zu verpassen.</p><p></p><p><strong>Bulle: </strong>Du bist ein Pessimist.</p><p></p><p><strong>Bär:</strong> Stimmt. Wohin haben uns die Notenbanker, angefangen mit Greenspan, mit ihrer Politik des billigen Geldes gebracht? In eine Welt voll Schulden. Ich fürchte mich vor dem Moment, an dem an den Märkten die Stimmung wirklich kippt, wenn aus dem sorglosen «Risk-on» ein anhaltendes «Risk-off» wird. Schon die Dotcom-Blase mündete in eine grosse Krise, die Finanzkrise war noch grösser, und nun?</p><p></p><p><strong>Bulle:</strong> Folgt der Weltuntergang, wie ich annehmen darf.</p><p></p><p><strong>Bär:</strong> Jetzt spottest du noch. Aber die nächste grosse Krise könnte eine werden, die auch all die orakelnden Notenbanker endgültig überfordern wird.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Partners Group rutscht weiter ab - Aktie fällt auf Mehrjahrestief]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/partners-group-rutscht-weiter-ab-aktie-faellt-auf-mehrjahrestief/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/partners-group-rutscht-weiter-ab-aktie-faellt-auf-mehrjahrestief/</guid>
            <pubDate>Fr., 26 Juni 2026 05:54:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Partners Group]]></category>
            <category><![CDATA[Markets]]></category>
            <description><![CDATA[Trotz Stützungskäufen befinden sich die Aktien des Zuger Private-Equity-Investors weiter auf Talfahrt – die Titel fielen am Freitagmorgen auf den tiefsten Stand seit Ausbruch der Corona-Krise.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2606159_070627-1.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Noch ist keine Trendwende in Sicht. Am Montag sind die Aktien von <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/partners-group/">Partners Group</a> weiter gefallen. Die Titel fielen im Handelsverlauf auf 669 Franken und unterschritten damit das Tief von Anfang Juni. Im Verlauf der Woche ging es weiter abwärts: Am Freitagmorgen handelten sie bei 642 Franken. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 37 Prozent an Wert verloren. Die Aktien befinden sich nun auf dem tiefsten Stand seit Ausbruch der Corona-Pandemie.</p><p>Das Unternehmen kämpft bisher weitgehend erfolglos gegen den Sog der Märkte an. Auch scheinen die Stützungskäufe von Partners-Group-Gründer Fredy Gantner nicht zu fruchten. Gemäss Daten der SIX kauften Insider allein im Juni Aktien im Wert von rund 31 Millionen Franken. Bereits zuvor hatten sie mit umfangreichen Käufen versucht, den Kurs zu stützen. Seit Anfang Februar summieren sich die Insiderkäufe auf insgesamt 59,2 Millionen Franken.</p><figure class="kg-card kg-image-card"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2606174_080602.jpg" class="kg-image" alt="Partners Group rutscht weiter ab - Aktie fällt auf Mehrjahrestief" loading="lazy" width="650" height="396" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/noname_2606174_080602.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/noname_2606174_080602.jpg 650w"></figure><p>Einen Ruck nach unten erlebten die Aktien Anfang Juni, als die Gruppe bei einem Fonds die Rücknahmeanträge beschränken musste. Beim Evergreen-Fonds Global Value SICAV lagen Rückforderungen von 9,8 Prozent des Nettoinventarwerts vor. Sie überstiegen damit deutlich die Schwelle von fünf Prozent, ab der der Fonds Rücknahmen begrenzen kann.</p><p>Die Begrenzung von Fondsrücknahmen gilt als Warnsignal, da sie auf einen erhöhten Liquiditätsbedarf der Anleger hindeuten. Private-Markets-Anlagen erleben derzeit schwierige Zeiten. Höhere Zinsen, ein schwächerer Markt für Unternehmensverkäufe und verzögerte Ausschüttungen erschweren vielen Fonds derzeit die Rückführung von Kapital an Investoren. Das trübt die Wachstumsaussichten von börsenkotierten Investoren wie <a href="https://www.tippinpoint.ch/tag/partners-group/">Partners Group</a> ein. Beim Zuger Investor kommen aber auch noch eine <a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/78829/wo_die_probleme_bei_partners_group_wirklich_liegen.html">Reihe hauseigener Probleme</a> hinzu.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Finanzchef der BLKB gibt Rolle per sofort ab]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/finanzchef-der-blkb-gibt-rolle-per-sofort-ab/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/finanzchef-der-blkb-gibt-rolle-per-sofort-ab/</guid>
            <pubDate>Do., 25 Juni 2026 19:36:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[BLKB]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Radicant]]></category>
            <description><![CDATA[Bei der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) kommt es zu einem Wechsel an der Finanzspitze. Finanzchef Luca Pertoldi tritt Ende Juni zurück. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/BLKB_2606176_070655.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Knapp zwei Monate nach dem Antritt von CEO Alexandra Scriba räumt Finanzchef Luca Pertoldi seinen Posten. Er war fünf Jahre in dieser Rolle – jetzt werde er als interner Berater strategische Projekte zur Profitabilität und Ertragssteigerung begleiten und direkt an CEO Alexandra Scriba berichten, heisst es in einer Mitteilung. Zudem bleibe er Verwaltungsrat der&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/165/radicant.html">Radicant</a>&nbsp;und begleite die Mehrheitsbeteiligung der&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/unternehmen/79/blkb.html">BLKB</a>&nbsp;auf ihrem Weg zur geplanten Liquidation.</p><p>Die interimistische Leitung der Finanzen übernimmt Pascal Berli, der seit rund fünf Jahren für die BLKB tätig ist und derzeit als stellvertretender Leiter des Geschäftsbereichs Finanz- &amp; Riskmanagement fungiert. Laut Mitteilung verfügt Berli über breite Erfahrung in den Bereichen Finanzen und Risikomanagement.</p><p>Zwar hat der&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/78793/radicant_fast_abgewickelt_-_die_meisten_kunden_haben_die_onlinebank_verlassen_.html">letzte Kunde die gescheiterte Online-Ban</a>k inzwischen verlassen – doch die Nachwehen des Radicant-Abenteuers werden noch lange spürbar bleiben. Das Projekt soll die BLKB-Eigner 190 Millionen Franken kostet. Im Februar bestätigte die Finma zudem eine&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/artikel/78609/basellandschaftliche_kantonalbank_bestaetigt_finma-verfahren.html">Finma-Untersuchung</a>.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Der Internationale Währungsfonds schlägt sich auf die Seite des Bundesrats]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/der-internationale-wahrungsfonds-schlagt-sich-auf-die-seite-des-bundesrats/</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.tippinpoint.ch/der-internationale-wahrungsfonds-schlagt-sich-auf-die-seite-des-bundesrats/</guid>
            <pubDate>Do., 25 Juni 2026 19:35:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[In der Debatte um die Lex UBS erhält Finanzministerin Karin Keller-Sutter Unterstützung von einer der weltweit wichtigsten Organisationen für globale Stabilität. Gefahren sieht der IWF im Immobilienmarkt.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/UBS_Hongkong_260390_070316.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Der Internationale Währungsfonds (IWF) begrüsst die «Entschlossenheit» der Schweizer Behörden, ihre «Too-big-to-fail»-Agenda umzusetzen. Insbesondere lobt die Organisation mit Sitz in Washington D.C. den «Vorschlag, G-SIBs in der Schweiz zu verpflichten, ihre ausländischen Tochtergesellschaften vollständig mit CET1-Kapital abzusichern». Das sei zielgerichtet, lobenswert und stehe im Einklang mit den FSAP-Empfehlungen (Financial Sector Assessment Program).</p><p>Zudem ist der IWF der Überzeugung, dass die neue sogenannte Extended Liquidity Facility (ELF) der Nationalbank das Sicherheitsnetz stärkt. Wenn die Fazilität Anfang 2027 in Betrieb geht, werde dieser staatliche Auffangmechanismus die Stabilität des Finanzsystems weiter erhöhen.</p><p>Auch zur Finma äussert sich der IWF: Die laufenden Personalaufstockungen bei der Finanzaufsicht und die vorgeschlagenen Erweiterungen ihrer Befugnisse seien zu begrüssen. Der IWF nennt namentlich die Befugnis der Behörde, externe Prüfungen vollständig zu beauftragen und zu beaufsichtigen. Ebenfalls positiv sieht der IWF die geforderten Einschränkungen bei der Aussetzung von Finma-Verfügungen durch Gerichtsverfahren.</p><p>Im Bundesrat dürfte man den IWF-Report mit Genugtuung lesen. Der Internationale Währungsfonds gilt weltweit wichtigsten Organisationen, die sich mit zentralen Fragen der globalen wirtschaftlichen Stabilität beschäftigt. Als Sonderorganisation der Vereinten Nationen überwacht der IWF das weltweite Finanzsystem, vergibt Kredite in Krisenzeiten und berät Regierungen, um Zahlungsbilanzkrisen und den Zusammenbruch von Währungen zu verhindern.</p><h3 id="erhebliche-risiken-im-immobilienmarkt">Erhebliche Risiken im Immobilienmarkt</h3><p>Kritisch sieht der IWF in seinem Länderexamen unter anderem den Schweizer Immobilienmarkt. «Die starke Konzentration der Kreditvergabe auf den Immobiliensektor setzt das Bankensystem erheblichen Risiken aus», heisst es im Bericht. Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum würden deutlich über ihrem fundamental gerechtfertigten Niveau liegen. Gleichzeitig erhöhten die niedrigen Renditen bei Wohnrenditeliegenschaften die Ausfallrisiken, und der Anteil der Kredite, die den bankinternen Tragbarkeitskriterien nicht entsprächen, bleibe hoch.</p><p>Da der sektorielle antizyklische Kapitalpuffer bereits vollständig ausgeschöpft sei, könnten zusätzliche Instrumente dazu beitragen, die bestehenden Verwundbarkeiten einzudämmen. Der IWF nennt eine Verschärfung der Vorgaben zur Tragbarkeit, eine Anhebung des antizyklischen Kapitalpuffers sowie höhere Risikogewichte für Immobilienkredite. Auch könnten eine Vereinfachung und Beschleunigung von Baubewilligungsverfahren den Druck auf den Immobilienmarkt verringern.</p>]]></content:encoded>
        </item>
</channel>
</rss>
