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    <title><![CDATA[tippinpoint.ch - Factiva]]></title>
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    <description><![CDATA[Volltext-Feed fuer Factiva]]></description>
    <language>de</language>
    <copyright><![CDATA[Copyright 2026 tippinpoint.ch]]></copyright>
    <lastBuildDate>Do., 13 Aug. 2026 13:43:28 +0200</lastBuildDate>
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            <title><![CDATA[Finma soll deutlich mehr Macht erhalten – das sind die Kostenfolgen]]></title>
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            <pubDate>Do., 13 Aug. 2026 08:50:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Regulierung]]></category>
            <category><![CDATA[Finma]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <description><![CDATA[Bussen, Bonusrückforderungen, Absetzungen, Frühinterventionen – das sind die Massnahmen, die einen weiteren Kollaps einer Grossbank verhindern sollen.]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Finanzmarktaufsicht soll deutlich mehr Kompetenzen erhalten, unter anderem soll sie Bussen aussprechen und frühzeitig intervenieren können. Die Bankiervereinigung warnt deshalb bereits vor einer Finma als «Superbehörde». Die Vernehmlassung für das Reformpaket läuft bis November, die Debatte im Parlament soll 2027 starten.</p><p>Am Mittwoch stellte das <a href="https://www.tippinpoint.ch/finma-soll-die-gewunschten-neuen-instrumente-erhalten/" rel="noreferrer">EFD die zweite grosse Tranche</a> des Too-big-to-fail-Reformpakets vor. Die Stossrichtung ist klar: Das Instrumentarium der Finma soll im Vergleich zum geltenden Recht stark ausgebaut werden. Die Behörde soll Bussen im Umfang von bis zu 10 Prozent des Jahresertrags aussprechen können, zudem soll sie ein Recht auf öffentliches «Naming &amp; Shaming» erhalten. Sie soll in sich anbahnenden Krisen frühzeitig intervenieren können und etwa Dividendenverbote durchsetzen oder fehlbare Manager absetzen können.</p><h3 id="der-gesamte-finanzplatz-ist-betroffen">Der gesamte Finanzplatz ist betroffen</h3><p>Hintergrund für die Überarbeitung und Verschärfung des Bankengesetzes ist der Kollaps der Credit Suisse. Manche Änderungen sind halbwegs zielgerichtet, wie die Bonus-Clawback-Mechanismen, die grössere Institute betreffen. Doch die neuen Regulierungen betreffen nicht nur die systemrelevanten Banken in der Schweiz, sondern den gesamten Finanzplatz, inklusive Vermögensverwalter und Versicherungen.</p><p>Neue Regulierungen bedeuten immer auch neue Kosten. Diese sind durch die betroffenen Institute zu bezahlen. Um eine Ahnung davon zu bekommen, was das «Too-Big-To-Fail»-(TBTF)-Gesamtpaket kostet, hat der Bund gestern ebenfalls die Ergebnisse der Regulierungsfolgenabschätzungen veröffentlicht. Dies ermögliche eine «Gesamtbetrachtung» des Pakets, schreibt das EFD im Bericht. Der Bund kommt darin zum Schluss, dass die «Umsetzung der TBTF-Massnahmen gesamtwirtschaftlich sinnvoll ist».</p><p>Hier ein Überblick, wie hoch die Kosten der einzelnen Massnahmen eingeschätzt werden:</p>
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<p></p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Kryptogeschäft verhagelt Swissquote die Zahlen – Aktie taucht +++ weitere News]]></title>
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            <pubDate>Do., 13 Aug. 2026 08:42:33 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Swissquote]]></category>
            <category><![CDATA[TKB]]></category>
            <category><![CDATA[BKB]]></category>
            <category><![CDATA[GLKB]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Die Flaute im Kryptomarkt trifft Swissquote hart. Die Onlinebank muss ihre Jahresprognose nach unten korrigieren. Auch mehrere Kantonalbanken legten Ergebnisse vor. ]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Swissquote ist im ersten Halbjahr weiter stark gewachsen, bekommt aber die Schwäche im Kryptogeschäft zu spüren. Die Kundenvermögen erreichten mit 96,3 Milliarden Franken einen Rekordwert. Unter dem Strich stieg der Nettoertrag allerdings lediglich um 1,7 Prozent auf 364,2 Millionen Franken. Der Vorsteuergewinn sank um 1,2 Prozent auf 182,9 Millionen Franken.</p><p>Hauptproblem ist das Kryptogeschäft: Der Nettoertrag mit Kryptoanlagen brach um 66,2 Prozent auf 14,6 Millionen Franken ein. Darin enthalten ist eine negative Marktwertanpassung von 5,3 Millionen Franken auf den Krypto-Beständen für die eigene Börse SQX.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/Chart-8_13_2026-4_22_40-AM.png" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="975" height="501" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/08/Chart-8_13_2026-4_22_40-AM.png 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/Chart-8_13_2026-4_22_40-AM.png 975w" sizes="(min-width: 720px) 720px"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Swissquote Kursentwicklung (Quelle: LSEG/FT)</span></figcaption></figure><p>Die Kosten steigen um 4,6 Prozent und der Personalbestand um 13,7 Prozent. Positiv dagegen: 5,1 Milliarden Franken Neugeld und weiterhin eine Vorsteuermarge von über 50 Prozent.</p><p>Swissquote senkt die Jahresprognose. Statt 760 Millionen Franken Nettoertrag werden noch rund 730 Millionen erwartet. Beim Vorsteuergewinn sinkt das Ziel von 385 auf 365 Millionen Franken. </p><p>Die Börse reagiert heftig auf die Zahlen. Zur Eröffnung tauchten die Titel von Swissquote um 11 Prozent. Die handeln aktuell bei knapp unter 38 Franken.<br></p><hr><h3 id="bkb-steigert-gewinn-deutlich">BKB steigert Gewinn deutlich</h3><p>Die Basler Kantonalbank hat im ersten Halbjahr den Konzerngewinn um 10,6 Prozent auf 94,8 Millionen Franken gesteigert. Der Geschäftsertrag nahm um 6 Prozent auf 354,1 Millionen Franken zu. Gleichzeitig behielt die Bank die Kosten unter kontrolle. Der Geschäftsaufwand nahm lediglich um 0,8 Prozent zu. <br><br>Dadurch verbesserte sich die Cost-Income-Ratio von 55 auf 53,2 Prozent. Besonders gut entwickelte sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einem Plus von 10,7 Prozent. Der Handelserfolg sank dagegen um 9,1 Prozent auf 25,6 Millionen Franken.</p><p>Die BKB erwartet, das sehr gute Ergebnis des Vorjahres 2026 übertreffen zu können. Die Gesamtkapitalquote liegt mit 18,3 Prozent deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 13,1 Prozent.</p><hr><h3 id="tkb-steigert-operativen-gewinn-um-9-prozent">TKB steigert operativen Gewinn um 9 Prozent</h3><p>Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) konnte den Geschäftserfolg in den ersten sechs Monaten um 9,2 Prozent auf 123,5 Millionen Franken steigern. Der Geschäftsertrag nahm um 6,4 Prozent zu, während der Geschäftsaufwand um 4,2 Prozent auf 102,2 Millionen Franken stieg. Unter dem Strich blieb mit 81,6 Millionen Franken allerdings nur 0,9 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahr.</p><p>Die Hypotheken überschritten erstmals die Marke von 26 Milliarden Franken. Gleichzeitig flossen der Bank netto rund 500 Millionen Franken neue Kundengelder zu. Die verwalteten Kundenvermögen erreichten 30 Milliarden Franken.</p><p>Aufgrund einer Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken von 34 Millionen Franken stieg der Reingewinn lediglich um 0,9 Prozent. Auffällig ist zudem, dass die TKB trotz des starken Halbjahres für das Gesamtjahr weiterhin einen etwas tieferen Unternehmenserfolg erwartet.</p><hr><h3 id="glarner-kantonalbank-steigert-gewinn-um-40-prozent">Glarner Kantonalbank steigert Gewinn um 40 Prozent</h3><p>Die Glarner Kantonalbank hat im ersten Halbjahr den Reingewinn um 40,2 Prozent auf 13,2 Millionen Franken gesteigert. Der Betriebsertrag nahm um 11,2 Prozent auf 52,6 Millionen Franken zu, der Geschäftserfolg um 43 Prozent auf 16,1 Millionen Franken.</p><p>Treiber war vor allem das Zinsengeschäft: Der Bruttoerfolg erhöhte sich um 21 Prozent auf 38,1 Millionen Franken, weil der Zinsaufwand um 33,5 Prozent zurückging. Schwächer entwickelte sich dagegen der Handel mit einem Minus von 23,8 Prozent.</p><p>Die Gesamtkapitalquote lag per Ende Juni bei nur 14,6 Prozent. Das hat einen technischen Grund: Eine alte Tier-2-Anleihe über 150 Millionen Franken war nach der Kündigung nicht mehr anrechenbar, während die neue Anleihe über 125 Millionen Franken erst am 2. Juli liberiert wurde. Die tiefe Quote war damit nur ein temporärer Stichtagseffekt.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[EZB wird wohl grünes Licht für Commerzbank-Übernahme geben]]></title>
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            <pubDate>Do., 13 Aug. 2026 06:54:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Unicredit]]></category>
            <category><![CDATA[Commerzbank]]></category>
            <category><![CDATA[EZB]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Bafin]]></category>
            <description><![CDATA[Die grösste Bankenübernahme Europas seit der Finanzkrise dürfte eine entscheidende Hürde nehmen: Die EZB sieht offenbar keine regulatorischen Bedenken, die Übernahme der Commerzbank durch Unicredit zu blockieren.]]></description>
            <media:content url="https://images.unsplash.com/photo-1632045886830-0311d4ddced4?crop&#x3D;entropy&amp;cs&#x3D;tinysrgb&amp;fit&#x3D;max&amp;fm&#x3D;jpg&amp;ixid&#x3D;M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDJ8fFVuaWNyZWRpdHxlbnwwfHx8fDE3ODY2MDAyODJ8MA&amp;ixlib&#x3D;rb-4.1.0&amp;q&#x3D;80&amp;w&#x3D;2000" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die EZB dürfte die Übernahme der deutschen Commerzbank durch Unicredit genehmigen. Dies geht aus einem internen Dokument mit der vorläufigen Einschätzung der Europäischen Zentralbank zum Grossbanken-Merger hervor. Die EZB sehe «keine Gründe für Einwände», heisst es in dem Dokument, das Reuters vorliegt.</p><p>Die EZB rechnet allerdings mit einer «anspruchsvollen und langwierigen» Integration. Die deutschen Aufsichtsbehörden verlangen demnach von Unicredit eine Strategie, um innerhalb der Commerzbank Unterstützung für die Übernahme aufzubauen. Zudem fordern sie stärkere Kontrollmechanismen bei Unicredit.</p><p>Das Dokument soll im vergangenen Monat dem Aufsichtsgremium der Europäischen Zentralbank vorgelegt worden sein. In diesem Gremium sitzen Vertreter der EZB und der nationalen Aufsichtsbehörden. Auf dieser Stufe fliessen bei Übernahmen die Einschätzungen der nationalen Regulatoren ein. Später muss der Entscheid vom EZB-Rat bestätigt werden. Eine abschliessende Prüfung soll im September oder Oktober stattfinden.</p><p>Sprecher der EZB, der Bafin, von Unicredit und der Commerzbank wollten den <a href="https://www.reuters.com/business/finance/ecb-leaning-towards-approving-unicredits-commerzbank-bid-document-shows-2026-08-12/?ref=tippinpoint.ch" rel="noreferrer">Inhalt des Dokuments gegenüber Reuters</a> nicht kommentieren. Mit einer Zustimmung der EZB würde der Grossbanken-Deal die wichtigste regulatorische Hürde nehmen. Die Europäische Zentralbank hat sich seit Langem für grenzüberschreitende Bankenfusionen ausgesprochen, um die Integration innerhalb der Europäischen Union voranzutreiben.</p><p>Unicredit hat sich inzwischen rund 48 Prozent der Commerzbank gesichert. Das Vorgehen stiess auf Widerstand des Managements, der Mitarbeitenden und der deutschen Bundesregierung. Doch zuletzt gab es Anzeichen für ein Einlenken.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Finma soll die gewünschten neuen Instrumente erhalten]]></title>
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            <pubDate>Mi., 12 Aug. 2026 17:25:32 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Balz Bruppacher]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Finma]]></category>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Dreieinhalb Jahre nach dem Untergang der Credit Suisse (CS) konkretisiert der Bundesrat die Lehren aus der Krise. Die Finanzmarktaufsicht Finma soll dank neuen Instrumenten ähnliche Schieflagen von Banken früher erkennen und besser bekämpfen können. Wirksam wird dies aber frühestens 2029.]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Es geht um das Kernstück&nbsp;von Massnahmen, mit denen der Bundesrat die Stabilität auf dem Finanzplatz nach dem CS-Debakel stärken&nbsp;und Lücken im Too-Big-To-Fail-Konzept &nbsp;schliessen&nbsp;will.&nbsp;«Kurzfristige Rendite auf Kosten der Finanzstabilität darf&nbsp;sich nicht lohnen», sagte Bundesrätin&nbsp;Karin Keller-Sutter vor den Medien in Bern.&nbsp;Mit einem Paket von Gesetzes- und Verordnungsänderungen sollen die Anforderungen an die Unternehmensführung der Banken und an die Krisenvorbereitung der systemrelevanten Institute erhöht werden.&nbsp;Etwas schärfere Zähne sind für die Aufsichtsbehörde Finma geplant. Und die Banken sollen einen besseren Zugang zu flüssigen Mitteln der Nationalbank erhalten.&nbsp;</p><p>Die Forderung der Finma nach neuen Instrumenten wurden vom Bundesrat weitgehend erfüllt. Ein Verantwortlichkeitsregime (auch&nbsp;senior&nbsp;manager&nbsp;regimegennannt)&nbsp;verpflichtet &nbsp;grössere Banken, in einem Dokument festzulegen, wer für welche Entscheide verantwortlich ist. Im Vergleich zu den vor Jahresfrist festgelegten Eckwerten kam der Bundesrat den kleinen Banken insofern entgegen, als er das Regime auf Banken ab 250 Mitarbeitenden beschränkte. Die Finma soll zudem die Kompetenz erhalten, gegen fehlbare Institute Bussen zu &nbsp;verhängen.&nbsp;Im Fall vom schweren Verletzungen des Gesetzes ist eine Busse von bis zu zehn Prozent des durchschnittlichen jährlichen Betriebsertrags der vorangegangenen drei Geschäftsjahre möglich. Die Busse darf aber nicht so hoch sein, dass der Bank unmittelbar die Insolvenz droht.</p><p>Weiter will der Bundesrat die restriktive Informationspolitik der Finma&nbsp;etwas lockern. Demnach soll&nbsp;künftig über Endverfügungen in&nbsp;Enforcementverfahren&nbsp;grundsätzlich unter Nennung des fehlbaren Instituts informiert werden. In Einzelfällen soll auch über Untersuchungen oder Massnahmen informiert werden können, wenn dafür ein besonderes aufsichtsrechtliches Bedürfnis besteht, wie zum Beispiel die Berichtigung von irreführenden Informationen oder die Wahrung des Ansehens des Schweizer Finanzplatzes.&nbsp;</p><p>Die geplanten Gesetzes- und Verordnungsänderungen gehen nun bis zum&nbsp;19. November in eine Vernehmlassung. Politischer Widerstand von rechts dürfte sich vor allem gegen die zusätzlichen Kompetenzen für die Finma formieren. Bereits wurden parlamentarische Vorstösse gegen die Bussenkompetenz und das Naming und&nbsp;Shamigeingereicht. Der&nbsp;<a href="https://www.tippinpoint.ch/departement-keller-sutter-pruft-erleichterungen-auf-dem-finanzplatz/"><u>Faktor Zeit</u>&nbsp;<u>wird</u>&nbsp;<u>den Kritikern in die Hände spielen</u></a>. Nach einem internen Zeitplan dürften die Neuerungen nicht vor 2029 in Kraft treten. Finanzministerin Keller-Sutter bezeichnete das Konzept als zielgerichtet und verhältnismässig und erinnere daran, dass weitere Teile wie die Eigenmittelanforderungen für die UBS und der Rettungsschirm Public Liquidity Backstop&nbsp;(PLB)&nbsp;bereits beim Parlament liegen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Obergericht legt Widersprüchlichkeiten von Vincenz und Stocker offen]]></title>
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            <pubDate>Mi., 12 Aug. 2026 07:44:52 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Fall Vincenz]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Raiffeisen]]></category>
            <description><![CDATA[Die Hauptbeschuldigten im Vincenz-Prozess liessen sich vor dem Zürcher Obergericht in Widersprüchlichkeiten verwickeln.]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Die mutmasslichen Betrügereien von Pierin Vincenz und Beat Stocker begannen mit dem sogenannten Commtrain-Deal. Commtrain war eine kleine Firma, die Bezahlsysteme herstellte. Beat Stocker und Pierin Vincenz, damals CEO und Verwaltungsratspräsident von Aduno (früher Viseca), beteiligten sich an Commtrain über die Zuger Gesellschaft I-Finance AG. Um ihr Engagement zu verschleiern, liessen sie einen Anwalt als einzigen Verwaltungsrat im Handelsregister eintragen.</p><p>Vincenz und Stocker beziehungsweise die I-Finance AG kauften Commtrain in zwei Tranchen. Später kam es zu einem Kooperationsvertrag mit Aduno und nochmals später erfolgte der Verkauf an Aduno. Dabei erzielten Stocker und Vincenz einen schönen Gewinn. Gegenüber den Verwaltungsräten von Aduno hielten sie ihre Beteiligung geheim. Das sind die Fakten.</p><p>Der Zürcher Oberrichter Christian Prinz befragte am Dienstag Beat Stocker zum Commtrain-Deal. Dieser erklärte, wieso er die Firma interessant fand und wie sie für Aduno ein Gewinn sein könnte. Als Richter Prinz fragte, warum er dann eine Gesellschaft dazwischengeschaltet habe, um sich an Commtrain zu beteiligen, sagte Stocker, es sei nicht seine Absicht gewesen, sich zu bereichern. Seine Motivation sei gewesen, eine bestmögliche Transaktion für alle Beteiligten zu garantieren.</p><p>Er habe auch keinen Gedanken an einen möglichen Interessenkonflikt verschwendet. «Die Lösung, die ich im Sinn hatte, war Win-Win», sagte Stocker. Daher habe er gedacht, es sei okay. Er habe die Sache nicht im VR diskutieren wollen, da hätte es sonst nur Bedenken gegeben. Etwa durch Harald Nedwed, den ehemaligen Chef der Migros-Bank.</p><h3 id="im-ersten-prozess-t%C3%B6nte-es-noch-anders">Im ersten Prozess tönte es noch anders</h3><p>Vor vier Jahren beim Prozess vor dem Zürcher Bezirksgericht stellte er den Deal ganz anders dar: Die Beteiligung an Commtrain sei nicht mit dem Ziel erfolgt, die Firma später an Aduno zu veräussern. Die verdeckte Beteiligung sei vielmehr das «Skin in the Game» gewesen, also sein persönliches unternehmerisches Risiko, heisst es in einem Protokoll. Neben Aduno habe es auch andere Interessenten gegeben.&nbsp;</p><p>Gestern beschrieb Stocker Commtrain als eine Firma, die einen Gewinn für Aduno darstellte, und erklärte, er habe von Anfang an an einen möglichst guten Deal für alle geglaubt. Auch in Bezug auf Interessenkonflikte machte er unterschiedliche Aussagen. 2022 erklärte er vor Gericht, eine Offenlegung hätte im Aduno-Verwaltungsrat «reflexartig» die Frage nach Interessenkonflikten aufgeworfen und möglicherweise das Geschäft gefährdet. Gestern sagte er, er habe damals «keinen Gedanken an einen möglichen Interessenkonflikt verschwendet».</p><p>Dass Stocker im Verhör den Aduno-Verwaltungsrat Harald Nedwed mit Namen nennt, ist erstaunlich. Er sagt damit, dass der Verwaltungsrat die Transaktion ziemlich sicher blockiert hätte, wenn dieser gewusst hätte, dass Stocker und Vincenz sich vorgängig an Commtrain beteiligt hatten.</p><h3 id="entlarvter-pierin-vincenz">Entlarvter Pierin Vincenz&nbsp;</h3><p>Widersprüchlich sind auch die Aussagen von Pierin Vincenz zu den Spesenexzessen. In einem separaten Steuerverfahren wurde Vincenz bereits verurteilt. Er musste Steuern nachzahlen, weil das Gericht diese als private Auslagen taxierte und sie daher einkommenssteuerpflichtig sind.&nbsp;</p><p>Am Dienstag vor Obergericht verteidigte er die Spesen wiederum als geschäftliche Auslagen. Eine Reise nach Australien unternahm er, um dort Schalterhallen zu besichtigen. Entlarvend waren auch seine Aussagen zu Spesen in Nacht- und Stripclubs, die angeblich geschäftlichen Zwecken dienten.</p><p>Im Streit mit einer Frau demolierte er ein Zimmer des Nobelhotels Hyatt. Dass die Auslagen dafür vom Geschäft bezahlt wurden, sei irrtümlich erfolgt. Diese Frau lernte er offenbar über Tinder kennen, wie Vincenz sagte.&nbsp;</p><p>Geradezu abstrus erscheint, dass er dem Date einen geschäftlichen Hintergrund verleiht. Er habe die Frau für die Raiffeisen als Arbeitnehmerin gewinnen wollen. Sei es üblich, dass ein CEO sich mit Personalfragen befasse, wollte das Gericht wissen. Das sei so, meinte Vincenz allen Ernstes. Habe er auch mit der App Tinder Personal gesucht? Ja, das sei ein soziales Medium wie alle anderen gewesen.</p><p></p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[BLKB vor Rückgabe der Radicant-Banklizenz]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/blkb-vor-ruckgabe-der-radicant-banklizenz/</link>
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            <pubDate>Mi., 12 Aug. 2026 07:20:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[BLKB]]></category>
            <category><![CDATA[Radicant]]></category>
            <category><![CDATA[SGKB]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Die Basellandschaftliche Kantonalbank konnte im ersten Halbjahr 2026 den Gewinn steigern. Radicant-Abenteuer steht vor Abschluss. ++++ weitere News.]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Das teure Experiment mit der Onlinebank Radicant steht vor dem Abschluss. Wie die Konzernmutter BLKB mit den Halbjahreszahlen mitteilt, verlaufe der im vergangenen Jahr angekündigte Rückbau der Radicant AG «planmässig». Für sämtliche Kunden seien im Frühjahr Anschlusslösungen gefunden worden. </p><p>Die verbliebenen Mitarbeitenden bereiten nun unter anderem die Rückgabe der Banklizenz vor. Wie man aus dem Innern der Bank hört, habe es Verzögerungen gegeben, weil ein einziger Kunde sich geweigert habe, die Bank zu verlassen. </p><p>Die BLKB erhöhte den Halbjahresgewinn gegenüber der Vorjahresperiode um 5,3 Prozent auf 96,5 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag der BLKB stieg in den ersten sechs Monaten um 4,2 Prozent auf 248,9 Millionen Franken. </p><p>Zulegen konnte die Bank im Zinsengeschäft. Der Nettoerfolg stieg um 3,3 Prozent auf 177 Millionen Franken. Der Kommissionserfolg erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 49,5 Millionen Franken. Die verwalteten Vermögen nahmen seit Ende 2025 um 4,8 Prozent auf 30,8 Milliarden Franken zu. Der Netto-Neugeldzufluss belief sich auf 418,3 Millionen Franken.</p><p>Das Kreditvolumen lag Ende Juni bei 26,3 Milliarden Franken. Bei den Hypotheken verzeichnete die BLKB ein Wachstum von 0,7 Prozent. Dabei konzentrierte sich die Bank stärker auf das regionale Geschäft und reduzierte gleichzeitig die Ausleihungen ausserhalb der Region, schreibt die Bank. </p><p>Für das Gesamtjahr rechnet die BLKB in einem weiterhin von tiefen Zinsen geprägten Umfeld mit einem vergleichbaren Geschäftsgang wie im Vorjahr – unter Ausklammerung des damaligen Einmaleffekts.</p><hr><h2 id="stgaller-kantonalbank-steigert-gewinn-und-hebt-prognose-an">St.Galler Kantonalbank steigert Gewinn und hebt Prognose an</h2><p>Der Konzerngewinn der SGKB stieg um 5,1 Prozent auf 119,9 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag nahm gegenüber der Vorjahresperiode um 4 Prozent zu. Der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft erhöhte sich um 2,8 Prozent, der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 7,5 Prozent. Der Handelserfolg ging dagegen um 2,9 Prozent zurück.</p><p>Zulegen konnte die Bank bei den verwalteten Vermögen. Diese stiegen seit Jahresbeginn um 5,9 Prozent auf 76 Milliarden Franken. Das Netto-Neugeld beträgt 2,1 Milliarden Franken. Am meisten zum Zufluss trugen institutionellen Anleger sowie Privatkunden bei, heisst es in einer Mitteilung.</p><p>Auch das Kreditgeschäft wuchs weiter. Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 502,8 Millionen auf 35,2 Milliarden Franken. Der Grossteil des Wachstums entfiel auf Hypotheken an Privatpersonen in den Kantonen St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden.</p><p>Der Geschäftsaufwand nahm um 4,1 Prozent zu. Der Personalaufwand stieg überproportional um 6,5 Prozent. Der Sachaufwand stabil blieb. Die Bank erhöhte die Wertberichtigungen und Rückstellungen um 3,4 Millionen Franken.</p><p>Nach dem guten ersten Halbjahr hebt die SGKB ihre Prognose für 2026 an. Neu erwartet sie einen Konzerngewinn leicht über dem Vorjahresniveau. Voraussetzung seien stabile Zinsen, eine weiterhin positive Entwicklung der Aktienmärkte und keine Rezession der Schweizer Wirtschaft.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Wie viel sind «Multipli Hundert»?]]></title>
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            <pubDate>Di., 11 Aug. 2026 09:13:52 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[People]]></category>
            <description><![CDATA[ETF-Sales-Mann Roman Poole wird mit einer Aussage zu seinem Lohn zum Instant-Internet-Star. In der Szene sorgt er damit für viel Heiterkeit.]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Er liebe seinen Job, sagt ETF-Verkäufer Roman Poole im SRF-Format «Donat auf Achse». «Es gibt nichts Besseres.» Die Märkte seinen eine «evolving story», man habe viel Kundenkontakt. Er sei eben «relativ chatty». Seine mit Anglizismen durchsetzte Sprache klingt stellenweise fast wie die Persiflage eines Investmentbankers.</p><p>Obwohl der Zürcher offenbar in Eile ist, will SRF-Reporter Donat Hofer zum Schluss noch wissen, wie viel er ungefähr verdient. Die Antwort von Poole fällt bemerkenswert unpräzise aus: «Multipli Hundert.» Im Jahr, fragt der SRF-Reporter nach. «Genau.» Der Reporter und der Kameramann fragen sich anschliessend, ob er damit tatsächlich mehrere 100’000 Franken pro Jahr gemeint habe.</p><p>Die Meinungen in den Kommentaren auf Social Media sind schnell gemacht: ein typischer Zürcher Banker von der Bahnhofstrasse, ein Abzocker. Wer «Multipli Hundert» hört, dürfte zunächst an drei-, vier- oder fünfmal 100’000 Franken denken.&nbsp;</p>
<!--kg-card-begin: html-->
<iframe width="845" height="475" src="https://www.youtube.com/embed/MuREaZhVqkA" title="The Finance Guy in Zurich Who Makes Multiple 100Ks" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p>Allerdings ist kaum davon auszugehen, dass Poole tatsächlich eine halbe Million Franken im Jahr verdient. Er arbeitet beim US-Asset-Manager VanEck als Director im Bereich Sales and Business Development.</p><h3 id="100000-mit-08-oder-115-multipliziert">100'000 mit 0,8 oder 1,15 multipliziert</h3><p>In der Zürcher Finanzszene sorgt die Antwort jedenfalls für Heiterkeit. «Multiple kann auch bedeuten, dass die 100 mit 0,8 oder 1,15 multipliziert werden», höhnt ein Banker, der schon lange im Business ist und weiss, wie sehr seine Kollegen beim eigenen Lohn zur Übertreibung neigen. So gesehen wissen wir jetzt ziemlich genau, was Roman Poole verdient: irgendetwas mit 100.</p><p>Als Reaktion auf seine Internetbekanntheit hat Poole sein LinkedIn-Profil gelöscht. SRF hat die Kommentarfunktion ausgeschaltet. Er verstehe die abschätzigen Kommentare nicht, er habe den «Finance Guy» nicht vorführen wollen, sagte Reporter <a href="https://www.20min.ch/story/donat-hofer-wollte-ihn-nicht-vorfuehren-das-sagt-srf-mann-zum-finance-guy-103614522?ref=tippinpoint.ch" rel="noreferrer">Donat Hofer gegenüber «20 Minuten»</a>. Allerdings ist genau das geschehen.</p><p>Die NZZ rückt das Meme mit dem «Sales Guy» bereits auf die Stufe jener legendären Fernsehmomente, die es ins kollektive Bewusstsein und teilweise sogar in die Alltagssprache geschafft haben. «Richi! Ich ha gseit, du söllsch di hebe!» ist so ein Klassiker. Noch heute lachen die Leute über den kleinen Buben, der in Kanada aus dem Bagger fällt.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Mobimo nimmt 100 Millionen Franken mit Green Bond auf]]></title>
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            <pubDate>Di., 11 Aug. 2026 09:12:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Mobimo]]></category>
            <category><![CDATA[Impact]]></category>
            <description><![CDATA[Die Immobiliengesellschaft hat eine grüne Anleihe am Schweizer Kapitalmarkt platziert. Der Zinssatz liegt unter den durchschnittlichen Finanzierungskosten.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/Mobimo__2508224_080803.webp" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Mobimo Holding hat eine festverzinsliche Anleihe über 100 Millionen Franken begeben. Der Green Bond hat einen jährlichen Coupon von 0,995 Prozent und eine Laufzeit von 3,2 Jahren. Die Rückzahlung ist am 9. November 2029 vorgesehen.</p><p>Damit kann sich Mobimo günstiger refinanzieren als im bisherigen Durchschnitt. Per Ende Juni lag der durchschnittliche Zinssatz des Immobilienkonzerns bei 1,44 Prozent. Die Liberierung der Anleihe erfolgt am 9. September. Den Erlös will Mobimo zur Finanzierung nachhaltiger Projekte gemäss ihrem Green Financing Framework verwenden. Weitere Abgaben machte Mobimo nicht.&nbsp;</p><p>Als Joint Lead Managers fungieren die Basler Kantonalbank, die Luzerner Kantonalbank und UBS Investment Bank. Die Aufnahme des Handels an der SIX Swiss Exchange ist für den 7. September beantragt. Vor einem Jahr plazierte das Unternehmen eine <a href="https://www.tippinpoint.ch/mobimo-platziert-einen-green-bond-ueber-175-millionen-franken-ohne-die-hilfe-der-ubs/" rel="noreferrer">grüne Anleihe über 175 Millionen Franken</a>. Damals war die UBS nicht an Bord. Mobimo verfügt über ein Immobilienportfolio im Wert von rund 4,3 Milliarden Franken. <br><br></p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[UBS-Regulierung: Der Ständerat legt den Finger an den Trigger]]></title>
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            <pubDate>Di., 11 Aug. 2026 07:55:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Credit Suisse]]></category>
            <description><![CDATA[In der Wirtschaftskommission des Ständerats zeichnet sich eine Verwässerung der Kapitalvorschriften für die UBS ab. Im Zentrum stehen AT1-Anleihen mit einem höheren Trigger. Entscheid auf Ende August verschoben.]]></description>
            <media:content url="https://images.unsplash.com/photo-1582883038945-5d0110d0f47e?crop&#x3D;entropy&amp;cs&#x3D;tinysrgb&amp;fit&#x3D;max&amp;fm&#x3D;jpg&amp;ixid&#x3D;M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDh8fEJ1bmRlc2hhdXN8ZW58MHx8fHwxNzg2NDI1MTU2fDA&amp;ixlib&#x3D;rb-4.1.0&amp;q&#x3D;80&amp;w&#x3D;2000" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Nachmittag ging es plötzlich aufwärts: Die UBS-Aktie legte um über 1 Prozent zu und schloss bei 43,8 Franken. Gut möglich, dass der Kursanstieg mit den Aussichten auf eine Verwässerung der vom Bund vorgeschlagenen Eigenkapitalregeln zusammenhängt.</p><p>Die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK-S) beriet über die Eigenmittelunterlegung ausländischer Beteiligungen im Stammhaus von systemrelevanten Banken sowie über die gesetzliche Verankerung des Public Liquidity Backstop (PLB) im Bankengesetz. Heute Dienstag gehen die Beratungen weiter. Um 14.30 Uhr wird die WAK-S an einer Pressekonferenz die Ergebnisse ihrer Beratungen vorstellen. Das war zumindest der Plan, denn die Veranstaltung wurde <a href="https://www.parlament.ch/agenda/Pages/pdp-wak-s-2026-08-11.aspx?ref=tippinpoint.ch" rel="noreferrer">kurzfristig abgesagt</a>. Die Kommission geht nun nochmals über die Bücher und will ihren Entscheid am 31. August vorlegen.  </p><p>Bekannt ist, dass bürgerliche Mitglieder der WAK-S der UBS entgegenkommen wollen. Die Grossbank wehrt sich mit Händen und Füssen gegen den Vorschlag von Finanzministerin Karin Keller-Sutter, die Auslandstöchter im Stammhaus zu 100 Prozent mit hartem Eigenkapital zu unterlegen.</p><h3 id="keine-coupons-keine-dividenden-%E2%80%93-auch-keine-boni">Keine Coupons, keine Dividenden – auch keine Boni?</h3><p>Bisher liegt dieses Erfordernis bei 45 Prozent, hinzu kommen 15 Prozent Fremdkapitalinstrumente. Macht zusammen 60 Prozent. Nun scheint sich die Idee durchzusetzen, dass für einen Teil des zusätzlichen Sicherheitspolsters nicht hartes Eigenkapital bereitgestellt werden muss, sondern eigenkapitalähnliche Instrumente – sogenannte AT1-Anleihen. AT1 steht für «Additional Tier 1», also zusätzliches Kernkapital.</p><p>Weil AT1-Anleihen in Stressphasen keine Verluste absorbieren können, sondern erst bei bestimmten Auslösern abgeschrieben oder in Eigenkapital umgewandelt werden, sollen die Instrumente anders konstruiert werden. Konkret: Ein erster Auslösungstrigger könnte auf 11,7 Prozent oder noch höher angesetzt werden. Fällt die Kapitalquote der UBS unter diese Marke, dürfte die Bank keine Coupons auf den Anleihen mehr auszahlen. Zudem könnten auch Dividendenzahlungen und möglicherweise auch Bonuszahlungen eingeschränkt werden.&nbsp;Gerade beim letzten Punkt scheinen die Positionen noch weit auseinander zu liegen. </p><h3 id="einstellung-der-couponzahlungen-als-default-event">Einstellung der Couponzahlungen als Default-Event&nbsp;</h3><p>Das Problem bei solchen Konstruktionen ist: In der Theorie tönen sie gut, sind nachvollziehbar und machen sogar Sinn. Aber niemand kann sagen, wie dieser Mechanismus im Krisenfall reagieren wird. Es ist völlig unklar, wie der Markt und die Kunden reagieren, falls die Eigenkapitalquote der UBS tatsächlich einmal unter eine solche Triggerschwelle fallen sollte.</p><p>Der Markt könnte die Einstellung der Couponzahlungen als eine Art Default-Event betrachten. Herabstufungen und ein Vertrauensverlust könnten die Krise der Bank zusätzlich beschleunigen. Die Kunden wiederum könnten beginnen, ihre Gelder auf andere Banken zu verteilen.</p><p>Wie trügerisch formale Sicherheit sein kann, zeigte sich bei der Credit Suisse: Kurz vor ihrem Kollaps bestätigten Regulatoren und Wirtschaftsprüfer noch die Fortführungsfähigkeit der Bank. Die Bank war zwar innerlich komplett ausgehöhlt und handlungsunfähig, doch die Zahlen gegen aussen waren in Ordnung.&nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Revolut erhält Banklizenz in Frankreich]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/revolut-erhalt-banklizenz-in-frankreich/</link>
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            <pubDate>Di., 11 Aug. 2026 07:54:53 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Revolut]]></category>
            <description><![CDATA[Die britische Neobank Revolut hat nun auch eine Banklizenz in Frankreich und will in Westeuropa wachsen. Was ändert sich für Schweizer Kunden?]]></description>
            <media:content url="https://images.unsplash.com/photo-1729860646429-094d808849ab?crop&#x3D;entropy&amp;cs&#x3D;tinysrgb&amp;fit&#x3D;max&amp;fm&#x3D;jpg&amp;ixid&#x3D;M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDF8fFJldm9sdXR8ZW58MHx8fHwxNzg2NDI3MzA1fDA&amp;ixlib&#x3D;rb-4.1.0&amp;q&#x3D;80&amp;w&#x3D;2000" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die britische Neobank Revolut hat eine Banklizenz in Frankreich erhalten. Das teilte sie am Montag mit. Damit verfügt das Unternehmen über Banklizenzen in zwei EU-Ländern. Bisher ist das Unternehmen mit einer Banklizenz aus Litauen tätig.</p><p>Aus regulatorischer Sicht braucht Revolut die französische Banklizenz nicht. Beide Gesellschaften werden durch die Europäische Zentralbank (EZB) beaufsichtigt. Die französische Lizenz ist aber ein klares Zeichen dafür, dass Revolut in Westeuropa stark wachsen will. Das Unternehmen hat das Ziel ausgegeben, «Europas grösste und vertrauenswürdigste Bank zu werden».</p><p>Revolut wird für ihre EU-Aktivitäten eine Dual-Hub-Strategie fahren: Litauen für Mittel- und Osteuropa und Paris beziehungsweise Frankreich für Westeuropa. Die Schweiz gehört als Nicht-EU-/EWR-Land regulatorisch nicht direkt zu diesem EWR-Passportsystem. Es ist deshalb davon auszugehen, dass Schweizer Konten auf der bestehenden litauischen Struktur verbleiben. Für Schweizer Kunden dürfte sich somit nichts ändern.</p><h3 id="schweizer-banklizenz-w%C3%BCrde-viel-%C3%A4ndern">Schweizer Banklizenz würde viel ändern</h3><p>Dies wäre erst der Fall, wenn Revolut eine Banklizenz für die Schweiz erhalten würde. Ob die Neobank eine Finma-Beaufsichtigung überhaupt anstrebt, ist unklar. Klar ist hingegen: Um in der Schweiz zu einer ernstzunehmenden Alternative zu den Hausbanken zu werden, bräuchte sie eine Schweizer Banklizenz. Erst dann dürften Kunden Revolut als Hauptbank nutzen und etwa ihr Lohnkonto dort einrichten. Das Fintech zählt gemäss eigenen Angaben in der Schweiz über eine Million Kunden. Wie viele davon die Dienste regelmässig nutzen, ist nicht bekannt.</p><p>Insgesamt zählt Revolut rund 75 Millionen Kunden und gehört zu den grössten Neobanken weltweit, also praktisch rein online arbeitenden Direktbanken, die keine Filialen betreiben. Der Nettogewinn stieg 2025 um rund 60 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Vincenz-Prozess: Professorale Unschuldsgewissheit und der CVP-Filz]]></title>
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            <pubDate>Mo., 10 Aug. 2026 07:53:51 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Fall Vincenz]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Raiffeisen]]></category>
            <description><![CDATA[Zwei Rechtsprofessoren stellen kurz vor dem Vincenz-Prozess die Arbeit der Justiz infrage. Auffällig sind Verbindungen zur Universität Freiburg und zu Franz Marty, dem langjährigen Raiffeisen-Präsidenten.]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Heute um 08:00 Uhr geht es los im Vincenz-Prozess, dem spektakulärsten Wirtschaftsfall des Jahrzehnts. Inzwischen sind vier Jahre zwischen dem Urteil des Bezirksgerichts Zürich und der Neubeurteilung des Falls durch das Zürcher Obergericht verstrichen.</p><p>Dem heute 70-jährigen früheren Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz wird vorgeworfen, sich über Jahre illegal bereichert zu haben. Zusammen mit weiteren Angeklagten hat er versteckte Beteiligungen an mehreren kleineren Unternehmen im Finanzbereich erworben. Als Chef von Raiffeisen sowie des Kreditkartenanbieters Aduno hat er anschliessend die Übernahme dieser Firmen veranlasst. Durch diese Verkäufe konnte er Gewinne in Millionenhöhe erzielen, ohne die potenziellen Interessenkonflikte offengelegt zu haben.</p><p>Hinzu kommt der Vorwurf, private Ausgaben über seine Firmenkreditkarte getätigt zu haben. Pierin Vincenz bezahlte private Luxusausgaben von mehreren 100’000 Franken über seine Firmenkreditkarte und deklarierte sie als geschäftliche Spesen. Dazu gehörten unter anderem Reisen im Privatjet, exzessive Nachtessen und Ausflüge ins Rotlichtmilieu. Auch die Kosten für ein demoliertes Hotelzimmer liess er über Geschäftsspesen verrechnen.</p><p>Das Bezirksgericht Zürich sprach Vincenz im April 2022 schuldig. Das Gericht verurteilte den gefallenen Banker in erster Instanz wegen Betrugs, qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung und passiver Bestechung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten. Beat Stocker, Vincenz’ enger Geschäftspartner und ehemaliger CEO von Aduno, kassierte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren. Schon am Tag der Urteilsverkündung machten Einschätzungen von Experten die Runde, wonach das Urteil gerecht, zu hoch oder zu mild sei.</p><p>Nur wenige Tage vor dem Prozess kam es wieder zu öffentlichen Äusserungen. Dies so kurz vor Prozessbeginn zu tun, ist sehr ungewöhnlich. Dies sei in einer Form geschehen, wie man es bisher kaum gesehen habe, schrieb Arthur Rutishauser in der «SonntagsZeitung» richtigerweise:</p><blockquote><em>Zwei Rechtsprofessoren, Peter V. Kunz und Marcel Niggli, haben in der NZZ und auf SRF öffentlich Stellung bezogen und dabei Rechtsstaat infrage gestellt. Beide suggerieren, die Anklage sei mangelhaft und das Urteil des Bezirksgerichts letztlich nicht haltbar – und sie greifen dabei Argumente auf, die von den Gerichten bisher nicht gestützt wurden.</em></blockquote><blockquote><em>Beide erklären übereinstimmend, sie könnten nicht erkennen, was den Beschuldigten eigentlich konkret vorgeworfen werde. Zudem vertreten sie die Auffassung, der Raiffeisen sei durch die Firmenkäufe gar kein Schaden entstanden. Niggli geht so weit, zu behaupten, Schweizer Richter hätten den Mut für konsequente Freisprüche verloren. Er rechnet darum mit einer milden, bedingten Strafe, einer «feigen Art des Freispruchs». Laut Kunz war die Beweislage vor dem Bezirksgericht für das harte Urteil «eigentlich nicht ausreichend».</em></blockquote><blockquote><em>Aber auch er hält einen vollständigen Freispruch in der Realität für fast ausgeschlossen. Der Grund: Da Vincenz zu Beginn über 100 Tage in Untersuchungshaft sass, müsste der Staat bei einem Freispruch sehr hohe Entschädigungszahlungen leisten. Um das Gesicht zu wahren und die Zahlungen zu vermeiden, werden Gerichte laut Kunz vor einem Freispruch zurückschrecken.</em></blockquote><p>Es wäre ein Armutszeugnis für den Schweizer Rechtsstaat, wenn dem so wäre. Zudem kann man sich fragen, was bekannte Juristen zu solchen Äusserungen treibt. Peter V. Kunz fällt immer wieder durch spektakuläre öffentliche Einschätzungen auf. So schätzte er etwa im Juli 2009 das finanzielle Risiko für die UBS im Streit mit den US-Steuerbehörden als extrem hoch ein und sagte unter anderem: «Wir reden von bis zu 10 Milliarden Busse.» Bekanntlich bezahlte die Grossbank am Ende jedoch 780 Millionen Dollar. </p><p>Etliche Beobachter glauben, zumindest bei Marcel Niggli eine Verbindung zum CVP-Filz erkennen zu können. Niggli ist Professor an der Universität Freiburg, einer Universität mit einer historischen und ideellen Verbindung zur früheren CVP (heute Die Mitte). Sie wurde von denselben katholisch-konservativen Kreisen gegründet, die auch die Partei prägten.</p><p>Raiffeisen wiederum war lange durch den CVP-Filz geprägt. Gion Clau Vincenz, der Vater von Pierin Vincenz, war ein einflussreicher Bündner CVP-Ständerat mit besonderer Banken-Nähe: Er war von 1984 bis 1992 selbst Verwaltungsratspräsident von Raiffeisen Schweiz. Pierin Vincenz war ab 1999 CEO von Raiffeisen Schweiz.</p><p><strong>CVP-Mann in den Diensten von Raiffeisen und der Uni Fribourg</strong></p><p>Eine prägende Figur war auch Franz Marty. Als hochkarätiger CVP-Politiker war er langjähriger Finanzdirektor im Schwyzer Regierungsrat sowie Präsident der kantonalen Finanzdirektorenkonferenz. Direkt im Anschluss an seine politische Karriere übernahm er von 2002 bis 2011 das Verwaltungsratspräsidium von Raiffeisen Schweiz und war damit jahrelang der direkte Vorgesetzte von Pierin Vincenz.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/marty_franz-4.jpg" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="150" height="200"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Franz Marty.</span></figcaption></figure><p>In Martys Präsidentenjahren spielten sich nicht nur die mutmasslich illegalen Transaktionen ab, er<a href="https://www.tippinpoint.ch/vincenz-haette-schon-2009-geschichte-sein-muessen/" rel="noreferrer"> deckte Pierin Vincenz zum Teil auch noch</a>. Wie sich in der Anklageschrift nachlesen lässt, war Marty spätestens im September 2009 im Bilde über die erste heikle Transaktion von Pierin Vincenz.</p><p>Professor Peter Forstmoser verfasste damals ein als vertraulich deklariertes Gutachten über den sogenannten Commtrain-Deal für Franz Marty und Pierin Vincenz. Offenbar kam es danach zu einem Gespräch zwischen den beiden. Das Gutachten «vermochte Marty zu überzeugen, keine Weiterungen zu unternehmen und namentlich keine Meldung an die Aduno zu erstatten», heisst es dazu wörtlich in der Anklage.</p><p>Interessant ist auch die Verbindung von Franz Marty zur Universität Freiburg. 2003 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität. Später wurde er zudem Mitglied des Senats der Universität Freiburg. Dieses Amt behielt er bis ins Jahr 2015.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/Marcel_Niggli.jpg" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="130" height="197"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Marcel Niggli.</span></figcaption></figure><p>Marcel Niggli wiederum verbrachte praktisch seine ganze akademische Karriere an der Universität Freiburg. Er machte dort seinen Master. 1995 wurde er Assistenzprofessor für Strafrecht und Kriminologie und 1999 ordentlicher Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie. 2001 wurde er ordentlicher Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie. Von 2009 bis 2014 war er Dekan der juristischen Fakultät der Universität Freiburg.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[New Yorks Bürgermeister spannt früheren UBS-Americas-Chef ein]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/new-yorks-burgermeister-spannt-fruheren-ubs-americas-chef-ein/</link>
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            <pubDate>Mo., 10 Aug. 2026 07:30:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <description><![CDATA[Zohran Mamdani schafft einen Beirat für wirtschaftspolitische Themen und besetzt ihn mit Robert Wolf, einem früheren UBS-Schwergewicht.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/zohran-mamdani.webp" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani will einen Beirat mit führenden Köpfen der Wall Street schaffen. Das Gremium soll die Stadtregierung beraten und Rückmeldungen aus wichtigen Branchen wie Immobilien, Finanzen und Technologie geben.</p><p>Der Beirat soll innerhalb der nächsten Wochen offiziell vorgestellt werden, wie eine Sprecherin der Stadtregierung gegenüber Bloomberg sagte. Zu den möglichen Mitgliedern wollte sie sich nicht äussern. Der Wirtschaftsbeirat soll einen kontinuierlichen Austausch von Ideen sicherstellen.</p><p>Ziel sei es, ein Gleichgewicht zu finden: Unternehmen sollten «Gewinne erzielen und erfolgreich sein können», gleichzeitig müsse aber auch sichergestellt werden, dass sich die normalen New Yorker als Teil dieser Stadt fühlten, sagte die Sprecherin weiter.</p><p>Mamdani befindet sich mit Teilen der New Yorker Wirtschaftselite im Konflikt. Er setzt sich für höhere Steuern für vermögende Einwohner und grosse Unternehmen ein. Milliardäre wie Citadel-Gründer Ken Griffin oder Amazon-Gründer Jeff Bezos kritisierten die Pläne öffentlich.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/robert_wolf.png" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="336" height="336"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Robert Wolf.</span></figcaption></figure><p>Mitglied des Gremiums soll unter anderem Robert Wolf werden, ein früheres Mitglied der UBS-Konzernleitung sowie bekannter Unterstützer der Demokraten. Ebenfalls an Bord kommen sollen Antonio Weiss, ehemaliger Manager von Lazard und Berater in der Obama-Regierung, sowie Jose Tavarez, der das New Yorker Geschäft der Bank of America leitet.</p><p>Langjährige Karriere bei der UBS</p><p>Wolf kam 1994 zur UBS. Zuvor war er zehn Jahre bei Salomon Brothers, wo er im Bereich Fixed Income tätig war. Er stieg die Karriereleiter in der UBS Investmentbank bis zum Ausbruch der Finanzkrise hoch. Von 2004 bis 2007 war er Chief Operating Officer der Abteilung. 2007 übernahm er zusätzlich das Amt des Präsidenten der Investmentbank. Im selben Jahr wurde er zum Chairman und CEO von UBS Group Americas befördert. Von 2008 bis 2010 gehörte er der Konzernleitung der UBS an.</p><p>2012 verliess Wolf die UBS und gründete 32 Advisors, eine Holdinggesellschaft, zu der unter anderem der Direktinvestment-Arm 32 Ventures, das auf überparteiliche Wirtschaftsanalysen spezialisierte Unternehmen Strategic Worldviews sowie Beratungsdienstleistungen für Firmenkunden in den Bereichen Finanzen, Risiken und Governance gehören.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[UBS erwartet Goldpreis von 5000 Dollar]]></title>
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            <pubDate>Mo., 10 Aug. 2026 07:29:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Markets]]></category>
            <category><![CDATA[Gold]]></category>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <description><![CDATA[Die Grossbank sieht wieder deutliches Aufwärtspotenzial beim Gold. Schwäche könnte sich als Gelegenheit erweisen, strategische Positionen auszubauen, sagt UBS-CIO Mark Haefele. 
]]></description>
            <media:content url="https://images.unsplash.com/photo-1718752773168-a44aa1601ddd?crop&#x3D;entropy&amp;cs&#x3D;tinysrgb&amp;fit&#x3D;max&amp;fm&#x3D;jpg&amp;ixid&#x3D;M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDI0fHxHb2xkfGVufDB8fHx8MTc4NjMzOTkyNHww&amp;ixlib&#x3D;rb-4.1.0&amp;q&#x3D;80&amp;w&#x3D;2000" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die UBS rechnet mit einer deutlichen Erholung des Goldpreises. In einer am Freitag veröffentlichten Einschätzung prognostiziert die Grossbank, dass der Preis für eine Feinunze Gold in der ersten Hälfte 2027 auf 5000 Dollar steigen wird. Kurzfristig bestünden allerdings weiterhin Risiken.</p><p>Der Goldpreis notiert derzeit bei rund 4295 Dollar je Unze und damit 23 Prozent unter dem Rekordhoch von 5594,82 Dollar von Ende Januar. Zuletzt geriet das Edelmetall unter Druck, weil der Konflikt im Nahen Osten die Inflationssorgen verstärkte und die Erwartungen auf länger anhaltend hohe US-Zinsen schürte.</p><p>Die UBS geht davon aus, dass die Inflation allmählich zurückgeht. Dies dürfte es der US-Notenbank Fed ermöglichen, die Zinsen in diesem Jahr unverändert zu lassen und 2027 den Zinssenkungszyklus wieder aufzunehmen.</p><p>«Schwächephasen in Richtung 4000 Dollar je Unze oder darunter könnten sich letztlich als Gelegenheit erweisen, strategische Positionen aufzubauen», sagt Mark Haefele, Chief Investment Officer von UBS Global Wealth Management.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Die Lehren aus dem Coldcard-Diebstahl]]></title>
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            <pubDate>Fr., 07 Aug. 2026 09:30:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <description><![CDATA[Weil vor allem Krypto-Nerds das Wallet rege benutzten, erhielt es fatalerweise das Image «sicher». ]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Das war ein gefundenes Fressen für Krypto-Kritiker und Bitcoin-Feinde. Über Tage wurden über 2000 Bitcoins aus mehr als 4500 vermeintlich sicheren Wallets gestohlen, die vor allem von «Bitcoin-Maxis», also überzeugten Verfechtern der Kryptowährung, verwendet werden. Der Fehler lag im Quellcode. Das führte oft zur falschen Aussage: Der Bitcoin ist doch nicht sicher, der Code lässt sich knacken.</p><p>Das Problem liegt jedoch im Coldcard-Wallet des Anbieters Coinkite – um präzise zu sein in der Firmware. Erschreckenderweise bestand die inzwischen gepatchte Sicherheitslücke in der im Gerät eingebauten Software seit fünf Jahren. Normalerweise gelten solche Cold-Wallets als sehr sichere Methode zur Selbstverwahrung von Kryptowährungen – weil die Schlüssel nicht auf dem Internet, sondern auf separater Hardware gespeichert werden. Der private Schlüssel wird dabei in der Regel in einem Secure-Element auf dem Wallet-Gerät gespeichert. Neue Transaktionen werden direkt auf diesem Gerät signiert, so dass der Schlüssel die Wallet nie verlassen muss.</p><h3 id="ein-%C2%ABfauler%C2%BB-generator">Ein «fauler» Generator</h3><p>Doch der Generator, der aus den langen Zahlensträngen auf dem Wallet Schlüssel ableitet, war fehlerhaft. Teile des Schlüssels wurden nicht zufällig generiert, sondern basierten auf logisch ableitbaren Vorgaben. So sank der Zufälligkeitsgrad der Schlüsselgenerierung markant und konnte mit hohem Rechenaufwand geknackt werden. Gemäss Fachleuten ist gut möglich, dass der Angreifer diese Schwachstelle mittels Künstlicher Intelligenz aufgespürt hat – und dann eventuell monatelang gerechnet hat – und so nach und nach den Vollzugriff auf Kryptobestände von Tausenden Wallets erlangte.</p><p>«Getroffen hat es ausgerechnet die Gemeinschaft, die Prüfung zu ihrem Bekenntnis gemacht hat: die Bitcoin-Selbstverwahrer. Coldcard gilt dort als das Gerät schlechthin, gebaut auf dem Motto 'don't trust, verify’: Vertraue nicht, prüfe selbst. Seit 2021 steckte ein Fehler in der Schlüsselerzeugung der Firmware. Der Quellcode war öffentlich einsehbar, die ganze Zeit. Geprüft hat ihn erst ein Fremder, der Dieb», kommentiert der österreichische Ökonom und Publizist Rahim Taghizadegan den Vorfall auf Linkedin.</p><p>Für ihn sei das kein Anlass zur Häme. Er beobachte Bitcoin seit 2009, mit Sympathie, und mit wachsender Skepsis gegenüber der Bewegung, die sich darum herum gebildet habe. Der Vorfall zeige ein Muster, das weit über Bitcoin hinausreiche: Wo Prüfung zur Identität wird, hört sie auf, Praxis zu sein. Man kauft das richtige Gerät, trägt das richtige Motto, und fühlt sich verifiziert. Die Gemeinschaft applaudiert sich selbst, statt nachzusehen, schreibt Taghizadegan. «Geld ist für Fremde. Das ist der älteste Massstab für Geld überhaupt: Es muss zwischen Menschen funktionieren, die einander nicht kennen, nicht vertrauen, nichts glauben», fügt er an. Eine Währung, deren Sicherheit davon abhänge, dass die Gläubiger ihre Hausaufgaben machen, habe diesen Test noch vor sich.</p><h3 id="die-blockchain-bleibt-solide">Die Blockchain bleibt solide</h3><p>Mittlerweile hat der Wallet-Hersteller Coinkite das Problem behoben und eine aktualisierte Firmware-Version publiziert. Das Unternehmen betont jedoch in einer Sicherheitsmeldung, dass mit einer anfälligen Version generierte Seeds dauerhaft unsicher bleiben. Nutzer sollten also nicht nur die Coldcard-Firmware aktualisieren, sondern danach auch dringend eine neue Seed-Phrase generieren und ihre Bitcoin-Bestände darauf umziehen.</p><p>Cold Wallets bleiben auch nach diesem Vorfall der sicherste Ort, um die Bitcoin-Schlüssel aufzubewahren, wenn der Generator so wie vorgesehen funktioniert. Aber die Nutzer müssen sich trotzdem bewusst sein, dass die Bitcoins physisch nicht auf dem Wallet sind, sondern in der Blockchain. Einzig der Schlüssel wir auf der Hardware verwaltet. Die Bitcoin-Blockchain selbst ist weiterhin «rocksolid» und wurde noch nie geknackt.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Wie Bern einen Datenklau wie im «Ländle» verhindern will]]></title>
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            <pubDate>Fr., 07 Aug. 2026 07:49:28 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Balz Bruppacher]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Tech]]></category>
            <description><![CDATA[Der Cyberangriff auf hochsensible Finanzdaten im Fürstentum Liechtenstein wirft auch in Bern Fragen auf. Denn bald wird ein ähnliches Register eröffnet. Der Bund beruhigt: Die Sicherheit stehe an oberster Stelle.]]></description>
            <media:content url="https://images.unsplash.com/photo-1620825937374-87fc7d6bddc2?crop&#x3D;entropy&amp;cs&#x3D;tinysrgb&amp;fit&#x3D;max&amp;fm&#x3D;jpg&amp;ixid&#x3D;M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDd8fEN5YmVyYW5ncmlmZiUyMEhhY2tlcnxlbnwwfHx8fDE3ODYwODE1NzB8MA&amp;ixlib&#x3D;rb-4.1.0&amp;q&#x3D;80&amp;w&#x3D;2000" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Es geht um den Kampf gegen die Geldwäscherei und die Terrorismusfinanzierung. Seit 1989 versucht eine von den G-7-Staaten in Paris ins Leben gerufene Arbeitsgruppe, die Financial Action Task Force (FATF), die Abwehrmassnahmen international zu koordinieren. In Form von Empfehlungen wird ein Mindeststandard formuliert, dessen Einhaltung mit dem Länderexamen geprüft wird. Weist ein Land anhaltend Lücken auf, wird es auf grauen und schwarzen Listen angeprangert und riskiert massive Einschränkungen im Finanzverkehr. Zu diesen Minimalanforderungen gehört die Transparenz über juristische Personen. Die wahren Berechtigten an einer Firma sollen sich nicht hinter Vehikeln verstecken können, wie sie zum Beispiel bei den sogenannten <a href="https://www.tippinpoint.ch/spuren-von-putins-geld-in-der-schweiz/"><u>«Panama papers»</u></a> bekannt wurden.</p><p>Seit März 2021 kennt das Fürstentum Liechtenstein im Einklang mit den Geldwäschereivorschriften der EU ein Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen. Es wurde letzte Woche <a href="https://www.regierung.li/medienportal-medium/16182/234653/medienmitteilung?ref=tippinpoint.ch"><u>Ziel eines Cyberangriffs</u></a> unbekannter Herkunft mit möglicherweise gravierenden Folgen für den Finanzplatz des Landes. In der Schweiz wird ein <a href="https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/2025/2900/de?ref=tippinpoint.ch"><u>vergleichbares Register</u></a> am kommenden 1. Oktober eröffnet. Dass es fünfeinhalb Jahre länger dauerte als im «Ländle», ist unter anderen auf den Widerstand der Anwälte zurückzuführen. Sie legten sich vor allem gegen das parallele Gesetz quer, das Anwälte und weitere Berater teilweise den Sorgfaltspflichten des Geldwäschereigesetzes unterwirft. Eine erste Vorlage scheiterte im Parlament; die <a href="https://www.tippinpoint.ch/realitaetsverweigerung-im-staenderat/"><u>Neuauflage wurde gegen den Willen des Bundesrats entschärft</u></a>.&nbsp;</p><p>Weniger Geldwäscherei werde es auf dieser Welt mit dem Transparenzregister nicht geben, polemisierte der Zürcher Ständerat Daniel Jositsch. Sein Walliser Kollege Beat Rieder sprach von einem Overkill im bürokratischen Bereich, wie er es noch nie gesehen habe. Ging es im Parlament vor allem um Abstriche am ursprünglichen Vorschlag des Bundesrats, war die Datensicherheit bisher kaum ein Thema. Das Gesetz legt lediglich fest, dass der Bundesrat die Einzelheiten der Bearbeitung, namentlich die Datensicherheit sowie die Organisation und die Führung des Transparenzregisters festlegt.&nbsp;</p><p>Der Schutz der IT-Sicherheit vor Cyberangriffen und unberechtigtem Datenzugriff stehe beim Betrieb des Transparenzregisters an oberster Stelle, versichert das Bundesamt für Justiz (BJ), wo das Transparenzregister angesiedelt ist. BJ-Sprecherin Ingrid Ryser nennt auf Anfrage von Tippinpoint drei Massnahmen. Erstens erfolge der Betrieb des Registers in einem speziell gesicherten Netzwerk durch das Informatik-Service-Center des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements. Sämtliche Daten seien ausschliesslich auf einem physischen Server in der Schweiz gespeichert und würden laufend durch geschulte Fachleute überwacht. So liessen sich Cyberangriffe, Sicherheitsvorfälle oder Systemfehler frühzeitig erkennen und umgehend Gegenmassnahmen einleiten.</p><p>Zweitens sei der Zugriff auf autorisierte Behörden und Nutzer beschränkt, müsse beim BJ beantragt werden und erfordere eine mehrstufige Authentifizierung. «Um Missbräuchen vorzubeugen und allfälliges Fehlverhalten aufzudecken, werden sämtliche Abfragen protokolliert und periodisch analysiert», erklärte die Sprecherin. Direkten Zugriff auf das System hätten nur Mitarbeitende der registerführenden Behörde und der Kontrollstelle, wobei ein Zugriff nur über das Single-Sign-On Portal&nbsp; des Bundes möglich sei. Alle anderen Nutzer des Registers müssten über das <a href="https://firma.easygov.swiss/?ref=tippinpoint.ch"><u>Portal EasyGov</u></a> oder über eine applikatorische Schnittstelle zugreifen.&nbsp;</p><h3 id="regelm%C3%A4ssige-schwachstellentests-geplant">Regelmässige Schwachstellentests geplant</h3><p>Als dritte Sicherheitsmassnahme nannte Ryser den Umstand, dass sowohl die technische Sicherheit als auch der Schutz vor unberechtigtem Datenzugriff regelmässig durch interne und externe Schwachstellentests auf allfällige Lücken überprüft würden. Namentlich werde dort der technologischen Entwicklung von Cyberangriffen Rechnung getragen.</p><p>Der Cyberangriff in Vaduz hat unterdessen weitere Folgen. Als Vorsichtsmassnahme wurden vier staatliche Systeme vom Netz genommen, um diese zusätzlichen Sicherheitsprüfungen zu unterziehen. Der am letzten Sonntag eingesetzte Krisenstab beschloss, weitere Systeme zu prüfen und zu diesem Zweck zeitweise vom Netz zu nehmen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Rekordarbeitslosigkeit und das Schweigen der Verbände]]></title>
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            <pubDate>Fr., 07 Aug. 2026 07:45:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <description><![CDATA[In allen Branchen sinkt die Arbeitslosigkeit – nur in der Finanzindustrie nicht. Trotz eines neuen Rekordhochs bei den arbeitslosen Bankern schweigen die Personalverbände. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/G_0871--1--1.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Gewohnt trocken vermeldet die Medienstelle der Direktion für Volkswirtschaft des Kantons Zürich Monat für Monat die offiziellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit. Für die Juli-Statistik heisst es, dass die Quote leicht auf 2,9 Prozent gestiegen sei und dass die Unternehmen etwas zuversichtlicher auf die kommenden Monate blicken würden. Kein Grund zur Aufregung also.</p><p>Zur Stellensituation auf dem Finanzplatz verliert das Amt selten ein Wort. So auch in der jüngsten Mitteilung. Dabei hat die Zahl der beim RAV gemeldeten arbeitslosen Banker ein neues Rekordhoch erreicht: Im Juli waren im Kanton 1574 Arbeitslose registriert – ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und 33 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr.</p>
<!--kg-card-begin: html-->
<div style="min-height:459px" id="datawrapper-vis-tk6H8"><script type="text/javascript" defer src="https://datawrapper.dwcdn.net/tk6H8/embed.js" charset="utf-8" data-target="#datawrapper-vis-tk6H8"></script><noscript><img src="https://datawrapper.dwcdn.net/tk6H8/full.png" alt="Arbeitslosigkeit steigt weiter (Area Chart)" /></noscript></div>
<!--kg-card-end: html-->
<p>Damit sind die Banken beziehungsweise das übergelagerte Finanzwesen (inklusive Versicherungswesen) die mit Abstand am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffene Branche. Auffallend an den Zahlen im Juli ist auch, dass in allen anderen erhobenen Branchen die Arbeitslosigkeit rückläufig war.</p><p>Trotz der immer prekärer werdenden Lage äussern sich die Verbände kaum zur Lage. Weder die Bankiervereinigung, der Arbeitgeberverband Banken noch der Zürcher Bankenverband machen den Stellenschwund zum Thema. Während andere Branchen wie die im Swissmem organisierten Industriellen längst Alarm schlagen würden angesichts einer solchen Entwicklung, schweigen sie.</p><h3 id="rekordergebnisse-mit-weniger-personal">Rekordergebnisse mit weniger Personal </h3><p>Warum? Das dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass es den meisten Finanzunternehmen finanziell sehr gut geht. Viele der Banken erzielen Rekordergebnisse auch mit einer schrumpfenden Belegschaft. Sie haben auch kein Fachkräfteproblem. Gründe dafür sind Auslagerungen ins Ausland, Einsatz von künstlicher Intelligenz, Synergien (im Fall von UBS/CS).</p><p>Weniger nachvollziehbar ist, dass sich die Arbeitnehmervertreter kaum zur Entwicklung äussern. Weder der Kaufmännische Verband noch der Bankpersonalverband scheinen Lust zu verspüren, auf das Thema aufzuspringen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Ist das Scheitern von Esperanto ein Fanal für den Bitcoin?]]></title>
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            <pubDate>Fr., 07 Aug. 2026 07:17:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <category><![CDATA[Blackrock]]></category>
            <description><![CDATA[Damit dem Bitcoin nicht das gleiche Schicksal ereilt wie der gescheiterten Kunstsprache, muss jetzt die nächste Entwicklungsstufe gezündet werden, schreibt Werner Grundlehner. ]]></description>
            <media:content url="https://images.unsplash.com/photo-1617975609658-2de247badd36?crop&#x3D;entropy&amp;cs&#x3D;tinysrgb&amp;fit&#x3D;max&amp;fm&#x3D;jpg&amp;ixid&#x3D;M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDF8fEVzcGVyYW50b3xlbnwwfHx8fDE3ODYwODMwODl8MA&amp;ixlib&#x3D;rb-4.1.0&amp;q&#x3D;80&amp;w&#x3D;2000" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Was ist denn das für ein absurder Vergleich – eine Universalsprache gegen ein verschlüsseltes, dezentralisiertes Zahlungssystem abzuwägen? Doch es gibt erstaunliche Parallelen und das Scheitern von Esperanto zeigt, dass Systeme, die technisch besser, grenzenlos und effizienter sind, nicht immer gewinnen, wenn nationale Interessen, einzelne grosse Player, Bequemlichkeit und monetäre Interessen dagegenstehen.</p><p>Objektiv betrachtet, gibt es keinen Grund, weshalb Esperanto nicht zur globalen Lingua Franca wurde. Die Sprache ist logisch und lässt sich schnell erlernen. Die Grammatik ist vollständig regelmässig, es gibt keine unregelmässigen Verben oder sonstige Ausnahmen. Die Rechtschreibung ist phonetisch, jeder Buchstabe wird immer gleich ausgesprochen, jedes Wort wird genauso geschrieben, wie man es hört. Weil die Struktur von Esperanto vollkommen transparent ist, entwickeln Lernende schnell ein tiefes Verständnis für Grammatik, für Fälle, Zeiten und Satzbau.</p><h3 id="kommunikationsbarrieren-kosten-milliarden">Kommunikationsbarrieren kosten Milliarden</h3><p>Da Esperanto die Muttersprache keines Landes ist, begegnen sich Sprechende auf Augenhöhe. Niemand hat den nativen Vorteil einer dominanten Weltmacht hinter sich. Es schien also, dass die Plansprache, die der Augenarzt Ludwik Lejzer Zamenhof im Jahr 1887 in Warschau im damaligen Russischen Kaiserreich ins Leben rief, sich aufmachen würde, den Globus zu erobern. Das Nichtverstehen von fremden Sprachen führt nicht nur zu Missverständnissen oder ausbleibender Kommunikation, der globale «Sprachensalat» verursacht auch Kosten. Es gibt zahlreiche Studien, die diesen Aufwand zu schätzen versuchen. Die Economist Intelligence Unit etwa schätzt, dass Sprach- und Kommunikationsbarrieren der weltweiten Wirtschaft jährlich über 2000 Milliarden Dollar an entgangenen Umsätzen, abgebrochenen Verhandlungen und gescheiterten Internationalisierungsversuchen kosten. Allein in Grossbritannien schätzt die Regierung den Verlust durch Sprachdefizite im Aussenhandel auf etwa 3,5 Prozent des BIP.</p><p>Die Parallelen zum Bitcoin sind erstaunlich. Auch die Kryptowährung ist an kein Staatsgebiet gebunden und kennt keinen zentralen Betreiber – das System ist dezentral und wird von den Nutzern global verwaltet. Auf der Blockchain herrscht ein weltweiter Standard, der von allen einsehbar ist. Durch das Ausschalten von Intermediären entsteht ein globaler Bezahlungsstandard, der hohe Kosten einspart. Doch jüngst schien es, als habe die Dynamik des Bitcoins merklich nachgelassen, es fehlt an Erfolgsgeschichten. Gibt es da Gemeinsamkeiten mit Esperanto?</p><h3 id="f%C3%BCr-staaten-ist-sprache-ein-machtmittel">Für Staaten ist Sprache ein Machtmittel </h3><p>Wieso ist die Lingua Franca gescheitert? Dafür gibt es nicht einen Grund, sondern eine Verflechtung aus Geopolitik, Sprachökonomie und strukturellen Schwächen. Zuerst die Geopolitik: Für Staaten ist Sprache ein Machtmittel in Diplomatie und Wirtschaft. So verhinderte Frankreich in den 1920er Jahren, dass Esperanto vom Völkerbund als Arbeitssprache anerkannt wurde, um die Vormachtstellung des Französischen zu schützen. In den 1930er und 1940er Jahren wurde die Esperanto-Bewegung von Nationalsozialisten und dem Stalin-Regime verfolgt, da es als «jüdisch-kosmopolitisch» oder «imperialistisch» verleumdet wurde.</p><p>Weil Esperanto von keinem Staat oder Wirtschaftsraum getragen wurde, gab es keinen finanziellen Anreiz für Unternehmen oder Schulen, darin zu investieren. Mit Esperanto konnten keine Märkte erschlossen, Karriere oder Kultur gemacht werden. Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts setzte sich Englisch als Weltsprache durch und ein Erlernen bot die vorgenannten Möglichkeiten. Die Esperanto-Bewegung schwächte sich zudem auch selbst mit Debatten über Sprachreformen und Abspaltungen.</p><h3 id="bitcoin-hat-kein-machtzentrum">Bitcoin hat kein Machtzentrum </h3><p>Auch hier sieht der Kryptointeressierte Parallelen. Gibt es doch seit Anbeginn des Bitcoins immer wieder einmal Streit über Blockgrösse, Skalierung und Ähnliches, was schon zu mehreren Abspaltungen (Forks) führte. Auch führt die Dezentralität, die ein grundlegender Vorteil des Bitcoins ist, dazu, dass kein Staat, den Bitcoin nachhaltig unterstützt und als eigene Währung einführen würde, wenn man von kurzfristigen Experimenten in El Salvador und Zentralafrika absieht. Auch die Unterstützung durch US-Präsident Donald Trump dürfte sich langfristig als kontraproduktiv erweisen – da vieles schlicht nach Selbstbereicherung riecht. Staaten – insbesondere die USA – werden ihre Währung nicht aus der Hand geben, sie brauchen sie, um Wirtschafts- und Machtpolitik zu betreiben. Bitcoin hat weltweit viele Entwickler, Nutzer und Verfechter. Doch wenn es darum geht, den Bitcoin gegenüber Regierungen und Finanzindustrie zu vertreten, gibt es keine zentrale, mächtige Organisation.</p><p>Der Bitcoin hat ebenfalls das Potenzial viele Milliarden einzusparen – an Gebühren im globalen Zahlungsverkehr. Weil damit Finanzintermediären ihre Geschäftsmodell wegbrechen würde und nationale Grossbanken an Macht verlieren würden, ist der Widerstand gross. Auch haben Länder Angst ohne eigene Währung ihre Fähigkeit Schulden zu machen zu verlieren. Zahlreiche Länder arbeiten deshalb daran, ihre eigene Währung zu digitalisieren und auf die Blockchain zu bringen. Das hat weniger mit einem Bitcoin II zu tun, sondern verfolgt vielmehr den Zweck, den Bürger noch genauer steuern und überwachen zu können. Auch Blackrock &amp; Co. können nicht als Verfechter des Bitcoins angeführt werden. Der weltgrösste Asset Manager verpackt Vermögenswerte in ETF, die sich verkaufen lassen und nicht etwa, weil er von der zensurresistenten Kryptowährung überzeugt ist und diese fördern möchte.</p><h3 id="ein-flop-trotz-grosser-fanbasis">Ein Flop trotz grosser Fanbasis</h3><p>Die jüngste Ereignislosigkeit im Bitcoin-Bereich sollte deshalb den Verfechtern der Kryptowährung Sorgen machen. Auch Esperanto hat weiterhin Millionen von Fans, welche die Sprache sprechen, Online-Foren betreiben und das Projekt weiterentwickeln. Doch es ist offensichtlich, dass die Plansprache die Welt nicht mehr erobern wird. Damit den Bitcoin nicht das gleiche Schicksal ereilt, sollte jetzt die nächste Entwicklungsstufe gezündet werden. Welche das sein sollte – keine Ahnung.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Cinerius übernimmt Mehrheit an Nordlux]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/cinerius-ubernimmt-mehrheit-an-nordlux/</link>
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            <pubDate>Fr., 07 Aug. 2026 06:36:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[People]]></category>
            <category><![CDATA[Cinerius]]></category>
            <description><![CDATA[Die Zuger Vermögensverwalterin Cinerius Financial Partners AG vergrössert mit der Übernahme in Luxemburg ihren Fussabdruck im Grossherzogtum.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/2028-08-04_Cinerius_Pressefoto-1536x967.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Zuger Cinerius Financial Partners übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung am Luxemburger Vermögensverwalter Nordlux Vermögensmanagement. Nordlux verwaltet mit rund 30 Mitarbeitenden Kundenvermögen von rund einer Milliarde Euro und konzentriert sich auf deutschsprachige Kunden.</p><p>Nordlux soll mit GSLP International zusammengeführt werden, die bereits zu Cinerius gehört. Die kombinierte Gesellschaft wird über 40 Mitarbeitende beschäftigen und mehr als 1,5 Milliarden Euro verwalten. Laut Cinerius entsteht damit der grösste Luxemburger Vermögensverwalter mit Fokus auf deutschsprachige Kunden.</p><p>«Mit Nordlux und GSLP schaffen wir den grössten Luxemburger Vermögensverwalter für deutschsprachige Kundinnen und Kunden. Das ist ein starkes Signal in den Markt und ein wichtiger Schritt für den weiteren Ausbau unserer Präsenz in Luxemburg», lässt sich Cinerius-CEO Joël Schüepp in der Mitteilung zitieren.</p><p>Nordlux-Chef Markus Linnert bleibt Miteigentümer und Geschäftsführer und beteiligt sich im Rahmen der Transaktion an Cinerius. Gemeinsam mit Wolfgang Engel wird er die zusammengeführte Gesellschaft führen. Die bisherigen GSLP-Geschäftsführer Norbert Lersch und Arnd Brüggenwirth bleiben als Senior Advisors an Bord.</p><p>Mit der Übernahme steigt das von der Cinerius-Gruppe verwaltete Vermögen nach eigenen Angaben auf mehr als 19 Milliarden Euro. Der Vollzug der Transaktion und die Zusammenführung mit GSLP stehen noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen und werden im vierten Quartal 2026 erwartet.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Das Finma-Verfahren geht auch auf die Kappe der Konzernspitze]]></title>
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            <pubDate>Do., 06 Aug. 2026 07:58:28 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Zurich]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Für Zurich-Chef Mario Greco ist das Finma-Verfahren peinlich. Mit seinen jüngsten Äusserungen macht er die Sache jedoch nicht besser. Ist die Konzernstruktur Teil des Problems? ]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Bereits zweimal hat Greco versucht, die Wogen in der Affäre um das <a href="https://www.tippinpoint.ch/also-doch-greco-bestatigt-enforcement-verfahren-12-mitarbeitende-entlassen/" rel="noreferrer">Enforcement-Verfahren der Finma gegen die Zurich</a> zu glätten. Nach den Enthüllungen über das Verfahren äusserte er sich gegenüber Bloomberg und zuletzt in der «NZZ am Sonntag».</p><p>Die Stossrichtung seiner Aussagen ist klar: Das Problem liege nicht beim Konzern, sondern ausschliesslich bei der Schweizer Gesellschaft. Wörtlich sagte er: «Die Zurich Schweiz hatte sämtliche Ressourcen, um die Probleme zu beheben. Leider wurden die entsprechenden Massnahmen nicht konsequent und schnell genug umgesetzt.»</p>

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            <title><![CDATA[Festhypotheken seit Juli deutlich teurer]]></title>
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            <pubDate>Do., 06 Aug. 2026 07:30:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Markets]]></category>
            <description><![CDATA[Die Eskalation im Nahen Osten sorgt für ein ständiges Auf und Ab bei Festhypotheken. ]]></description>
            <media:content url="https://images.unsplash.com/photo-1652400090848-03de8c944142?crop&#x3D;entropy&amp;cs&#x3D;tinysrgb&amp;fit&#x3D;max&amp;fm&#x3D;jpg&amp;ixid&#x3D;M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDM3fHxJbW1vYmlsaWVuJTIwU2Nod2VpenxlbnwwfHx8fDE3ODU5OTYwNjd8MA&amp;ixlib&#x3D;rb-4.1.0&amp;q&#x3D;80&amp;w&#x3D;2000" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Zinsen für Schweizer Festhypotheken sind seit Anfang Juli markant gestiegen. Laut dem Hypotheken-Index von Moneyland erreichten zwei- und fünfjährige Festhypotheken um den 25. Juli ihre Jahreshöchststände. Zwar haben sich die Richtzinsen seither leicht zurückgebildet, liegen aber weiterhin deutlich über dem Niveau von Anfang Juli.</p><p>Im Juli sind die Zinssätze für Festhypotheken markant gestiegen: Vom 1. Juli bis zum 25. Juli legten zweijährige Festhypotheken um 0,21 Prozentpunkte auf 1,51 Prozent, fünfjährige um 0,24 Prozentpunkte auf 1,73 Prozent und zehnjährige um 0,21 Prozentpunkte auf 1,97 Prozent zu.&nbsp;</p><p>Aktuell betragen die durchschnittlichen Richtzinsen 1,42 Prozent für zweijährige, 1,65 Prozent für fünfjährige und 1,89 Prozent für zehnjährige Festhypotheken. Als Hauptgründe für den Zinsanstieg nennt Moneyland die Eskalation im Nahen Osten, höhere Ölpreise und gestiegene Schweizer Kapitalmarktzinsen.</p><p>Zwischen den Anbietern bestehen weiterhin erhebliche Preisunterschiede. Je nach Laufzeit beträgt die Differenz zwischen dem günstigsten und teuersten Angebot rund einen halben Prozentpunkt. Zudem sind Online-Hypotheken im Durchschnitt günstiger als klassische Angebote. Für die kommenden Monate erwartet moneyland.ch eine volatile Seitwärtsbewegung der Hypothekarzinsen.</p><p>Viele Immobilienbesitzer setzen auf Geldmarkthypotheken. Im ersten Halbjahr schloss jeder Vierte Saron-Hypothek ab – ein Plus von knapp 10 Prozent gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2025. Mit einem Anteil von 38 Prozent bleibt die 10-jährige Laufzeit aber weiterhin am beliebtesten.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Greco sagt nichts zum Enforcement-Verfahren +++ weitere News]]></title>
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            <pubDate>Do., 06 Aug. 2026 07:27:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Zurich]]></category>
            <category><![CDATA[Swiss Re]]></category>
            <description><![CDATA[Zürich Insurance Group und Swiss Re legen Halbjahreszahlen vor. Neue Köpfe im Management des Rückversicherers. 
]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<h3 id="zurich-steigert-gewinn-zweistellig-%E2%80%93-rekord-im-lebensversicherungsgesch%C3%A4ft">Zurich steigert Gewinn zweistellig – Rekord im Lebensversicherungsgeschäft</h3><p>(06.08.26) Die Zurich Insurance Group hat im ersten Halbjahr 2026 den Betriebsgewinn um 13 Prozent auf den Rekordwert von 4,8 Milliarden Dollar gesteigert. Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn legte um 14 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar zu. Die bereinigte Eigenkapitalrendite erreichte 27,1 Prozent.</p><p>Zum starken Ergebnis trugen alle Geschäftsbereiche bei. Besonders dynamisch entwickelte sich das Lebensversicherungsgeschäft, dessen Betriebsgewinn um 23 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar stieg. Zurich erhöhte deshalb den Ausblick und erwartet für das Gesamtjahr nun ein Gewinnwachstum von mindestens 10 Prozent. In der Schaden- und Unfallversicherung nahm der Betriebsgewinn um 16 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar zu.</p><p>Auch das US-Geschäft Farmers entwickelte sich robust. Der Betriebsgewinn stieg auf 1,2 Milliarden Dollar, während die Zahl der Versicherungsverträge um rund 215'000 zunahm. Die Kapitalausstattung bleibt mit einer SST-Quote von 266 Prozent sehr stark. In ihrer Kommunikation zu den Halbjahreszahlen ging die Zürich nicht auf das <a href="https://www.tippinpoint.ch/das-finma-verfahren-geht-auch-auf-die-kappe-der-konzernspitze/" rel="noreferrer">laufende Finma-Verfahren</a> ein. </p><hr><h3 id="swiss-re-erh%C3%B6ht-gewinn-%E2%80%93-sparziel-wird-deutlich-angehoben">Swiss Re erhöht Gewinn – Sparziel wird deutlich angehoben</h3><p>(06.08.26) Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr 2026 einen Gewinn von 2,8 Milliarden Dollar erzielt. Das entspricht einem Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alle Geschäftsbereiche steigerten ihre Gewinne. Gleichzeitig erhöhte der Konzern sein Kostensenkungsziel: Bis 2028 sollen die Betriebskosten um 500 Millionen Dollar sinken, nachdem bisher Einsparungen von 300 Millionen Dollar bis 2027 vorgesehen waren.</p><p>Im Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäft stieg der Gewinn um 18 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar, in der Lebens- und Krankenrückversicherung um 21 Prozent auf 1,0 Milliarden Dollar. Corporate Solutions steigerte den Gewinn um 14 Prozent auf 490 Millionen Dollar. Die Rendite auf Kapitalanlagen lag bei 4,0 Prozent.</p><p>Zudem kommt es zu einem Wechsel im Management: Velina Peneva übernimmt per 1. Oktober die Leitung von Life &amp; Health Re, während Martin Zingg neuer Group Chief Investment Officer wird.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Volksabstimmung über Lex UBS als leere Drohung?]]></title>
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            <pubDate>Mi., 05 Aug. 2026 08:00:10 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Balz Bruppacher]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Wenn sich die Wirtschaftskommission des Ständerats am nächsten Montag über die Lex UBS beugt, schwingt das Szenario einer Volksabstimmung mit. Das Drohpotenzial eines Referendums ist allerdings beschränkt.]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Sergio Ermotti schlug schon mal einen Pflock ein. Er habe keine Angst, wenn am Schluss das Volk über die Eigenmittelunterlegung der Auslandstöchter der Grossbank entscheide, verkündete der UBS-CEO in einem Interview der CH-Media-Zeitungen. Dass sich diese Frage überhaupt stellt, geht auf <a href="https://www.tippinpoint.ch/greift-die-finanzministerin-in-die-trickkiste/"><u>den Entscheid von Finanzministerin Karin Keller-Sutter vom Februar 2025</u></a> zurück, die Eigenmittelanforderungen für die Auslandtöchter auf Gesetzesstufe statt wie bisher in der Verordnung zu regeln. Der Entscheid liegt damit beim Parlament und im Falle eines Referendums beim Volk statt beim Bundesrat.&nbsp;</p><p>Man mag argumentieren, Keller-Sutter trage angesichts der Bedeutung des Entscheids anders als «Verordnungsminister» Albert Rösti den demokratischen Gepflogenheiten Rechnung. Böse Zungen vermuteten andererseits, die Finanzministerin halte sich so eine Hintertüre offen. Sollte die Vorlage verwässert werden, könne sie das Gesicht wahren und argumentieren, sie habe es versucht, das Parlament habe aber leider anders entschieden. Allerdings hat sich Keller-Sutter für ihre Vorlage seither derart ins Zeug gelegt, dass auch Kritiker kaum an ihren ehrlichen Absichten zweifeln.</p><p><a href="https://www.schweizheute.ch/wirtschaft/ubs-chef-sergio-ermotti-im-interview-wer-nicht-waechst-stirbt-ld.4208591?ref=tippinpoint.ch"><u>Ermotti begründete seine Gelassenheit</u></a> mit Blick auf ein mögliches Referendum damit, dass im Fall eines Volksneins alles beim Alten bliebe. Das könne ja nicht das Ziel der Kritiker sein. Eine Volksabstimmung über ein Gesetz, das vom Parlament gegen den Willen von Bundesrat, Nationalbank und Finma sowie gegen die vorherrschende Meinung der Wissenschaft verabschiedet wurde, wäre eine einzigartige Konstellation. Die Perspektive, gegen die gesamte Elite des Landes antreten zu müssen, dürfte deshalb auch beim siegesgewissen UBS-Chef&nbsp; Stirnrunzheln verursachen. Mit dem Werbeslogan «Eine Bank wie die Schweiz» könnte die UBS jedenfalls nicht in den Abstimmungskampf ziehen.</p><p>Noch ist es nicht so weit. Zunächst stellt sich die Frage, ob überhaupt das Referendum gegen eine vom Parlament verwässerte Lex UBS ergriffen würde. Was da und dort als sicher wie das Amen in der Kirche gilt, ist komplizierter. Die Linke würde zwar ein Referendum gerne ergreifen und die Unterschriften schnell zusammenbringen, vermutet der Politologe Michael Hermann. Der Abstimmungskampf wäre aber eine echte Herausforderung. Denn eine abgeschwächte Vorlage sei immerhin strenger als der Status quo. «Wer Nein stimmt, riskiert, am Ende gar nichts zu bekommen», sagt Hermann auf Anfrage von Tippinpoint und fügt hinzu: «Jene, die das Referendum ergreifen, riskieren eine Bestätigung des Kompromisskurses an der Urne.»</p><h3 id="referendum-als-dilemma-f%C3%BCr-linksgr%C3%BCn">Referendum als Dilemma für Linksgrün</h3><p>Für Linksgrün hat zudem die <a href="https://finanzplatz-initiative.ch/?ref=tippinpoint.ch"><u>Finanzplatz-Initiative</u></a> mit Stossrichtung gegen den Klimawandel Priorität. Die Initianten dürften sich wohl zweimal überlegen, daneben noch Kräfte für eine Abstimmung gegen die UBS-Regulierung zu mobilisieren. Für den Politologen Hermann steckt die Linke in der gleichen Zwickmühle wie die SVP bei der <a href="https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/themen/fza_schweiz-eu-efta/umsetzung_vb_zuwanderung.html?ref=tippinpoint.ch"><u>Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative</u></a>. «Sie hat den Inländervorrang light als Verfassungsbruch kritisiert – und trotzdem kein Referendum ergriffen, weil ein Nein bedeutet hätte: keine Umsetzung», so Hermann.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/Foto_Michael_Hermann-ce66f6eb7649.jpeg" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="1080" height="640" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/08/Foto_Michael_Hermann-ce66f6eb7649.jpeg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w1000/2026/08/Foto_Michael_Hermann-ce66f6eb7649.jpeg 1000w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/Foto_Michael_Hermann-ce66f6eb7649.jpeg 1080w" sizes="(min-width: 720px) 720px"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Politologe Hermann: «Wer Nein stimmt, riskiert, am Ende gar nichts zu bekommen.»</span></figcaption></figure><p>Für die UBS ist die Rechnung gemäss dem Politologen klar: Eine Verwässerung mit Referendumsrisiko ist besser als eine Umsetzung der Vorlage des Bundesrats. Bei letzterer hätte sie die strengere Regulierung garantiert, bei ersterer nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Ein Abstimmungskampf wäre für die Reputation der UBS sicher nicht optimal – aber der Ruf der Banken ist längst nicht mehr der von 1984. «Insofern ist das verkraftbar», sagt Hermann.&nbsp;</p><p>Der Hinweis auf 1984 betrifft die Volksabstimmung über die SP-Bankeninitiative. Sie war nach dem <a href="https://historisches-lexikon.li/Chiasso-Skandal?ref=tippinpoint.ch"><u>Chiasso-Skandal</u></a> der Schweizerischen Kreditanstalt SKA (der nachmaligen Credit Suisse) lanciert worden, scheiterte aber am 20. Mai 1984 in der Volksabstimmung mit einem Nein-Anteil vom 73 Prozent. Was als Plebiszit für das Bankgeheimnis interpretiert wurde, hatte jedoch Langzeitwirkung. Inzwischen sind fast alle Anliegen der Initiative realisiert. Für den ehemaligen SP-Präsidenten Helmut Hubacher war das Nein zur Initiative deshalb eine der erfolgreichsten Niederlagen.&nbsp;</p><h3 id="never-miss-a-good-crisis%E2%80%A6">Never miss a good crisis…</h3><p>Muss die UBS vom Powerplay gegen die Institutionen negative Langzeitfolgen befürchten? Das beispiellose Lobbying der Grossbank hat auch in wirtschaftsfreundlichen Kreisen Spuren hinterlassen. Der Politologe Hermann vermutet: «Wenn Regulierungen im Parlament verwässert werden, ist der Anreiz von Bundesrat und Finma gross, so viel wie möglich auf den Verordnungsweg zu verlagern.&nbsp;Erfolgreiches Lobbying im Parlament könnte am Ende also dazu führen, dass dort weniger zu entscheiden ist.» </p><p>Noch deutet allerdings Vieles darauf hin, dass die Zeit für die UBS spielt – und für die Gegner einer schärferen Regulierung als Folge des CS-Untergangs. Daniel Zuberbühler, Doyen der Schweizer Bankenaufsicht, formulierte zum Zeitfaktor einst: «Never miss a good crisis: rasche, radikale Re-Regulierung bevor Banker und Politiker vergessen.» Ein Test steht diesbezüglich bevor, wenn der Bundesrat nach der Sommerpause die <a href="https://www.tippinpoint.ch/finma-sieht-sich-falsch-verstanden-und-will-rasch-neue-kompetenzen/"><u>Vorlage über zusätzliche Kompetenzen für die Finma</u></a> in die Vernehmlassung gibt.&nbsp;</p><h3 id="plb-als-pfand">PLB als Pfand</h3><p>Noch hat das Parlament im Fall der UBS-Regulierung <a href="https://www.tippinpoint.ch/soll-das-parlament-den-public-liquidity-backstop-als-pfand-zurueckbehalten/"><u>ein Pfand in der Hand</u></a>: den Public Liquidity Backstop (PLB). Also jenen international gängigen Rettungsring bei Liquiditätsengpässen, den der Bundesrat der Credit Suisse auf dem Höhepunkt der Krise im Herbst 2022 zuwerfen wollte, das Vorhaben im letzten Moment aber abblies. Man habe eine destabilisierende Wirkung befürchtet, sagte Nationalbankpräsident Thomas Jordan später zum Rückzieher. Im Vorfeld der Übernahme der CS durch die UBS setzte der Bundesrat den PLB am 16. März per Notrecht in Kraft. </p><p>Die Überführung ins ordentliche Recht verzögerte sich seither mehrmals, auch wegen der Frage, was die staatliche Rückversicherung für die systemrelevanten Banken kosten soll. An der Sitzung von Anfang nächster Woche will die Wirtschaftskommission des Ständerats die Beratungen zum PLB nun fortsetzen. Die Höhe der Versicherungsprämie für die UBS wird sicher ein Thema sein. Und möglicherweise Gegenstand für Konzessionen in der Eigenmittelfrage. Denkbar wäre mit Blick auf ein mögliches Referendum auch eine Koppelung beider Vorlagen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Green Bonds erleben eine unerwartete Renaissance]]></title>
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            <pubDate>Mi., 05 Aug. 2026 07:59:47 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Impact]]></category>
            <description><![CDATA[Die Emissionen von Green Bonds ziehen in Europa wieder kräftig an. Das dürfte das Volumen der Anlageklasse weltweit auf ein neues Rekordhoch treiben.]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Der von Israel und den USA angezettelte Krieg gegen den Iran hat das Thema Energiesicherheit weit oben auf die Agenda gesetzt. Davon profitieren auch grüne Anleihen. Die angekurbelte Nachfrage nach Green Bonds hat den Rückgang der Emissionen in den USA wegen Donald Trumps «Drill Baby Drill»-Politik mehr aus ausgeglichen.</p><p>Dies jedenfalls legen Zahlen der Climate Bonds Initiative nahe, über die die FT zuerst berichtete. Gemäss der britischen Organisation wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Europa Green Bonds im Umfang von 242 Milliarden Dollar emittiert – so viel wie noch nie in einem ersten Halbjahr. Weltweit dürfte das Emissionsvolumen den bisherigen Rekord von 673 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2024 übertreffen. Damals belief sich das Volumen in Europa auf 385 Milliarden Dollar.</p><p>Die Renaissance des europäischen Green-Bond-Markts steht in deutlichem Kontrast zur Entwicklung in den USA. Dort dürfte das Emissionsvolumen das zweite Jahr in Folge zurückgehen, weil Unternehmen aus Angst vor politischen Konsequenzen in Washington ihre Umweltinitiativen weniger offensiv kommunizieren.</p><p>Das bedeutet allerdings nicht, dass sich US-Unternehmen nicht mehr für die Energiewende interessieren würden. Viele investieren weiterhin in entsprechende Projekte, verzichten jedoch bewusst darauf, diese als «grün» oder ESG-konform zu vermarkten. In der Branche hat sich dafür der Begriff «Greenhushing» etabliert.</p><h3 id="%C2%ABdrill-baby-drill%C2%BB">«Drill Baby Drill»</h3><p>US-Präsident Donald Trump verfolgt mit seiner «Drill Baby Drill»-Strategie eine Politik zur Förderung fossiler Energieträger und rühmte sich damit, «Hunderte Green-New-Deal-Projekte aus der Biden-Ära» beendet zu haben. Green Bonds sind Anleihen, mit denen Unternehmen und Staaten Kapital für Umwelt- und Klimaprojekte aufnehmen. In den vergangenen zehn Jahren hat ihre Bedeutung stark zugenommen – insbesondere in Europa, wo der Markt am weitesten entwickelt ist.</p><p>Im vergangenen Jahr wurden in Europa Green Bonds im Umfang von 374 Milliarden Dollar emittiert. Das entsprach rund 55 Prozent des weltweiten Marktes. In diesem Jahr dürfte Europa bereits nahezu zwei Drittel aller neuen Green Bonds stellen.</p><p>In den USA erreichte der Green-Bond-Markt 2021 mit 94 Milliarden Dollar seinen Höhepunkt. Seither ist das Emissionsvolumen rückläufig. 2025 wurden noch 77 Milliarden Dollar aufgenommen. Für 2026 wird ein weiterer Rückgang erwartet, nachdem im ersten Halbjahr lediglich 34 Milliarden Dollar emittiert wurden.</p><p>Besonders aktiv sind in diesem Jahr europäische Energieversorger. Im Juni nahm der spanische Energiekonzern Iberdrola über zwei Green Bonds 1,5 Milliarden Euro auf. Das deutsch-chinesische Unternehmen EEW Energy from Waste emittierte grüne Anleihen im Umfang von 550 Millionen Euro. Bereits im Februar hatte der französische Energieversorger EDF Green Bonds über 2,75 Milliarden Euro platziert.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Nach MBaer schlägt die US-Behörde FinCEN auch bei der UBS zu]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/nach-mbaer-schlagt-die-us-behorde-fincen-auch-bei-der-ubs-zu/</link>
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            <pubDate>Di., 04 Aug. 2026 07:39:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[MBaer]]></category>
            <description><![CDATA[Die Grossbank wurde wegen Verstössen gegen Geldwäschereivorschriften in den USA mit 125 Millionen Dollar gebüsst. Was macht die Finma?]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/Ermotti_240368_100320.webp" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die UBS ist von den US-Behörden wegen Verstössen gegen den Bank Secrecy Act (BSA) mit einer Busse von 125 Millionen Dollar belegt worden. Es handelt sich um die höchste jemals gegen einen Broker-Dealer verhängte Zivilstrafe wegen Verletzung des wichtigsten US-Geldwäschereigesetzes.</p><p>Das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des Finanzministeriums teilte <a href="https://www.fincen.gov/news/news-releases/fincen-assesses-historic-125-million-penalty-against-ubs-financial-services-inc?ref=tippinpoint.ch" rel="noreferrer">in einer Mitteilung mit</a>, dass die Grossbank eingeräumt habe, den sogenannten Bank Secrecy Act vorsätzlich verletzt zu haben. Die UBS habe es versäumt, ein wirksames Dispositiv zur Geldwäschereibekämpfung aufzusetzen sowie Verdachtsmeldungen über verdächtige Aktivitäten einzureichen.</p><p>In den Augen der FinCEN ist die UBS eine «Wiederholungstäterin», weshalb die Busse so hoch ausfällt. Bereits im Dezember 2018 war die Schweizer Grossbank wegen ähnlicher Mängel mit 14,5 Millionen Dollar gebüsst worden. Die nun beanstandeten Verstösse sollen sich zwischen Januar 2019 und Juni 2023 ereignet haben. Mit der Einigung werden auch Vorwürfe der Securities and Exchange Commission (SEC), der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sowie der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) beigelegt.</p><h3 id="m%C3%B6gliche-verbindungen-zu-russland">Mögliche Verbindungen zu Russland</h3><p>Die Behörden werfen der UBS unter anderem vor, ihre Sorgfaltspflichten nicht ausreichend wahrgenommen zu haben – insbesondere bei Hochrisikokunden mit Verbindungen nach Russland und Lateinamerika. Wie in der <a href="https://www.fincen.gov/system/files/2026-07/UBS-Consent-Order.pdf?ref=tippinpoint.ch" rel="noreferrer">Verfügung der FinCEN </a>nachzulesen ist, soll ein russischer Oligarch mit engen Beziehungen zu Präsident Wladimir Putin trotz Medienberichten über die Herkunft seines Vermögens sowie möglicher Geldwäscherei-Vorwürfe Konten bei der UBS eröffnet und unterhalten haben. Zudem soll der Oligarch mit einem Unternehmen in Verbindung gestanden haben, das aktiv in iranische digitale Vermögenswerte investiert gewesen sei.</p><p>Darüber hinaus werfen die Behörden der UBS vor, mehr als 60'000 Fremdwährungsüberweisungen mit einem Gesamtvolumen von über 10 Milliarden Dollar nicht angemessen überwacht zu haben.</p><p>Im Rahmen der Einigung muss UBS Financial Services zudem einen unabhängigen externen Berater beiziehen, der das Geldwäschereiprogramm überprüft und sich dabei insbesondere auf prioritäre Risiken im Bereich der Finanzkriminalität konzentriert. FinCEN nennt in diesem Zusammenhang unter anderem die US-Südwestgrenze, Drogenkartelle und möglichen Drogenhandel sowie Risiken im Zusammenhang mit Iran, Russland und Venezuela.</p><p>Die UBS erklärte in einer Stellungnahme, sie habe mit den Behörden kooperiert und erhebliche Investitionen vorgenommen, um ihr Programm zur Bekämpfung der Geldwäscherei «im Einklang mit führenden Branchenstandards» zu stärken.</p><h3 id="was-macht-die-finma">Was macht die Finma? </h3><p>In der Schweiz wurde die Behörde vor allem <a href="https://www.tippinpoint.ch/mbaer-merchant-bank-ist-geschichte-doch-viele-fragen-bleiben-offen/" rel="noreferrer">im Zusammenhang mit MBaer</a> bekannt. <a href="https://www.tippinpoint.ch/connection-zu-russland-und-iran-usa-drohen-mbaer-mit-ausschluss-aus-dem-dollar/" rel="noreferrer">Anfang Jahr erhob sie</a> gegen die Bank von Mike Bär ähnlich gravierende Vorwürfe, die zur Schliessung des Instituts durch die Finma geführt hatten. Bei MBaer ging es allerdings um eine deutlich tiefere Summe. US-Finanzminister Scott Bessent, dem die FinCEN unterstellt ist, warf der Bank vor, «im Auftrag illegaler Akteure mit Verbindungen zum Iran und zu Russland über hundert Millionen Dollar durch das US-Finanzsystem geschleust» zu haben. Ob die Finma auch im Fall der UBS aktiv wurde, ist nicht bekannt.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[10-minütiges Abschiedsvideo gibt zu reden]]></title>
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            <pubDate>Di., 04 Aug. 2026 07:38:14 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Zurich]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Sandro Meyer war 32 Jahre bei der Zurich Versicherung. Im Zuge der Finma-Untersuchungen trat er zurück. Jetzt hat er sich mit einem langen Abschiedsvideo nochmals gemeldet.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/Screenshot-2026-08-03-091646-1.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Sandro Meyer verbrachte sein ganzes Berufsleben bei Versicherungen, die meiste Zeit davon bei der Zurich. In den insgesamt 38 Jahren erlebte er «keinen einzigen Tag, den ich anders erleben möchte», schreibt er auf der Plattform LinkedIn. Vor sieben Monaten habe er seine Verantwortung abgegeben. Es sei Zeit, danke zu sagen – an all die tollen Menschen, die ihn in den vielen Jahren begleitet haben.</p><p>An die Botschaft angehängt ist ein zehnminütiges <a href="https://www.youtube.com/watch?v=eVLNvdU4vY4&ref=tippinpoint.ch" rel="noreferrer">Video</a>, das ihn auf einem Vita-Parcours zeigt, im Fitnessstudio, auf dem Hometrainer am See, auf dem Golfplatz und in seinem Homeoffice. Die Strecke mit dem Vita-Parcours ist logischerweise gewollt, da die Zurich im BVG-Bereich eng mit der Vita Sammelstiftung zusammenarbeitet – just an der Schnittstelle, die nun zum <a href="https://www.tippinpoint.ch/also-doch-greco-bestatigt-enforcement-verfahren-12-mitarbeitende-entlassen/" rel="noreferrer">Enforcement-Verfahren</a> geführt hat.</p><h3 id="schl%C3%BCsselfigur-im-lebensgesch%C3%A4ft-der-zurich">Schlüsselfigur im Lebensgeschäft der Zurich</h3><p>Meyer war eine Schlüsselfigur im Lebensgeschäft der Zurich. Er war Head Life und sass in der Geschäftsleitung der Zurich Schweiz. Er war verantwortlich für das gesamte Lebensversicherungsgeschäft für Privat- und Unternehmenskunden in der Schweiz. Der Geschäftsbereich zählt über 300 Vollzeitstellen. Sandro Meyer war unter anderem zuständig für die Geschäfte, die von der Finma im Rahmen eines Enforcement-Verfahrens untersucht werden.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/Screenshot-2026-08-03-084453.jpg" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="847" height="477" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/08/Screenshot-2026-08-03-084453.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/Screenshot-2026-08-03-084453.jpg 847w" sizes="(min-width: 720px) 720px"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Sandro Meyer (Linkedin/Youtube)</span></figcaption></figure><p>Im Video betont er, wie wichtig die Ländergesellschaften bei einer Versicherung seien, auch die die Karriere künftiger Topmanager. Die Ländergesellschaften seien der Ort, wo das Business stattfindet. Zum Schluss des Videos bedankt sich Meyer lange bei seinen Mitarbeitern und bei seinen Kollegen bei der Zürich. Der Dank für die Kolleginnen und Kollegen der Zurich Group «am Mythenquai unten» fällt dagegen knapp aus.   </p><p>Angesichts der Ereignisse schütteln viele in- und ausserhalb der Zurich den Kopf über die Videobotschaft. Selbst die «NZZ am Sonntag» zeigte sich irritiert über Versicherungsmanager, der mit dem Kopf nach unten an einer Reckstange baumelt, bevor er sich zum nächsten Posten auf dem Vita-Parcours macht.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Die UBS hat die Personalsuche für die USA-Expansion gestartet]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/die-ubs-hat-die-personalsuche-fur-die-usa-expansion-gestartet/</link>
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            <pubDate>Mo., 03 Aug. 2026 08:02:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Die Grossbank sucht nach Personal für den Ausbau ihres US-Geschäfts – und lockt mit hohen Grundlöhnen.]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Sergio Ermotti will in den USA Gas geben und sucht nach Personal. Die hauseigene Jobplattform zählt aktuell 233 offene Stellen. Einige dieser Ausschreibungen stehen in Zusammenhang mit den Plänen der Bank, vermehrt Retail-Dienstleistungen in den USA anbieten zu können.</p><p>Die UBS hat Anfang Jahr eine nationale US-Banklizenz erhalten, die es ihr erlaubt, zu einer Universalbank in der grössten Volkswirtschaft der Welt zu werden. Die UBS ist die einzige ausländische Bank, die in den USA eine Vollbanklizenz erworben hat.</p>

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            <title><![CDATA[Wann platzt die Blase?]]></title>
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            <pubDate>Mo., 03 Aug. 2026 08:01:41 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Bulle und Bär]]></category>
            <category><![CDATA[Markets]]></category>
            <category><![CDATA[Microsoft]]></category>
            <description><![CDATA[Jüngst hat es bei Aktien im Bereich der künstlichen Intelligenz extreme Kurssprünge gegeben. Der mitinvestierte Bulle glaubt an eine Fortsetzung der Hausse. Der Bär sieht die Ausschläge als klares Warnsignal.]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bulle:</strong> Die KI-Rally geht weiter. Microsoft, einer meiner Lieblinge aus den USA, hat sehr gute Zahlen geliefert. Das tut meiner Aktionärsseele gut. Ein Tagesplus von fast 16 Prozent für Microsoft am letzten Donnerstag, am Tag darauf folgten die Südkoreaner, SK Hynix plus 30 Prozent und Samsung Electronics plus 27 Prozent, und dann noch Amazon mit plus 15 Prozent.</p><p><strong>Bär:</strong> Völlig verrückt, der Börsenwert von Microsoft hat sich an einem Tag um 450 Milliarden Dollar erhöht. Allein diese Tagesveränderung übertrifft die knapp 350 Milliarden Dollar, die unser Pharmamulti Roche als wertvollste Schweizer Börsengesellschaft insgesamt auf die Waage bringt.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/Chart-8_2_2026-5_07_09-PM.png" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="975" height="501" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/08/Chart-8_2_2026-5_07_09-PM.png 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/08/Chart-8_2_2026-5_07_09-PM.png 975w" sizes="(min-width: 720px) 720px"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Plus 450 Milliarden Dollar in einem Tag: Kursentwicklung Microsoft (LSEG, FT)</span></figcaption></figure><p><strong>Bulle:</strong> Ja. Think big. Wer nicht gross denken kann, bringt es nie zu etwas. The sky is the limit.</p><p><strong>Bär:</strong> Wenn es sogar bei den Giganten zu so absurden Kurssprüngen kommt und wenn Phrasendrescher wie du Hochkonjunktur haben, kann das Top dieser Hausse nicht mehr weit sein.</p><p><strong>Bulle:</strong> Natürlich, nach deiner Ansicht ist das eine Börsenblase. Zum wievielten Mal hast du mir jetzt schon eine Blase prophezeit?</p><p><strong>Bär: </strong>Gut ja, ich mahne seit längerem. Erfolglos. Vernunft ist nichts für Irrationalisten. </p><p><strong>Bulle:</strong> Was heisst da irrational? Der mir bekannte Markttechniker Alfons Cortés meinte noch jüngst, es sei eine gesunde Hausse. Dafür spricht die Marktbreite, viele und unterschiedliche Aktien nehmen an der Hausse teil. Anders wäre es, wenn der Markt eng und enger würde. Das wäre ein klassisches Signal, das einem Bärenmarkt vorangeht.</p><p><strong>Bär:</strong> Jaja, die Charttechniker nehmen sich und ihre Marktbreite wichtig. Marktbreite gut, alles gut, so kommt es mir manchmal vor. Für mich absurd. Irrational. </p><p><strong>Bulle:</strong> Du verschliesst dich allem, was nicht in dein Weltbild passt. Schon mein Lieblingsschriftsteller Joseph Roth meinte, dass der sogenannte realistische Mensch in der Welt unzugänglich dasteht, wie eine Ringmauer aus Zement und Beton.</p><p><strong>Bär:</strong> Ich bin kein Träumer, ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und ich sehe, was ich sehe. Zeichen für eine Blase.</p><p><strong>Bulle:</strong> Bereits der legendäre US-Notenbanker Alan Greenspan verneinte, dass man Spekulationsblasen im Voraus zweifelsfrei erkennen könne.</p><p><strong>Bär:</strong> Im Alter hat er manches etwas anders gesehen. Wie auch immer, man kann die Leute beobachten. Herrscht Angst, herrscht Gier? Heute sind die Anleger doch extrem risikofreudig. Wenn sie Angst haben, dann davor, etwas zu verpassen. Das zeigt schon das elendige Buy-the-dip-Verhalten. Jede Art von Kursrücksetzer gilt schnell als Kaufgelegenheit.</p><p><strong>Bulle:</strong> Für mich hat sich buy the dip in den letzten Jahren ausgezahlt. Mehr als genug. Und wenn ich mich umhöre in meinem Umfeld, zeigen sich viele meiner Anlegerkollegen durchaus vorsichtig. </p><p><strong>Bär:</strong> So etwas hat die Qualität einer Strassenumfrage. Es gibt Fakten.</p><p><strong>Bulle:</strong> Harte Fakten, die für eine Blase sprechen? Überrasch mich.</p><p><strong>Bär:</strong> Wie gross die Sorglosigkeit ist, zeigt sich am besten daran, wie viele Leute Aktien auf Pump kaufen. Schau dir die <a href="https://www.finra.org/rules-guidance/key-topics/margin-accounts/margin-statistics?ref=tippinpoint.ch" rel="noreferrer">Margin-Debt-Daten der Finra</a> an. In den USA sind die Kredite der Anleger bei ihren Brokern auf das luftige Hoch von 1,5 Billionen Dollar gestiegen, über 4,5 Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts. Auf dem Top der Dotcom-Blase 2000 waren es nur 3 Prozent. Auch die Südkoreaner hat das Spekulationsfieber erfasst. Da fehlt es eindeutig an Bodenhaftung. </p><p><strong>Bulle:</strong> Dann bleib halt am Boden. Du hast Angst vor dem Fliegen. Ich halte mich an meine Regel, Gewinne laufen zu lassen. The sky is the limit. </p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Nur die Nationalbanken halten den Goldmarkt in Schwung]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/nur-die-nationalbanken-halten-den-goldmarkt-in-schwung/</link>
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            <pubDate>Fr., 31 Juli 2026 07:45:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Markets]]></category>
            <category><![CDATA[Gold]]></category>
            <description><![CDATA[Obwohl der Goldpreis deutlich zurückkam, blieb die Nachfrage stabil. Westlichen Privatinvestoren scheint der «Inflationsschutz» langsam teuer zu werden.]]></description>
            <media:content url="https://images.unsplash.com/photo-1624365168775-0110f8105e7d?crop&#x3D;entropy&amp;cs&#x3D;tinysrgb&amp;fit&#x3D;max&amp;fm&#x3D;jpg&amp;ixid&#x3D;M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDY2fHxHb2xkfGVufDB8fHx8MTc4NTQ0MzkyNHww&amp;ixlib&#x3D;rb-4.1.0&amp;q&#x3D;80&amp;w&#x3D;2000" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachfrage nach Gold blieb im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 1269 Tonnen (t) unverändert. Dies zeigt der Bericht «Gold Demand Trends» des World Gold Council (WGC). Dabei muss man sich vor Augen halten, dass im 2. Quartal 2025 die Unze Gold im Schnitt rund 1000 Dollar tiefer notierte als in der diesjährigen Vergleichsperiode. Vom 1. April 2026 bis Ende des zweiten Quartals fiel der Preis für eine Unze Gold jedoch von 4760 auf 4000 Dollar zurück.</p><p>Dass die Edelmetall-Nachfrage stabil blieb, ist einzig und allein den Notenbanken zuzuschreiben. Während alle Bereiche von Anlagen in Barren und Münzen, Schmuck, ETF im Vergleich zum ersten Quartal etwas bis deutlich zurückgingen, legten allein die Käufe der Notenbanken deutlich zu, die im ersten Quartal jedoch auch deutlich eingebrochen waren.</p><h3 id="sp%C3%BCrbare-marktbereinigung">Spürbare Marktbereinigung</h3><p>Interessant ist der Blick auf den bisherigen Jahresverlauf. Nach einem spekulativen Rekordauftakt zu Jahresbeginn folgte im Frühjahr eine spürbare Marktbereinigung und Neuausrichtung. An 28. Januar erreichte die Notierung für das Edelmetall mit über 5400 Dollar ein Rekordhoch – mittlerweile bewegt sich der Kurs auf rund 4000 Dollar. Unter dem nachlassenden Preis litt die Nachfrage aber nicht. Im Vergleich zum ersten Quartal stieg die Goldnachfrage im zweiten Quartal 3,1 Prozent von 1231 auf 1269 Tonnen.&nbsp;</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Chart-7_31_2026-1_10_00-AM.png" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="975" height="501" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/Chart-7_31_2026-1_10_00-AM.png 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Chart-7_31_2026-1_10_00-AM.png 975w" sizes="(min-width: 720px) 720px"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Preis pro Unze Gold in Dollar (LSEG/FT)</span></figcaption></figure><p>Der Bericht «Gold Demand Trends» erfasst die Nachfrage durch Schmuck, Technologie, Zentralbanken, Barren und Münzen, ETF sowie ausserbörsliche Aktivitäten (OTC). Der Goldpreis lag im zweiten Quartal im Schnitt leicht über 4500 Dollar, das waren 8 Prozent weniger als im ersten Quartal, aber 37 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. In den ersten sechs Monaten stieg die Nachfrage zum ersten Halbjahr um 2 Prozent auf geschätzte 2522 t im Wert von 380 Milliarden Dollar.</p><h3 id="polen-kauft-am-meisten">Polen kauft am meisten</h3><p>Louise Street, Senior Marktes Analyst beim World Gold Council, kommentiert in der Pressemitteilung zum Bericht: «Während die Zuflüsse in Gold-ETF parallel zu den Preisen zurückgingen, trugen anhaltende Käufe durch Zentralbanken und das Wachstum bei OTC-Anlagen dazu bei, dass die Gesamtnachfrage nach Gold im ersten Halbjahr leicht anstieg».</p><p>Zentralbanken – und andere staatliche Institutionen – stockten ihre Reserven im zweiten Quartal um netto 289 Tonnen auf – ein Anstieg um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotz des stärkeren zweiten Quartals blieb die Nachfrage im ersten Halbjahr aufgrund der schwächeren Aktivität im ersten Quartal unter den hohen Niveaus der vergangenen Jahre. Gemäss Krishan Gopaul, Senior Analyst EMEA beim World Gold Council, stammt der Grossteil der Nachfrage aus Schwellenländern. Polen (51 t), China (33 t). Usbekistan (16t) und Kasachstan (15 t) waren die grössten Käufer.</p><h3 id="alle-im-kaufmodus">Alle im Kaufmodus</h3><p>Gopaul bestätigt die Vermutung von Tippinpoint, dass einige der Zentralbanken zugekauft hatten, damit das Volumen von 289 Tonnen zustande kam.&nbsp; Die Umfrage des WGC zu den Goldreserven der Zentralbanken ergab, dass 45 Prozent der Befragten beabsichtigen, ihre eigenen Goldreserven in den nächsten 12 Monaten aufzustocken, was die anhaltende Bedeutung von Gold in den offiziellen Reserven unterstreicht. «Die effektiven Zahlen erfahren wir aber erst mit Verzögerung, momentan verarbeitn wir die Juni Zahlen», so der WGC-Analyst.</p><h3 id="ein-riesiger-graubereich">Ein riesiger Graubereich</h3><p>Dass hier einiges interpretierbar und in der Schwebe ist, zeigt eine Fussnote im Bericht. Dort heisst es: «Auf der Grundlage neu verfügbarer Marktdaten und zusätzlicher Analysen wurde die Schätzung für die Goldnachfrage der Zentralbanken im ersten Quartal 2026 von 244 Tonnen auf 57 Tonnen revidiert. Die Differenz von 187 Tonnen wurde als ausserbörsliche (OTC) und sonstige Nachfrage neu klassifiziert». Mit 244 Tonnen hätten die Notenbanken im üblichen Umfang der vergangenen Jahre gekauft, der Rückgang auf 57 Tonnen ist ungewöhnlich. «Die OTC-Transaktionen fanden vor allem in Asien statt, insbesondere im zweiten Quartal», präzisiert Gopaul.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Krishan_Gopaul.jpg" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="1200" height="1200" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/Krishan_Gopaul.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w1000/2026/07/Krishan_Gopaul.jpg 1000w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Krishan_Gopaul.jpg 1200w" sizes="(min-width: 720px) 720px"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Krishan Gopaul (Quelle: HO)</span></figcaption></figure><p>Das World Gold Council versteht unter dem OTC-Handel (Over-the-Counter oder ausserbörslicher Handel) den direkten Kauf und Verkauf von Gold zwischen zwei Parteien ohne die Einschaltung einer zentralen Börse. Dieser dezentrale Markt – historisch stark um den Londoner Großhandelsmarkt zentriert – zeichnet sich durch individuelle Verträge, grosse Volumina und eine geringere regulatorische Sichtbarkeit aus. Gopaul räumt ein, dass es in diesem Bereich einen gewissen Graubereich gebe. Diese OTC-Aktivitäten, also vor allem die Nachfrage asiatischer Investoren, legte im zweiten Quartal deutlich um 34 Prozent auf 327,1 Tonnen zu und war eine der Stützen des Marktes.</p><h3 id="schmuck-zu-teuer">Schmuck zu teuer</h3><p>Die Investitionen in Gold-ETF, Goldbarren und Goldmünzen gingen im 2. Quartal auf 262 Tonnen zurück (von 539,2 Tonnen im 1. Quartal), da der sinkende Goldpreis im zweiten Quartal die zu Jahresbeginn beobachtete starke Dynamik dämpfte. «Es dürfte eine Mischung aus zunehmender Sorge wegen Inflation und Geopolitik sowie dem hohen Preis sein, der die Nachfrage dämpfte», sagt der WGC-Analyst. Auffällig ist, dass bei goldgedeckten ETF nicht nur die Nachfrage nachliess, sondern es sogar zu Abflüssen von 44,8 Tonnen kam. Gopaul will hier aber keinen Trend weg von ETF erkennen, da für das gesamte Halbjahr ein Zufluss bei Gold-ETFs zu verzeichnen sei.</p><p>«Das Einkommensniveau und der Goldpreis haben einen direkten Einfluss auf die Schmucknachfrage», sagt Gaul. Die hohen Preise belasteten die Nachfrage im zweiten Quartal weiterhin, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent zurückging. Die Konsumenten steigen vermehrt auf andere Edelmetalle um. Doch nur die Absatzmenge sank, wertmässig stieg die Goldschmucknachfrage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent.</p><h3 id="das-angebot-ist-ziemlich-statisch">Das Angebot ist ziemlich statisch</h3><p>«Die Erwartung an die Zinsschritte des Federal Reserve sind wahrscheinlich bis zum Jahresende im Goldmarkt eingepreist», antwortet der Analyst auf die Frage, ob es denn Goldmarkt grundlegend verändert hätte, wenn die US-Notenbank diese Woche die Zinsen angehoben hätte.&nbsp;</p><p>Der Goldpreis wird nicht nur von der Nachfrage «gemacht», sondern ebenso vom Angebot. Dieses blieb im zweiten Quartal mit 1269 t im Vergleich zum ersten Viertel fast unverändert – auch in den Vorquartalen bewegte sich der Minenausstoss auf diesem Niveau. «Die Produktion ist weniger preissensitiv und kann kurzfristig nicht verändert werden», sagt Gopaul. Im Moment sei das Angebot kein entscheidender Faktor für den Preis.</p><p>Fazit: Der Markt wird im zweiten Halbjahr voraussichtlich weiterhin vom Investmentbereich angeführt werden, wobei einerseits die OTC-Aktivitäten von asiatischen Investoren getrieben wird, andererseits die Nachfrage nach Gold-ETF enger mit den Realrenditen, den Erwartungen an die US-Geldpolitik und dem Dollarkurs verknüpft sind. Unabhängig davon bleiben die Zentralbanken – vor allem aus Schwellenländern – bedeutende Käufer.</p><hr><h2 id="schweiz-barren-gewinnen-gegen%C3%BCber-m%C3%BCnzen-an-bedeutung"><strong>Schweiz: Barren gewinnen gegenüber Münzen an Bedeutung</strong></h2><p>Der Schweizer Edelmetallhändler Philoro spürte den vom World Gold Council verbuchten statistischen Rücksetzer allerdings nicht, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Vielmehr verzeichnet Philoro Schweiz bezüglich Verkauf von Barren und Münzen aus Gold und Silber im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Umsatzsteigerung. «Die Anzahl Transaktionen ging zwar zurück, aber die Warenkörbe wurden erheblich grösser. Selbst im Privatkundengeschäft stieg der Durchschnittskorb um gut 42 Prozent». Auch bezüglich Stückelungen habe sich gezeigt, dass Gold- und Silberbarren gegenüber den Münzen an Bedeutung gewonnen haben. Gemessen an der verkauften Stückzahl war bei den Goldmünzen das Goldvreneli 20 Franken am beliebtesten, gefolgt vom Krügerrand und dem Wiener Philharmoniker jeweils 1 Unze. Ebenfalls gemessen an der Stückzahl war bei Silber der Maple Leaf 1 Unze am meisten gefragt. Beim Ankauf von Gold und Silber hat der Anteil von Altgold und Altsilber in Form von Schmuck, Silberbesteck, Dentalgold und ähnlichem bei Philoro im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr deutlich zugenommen, während der Ankauf von Anlageprodukten in Form von Münzen und Barren zurückgegangen ist. <em>(gru)</em></p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[SNB schreibt 31 Milliarden Franken Gewinn auf Fremdwährungspositionen]]></title>
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            <pubDate>Fr., 31 Juli 2026 07:41:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[SNB]]></category>
            <description><![CDATA[Die Schweizerische Nationalbank erzielte im ersten Halbjahr einen Gewinn von über 25 Milliarden Franken – einen happigen Verlust gab es beim Gold.]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Schweizerische Nationalbank weist für das erste Halbjahr 2026 einen Gewinn von 25,2 Milliarden Franken aus. Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen belief sich auf insgesamt 31,7 Milliarden Franken. Die Zins- und Dividendenerträge betrugen 6,7 Milliarden beziehungsweise 1,7 Milliarden Franken. Die Zinsaufwände beliefen sich auf 400 Millionen Franken.</p><p>Mit Zinspapieren und -instrumenten setzte es Kursverluste in der Höhe von 1,7 Milliarden Franken ab. Mit Aktien und anderen Beteiligungsinstrumenten erzielte die SNB einen Gewinn von 22,9 Milliarden Franken. Die wechselkursbedingten Gewinne beliefen sich auf insgesamt 2,5 Milliarden Franken.</p><h3 id="bewertungsverlust-auf-dem-goldbestand"><strong>Bewertungsverlust auf dem Goldbestand</strong></h3><p>Der deutliche Kursrückgang des Goldes bescherte der Notenbank einen Verlust von 6,4 Milliarden Franken. Ende 2025 kostete ein Kilogramm Gold 110’919 Franken; Ende Juni lag der Kilopreis bei 104’812 Franken. Die SNB hat im ersten Halbjahr weder Gold gekauft noch verkauft.</p><p>Der Gewinn auf den Frankenpositionen betrug insgesamt 0,1 Milliarden Franken. Er resultierte im Wesentlichen aus der Verzinsung der Sichtguthaben auf Girokonten und aus sogenannten liquiditätsabschöpfenden Operationen. Die SNB schöpft Liquidität mit Repogeschäften und mit eigenen Schuldverschreibungen ab.</p><p>Wie die SNB mit Blick auf mögliche Ausschüttungen an Bund und Kantone in einer Mitteilung schreibt, müsse sie Rückstellungen bilden, welche es erlauben, die Währungsreserven auf der geld- und währungspolitisch erforderlichen Höhe zu halten. Die Zuweisung für das laufende Geschäftsjahr wird Ende Jahr festgelegt.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Bitget-Chefanalyst: Bitcoin wird seine Dominanz schrittweise verlieren]]></title>
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            <pubDate>Do., 30 Juli 2026 11:02:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Bitget]]></category>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <category><![CDATA[Tokenisierung]]></category>
            <category><![CDATA[Blackrock]]></category>
            <category><![CDATA[JP Morgan]]></category>
            <category><![CDATA[Visa]]></category>
            <description><![CDATA[Bitget-Chefanalyst Ryan Lee erklärt, weshalb die Blockchain selbst kaum vom Tokenisierungsboom profitiert, warum Bitcoin seine Dominanz verlieren könnte und weshalb der digitale Euro eher Visa und Mastercard als Kryptowährungen herausfordert.]]></description>
            <media:content url="https://images.unsplash.com/photo-1559445368-b8a993676d7a?crop&#x3D;entropy&amp;cs&#x3D;tinysrgb&amp;fit&#x3D;max&amp;fm&#x3D;jpg&amp;ixid&#x3D;M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDQxfHxCbG9ja2NoYWlufGVufDB8fHx8MTc4NTM4NzQwMnww&amp;ixlib&#x3D;rb-4.1.0&amp;q&#x3D;80&amp;w&#x3D;2000" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[

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        </item>
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            <title><![CDATA[Julius Bär: Langjähriger Medienchef Jan Vonder Muehll tritt nach 17 Jahren ab]]></title>
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            <pubDate>Do., 30 Juli 2026 10:16:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Julius Bär]]></category>
            <category><![CDATA[People]]></category>
            <description><![CDATA[Während fast 17 Jahren hatte er die Verantwortung für Media Relations und Kommunikation bei der Privatbank. Jetzt geht er.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Julius_Baer_250249_080257-1.webp" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Nach fast 17 Jahren Verantwortung für Media Relations und Kommunikation bei Julius Bär habe er sich entschieden, die Bank Julius Bär zu verlassen, schreibt Jan Vonder Muehll in einem E-Mail. Es sei die Zeit gekommen, einen Schritt zu machen.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/1578502005313.jpg" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="200" height="200"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;"> Jan Vonder Muehll (Linkedin)</span></figcaption></figure><p>Das ist der zweite gewichtige Abgang in der Kommunikationsabteilung der Bank nach <a href="https://www.tippinpoint.ch/larissa-alghisi-verlaesst-julius-baer/" rel="noreferrer">Larissa Alghisi</a>, die vor einem Jahr zurücktrat. Bank-CEO Stefan Bollinger versucht, einen völlig neuen Stil in der Bank zu etablieren, und hat sich damit auf eine Gratwanderung begeben.</p><p>Der frühere Goldman-Sachs-Banker hat Anfang Jahr Cindy Leggett-Flynn als neue Kommunikationschefin der Bank installiert. Sie kam wenige Monate vor der Pleite zur Credit Suisse und musste die Bank im Zuge der Zusammenlegung mit der UBS wieder verlassen.</p><p>Im Schreiben lässt Jan Vonder Muehll offen, was er nach einer Auszeit in Zukunft machen will. Ob er danach etwas völlig Neues anpacken werde oder doch wieder etwas Vertrautes, sei völlig offen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[«Stimmt nicht» – Mario Grecos scharfes Urteil stösst auf Widerspruch]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/stimmt-nicht-mario-grecos-scharfes-urteil-stosst-auf-widerspruch/</link>
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            <pubDate>Mi., 29 Juli 2026 08:05:43 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Zurich]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Zurich-CEO Mario Greco hat das Schweigen zum Finma-Enforcement gebrochen. Doch seine Aussagen zu den Ursachen und personellen Konsequenzen werden kritisiert. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Quai-Zurich-Campus-entrance-2.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem am Montag die Zurich ihr Schweigen zum Enforcement-Verfahren der Finma gebrochen hatte, ging CEO Mario Greco in die Offensive und gab Bloomberg ein kurzes Interview. Die Zurich Insurance Group habe im Zuge des Verfahrens mehr als zwölf Mitarbeitende entlassen. «Es ist bedauerlich, dass wir das Problem nicht selbst entdeckt haben – trotz aller Audits und Kontrollen, die wir durchführen», sagte er. Vereinbarte Korrekturmassnahmen seien nicht umgesetzt worden, was letztlich zum Enforcement-Verfahren geführt habe.</p><p>Es sind Sätze, die es in sich haben – und auf scharfen Widerspruch stossen. Es stimme nicht, dass vereinbarte Kontrollmassnahmen der Finma intern nicht umgesetzt worden seien, sagt eine Quelle mit Kenntnissen der Vorgänge zu Tippinpoint. Auch stimme es nicht, dass mehr als zwölf Mitarbeitende entlassen worden seien. Einige Mitarbeitende, die im fraglichen Bereich beschäftigt gewesen seien, hätten selbst gekündigt. «Ihre Arbeitsverhältnisse sind nicht forciert beendet worden», sagt die Quelle. Eine andere Quelle innerhalb des Zurich-Konzerns stützt hingegen die Darstellung von Mario Greco.</p><p>Es ist aussergewöhnlich, dass sich der CEO eines regulierten Unternehmens bereits vor Abschluss eines Enforcement-Verfahrens öffentlich derart klar positioniert, Fehler einräumt und auf Schuldige zielt. Ob das kommunikativ clever war, sei dahingestellt. Ebenso, ob es klug war, ein die Schweizer Aktivitäten betreffendes Verfahren auf einer amerikanischen Daten- und Nachrichtenplattform zu kommentieren.</p><p>Das Finma-Verfahren ist ein heftiger Ausrutscher für das Topmanagement der Zurich – einerseits für Konzernchef Mario Greco, andererseits für Chief Risk Officer Peter Giger. Dieser nahm 2019 Einsitz in die Konzernleitung. Er kam von der Finma, wo er zwischen 2014 und 2018 den Versicherungsbereich des Regulators leitete.</p><h3 id="vita-%C2%ABgelder-jederzeit-sicher%C2%BB">Vita: «Gelder jederzeit sicher»</h3><p>Am Dienstag veröffentlichte auch die Vita Sammelstiftung eine Stellungnahme zu den Vorgängen. Die Finma habe im Rahmen ihrer Aufsicht «Beanstandungen gegen unsere Dienstleistungspartnerin Zurich Lebensversicherungs-Gesellschaft AG erhoben und ein sogenanntes Enforcement-Verfahren eröffnet», heisst es darin. Die Stiftung sei eine rechtlich und organisatorisch selbständige Vorsorgeeinrichtung, betonte Vita. Die Gelder der Versicherten seien «jederzeit sicher und werden zweckgebunden» für die berufliche Vorsorge der Destinatärinnen und Destinatäre verwendet.</p><p>Die «Weiterentwicklung in Richtung Autonomie» sei für die Sammelstiftung seit Längerem ein Thema und «integraler Bestandteil ihrer strategischen Weiterentwicklung», sagte Stefan Wyss, Präsident des Stiftungsrats. Die «aktuellen Ereignisse» hätten diesen Schritt beschleunigt. Die teilautonome Sammelstiftung Vita ist eng mit dem Zurich-Konzern verbunden.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[UBS: Im Wealth Management explodieren die Kosten – 4500 Jobs weg]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/ubs-im-wealth-management-explodieren-die-kosten-4500-jobs-weg/</link>
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            <pubDate>Mi., 29 Juli 2026 07:55:21 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Die Kosten im Wealth Management der Grossbank überschreiten die Schwelle von 5 Milliarden Dollar. Die Zahl der Beschäftigten sinkt unter 100’000.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/photo-1680768805108-da38829e233a.jpeg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die UBS hat im zweiten Quartal 2026 einen Reingewinn von 2,8 Milliarden Dollar erzielt. Für das erste Halbjahr summiert sich der Gewinn auf 5,8 Milliarden Dollar. Die verwalteten Vermögen stiegen auf 7,3 Billionen Dollar.</p><p>Im Wealth Management konnte die Grossbank den Gesamtertrag um 13 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar steigern. Gleichzeitig zogen jedoch die Kosten weiter an. Der Geschäftsaufwand stieg auf bereinigter Basis um 6 Prozent und durchbrach erstmals die Marke von 5 Milliarden Dollar in einem Quartal. Haupttreiber dafür waren höhere variable Vergütungen für Kundenberater infolge der gestiegenen Erträge, wie die Bank in einer Mitteilung schreibt.</p><p>Die Cost-Income-Ratio im Wealth Management lag bei 73,6 Prozent beziehungsweise bereinigt bei 71,5 Prozent. Positiv entwickelte sich das Neugeldgeschäft: Der Nettozufluss belief sich auf 35,5 Milliarden Dollar, während die verwalteten Vermögen gegenüber dem Vorquartal um 274 Milliarden auf knapp 4,95 Billionen Dollar zunahmen.</p><p>Auch die Investment Bank steigerte ihren Ertrag wie erwartet deutlich. Der Bereich erwirtschaftete einen Vorsteuergewinn von 1,15 Milliarden Dollar, während die Erträge um 26 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar zunahmen. Getrieben wurde das Wachstum vor allem vom Handelsgeschäft sowie vom Investment Banking.</p><p>Im Vergleich zu den grossen US-Investmentbanken fiel die Entwicklung allerdings weniger berauschend aus. Während die grossen Konkurrenten wie Goldman Sachs, JP Morgan oder Morgan Stanley im Handels- und Beratungsgeschäft von aussergewöhnlich starken Kapitalmärkten profitierten, blieb das Wachstum der UBS-Investmentbank hinter den Wall-Street-Grössen zurück.</p><h3 id="beschleunigter-stellenabbau">Beschleunigter Stellenabbau&nbsp;</h3><p>Der Personalabbau geht unvermindert weiter. Wie im Quartalsbericht nachzulesen ist, sank die Zahl der UBS-Beschäftigten erstmals seit der Übernahme der Credit Suisse unter die Marke von 100’000. Per Ende Juni zählte die Bank 99’085 interne Beschäftigte. Rechnet man die Contractors dazu, sind es 112’388. Im abgelaufenen Quartal hat die Bank deutlich mehr Personen entlassen als in den vergangenen Monaten. Insgesamt waren es 4500 Jobs – davon allein 2500 interne Stellen.</p><h3 id="neues-aktienr%C3%BCckkaufprogramm">Neues Aktienrückkaufprogramm</h3><p>Ausserdem hat die UBS ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt, das bis spätestens Ende des zweiten Quartals 2027 laufen soll und Rückkäufe im Wert von 3 Milliarden Dollar vorsieht. In den nächsten drei Monaten sollen Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar zurückgekauft werden. Bis Mitte Juli 2026 hatte die UBS im Jahr 2026 Aktien im Gesamtwert von 3 Milliarden Dollar zurückgekauft.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Das Leonteq-Paradox: Warum die Aktie ein Kauf ist]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/das-leonteq-paradox-warum-die-aktie-ein-kauf-ist/</link>
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            <pubDate>Di., 28 Juli 2026 10:00:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Bulle und Bär]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Bulle und Bär]]></category>
            <category><![CDATA[Leonteq]]></category>
            <category><![CDATA[Markets]]></category>
            <description><![CDATA[Der Derivatespezialist war einst ein Überflieger an der Börse. Heute ist seine Zukunft ungewiss. Trotz unterschiedlicher Meinung darüber sind sich Bulle und Bär für einmal im Anlageurteil einig. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/ChatGPT-Image-20.-Juli-2026--10_06_17.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bulle:</strong> Leonteq ist zurück. Sie haben im ersten Halbjahr geliefert und nach dem letztjährigen Verlust wieder Gewinn gemacht. Sie sind auf einem richtigen Weg. Ich habe einen schönen Betrag in diese Aktien investiert.&nbsp;</p><p><strong>Bär:</strong> Ich bin schon ein wenig länger investiert.</p><p><strong>Bulle:</strong> Du, als risikoaverser Pessimist? Dass ich das noch erleben darf, dass wir einmal auf derselben Seite sind.&nbsp;</p><p><strong>Bär:</strong> Wir sind zwar beide Leonteq-Aktionäre, aber kaum aus den gleichen Überlegungen heraus.</p><p><strong>Bulle: </strong>Ich habe Leonteq seit dem März auf meinem Radar gehabt, seit die Raiffeisen ihre Beteiligung grossteils an Rainer-Marc Frey verkaufte. Er hält jetzt mit Mitinvestoren 30 Prozent an Leonteq. RMF hat eine gute Nase für lohnende Investitionen, bei den Genossenschaftsbänklern bin ich mir da nicht sicher.</p><p><strong>Bär:</strong> Aber weisst du, was Frey will? Du sagst, Leonteq sei auf einem richtigen Weg. Aber welcher Weg ist denn der richtige?</p><p><strong>Bulle:</strong> Mach es nicht zu kompliziert. Für mich ist klar, dass es im Markt eine Nachfrage für das Engineering von strukturierten Produkten gibt. Leonteq kennt das Geschäft in- und auswendig und hat eine moderne Technologieplattform dafür. Gut geführt, muss es mit der Struki-Bude aufwärts gehen. Auf was achtest du denn, mein lieber Mitaktionär?</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Rainer-Marc_Frey-_Chairman-_Horizon21_AG_at_the_border_crossing_in_A_Day_in_the_Life_of_a_Refugee_-23876531283-.jpg" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="2000" height="1333" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/Rainer-Marc_Frey-_Chairman-_Horizon21_AG_at_the_border_crossing_in_A_Day_in_the_Life_of_a_Refugee_-23876531283-.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w1000/2026/07/Rainer-Marc_Frey-_Chairman-_Horizon21_AG_at_the_border_crossing_in_A_Day_in_the_Life_of_a_Refugee_-23876531283-.jpg 1000w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w1600/2026/07/Rainer-Marc_Frey-_Chairman-_Horizon21_AG_at_the_border_crossing_in_A_Day_in_the_Life_of_a_Refugee_-23876531283-.jpg 1600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w2400/2026/07/Rainer-Marc_Frey-_Chairman-_Horizon21_AG_at_the_border_crossing_in_A_Day_in_the_Life_of_a_Refugee_-23876531283-.jpg 2400w" sizes="(min-width: 720px) 720px"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Rainer-Marc Frey: Masterplaner (Quelle: Wikipedia)</span></figcaption></figure><p><strong>Bär: </strong>Was die Zahlen anbelangt, achte ich auf das ausgewiesene Eigenkapital und speziell auf das CET1-Kapital, das qualitativ hochwertigste Eigenkapital.</p><p><strong>Bulle:</strong> Wie ich. Diese Zahlen zeigen, wie viel Wert in Leonteq steckt. Per Mitte Jahr beträgt das Eigenkapital rund 40 Franken je Aktie und das harte Kernkapital rund 37 Franken je Aktie. Das ist das 2,3- bis 2,5fache des Aktienkurses.&nbsp;</p><p><strong>Bär: </strong>Dieses Missverhältnis oder diese Unterbewertung, wie du meinst, gibt dir auch einen Hinweis, dass bei Leonteq viel zu viel Kapital gebunden ist. Sie müssen ihr Eigenkapital reduzieren.</p><p><strong>Bulle:</strong> Sie haben eben ihre Absicht bestätigt, Anfang 2027 einen Aktienrückkauf zu lancieren. Aber Leonteq ist ein Wertpapierhaus und muss als solches strengen regulatorischen Vorgaben wie eine Mindestkapitalquote erfüllen, ähnlich einer Bank.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Chart-7_27_2026-12_40_05-PM.png" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="975" height="501" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/Chart-7_27_2026-12_40_05-PM.png 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Chart-7_27_2026-12_40_05-PM.png 975w" sizes="(min-width: 720px) 720px"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Kursentwicklung Leonteq-Aktie (Quelle: LSEG / FT)</span></figcaption></figure><p><strong>Bär:</strong> Sie müssen ihr Geschäftsmodell anpassen. Jetzt garantiert Leonteq für all ihre strukturierten Produkte. Diese Risiken lasten auf ihrem Buch, deshalb müssen sie so viel Kapital vorhalten. Im Verhältnis dazu erzielen sie einen viel zu kleinen Ertrag. Die Rechnung kann nicht aufgehen. Sie müssen versuchen, Risiken aus ihrem Buch zu nehmen und auszulagern.</p><p><strong>Bulle: </strong>Und wie, schwebt dir ein Modell vor, wie es Picard Angst hat? Die konstruieren auch Strukis, auf Mandatsbasis, und beauftragen einen Grossen als Zahlstelle, mit der Abwicklung und all dem.</p><p><strong>Bär:</strong> In so eine Richtung könnte der Weg von Leonteq gehen.</p><p><strong>Bulle: </strong>Dafür müssen sie ihr Portfolio umbauen, was nicht von heute auf morgen geht. Leonteq hat Produkte, die noch über einige Zeit laufen.&nbsp;</p><p><strong>Bär:</strong> Ich schätze, so ein Umbau wird zwei, drei Jahre beanspruchen. Aber je weiter er fortschreitet, umso weniger Eigenkapital wird benötigt und umso mehr kann für Dividenden und Aktienrückkäufe freigemacht werden.</p><p><strong>Bulle:</strong> Und wo soll das enden?</p><p><strong>Bär:</strong> Leonteq muss versuchen, das operative Geschäft, soweit möglich, auf Vordermann zu bringen. Nach ein paar Jahren bleiben drei Möglichkeiten: Das Restgeschäft ist genügend rentabel und kann weiterbetrieben werden. Oder es wird an einen Grossen verkauft, natürlich ohne das darin steckende Kapital, das an die Aktionäre verteilt wird. Oder, wenn nichts hilft, wird der Betrieb eingestellt und das verbliebene Kapital ausgezahlt.</p><p><strong>Bulle:</strong> Ist das der Masterplan von Rainer-Marc-Frey?&nbsp;</p><p><strong>Bär:</strong> Meiner wäre es jedenfalls. Das ist das Paradoxe. Egal wie es für Leonteq ausgeht, sehe ich für RMF wie für uns hier eine sehr gute Chance, Gewinn zu machen. Eben weil so viel Eigenkapital vorhanden ist, viel mehr, als Leonteq an der Börse wert ist.&nbsp;</p><p><strong>Bulle:</strong> Mir wäre es recht, wenn Leonteq weiterleben würde. Aber ich wette, du glaubst nicht mehr daran.</p><p><strong>Bär:</strong> Ich wette nie. Aber ja, ich sage voraus, dass Leonteq in ein paar Jahren nicht mehr selbständig existiert. Sie wird verkauft oder abgewickelt. Irgendwann ist sie auch zu klein, als dass ein Dasein an der Börse noch viel Sinn ergäbe.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Also doch: Greco bestätigt Enforcement-Verfahren – 12 Mitarbeitende entlassen]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/also-doch-greco-bestatigt-enforcement-verfahren-12-mitarbeitende-entlassen/</link>
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            <pubDate>Di., 28 Juli 2026 07:43:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Zurich]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Finma]]></category>
            <description><![CDATA[Nach langem Schweigen hat die Zurich Insurance Group ein Enforcement-Verfahren der Finma bestätigt. Mehr als zwölf Mitarbeitende wurden entlassen. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/2500x1250-mario-greco--1--2.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die eidgenössische Finanzmarktaufsicht hat für bestimmte Policen im Leben-Bereich ein Verkaufsverbot verhängt. Auslöser des Enforcement-Verfahrens sei gewesen, dass Kunden in der Schweiz Policen – die einer strengen Regulierung unterliegen – zu tieferen Preisen verkauft worden seien, als mit der Finma vereinbart gewesen sei.</p><p>«Es ist bedauerlich, dass wir das Problem nicht selbst entdeckt haben – trotz aller Audits und Kontrollen, die wir durchführen», sagte CEO Mario Greco gegenüber Bloomberg. Vereinbarte Korrekturmassnahmen seien nicht umgesetzt worden, was letztlich zum Enforcement-Verfahren geführt habe.</p><p>Die Konsequenz: Die betroffene Einheit innerhalb des Schweizer Geschäfts darf vorerst nur noch bestehende Kunden betreuen. Wie lange die Untersuchung dauern wird, ist unklar. Der Geschäftsbereich erwirtschafte jährlich einen Gewinn von rund 20 Millionen Franken. Das Verkaufsverbot werde deshalb «keine Auswirkungen» auf das Konzernergebnis haben.</p><h3 id="m%C3%A4ngel-beim-internen-kontrollsystem-iks">Mängel beim internen Kontrollsystem (IKS) </h3><p>Damit bestätigen sich Recherchen des <a href="https://www.blick.ch/wirtschaft/bad-news-fuer-super-mario-zurich-hat-die-finma-im-haus-id22135068.html?ref=tippinpoint.ch" rel="noreferrer">SonntagsBlick</a>. Dieser berichtete, dass Schwerpunkt der Untersuchungen bei Mängel beim internen Kontrollsystem (IKS) liegen soll. Das Überwachungssystem ist wichtig, um Risiken zu erkennen, aber auch dafür zu sorgen, dass Geschäftsprozesse korrekt abgewickelt und Interessenkonflikte vermieden werden. Offenbar wurde in den vergangenen Jahren bei Investitionen in die Plattform gespart. </p><p>Die Zurich Insurance Group ist in der Schweiz ein grosser Player in der beruflichen Vorsorge. Die Sammelstiftung Vita ist mit 27’000 angeschlossenen Unternehmen und rund 150’000 Versicherten das Flaggschiff. Sie verwaltet mehr als 22 Milliarden Franken Vorsorgevermögen.  </p><p>Wie in grösseren Fällen üblich, mandatierte die Finma einen sogenannten externen Untersuchungsbeauftragten. <a href="https://www.tippinpoint.ch/finma-hat-die-zurich-insurance-group-ins-visier-genommen/" rel="noreferrer">Im Verfahren gegen die Zurich </a>handelt es sich um das Beratungsunternehmen BDO. Die Versicherung wiederum soll die Anwaltskanzlei Homburger mit der  Vertretung ihrer Interessen beauftragt haben.</p><p></p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Milliardenaffäre endet mit Mini-Busse und einem Bedingten]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/milliardenaffare-endet-mit-mini-busse-und-einem-bedingten/</link>
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            <pubDate>Di., 28 Juli 2026 07:42:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Balz Bruppacher]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Lombard Odier]]></category>
            <description><![CDATA[Die Genfer Hausbank der usbekischen «Prinzessin» wird mit drei Millionen Franken gebüsst, ihr Anlageberater zu zwei Jahren bedingt verurteilt. So geht die Geldwäschereiaffäre um Schmiergelder in Milliardenhöhe nach 14 Jahren zu Ende – zumindest vorläufig.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Gulnara_Karimowa_2508240_150848-1.webp" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Zum <a href="https://www.tippinpoint.ch/schlappe-fuer-bundesanwaltschaft-im-fall-karimowa/"><u>Paukenschlag</u></a> hatte die Strafkammer des Bundesstrafgerichts bereits bei Beginn des Prozesses am 28. April ausgeholt: Sie stellte das Verfahren gegen die usbekische Präsidententochter Gulnara Karimowa und ihren mutmasslichen Komplizen Bekhzod Akhmedow ein. Begründung: Die heute 54-Jährige Usbekin sei in ihrer Heimat seit 12 Jahren inhaftiert. Ihre Teilnahme an einem Prozess in der Schweiz sei frühestens 2028 möglich. Dann aber wären die Vorwürfe der Bundesanwaltschaft – Beteiligung an einer kriminellen Organisation, Geldwäscherei und Korruption – verjährt. Im Fall des früheren Mitarbeiters der Usbekin, der sich in Russland aufhält, kamen die Richter zum Schluss, er werde ebenfalls dauerhaft und unverschuldet an einer Teilnahme des Prozesses verhindert.</p><p>Von der Anklage der BA verblieben damit die Vorwürfe gegen die Genfer Privatbank <a href="https://www.tippinpoint.ch/bundesanwaltschaft-klagt-lombard-odier-wegen-schwerer-geldwaescherei-an/"><u>Lombard Odier</u></a>, die Karimowa und ihrem Netzwerk als Hausbank gedient hatte, sowie gegen einen ehemaligen Vermögensverwalter des Instituts. Der 55-Jährige, den die Bank entlassen hat, wurde nun vom Bundesstrafgericht wegen qualifizierter Geldwäscherei zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt. Die Bank erhielt eine Busse von drei Millionen Franken, weil sie nicht alle erforderlichen und zumutbaren organisatorischen Vorkehren gegen die Geldwäscherei durch ihren Angestellten getroffen hatte. Die Bundesanwaltschaft hatte höhere Strafen und Bussen beantragt. Das Gericht erachtete die lange Zeit seit den Straftaten in den Jahren 2011 und 2012 als strafmindernd. Im Fall der vor dem 27. Juli 2011 vorgeworfenen Taten stellte das Gericht das Verfahren wegen Verjährung ein.</p><p>Die Bundesanwaltschaft nahm das Urteil zur Kenntnis und erinnerte daran, dass sie schon früher angekündigt hatte, die Einstellung des Verfahrens gegen Karimowa bei der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts anzufechten. Lombard Odier machte darauf aufmerksam, dass das Bundesstrafgericht im Gegensatz zu den Forderungen der BA bloss eine limitierte Geldstrafe verhängt und auf eine Ersatzforderung verzichtet habe. Dennoch werde man das Urteil anfechten. Denn die Bank habe zum damaligen Zeitpunkt über robuste interne Kontrollmechanismen und Verfahren zur Bekämpfung der Geldwäscherei verfügt und die organisatorischen Anforderungen des Schweizer Strafrechts erfüllt. Lombard Odier erinnerte zudem daran, dass eine Verdachtsmeldung der Bank im Jahre 2012 das Verfahren ausgelöst hatte.&nbsp;</p><p>In Berufung wird auch Karimowa gehen, wie ihr Verteidigungsteam um die Genfer Anwälte Grégoire Mangeat, Fanny Margairaz et Romain Wavre ankündigte. Ihnen geht es um die vom Gericht beschlossene Einziehung von mehr als 400 Millionen Franken. Dies sei angesichts der Einstellung des Verfahrens und des Rückzugs der meisten in Usbekistan unter zweifelhaften Umständen erhobenen Beweise&nbsp; gegen ihre Klientin überraschend. Die Anwälte spielten damit auf die <a href="https://www.tippinpoint.ch/fall-karimowa-bundesstrafgericht-reist-erneut-nach-usbekistan/"><u>zweimalige Reise des Gerichts nach Usbekistan</u></a> zu zusätzlichen Beweiserhebungen an. Die Verteidiger erinnerten zudem daran, dass die Tochter des früheren usbekischen Präsidenten Islam Karimow gemäss einem UNO-Gremium willkürlich inhaftiert ist.</p><h3 id="313-millionen-dollar-an-usbekistan-zur%C3%BCckerstattet">313 Millionen Dollar an Usbekistan zurückerstattet</h3><p>Noch ist das letzte Wort in der Affäre um Schmiergeldzahlungen in Milliardenhöhe dreier internationaler Telekomkonzerne bei der Vergabe von Mobilfunklizenzen in Usbekistan nicht gesprochen. Für die Schweizer Justiz ist das Ergebnis trotz Verfahrenskosten von 2,3 Millionen Franken unbefriedigend. Das hat auch mit <a href="https://www.tippinpoint.ch/prozess-gegen-usbekischen-prinzessin-unter-ungewissen-vorzeichen/"><u>Pannen und strategischen Problemen bei der Bundesanwaltschaft</u></a> zu tun. Bereits 2018 hatte der Bundesrat beschlossen, alle rechtskräftig eingezogenen Gelder nach Usbekistan zu retournieren. Das ebnete den Weg zu Strafbefehlen gegen vier in Usbekistan zu langjährigen Haftstrafen verurteilten Karimowa-Komplizen und zur Einziehung von fast 700 Millionen Franken. Gestützt auf ein Abkommen mit Usbekistan und einem UNO-Treuhandfonds hat die Schweiz in zwei Tranchen inzwischen 313 Millionen Dollar an Usbekistan für Projekte zugunsten der dortigen Bevölkerung zurückerstattet.&nbsp;</p><p>Bei den jetzt vom Bundesstrafgericht eingezogenen Geldern geht es unter anderem um die Lombard-Odier-Konten der von Karimowa beherrschten Briefkastenfirma Takilant auf Gibraltar. Sie wurden bereits im Zuge eines Strafbefehls der BA eingezogen. Dieser Strafbefehl sei wegen der Einsprache von Takilant aber nicht rechtskräftig geworden, erklärte das Gericht auf Anfrage von Tippinpoint. Mit dem jetzigen Urteil, das den Strafbefehl substituiere, habe das Gericht die Einziehung dieser Gelder verfügt. Die weiteren Einziehungen seien neu und nicht Gegenstand der Strafbefehle der BA gewesen.&nbsp;</p><p>Bisher vergeblich bemüht sich ausserdem eine Gruppe von Gläubigern der 2010 in Konkurs gegangenen Firma Zeromax im Kanton Zug um die in der Karimowa-Affäre beschlagnahmen Gelder. Die Gruppe, die neben Kleinunternehmern aus Süddeutschland auch brasilianische Fussballer wie Rivaldo vertritt, wurde als Privatklägerin vom Karimowa-Verfahren der BA ausgeschlossen. Ohne Erfolg blieb bisher eine Staatshaftungsklage dieser Gläubiger gegen die Schweiz.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Partners Group erhält Zugang zu 75 Millionen Revolut-Kunden]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/partners-group-erhalt-zugang-zu-75-millionen-revolut-kunden/</link>
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            <pubDate>Di., 28 Juli 2026 07:40:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Partners Group]]></category>
            <category><![CDATA[Private Markets]]></category>
            <category><![CDATA[Revolut]]></category>
            <category><![CDATA[Markets]]></category>
            <description><![CDATA[Nachdem sich Privatkunden im grossen Stil von Evergreen-Strukturen verabschiedet haben, öffnet Revolut seinen Kunden Investments in diese Anlagekategorie – und erhält dafür Retros.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/ampus--1-.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Das Fintech Revolut baut sein Vermögensverwaltungsgeschäft aus und öffnet seinen mehr als 75 Millionen Kunden in Europa den Zugang zu Private-Markets-Fonds. Zu den Anbietern gehören die Zuger Partners Group, Apollo, Ares und Hamilton Lane. Damit erhalten die Investment-Manager Zugang zu einem der grössten Retailkundenpools Europas.</p><p>Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die gebeutelte Private-Markets-Branche verstärkt nach neuen Geldquellen sucht. Partners Group musste <a href="https://www.tippinpoint.ch/partners-group-die-probleme-bei-den-evergreen-fonds-weiten-sich-aus/" rel="noreferrer">bei mehreren Fonds die Gates</a> hochfahren, nachdem die Rücknahmeorders der Kunden die Limiten überstiegen hatten. Meist wollten vermögende Privatkunden ihre Gelder abziehen. Ein wichtiger Vertriebskanal ist das <a href="https://www.tippinpoint.ch/werden-die-turbulenzen-der-partners-group-auch-fuer-die-ubs-zum-problem/" rel="noreferrer">Wealth Management der UBS</a>. Entsprechend wurde die <a href="https://www.tippinpoint.ch/wo-die-probleme-bei-partners-group-wirklich-liegen/" rel="noreferrer">Gesellschaft an der Börse </a>abgestraft. </p><p>Auch Apollo und Ares gehörten zuletzt zu den Anbietern, die Rücknahmen bei einzelnen Fonds eingeschränkt haben. Der Zugang zu Millionen potenzieller Privatanleger über Revolut dürfte deshalb helfen, frisches Kapital zu gewinnen und die Anlegerbasis zu verbreitern. Gratis stellt Revolut seine Vertriebspower nicht zur Verfügung. Revolut erhebt zwar keine zusätzlichen Plattform- oder Transaktionsgebühren. Das Fintech erhält stattdessen Retrozessionen auf den jeweiligen Anteilsklassen der Fonds.</p><p>Rolandas Juteika, Head of Wealth and Trading (EEA) bei Revolut, lässt sich in einer Medienmitteilung vom Montag so zitieren: «Private Markets waren aufgrund des mangelnden Zugangs lange die fehlende Anlageklasse im Portfolio des durchschnittlichen Anlegers. Durch die Partnerschaft mit Branchengrössen wie Apollo, Hamilton Lane und Partners Group verändern wir diese Situation grundlegend.»</p><h3 id="%C2%ABgrunds%C3%A4tzlich-illiquid%C2%BB">«Grundsätzlich illiquid»</h3><p>Um den Retailzugang überhaupt zu ermöglichen, sind die Fonds bei Revolut im Rahmen des EU-ELTIF-2.0-Regimes (European Long-Term Investment Fund) strukturiert. In der Medienmitteilung weist Revolut darauf hin, dass diese Fonds «grundsätzlich illiquide» seien. </p><p>Rücknahmen seien nicht garantiert und könnten gemäss den Bedingungen des jeweiligen Fonds beschränkt oder ausgesetzt werden. «Diese Fonds sind daher ausdrücklich für langfristige Anleger mit einem mehrjährigen Anlagehorizont konzipiert, die keinen unmittelbaren Zugriff auf ihr Kapital benötigen.»</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Finma hat die Zurich Insurance Group ins Visier genommen]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/finma-hat-die-zurich-insurance-group-ins-visier-genommen/</link>
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            <pubDate>Mo., 27 Juli 2026 07:27:17 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Zurich]]></category>
            <description><![CDATA[Der Regulator soll Mängeln am internen Kontrollsystem des Versicherers nachgehen. Die Finma mandatierte BDO als externen Untersuchungsbeauftragten.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Zurich.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Zurich Insurance Group ist die Finma eingefahren. Dies bestätigen mehrere Quellen mit Kenntnissen der Vorgänge. Bisher seien rund ein Dutzend Mitarbeitende von der Finma befragt worden. Wie in grösseren Fällen üblich, mandatierte die Behörde einen sogenannten externen Untersuchungsbeauftragten. Im Verfahren gegen die Zurich handelt es sich um das Beratungsunternehmen BDO – nicht Deloitte, wie der <em>SonntagsBlick</em> gestern schrieb. Die Versicherung wiederum soll die Anwaltskanzlei Homburger mit der Vertretung ihrer Interessen beauftragt haben.</p><p>Ein Schwerpunkt der Untersuchungen sollen Mängel beim internen Kontrollsystem (IKS) sein. Für eine Versicherung ist dieses Überwachungssystem äusserst wichtig, um Risiken zu erkennen, aber auch dafür zu sorgen, dass Geschäftsprozesse korrekt abgewickelt und Interessenkonflikte vermieden werden. Offenbar wurde in den vergangenen Jahren bei Investitionen in die Plattform gespart, wie eine Quelle sagt. Das soll sich nun rächen.</p><p>Im Fall der Zurich geht es mit hoher Wahrscheinlichkeit darum, ob die Versicherung das sogenannte Lebengeschäft im Griff hat, einen besonders sensiblen Bereich. Die Zurich Insurance Group ist in der Schweiz ein grosser Player in der beruflichen Vorsorge. Und die von der Zurich ausgelagerte Sammelstiftung Vita ist mit 27’000 angeschlossenen Unternehmen und rund 150’000 Versicherten das Flaggschiff. Sie verwaltet mehr als 22 Milliarden Franken Vorsorgevermögen.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/2500x1250-mario-greco--1--1.jpg" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="2000" height="1000" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/2500x1250-mario-greco--1--1.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w1000/2026/07/2500x1250-mario-greco--1--1.jpg 1000w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w1600/2026/07/2500x1250-mario-greco--1--1.jpg 1600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w2400/2026/07/2500x1250-mario-greco--1--1.jpg 2400w" sizes="(min-width: 720px) 720px"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Mario Greco, seit 2016 CEO der Zurich Insurance Group / Zurich</span></figcaption></figure><p>Die Sammelstiftung der Zurich gilt als eine der ältesten der Schweiz. Entstanden ist sie 2003 nach dem Platzen der Dotcom-Blase und den darauf folgenden Zinssenkungen der Notenbanken. Das damalige Marktumfeld riss grosse Löcher in die Bilanzen der Versicherer. Mit der Auslagerung wurde das Anlagerisiko den Versicherten übertragen. Zugleich verblieben wichtige Dienstleistungen bei der Zurich – etwa Verwaltung, Administration, Anlagemanagement und die Risikoabdeckung für Invalidität und Todesfall. Dieser sogenannte Rückversicherungsbereich gilt als besonders lukrativ.</p><h3 id="heikle-schnittstelle">Heikle Schnittstelle</h3><p>Was genau bei der Zurich schiefgelaufen ist, sollen die Abklärungen zeigen. Klar ist: Die Finma und die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge schauen bei rechtlich selbstständigen Sammelstiftungen genauer hin. Dabei rückt die Schnittstelle zwischen den Stiftungen und den gewinnorientierten Versicherern zunehmend ins Visier der Regulatoren.</p><p>Das Gesetz verlangt, dass die Kosten für Verwaltung und Rückversicherung zu Marktpreisen abgerechnet werden. Ein schwaches internes Kontrollsystem kann dazu führen, dass Quersubventionierungen oder überrissene Gebühren zugunsten des Mutterkonzerns unter dem Radar bleiben. Die Kernaufgabe des IKS besteht darin, sicherzustellen, dass Entscheide im Interesse der Versicherten getroffen werden – und nicht im Interesse der Aktionäre.</p><p>An diesem Punkt kommt es schnell zu Konflikten. Die Zurich Insurance Group ist primär ihren Aktionären verpflichtet. Seit 2016 ist Mario Greco CEO der Gruppe. Der gebürtige Neapolitaner führt den Konzern mit harter Hand; Kostensenkungen gehören zu den Kerndisziplinen des früheren McKinsey-Beraters. Schaut man auf den Aktienkurs, ist Greco hoch erfolgreich: Der Wert der Aktie hat sich seit seinem Amtsantritt fast verdreifacht. Der Konzern <strong>vom </strong>Mythenquai wird an der Börse mit knapp 100 Milliarden Franken bewertet.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Andrea Orcel am Ziel: Commerzbank hisst die weisse Fahne]]></title>
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            <pubDate>Mo., 27 Juli 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Commerzbank]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Unicredit]]></category>
            <description><![CDATA[Nach monatelangem Widerstand kommt Bewegung in den Übernahmepoker um die Commerzbank. Verwaltungsratspräsident Jens Weidmann fordert die UniCredit zu Gesprächen in Frankfurt auf.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/weidmann-jens.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Der Übernahmekampf um die Commerzbank geht zu Ende. Verwaltungsratspräsident Jens Weidmann hat die italienische Unicredit öffentlich zu Gesprächen mit dem Management in Frankfurt aufgefordert. «Auch wenn wir es uns anders gewünscht hätten, die Mehrheitsverhältnisse auf der nächsten Hauptversammlung sind klar», sagte er. Nun gehe es darum, in konstruktiven Verhandlungen wichtige Eckpunkte für Mitarbeitende, Aktionäre und Kunden festzulegen.</p><p>Die Aussagen gelten als erstes öffentliches Eingeständnis der Commerzbank-Spitze, dass der Kampf um die Eigenständigkeit verloren ist. Nachdem sich Unicredit-CEO Andrea Orcel&nbsp; weitere 17 Prozent der Aktien gesichert hat, dürfte die italienische Grossbank nach den aufsichtsrechtlichen Genehmigungen knapp die Hälfte der Anteile an der zweitgrössten deutschen Bank kontrollieren. Damit nimmt sie eine dominierende Stellung im Aktionariat sein.</p><p>Weidmanns Vorstoss markiert einen deutlichen Strategiewechsel. Während sich die Commerzbank-Führung in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten vehement gegen eine Übernahme gewehrt hatte, scheint scheinen nun Details eines Zusammenschlusses in den Vordergrund zu rücken. Gleichzeitig setzt sich Weidmann dafür ein, dass die aktuelle Commerzbank-Führung mit Bettina Orlopp an der Spitze teil der Gespräche über die Zukunft der Bank ist. Andrea Orcel hat das bisher abgelehnt. </p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Dollar-Derivate-Skandal: Geschasste Berater bereiten Klagen gegen die UBS vor]]></title>
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            <pubDate>Fr., 24 Juli 2026 08:10:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Insgesamt sieben Mitarbeitende hat die Grossbank UBS im Zusammenhang mit der FX-Derivate-Pleite entlassen. Jetzt drohen der Grossbank juristische Schritte wegen missbräuchlicher Entlassungen.]]></description>
            <media:content url="https://images.unsplash.com/photo-1556641154-267adda761e3?crop&#x3D;entropy&amp;cs&#x3D;tinysrgb&amp;fit&#x3D;max&amp;fm&#x3D;jpg&amp;ixid&#x3D;M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDJ8fFVCUyUyMHxlbnwwfHx8fDE3ODQ4NzIyNTF8MA&amp;ixlib&#x3D;rb-4.1.0&amp;q&#x3D;80&amp;w&#x3D;2000" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Sie sollen den Kopf für ein systemisches Versagen hinhalten. Dazu scheinen Mitarbeitende aus dem Wealth Management der Bank aber keine Lust zu haben. Wie Recherchen zeigen, wehren sich mehrere UBS-Kundenberater gegen ihre Entlassung. Mit Anwälten bereiten sie Klagen gegen die Grossbank vor. Insgesamt hat die UBS im Zusammenhang mit der Affäre um die Dollar-Derivate sieben Beschäftigte entlassen. Aus Sicht der Kundenberater erfolgten die Kündigungen missbräuchlich. </p><p>Vor über einem Jahr erschütterte ein Skandal um komplexe Fremdwährungskonstrukte die UBS. Die ursprünglich für professionelle Kunden positionierten Produkte wurden über mehrere Jahre auch vermögenden Kunden im Wealth Management der Bank angeboten. Die UBS versprach, dass mit den Währungsderivaten «Liquidität im Portfoliokontext attraktiv bewirtschaftet werden kann», wie es in einem inzwischen gelöschten LinkedIn-Beitrag eines UBS-Managers heisst.</p><p>Statt Cash auf den Konten schlummern zu lassen, sollten die Kunden ihr Geld in sogenannten Range Target Profit Forwards (RTPFs) anlegen. Diese Produkte werfen attraktive Erträge ab, solange sich ein Währungspaar innerhalb einer bestimmten Bandbreite bewegt. Die erheblichen Risiken, die bei starken Währungsschwankungen entstehen, durchblickten jedoch nur die wenigsten – weder bankintern noch auf Kundenseite.</p><p>Zum grossen Unfall kam es Anfang April 2025, als Donald Trump seine Zollankündigungen im Garten des Weissen Hauses machte und damit die Devisenmärkte in Aufruhr versetzte. Massenhaft rutschten die Range-Produkte der UBS aus den Bandbreiten. Zahlreiche Kunden mussten zusätzliches Geld einschiessen, das den ursprünglichen Kapitaleinsatz deutlich überstieg. Vermögende Kunden fielen aus allen Wolken, als sie von ihren Kundenberatern Margin Calls erhielten. Die Verluste fielen häufig doppelt ins Gewicht, weil die Kunden für den Kauf der FX-Produkte ihre Aktiendepots belehnten.</p><h3 id="so-schnell-wie-m%C3%B6glich-vom-tisch">So schnell wie möglich vom Tisch</h3><p>Nach dem Knall im April wollte die UBS das Thema so schnell wie möglich vom Tisch haben. Bereits vier Monate später sagte Sergio Ermotti anlässlich der Halbjahreskonferenz der UBS Ende Juli, eine interne Untersuchung hätte ergeben, dass rund 3000 Kundinnen und Kunden in der Schweiz diese Produkte in den letzten 12 bis 18 Monaten gehalten hatten. Bei weniger als 200 davon sei es zu Situationen gekommen, in denen sich Kundenberater nicht an die Regeln gehalten hätten. Verantwortlich sei eine Handvoll Personen an wenigen Standorten. Diese müssten mit Konsequenzen rechnen.</p><p>Ermottis Aussagen erwecken den Eindruck, als hätte die UBS die Verantwortlichen bereits identifiziert gehabt. Dabei war die interne Untersuchung zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht abgeschlossen. Wie konnte die Bank so kurz nach dem Knall und lange vor Abschluss der Untersuchung wissen, wer die vermeintlichen Schuldigen waren? Das ist nur einer von mehreren Punkten, die Betroffene an einem offenen und fairen Untersuchungsverfahren zweifeln lassen.</p><p>Stand heute ist die Affäre für die UBS noch nicht ausgestanden. Neben den entlassenen Kundenberatern, über die zuerst <a href="https://insideparadeplatz.ch/2026/07/06/ubs-dollar-skandal-7-subalterne-allein-bestraft/?ref=tippinpoint.ch" rel="noreferrer">Inside Paradeplatz</a> Anfang Juli berichtete, laufen weiterhin Auseinandersetzungen mit Kunden, die wegen ihrer Verluste gegen die Bank vorgehen. Hinzu kommt, dass sich auch die Finma mit dem Fall beschäftigt. Allerdings hat die Aufsicht bisher keine externe und damit unabhängige Untersuchung angeordnet.</p><p>Was die Finma bisher gemacht hat: Sie hat mehrere UBS-Angestellte zu Gesprächen aufgeboten. Gemäss informierten Quellen wurden unter anderem August Hatecke und hohe Kader aus dem FX-Bereich der Investmentbank vorgeladen. Hatecke ist Chef des Wealth Managements Schweiz und ist bisher unbeschadet durch den Derivate-Skandal gekommen, obwohl er zu den treibenden Kräften beim Vertrieb der Produkte gehörte und die operative Verantwortung für das Schweizer Wealth Management trägt. Er sitzt in der Geschäftsleitung des Global Wealth Management von Iqbal Khan und rapportiert zusätzlich an Schweiz-Chefin Sabine Keller-Busse.</p><p>Es ist davon auszugehen, dass sowohl Keller-Busse als auch Iqbal Khan stets über den Vertrieb der Produkte informiert waren. Sie stehen weit oben in einer langen Kette, die bei den einzelnen Kundenberatern und Investment Advisors beginnt und über sogenannte Desk Heads und Regionschefs bis zu August Hatecke führt. Eine ähnlich lange Kette zieht sich im Bereich Risk von unten bis nach oben. Alle wichtigen Daten werden durch das Controlling erfasst, auf Monatsbasis werden detaillierte Reports erstellt, in denen die Zahl der Abschlüsse, die Telefongespräche mit Kunden, die verschickten E-Mails und so weiter erfasst werden.</p><h3 id="weekly-sales-calls-im-gr%C3%BCnenhof">Weekly Sales Calls im Grünenhof</h3><p>Intern ein grosses Thema waren die sogenannten Weekly Sales Calls, die August Hatecke initiierte. Jeweils am Montagmorgen um acht Uhr fand eine Art Rütlirapport statt. Kundenberater und Investment Advisors von der Front hatten sich im Grünenhof in Zürich zu versammeln, wo die Truppe auf die neuesten Produkte eingeschworen wurde. Die Teilnahme galt als Pflichttermin für das Schweizer Wealth Management. Rund 200 Personen nahmen jeweils physisch teil, gleichzeitig wurde die Veranstaltung über UBS TV übertragen.</p><p>Besonders erfolgreiche Berater präsentierten auf der Bühne ihre «Success Story». Produktspezialisten der Investmentbank, des Fremdwährungsbereichs und der Abteilung für strukturierte Produkte traten ebenfalls auf. Auch UBS-CIO Daniel Kalt und später sein Nachfolger traten auf.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Playtherange.jpg" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="1206" height="1210" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/Playtherange.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w1000/2026/07/Playtherange.jpg 1000w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Playtherange.jpg 1206w" sizes="(min-width: 720px) 720px"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">«Play the Range»: Weekly Sales Call im Grünenhof mit August Hatecke (links)</span></figcaption></figure><p>Unter dem Motto «Play the Range» wurden von August Hatecke insbesondere die Rage-Produkte stark gepusht. Quartalsweise wurden die Teams mit den besten Verkaufszahlen ausgezeichnet. Als Geschenk erhielten sie Champagner fürs Team oder Eishockey-Trikots. Teilnehmer berichten rückblickend von einer Atmosphäre, die sich wie eine Sekte angefühlt habe. Nach dem Knall im April 2025 wurden die Weekly-Sales-Call-Veranstaltungen umbenannt. Sie heissen heute Weekly Market Update.</p><h3 id="keine-unabh%C3%A4ngige-untersuchung">Keine unabhängige Untersuchung</h3><p>Die entlassenen Berater kritisieren die Art und Weise, wie die UBS die interne Untersuchung durchführte. Gemäss Quellen wurden einzelne Mitarbeitende ohne Vorankündigung nach Zürich beordert und bis zu eineinhalb Tage befragt. Erst am Ende der Befragungen seien konkrete Vorwürfe erhoben worden. Das Ergebnis der Untersuchung habe sich danach mehrfach verzögert. Anfang 2026 wurden dann Kündigungen ausgesprochen, wegen nicht näher definierten disziplinarischen Verstössen. Welche internen Richtlinien sie konkret verletzt haben sollen, wurden den Betroffenen offenbar nicht mitgeteilt. Manche sollen bis heute auf die Protokolle warten. </p><p>Andere Kundenberater und Vorgesetzte wurden später, teilweise lediglich per Teams, befragt. Zudem sollen sie vorgängig informiert worden sein, Einsicht in ihre Protokolle erhalten und sich entsprechend vorbereitet haben können. Zudem seien längst nicht alle Berater untersucht worden, welche die Range-Produkte verkauft hätten.</p><p>Die Betroffenen sehen darin ein Indiz dafür, dass von einem systemischen Versagen ablecken wolle. Schliesslich seien, wie oben beschrieben, auch Desk Heads und Region Heads für die Kontrolle des Geschäfts verantwortlich gewesen. Gleichzeitig hätten interne Audits die entsprechenden Bereiche über Jahre positiv beurteilt, obwohl das Geschäft mit den Devisenderivaten stark gewachsen sei.</p><p>Hinzu kommt, dass es bereits in der Vergangenheit ähnliche Fälle gegeben hatte. So kam es nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses 2015 zu erheblichen Verlusten bei vergleichbaren Produkten. Auch beim Einbruch des britischen Pfunds nach dem Brexit sowie bei Gold-Derivaten sollen Kunden teilweise entschädigt worden sein. </p><p>Die UBS lehnte eine Stellungnahme ab. </p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Nachfolgelösung mit Krypto]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/nachfolgelosung-mit-krypto/</link>
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            <pubDate>Fr., 24 Juli 2026 08:09:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <category><![CDATA[Orange Juice]]></category>
            <description><![CDATA[Ein Start-up kombiniert Bitcoin-Treasury mit «ewigem» Privat Equity. Ein Milliardär ist mit an Bord. Der wiederum hat Verbindungen in die Schweizer Kryptoszene. ]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Bekannte Namen aus der Bitcoin-Szene, etwa die Autorin und Anlegestrategin Lyn Alden und der Tech-Unternehmer Jeff Booth, haben mit Orange Juice eine Permanent-Capital-Gesellschaft gegründet. Mit 40 Millionen Dollar Startkapital werden sie kleine und mittelgrosse, profitable Unternehmen erwerben. Sie wollen das gekaufte Unternehmen auf dem zukünftigen Wachstumskurs unterstützen und legen einen Teil der Gewinne dauerhaft in Bitcoin an.</p><p>Die übernommenen Unternehmen könnten so ihre Identität behalten, während sich die Gründer zur Ruhe setzen, den Betrieb fortsetzen oder die Führung im Laufe der Zeit abgeben. Verkäufer erhalten einen Teil ihrer Gegenleistung in Form von Orange-Juice-Anteilen. «Der Aufbau eines Unternehmens dauert Jahrzehnte. Gründer verdienen mehr als nur einen Weg, wenn es an der Zeit ist, die Eigentumsverhältnisse zu übertragen», geben die Gründer zu Protokoll.</p><p>Im Gegensatz etwa zu Strategy, dem «Erfinder» des Bitcoin-Treasury, fliesst hier nicht gehebeltes Fremdkapital in den Bitcoin, sondern reale Einnahmen aus der Realwirtschaft. Orange Juice hielt fest, dass es als Permanent-Capital-Gesellschaft und nicht als traditioneller Private-Equity-Fonds strukturiert sei und daher nicht an Fondszyklen oder den Druck zum Weiterverkauf von Portfoliounternehmen gebunden sei.</p><p>Glaubwürdigkeit erhält das Unternehmen dadurch, dass der mexikanische Milliardär Ricardo Salinas als Ankeraktionär fungiert. Ricardo Salinas, dessen Vermögen auf gegen 6 Milliarden Dollar geschätzt wird, hält Anteile am Einzelhandelsunternehmen Grupo Elektra SAB. Gegenüber Bloomberg gab er einst an, dass sein Vermögen zu 70 Prozent in Bitcoin und zu 30 Prozent in Gold und Goldminen investiert sei. Er habe keine einzige Anleihe und keine anderen Aktien, ausser vom eigenen Unternehmen.</p><p>Er habe einen diversifizierten Mischkonzern aufgebaut, der Millionen von Kunden in Lateinamerika bediene und über 170’000 Mitarbeiter beschäftige. Daraus habe er zwei Dinge gelernt: «Cashflow ist König, und man kann sich nicht darauf verlassen, dass Regierungen den Wert des eigenen Geldes schützen», wird Salinas zur Firmengründung zitiert.</p><p>Auf dem Kurznachrichtendienst X setzte Salina vor Kurzem diese Meldung ab: «Es ist nun fast eine Woche her, seit @ORANGEJUICE_BTC eine Kapitalbeschaffung in Höhe von 40 Millionen Dollar angekündigt hat, die von mir geleitet wird. In dieser Zeit haben sich Hunderte potenzieller Investoren, Unternehmer und Betreiber bei uns gemeldet. Unsere Botschaft findet Anklang. Die Welt wünscht sich eine Alternative zum Private-Equity-Sektor – solides Kapital, das auf solider Währung basiert.»</p><p>Salinas hat zusammen mit zwei Schweizer Krypto-Pionieren – Pascal Hügli und Daniel Jungen – ein Buch über die Geschichte des Geldes verfasst. «The Bitcoin Enlightenment» soll gemäss Pressemitteilung «die wahre Funktionsweise der Fiat-Währungen – ein System, das auf Undurchsichtigkeit, Täuschung und unaufhörlicher Inflation beruht» enthüllen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Vontobel steigert Halbjahresgewinn auf Rekordniveau]]></title>
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            <pubDate>Fr., 24 Juli 2026 08:07:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Vontobel]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <category><![CDATA[Leonteq]]></category>
            <description><![CDATA[Die Zürcher Privatbank profitiert von den Finanzmärkten. Zudem engagiert die Bank einen neuen Finanzchef, der zuvor ein kurzes Gastspiel bei Leonteq hatte. ]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Vontobel hat im ersten Halbjahr 2026 den höchsten Halbjahresgewinn ihrer Geschichte erzielt. Der Reingewinn stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 87 Prozent auf 216 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag legte um 24 Prozent auf 852 Millionen Franken zu. Gleichzeitig verbesserte sich die Cost-Income-Ratio deutlich von 77,9 auf 67,9 Prozent, teilte die Bank mit.&nbsp;</p><p>Die verwalteten Vermögen erhöhten sich per Ende Juni um 5 Prozent auf 252,2 Milliarden Franken. Der Nettoneugeldzufluss belief sich auf 2,5 Milliarden Franken, nach 2,0 Milliarden im Vorjahr. Die harte Kernkapitalquote (CET1) stieg auf 23,2 Prozent.</p><p>Getrieben wurde das Ergebnis laut Vontobel von einer hohen Kundenaktivität und einer tieferen Kostenbasis. Das laufende Effizienzprogramm über 100 Millionen Franken kommt schneller voran als geplant und soll bis Ende Jahr abgeschlossen werden.</p><p>Im Privatkundengeschäft flossen der Bank gemäss Mitteilung in allen Regionen neue Gelder zu. Besonders dynamisch soll sich das Geschäft in den USA entwickelt haben. Dort eröffnet Vontobel einen neuen Standort in Los Angeles. In Deutschland folgt im Oktober eine Niederlassung in Düsseldorf.</p><p>Im Geschäft mit strukturierten Produkten profitierte die Bank von der hohen Nachfrage nach Produkten auf Rohstoffe und US-Aktien. Im institutionellen Geschäft konnte die Bank die Abflüsse stoppen.&nbsp;</p><h3 id="neuer-cfo-war-kurz-bei-leonteq">Neuer CFO war kurz bei Leonteq</h3><p>Auch personell stellt sich die Bank neu auf. Antoine Boublil übernimmt per August die Funktion des Chief Financial Officer und wird Mitglied der Konzernleitung. Zuvor hatte er unter anderem <a href="https://www.tippinpoint.ch/personalchaos-bei-leonteq-neuer-cfo-schon-wieder-weg/" rel="noreferrer">ein kurzes Gastspiel als CFO bei der Derivateboutique Leonteq</a>. Gleichzeitig werden Gianpiero Galasso, Leiter Private Clients Europe &amp; Middle East, Andrew Jackson, Leiter Investments, sowie Christoph von Reiche, Leiter Institutional Clients, ins Executive Committee aufgenommen.</p><p>Die Co-CEOs Christel Rendu de Lint und Georg Schubiger sehen das Ergebnis als Bestätigung des Geschäftsmodells. Die gestiegenen Erträge, die verbesserte Effizienz und die starke Kapitalisierung lägen sämtlich über den langfristigen Zielwerten der Bank.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Bekannte Kryptobörse macht Laden dicht]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/bekannte-kryptoborse-macht-laden-dicht/</link>
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            <pubDate>Fr., 24 Juli 2026 07:27:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <description><![CDATA[BitMEX: Der ehemalige Marktführer für Krypto-Derivate stellt Tätigkeit per September ein.]]></description>
            <media:content url="https://images.unsplash.com/photo-1615992174118-9b8e9be025e7?crop&#x3D;entropy&amp;cs&#x3D;tinysrgb&amp;fit&#x3D;max&amp;fm&#x3D;jpg&amp;ixid&#x3D;M3wxMTc3M3wwfDF8c2VhcmNofDYxfHxCaXRjb2lufGVufDB8fHx8MTc4NDg3ODM3M3ww&amp;ixlib&#x3D;rb-4.1.0&amp;q&#x3D;80&amp;w&#x3D;2000" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Elf Jahre war BitMEX ein bedeutender Name im Krypto-Trading. Dieses Jahr wie der Handelsplatz aber endgültig geschlossen. Die mit regulatorischen Problemen kämpfende Kryptobörse hatte bereits im Februar 2025 einen Broker mit der Suche nach einem Käufer beauftragt – ohne Erfolg. Am 23. September endet nun die Geschichte des Erfinders des unbefristeten (Perpetual-Swap) mit 100-facher Hebelwirkung endgültig. Gründer Arthur Hayes startete 2014 mit dem erklärten Ziel, Privatanlegern professionelle Krypto-Derivate zugänglich zu machen. Der Perpetual-Swap entwickelte sich zum meistgehandelten Produkt im Kryptobereich und wird von zahlreichen Handelsplätzen angeboten.</p><p>BitMex stieg zum Marktführer im Derivatehandel auf, musste diese Position in den vergangenen Jahren aber Binance und Bybit überlassen und ist ins Mittelfeld abgerutscht. BitMEX bekannte sich 2024 wegen eines unzureichenden Programms zur Bekämpfung der Geldwäsche des Verstosses gegen das Bankgeheimnisgesetz schuldig und wurde im Januar 2025 mit einer Geldstrafe in Höhe von 100 Millionen Dollar belegt. Präsident Donald Trump begnadigte die Firmengründer im März 2025.</p><p>Die Registrierung neuer Konten bei BitMex ist bereits eingestellt. Die Nutzer haben zwei Monate Zeit, ihre Positionen aufzulösen. Ab diesem Zeitpunkt wird BitMEX die neuen Positionen blockieren und nur noch Reduzierungsgeschäfte zulassen – ausserdem wird die Börse verbleibende offene Positionen zwangsweise schliessen, um den Markt geordnet abzuwickeln. Die Kryptobörse erklärte, sie übernehme keine Verantwortung für Handelsverluste, die daraus resultierten, dass ein Nutzer seine Positionen nicht vor Ablauf der Frist schliessen könne. Alle gestakten BMEX-Token wurden freigegeben und auf die Konten der Inhaber zurückgeführt. Nutzern, die weiterhin Vermögenswerte auf der Plattform belassen, wird monatlich eine Gebühr von 50 Dollar oder 1 Prozent pro Jahr berechnet, je nachdem welcher Betrag höher ist.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Eine App gegen die Systemkrise]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/eine-app-gegen-die-systemkrise/</link>
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            <pubDate>Fr., 24 Juli 2026 04:59:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Werner Grundlehner]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Digital Assets]]></category>
            <category><![CDATA[RealUnit]]></category>
            <description><![CDATA[RealUnit und DFX bieten Handel und Verwahrung von tokenisierten Aktien über eine App an.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/RealUnit_Wallet_hochaufloesend-scaled-1.png" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>In der stagnierenden Kryptobranche gehört die Tokenisierung von realen Vermögenswerten neben Stablecoins momentan zu den wenigen Wachstumsthemen. Wie oft im Blockchainbereich wird mit fantastischen Zahlen hantiert. Ein aktueller Bericht der US-Grossbank Citi mit dem Namen «Tokenization 2030: Wall Street On-Chain» prognostiziert den Markt für tokenisierte Wertpapiere bis 2030 auf 5,5 Billionen Dollar, ausgehend von heute rund 17 Milliarden – darin sind neben Aktien auch Anleihen, Schuldverschreibungen, Gold und andere Vermögenswerte berücksichtigt. Die Bandbreite reicht dabei je nach Adoptionstempo von 2,7 bis 8,2 Billionen Dollar.</p><p>Auch wenn diese Zahlen sehr hoch erscheinen, ist das aktuelle Wachstum unbestritten hoch: Der Markt für tokenisierte Aktien verzeichnete Mitte 2026 ein Rekordhoch von 2,3 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. Damit hat sich der Sektor seit März 2026 mehr als verdoppelt und ist gegenüber dem Vorjahr bereits um das Fünffache gewachsen.</p><h3 id="tokenisierter-inflationsschutz">Tokenisierter Inflationsschutz</h3><p>Wie so oft im Finanzmarkt findet die Entwicklung vor allem in den USA statt. Doch nun startet auch in der Schweiz ein Projekt. Das Zuger Fintech DFX präsentiert erstmals eine Lösung mit der vollwertige tokenisierte Aktien auf einer App per Banküberweisung erworben und verwahrt werden können. Tokenisiert werden mit dieser App die Anteilsscheine des Schweizer Unternehmens RealUnit, das ein «inflationsgeschütztes» Investment in Sachwerte wie Dividendenaktien, Edelmetalle, Immobilien und Bitcoin anbietet. Dass die Anleger den gesamten Weg vom Bankkonto bis zum selbst verwahrten Aktientoken in einer einzigen Anwendung zurücklegen können, bezeichnen die beiden Parteien in der Medienmitteilung als «Weltpremiere für eine börsenkotierte Gesellschaft».</p><p>Die Schweizer Lösung grenzt sich von den US-Anbietern ab. Produkte wie xStocks, die Aktien-Token von Robinhood, oder Ondo Global Markets sind nur Zertifikate einer Zweckgesellschaft: Der Käufer erhält einen Anspruch auf den Wert einer Aktie, die ein Dritter für ihn hält, aber er wird nicht selbst Aktionär. Im Sommer 2025 erhob die Gesellschaft OpenAI Einspruch gegen OpenAI-Token von Robinhood. Diese Token, die ohne Einwilligung der KI-Gesellschaft erstellt wurden, seien keine Aktien.</p><h3 id="direkter-weg-zur-aktie">Direkter Weg zur Aktie</h3><p>Bei der DFX-RealUnit-Lösung sind Eigentum, Verwahrung und Übertragung digital organisiert. Beim RealUnit Token kann man gemäss Joshua Krüger, Head of Growth der DFX, dank der hiesigen Gesetzgebund den «direkten Weg» nehmen. Der Token ist eine Namenaktie der RealUnit AG, ausgestaltet als Registerwertrecht nach dem Schweizer DLT-Gesetz auf der Ethereum-Blockchain.</p><p>«Die beste Blockchain ist die, die man gar nicht bemerkt», wird DFX-CEO Cyrill Thommen in der Pressemitteilung zitiert. «Das ist metaphorisch gemeint, weil viele Menschen sich gar nicht mit der Blockchain beschäftigen möchten. Sie wollen einfach eine Anwendung nutzen, die im Hintergrund zuverlässig funktioniert», erklärt Krüger. Mit dem DFX-Angebot sieht der Kunde die Blockchain nicht, er nützt die App. Diese ist in den gängigen App-Stores verfügbar.&nbsp;</p><p>Die von DFX entwickelte App verbindet mit integriertem On/Off-Ramp das Bankkonto direkt mit der Blockchain. Die Verwahrung bleibt vollständig beim Anleger — komplett bankenunabhängig. Die Kundenprüfung (KYC) sei in der Regel in Minuten erledigt, sagt der Manager.</p><h3 id="kmu-aktientoken-floppten">KMU-Aktientoken floppten</h3><p>Die Tokenisierung von Aktien mit Handel und Corporate Governance auf der Blockchain ist in der Schweiz nicht neu. Anbieter wie Daura und Aktionariat haben in den vergangenen Jahren bereits mit dem Handel von digitalisierten KMU-Aktien über die Blockchain begonnen – und sind auf wenig Nachfrage gestossen. Die Projekte sind mehr oder weniger sistiert. Die Technologie von Aktionariat arbeitet aber auch im Hintergrund der RealUnit-App. «Diese Angebote waren zu wenig kundenfreundlich, das ändert unsere App», sagt Krüger dazu.</p><p>Handeln konnte man den RealUnit-Token bisher über die Website der Gesellschaft, die Aktien der Gesellschaft sind zudem an der BX Swiss kotiert. Bei RealUnit selbst sei der Token kein Nischenphänomen mehr: Rund zehn Prozent aller Aktien der Gesellschaft werden bereits als Token gehalten, Tendenz steigend. In der überzeichneten Kapitalerhöhung vom Februar 2026 entschied sich mehr als jeder achte Zeichner für die Token-Form. Was bisher fehlte, war der durchgängige Weg für Anleger ohne Krypto-Vorerfahrung: vom Bankkonto zur selbst verwahrten Aktie, ohne Umwege über Börsenkonten.</p><h3 id="einfacher-zugang-zu-sachwertstrategie">Einfacher Zugang zu Sachwertstrategie</h3><p>«DFX will zeigen, was mit tokenisierten Aktien möglich ist, gleichzeitig wollen wir daraus ein nachhaltiges Geschäftsmodell entwickeln», sagt Krüger. Ziel sei es, zukünftig weitere Aktien von Gesellschaften zu tokenisieren, die nach Schweizer Recht emittiert sind, sowie die RealUnit-App, um weitere Funktionen zu erweitern. Das Kerngeschäft von DFC ist das On-/Off-Ramping von Kryptowährungen. Gemäss Krüger bedient das Unternehmen 30’000 Kunden und generiert im Jahr ein Handelsvolumen von 100 Millionen Franken.&nbsp;</p><p>Der CEO von RealUnit, Daniel Stüssi, sieht keinen Boom in der Tokenisierung von Aktien: «Das Bedürfnis der Schweizer KMU ihre Aktien zu tokenisieren und dadurch einfacher handelbar zu machen, scheint gering». RealUnit spreche mit dem Aktientoken dagegen Personen an, welche aufgrund der weltweit noch nie dagewesenen Staatsverschuldung eine Systemkrise befürchteten und wie Bitcoiner eine Unabhängigkeit vom Bankensystem suchten. Zudem hätten immer mehr Deutsche Mühe in der Schweiz ein Bankkonto zu eröffnen. Mit dem RealUnit-Aktientoken und eigenem Wallet werde ein einfacher Zugang zu einer breit diversifizierten Sachwertstrategie in Form einer Aktie einer Schweizer Investmentgesellschaft eröffnet.</p><p>Das Volumen des RealUnit entwickle sie erfreulich. «Die geopolitischen Veränderungen, der Krieg im Iran und die Angst vor einer neuen Inflationswelle stärken die Nachfrage nach unserer Sachwertstrategie. So konnten wir im März eine Kapitalerhöhung mit einer Überzeichnung erfolgreich abschliessen und dadurch wurden uns 14,2 Millionen Franken anvertraut», sagt Stüssi. Per 30. Juni 2026 hätte das Handelsvolumen von RealUnit bereits mehr als 84 Prozent des vorjährigen Handelsvolumens erreicht. Die Mehrheit des Volumens mache die an der BX Swiss gelistete klassische Aktie aus, die Nachfrage nach den Aktientoken nehme jedoch ebenfalls stetig zu.</p><h3 id="wallet-zugang-f%C3%BCr-personen-mit-wenig-tech-verst%C3%A4ndnis">Wallet-Zugang für Personen mit wenig Tech-Verständnis</h3><p>«Mit der Lancierung unserer eigenen Mobile Wallet haben wir den Kreis geschlossen und bieten damit unseren Aktionären die Möglichkeit an, unsere Aktientoken bankenunabhängig und kostenfrei selbst zu verwahren. Das Wallet ist jedoch ausschliesslich für unseren Aktientoken konzipiert. Man sieht die Vermögensentwicklung, Anzahl Aktien, den aktuellen Kurs und kann sich den Steuerausweis per Mail zusenden lassen», ergänzt der RealUnit-CEO. Der Handel der Token sei 24/7 per Überweisung vom Iban-Konto her möglich. Die RealUnit Schweiz AG ist dabei die Gegenpartei für den Kauf oder Verkauf. Der Handelskurs sei der Mittelkurs des Börsenkurses, deshalb sei keine Handelslizenz nötig. RealUnit verdiene nichts am Handel. Durch diese Organisation reduziere sich die Abhängigkeit von Gegenparteien, was bei der nächsten Finanzkrise ein wichtiges Thema sein werde.</p><p>Stüssi erklärt, auf wen die neue App zielt: «Die systemkritischen Personen, welche sich mit der Blockchain auskennen und bereits Wallets besitzen, verwenden weiterhin den Brokerbot von Aktionariat auf unserer Website. Die neue RealUnit-Mobile-Wallet richtet sich ebenfalls an systemkritische Menschen über 45 Jahre, welche aber noch keine oder wenig Erfahrungen mit der Blockchain haben. Wir haben bei der Entwicklung grossen Wert auf die einfache Benutzerführung gelegt, dass sogar meine Mutter einfach ein eigenes Wallet einrichten könnte». Die zahlreichen Rückmeldungen würden bestätigen, dass dies gut gelungen sei.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Sergio Ermotti, Karin Keller-Sutter und Jean-Claude Juncker am Finance Forum Zürich]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/sergio-ermotti-karin-keller-sutter-und-jean-claude-juncker-am-finance-forum-zurich/</link>
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            <pubDate>Fr., 24 Juli 2026 00:42:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
            <description><![CDATA[Am 22. September 2026 trifft sich die Schweizer Finanzbranche erneut am Finance Forum Zürich. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/6eddbd38-4c0b-4a19-a503-9b5c2de39cca-1.webp" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag, 22. September 2026, geht das Finance Forum Zürich zum vierten Mal im Kongresshaus Zürich über die Bühne. Der Treffpunkt der Schweizer Finanzbranche bringt erneut mehrere hundert Finanzdienstleister zusammen, um aktuelle Chancen und Herausforderungen für den Finanzplatz Schweiz zu diskutieren. Die Tagung bietet ein vielfältiges Programm mit hochkarätigen Referierenden, informativen Workshops und attraktiven Networking-Möglichkeiten. Führende Persönlichkeiten beleuchten aktuelle Entwicklungen der Finanzbranche aus unterschiedlichen Perspektiven.</p><h3 id="europa-zwischen-krisen-und-chancen">Europa zwischen Krisen und Chancen</h3><p>Das Finance Forum Zürich 2026 wartet erneut mit prominenten Referierenden und Talkgästen auf. Nach der Begrüssungsansprache durch die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh spricht Jean-Claude Juncker über Europa zwischen Krisen und Chancen. Der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission prägte über viele Jahre die europäische Politik massgeblich und gilt als einer der erfahrensten Kenner der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik.</p><p>Im Rahmen des anschliessenden Panels diskutieren führende Vertreter der Finanzbranche über die Finanzindustrie im Wandel. Unter anderem Franco Polloni, Head Switzerland &amp; Italy der EFG Bank, und Urs Monstein, CEO der VP Bank, beleuchten im Gespräch, wie Innovation, Regulierung und Digitalisierung die Finanzbranche verändern. </p><h3 id="digitale-transformation-und-k%C3%BCnstliche-intelligenz">Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz</h3><p>Nach der Erfrischungspause steht zunächst die zunehmende Digitalisierung der Branche im Fokus der Veranstaltung. Hendrik Lang, CEO des Banking-Softwareunternehmens Finnova, zeigt auf, wie Banken die digitale Transformation erfolgreich gestalten können. Finnova zählt zu den führenden Schweizer Anbietern von Kernbankensoftware.</p><p>Die Chancen von Künstlicher Intelligenz in der Finanzindustrie beleuchtet Thomas Wüst, Gründer und CEO von ti&amp;m. Das Schweizer IT-Unternehmen entwickelt digitale Lösungen für Banken, Versicherungen und Behörden. Wüst zeigt anhand konkreter Beispiele auf, wie KI Prozesse optimieren und neue Geschäftsmodelle ermöglichen kann.</p><h3 id="wettbewerbsf%C3%A4higkeit-und-innovation">Wettbewerbsfähigkeit und Innovation</h3><p>In einem Fireside-Chat wird UBS Group CEO Sergio P. Ermotti darauf eingehen, wie Wettbewerbsfähigkeit und Innovation die Zukunft des Finanzplatzes Schweiz beeinflussen. Ermotti zählt zu den prägendsten Führungspersönlichkeiten der internationalen Finanzbranche und verantwortet die Integration der Credit Suisse und die strategische Weiterentwicklung der UBS. Zum Abschluss erläutert Bundesrätin und Finanzministerin Karin Keller-Sutter die politischen Rahmenbedingungen für den Finanzplatz Schweiz. Sie beleuchtet dabei besonders die Chancen einer intelligenten Regulierung für die Schweiz.</p><h3 id="treffpunkt-der-finanzbranche">Treffpunkt der Finanzbranche</h3><p>Das Finance Forum Zürich wird von zahlreichen Partnern und Organisationen unterstützt. Das Patronat hat die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich. Presenting Partner ist ti&amp;m. Hauptpartner sind EFG Bank, Finnova und Grant Thornton Schweiz/Liechtenstein. Partner sind ASC Technologies, ERI, SIX, ZEB und die Zürcher Kantonalbank. Wissenspartner sind die Universität Zürich und die Universität Liechtenstein.</p><p>Die Veranstalter erwarten wiederum mehrere hundert Gäste aus der Finanzbranche. Ergänzend zum Konferenzprogramm finden verschiedene Workshops zu aktuellen Themen wie Digitalisierung, Regulierung und Künstlicher Intelligenz statt. Zum Abschluss der Veranstaltung lädt ein Apéro riche zum persönlichen Austausch und Networking ein.</p><p>Informationen und Anmeldungen unter <a href="https://finance-forum.ch/?ref=tippinpoint.ch" rel="noreferrer">www.finance-forum.ch</a></p><p>Tippinpoint ist Medienpartner des Finance Forum Züric 2026.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Bank of America ändert Verantwortlichkeiten im Kapitalmarktgeschäft]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/bank-of-america-andert-verantwortlichkeiten-im-kapitalmarktgeschaft/</link>
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            <pubDate>Fr., 24 Juli 2026 00:36:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[People]]></category>
            <category><![CDATA[Bank of America]]></category>
            <description><![CDATA[Die Grossbank nimmt personelle Änderungen im europäischen Kapitalmarktgeschäft vor. Markus Meier und Thore Zimmermann rücken auf.]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Die US-Grossbank Bank of America ordnet ihre Führung im Aktienkapitalmarktgeschäft neu. Markus Meier übernimmt zusätzlich zu seiner bisherigen Verantwortung für Deutschland und Österreich neu auch die Schweiz. Er wird damit Head of Equity Capital Markets (ECM) für die gesamte DACH-Region.</p><p>Meier ist seit 2007 bei der Bank tätig und leitete in den vergangenen Jahren Aktienmarkttransaktionen in Deutschland und Österreich. Er bleibt in Frankfurt stationiert und berichtet weiterhin an James Palmer, Head of EMEA Equity Capital Markets.</p><p>Gleichzeitig befördert die Bank Thore Zimmermann zum Head of EMEA Equity Linked. In dieser Funktion verantwortet er das Geschäft mit aktiengebundenen Finanzierungsinstrumenten wie Wandelanleihen für die gesamte EMEA-Region.</p><p>Zimmermann ist seit 2021 für Bank of America tätig. Laut der internen Mitteilung hat der frühere Goldman-Sachs-Banker in den vergangenen Jahren eine führende Equity-Linked-Plattform aufgebaut und eng mit den Bereichen Corporate Banking, Investment Banking, Capital Markets und Global Markets zusammengearbeitet.</p><p>Während Meier die Verantwortung für das ECM-Geschäft in der Schweiz übernimmt, soll Zimmermann das Wachstum im Geschäft mit Hybridkapitalinstrumenten in Europa, dem Nahen Osten und Afrika vorantreiben.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Enforcement-Verfahren gegen Julius Bär dauert viel zu lange]]></title>
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            <pubDate>Do., 23 Juli 2026 07:30:59 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Julius Bär]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Fast drei Jahre nach dem Benko-Debakel wartet Julius Bär noch immer auf den Abschluss des Enforcement-Verfahrens der Finma. Die Hängepartie belastet den Aktienkurs der Bank und wirft Fragen nach der Verhältnismässigkeit auf. ]]></description>
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            <content:encoded><![CDATA[<p>Das Enforcement-Verfahren der Finma gegen Julius Bär dauert nun schon eine halbe Ewigkeit. Im September 2023 kam es zu den ersten Abschreibern im Zusammenhang mit dem gescheiterten Immobilieninvestor René Benko. Während der Wunderwuzzi, wie Benko genannt wurde, seit über 500 Tagen in Österreich im Gefängnis sitzt und seine Tage in der Gefängnisschreinerei verbringt, wartet Julius Bär immer noch auf den Abschluss des Enforcement-Verfahrens der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma. Das Verfahren machte die Bank im Geschäftsbericht 2024 publik.</p><p>Jetzt schreiben wir Juli 2026. Die Beamten in Bern nehmen sich, so scheint es, alle Zeit der Welt, die Vorgänge im Zusammenhang mit dem Abschreiber von 600 Millionen Franken zu untersuchen. Allerdings wird die Länge des Verfahrens zu einer immer grösseren Belastung für die Bank. Der Aktienkurs brach diese Woche um rund fünf Prozent ein – unter anderem, weil am Kapitalmarkt weiterhin Unklarheit über den Stand des Verfahrens herrscht. Der Rekordgewinn, den Julius Bär für das erste Halbjahr auswies, geriet dabei fast in den Hintergrund.</p><p>Obschon sich die Bank seit dem Kreditdebakel personell praktisch vollständig gehäutet und das Private-Credit-Geschäft weitgehend zurückgefahren hat, hängt das Verfahren weiterhin wie ein Damoklesschwert über ihr.</p><h3 id="wohlgesinnte-beobachter-sch%C3%BCtteln-den-kopf">Wohlgesinnte Beobachter schütteln den Kopf</h3><p>Hinzu kommt, dass die Bank die Kredite im vollen Wissen der damaligen Führung vergeben hat. Das Management ging bewusst ein geschäftliches Risiko ein und wusste, dass die Benko-Position im Extremfall einen halben Jahresgewinn vernichten könnte. Es war also kein unkontrolliertes Team, das hinter dem Rücken der Chefs die Geschäfte abgewickelt hatte, was auf ein Versagen der internen Kontrollen hingedeutet hätte.</p><p>Auch deshalb kann man sich fragen: Was gibt es für die <a href="https://www.tippinpoint.ch/was-am-enforcement-verfahren-gegen-julius-baer-seltsam-ist/" rel="noreferrer">Finma hier eigentlich noch zu untersuchen</a>? Sind unternehmerische Fehlentscheide – selbst wenn sie 600 Millionen Franken vernichten – zwingend ein Fall für die Aufsichtsbehörde? Selbst Beobachter, die der Finma grundsätzlich wohlgesinnt sind, können das Eingreifen im Fall Bär-Benko nicht nachvollziehen.</p><p>Hinzu kommt, dass das Verfahren inzwischen viel zu lange dauert. Der Median der abgeschlossenen Enforcement-Verfahren lag in den vergangenen Jahren je nach Jahr zwischen rund acht und vierzehn Monaten. Es ist also nicht so, dass die Verfahren generell immer länger dauern. Vielmehr gibt es einzelne Ausreisser, die sich über Jahre hinziehen. In gewissen Fällen mag das begründet sein, etwa im Fall Vincenz. Doch längst nicht in allen.</p><p>Das Enforcement-Verfahren gegen Julius Bär läuft inzwischen seit rund zwei Jahren und dauert damit bereits deutlich länger als ein typisches FINMA-Enforcementverfahren. Unabhängig vom Ausgang wird die Hängepartie selbst zunehmend zum Problem – für die Bank ebenso wie für die Glaubwürdigkeit der Aufsicht.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Leonteq kehrt in die Gewinnzone zurück +++ weitere News]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/leonteq-kehrt-in-die-gewinnzone-zuruck-news/</link>
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            <pubDate>Do., 23 Juli 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[Cembra]]></category>
            <category><![CDATA[Leonteq]]></category>
            <category><![CDATA[SIX]]></category>
            <category><![CDATA[Bellevue]]></category>
            <category><![CDATA[Valiant]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Leonteq kehrt in die Gewinnzone zurück. Auch Bellevue, SIX und Valiant legten Zahlen fürs ersten Halbjahr vor. Die Konsumbank Cembra vermeldet zudem eine Akquisition.  ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Leonteq_250237_080219.webp" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<h3 id="leonteq-kehrt-in-die-gewinnzone-zur%C3%BCck"><strong>Leonteq kehrt in die Gewinnzone zurück</strong></h3><p>23.07.2026 – Die Derivate-Boutique Leonteq weist fürs erste Halbjahr 2026 einen Reingewinn von 12,7 Millionen Franken aus. Der Betriebsertrag erhöhte sich auf 111,6 Millionen Franken, während der Geschäftsaufwand dank des vor einem Jahr gestarteten Sparprogramms um 10 Prozent auf 99,2 Millionen Franken sank. Das Transaktionsvolumen legte um 10 Prozent auf 15,9 Milliarden Franken zu. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft in Asien und im Nahen Osten sowie das Schweizer Retail-Flow-Geschäft, teilt das Unternehmen mit. Leonteq bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr und hält an den Plänen für ein Aktienrückkaufprogramm Anfang 2027 fest, sofern die harte Kernkapitalquote (CET1) deutlich über 15 Prozent bleibt.</p><hr><h3 id="cembra-steigert-gewinn-und-%C3%BCbernimmt-santander-gesch%C3%A4ft"><strong>Cembra steigert Gewinn und übernimmt Santander-Geschäft</strong></h3><p>23.07.2026 – Der Konsumbank Cembra hat den Reingewinn im ersten Halbjahr 2026 um 6 Prozent auf 92,3 Millionen Franken gesteigert. Der Nettoertrag blieb trotz tieferer Maximalzinssätze stabil, während der Geschäftsaufwand um 9 Prozent sank. Die Aufwand-Ertrags-Quote verbesserte sich auf 43,5 Prozent. Gleichzeitig kündigte Cembra die Übernahme wesentlicher Teile des Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäfts von Santander an. Die Akquisition soll die Marktposition stärken und den Gewinn je Aktie ab 2027 erhöhen. Für das laufende Jahr bestätigt Cembra – ohne Berücksichtigung der Transaktion – den bisherigen Ausblick.</p><hr><h3 id="bellevue-h%C3%A4lt-sich"><strong>Bellevue hält sich</strong></h3><p>23.07.2026 – Die Bellevue Group hat im ersten Halbjahr 2026 trotz des weiterhin «anspruchsvollen Marktumfelds» im Healthcare-Sektor einen Konzerngewinn von 1,8 Millionen Franken erzielt. Der Geschäftsertrag stieg um 4,4 Prozent auf 26,2 Millionen Franken, während der Geschäftsaufwand dank Kostensenkungen um 3,2 Prozent zurückging. Die verwalteten Vermögen sanken dagegen gegenüber Ende 2025 um 8,7 Prozent auf 4,8 Milliarden Franken. Verwaltungsratspräsident Veit de Maddalena sieht Bellevue nach der organisatorischen Neuausrichtung gut positioniert, um von einer Erholung des Healthcare-Sektors «überproportional»  zu profitieren.</p><hr><h3 id="six-profitiert-von-hoher-handelsaktivit%C3%A4t"><strong>SIX profitiert von hoher Handelsaktivität</strong></h3><p>23.07.2026 – Die Börsenbetreiberin SIX hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr verdient. Der Nettobetriebsertrag stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 8,8 Prozent auf 806,6 Millionen Franken. Das operative Ergebnis (EBITDA) ohne Transformationskosten legte dank günstiger Marktbedingungen und einer hohen Handelsaktivität um 38,2 Prozent auf 367,6 Millionen Franken zu. SIX führt die Entwicklung auf breit abgestützte Beiträge aller Geschäftseinheiten zurück. Das Transformationsprogramm «Scale Up 2027» verlaufe planmässig, teilte das Unternehmen mit. Es befindet sich inzwischen im zweiten Jahr des auf drei Jahre angelegten Programms.</p><hr><h3 id="valiant-steigert-gewinn-trotz-r%C3%BCckl%C3%A4ufigem-zinsengesch%C3%A4ft"><strong>Valiant steigert Gewinn trotz rückläufigem Zinsengeschäft</strong></h3><p>23.07.2026 – Die Regionalbank Valiant hat den Konzerngewinn im ersten Halbjahr 2026 um 3,4 Prozent auf 75,9 Millionen Franken gesteigert. Der Geschäftsertrag nahm um 1,2 Prozent auf 277,3 Millionen Franken zu, während der Geschäftserfolg mit 113,9 Millionen Franken leicht über dem Vorjahreswert lag. Wachstum verzeichnete die Bank sowohl bei den Kundenausleihungen (+1,9 Prozent auf 30,9 Milliarden Franken) als auch bei den Kundengeldern (+2,1 Prozent auf 23,2 Milliarden Franken). Das Zinsengeschäft entwickelte sich im anhaltenden Nullzinsumfeld leicht rückläufig. Positiv hervor hob CEO Ewald Burgener das Kommissions- und Anlagegeschäft, dessen Erträge um 13,2 Prozent zulegten und damit zur breiteren Diversifizierung der Ertragsbasis beitrugen.</p><hr><h3 id="temenos-meldet-ertragsr%C3%BCckgang">Temenos meldet Ertragsrückgang</h3><p>22.07.2026 – Die Genfer Bankensoftware-Anbieterin hat im zweiten Quartal einen Rückgang der Abonnement- und Software as a Service-Erträge (SaaS) um 13 Prozent auf 109,0 Millionen Dollar verbucht. Das Unternehmen nennt verzögerte Vertragsabschlüsse als Begründung. Temenos konnte jedoch die Mehrzahl der verschobenen Geschäfte bereits in den ersten drei Wochen des dritten Quartals abschliessen. Darunter Verträge mit einer der grössten Banken Mittel- und Osteuropas sowie einer europäischen Grossbank. Für das dritte Quartal erwartet Temenos ein Wachstum der Abonnement- und SaaS-Erlöse von mindestens 30 Prozent. Die Jahresprognose 2026 wurde bestätigt.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Die Rückkehr der Finanzalchemie? UBS entwickelt offenbar neue Verbriefungsformen für Private Credit]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/die-ruckkehr-der-finanzalchemie-ubs-entwickelt-offenbar-neue-verbriefungsformen-fur-private-credit/</link>
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            <pubDate>Mi., 22 Juli 2026 08:04:26 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[UBS]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Mit einem neuartigen Anlageprodukt will die Grossbank Beteiligungen an Private-Credit-Fonds neu verpacken, versichern und als Anleihe mit Investment-Grade-Rating verkaufen. Das erinnert an Verbriefungspraktiken aus der Zeit vor der Finanzkrise. ]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/ny-entrance-high.jpg" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Es erinnert an die Zeit vor der letzten Finanzkrise. Damals verpackten kreative Investmentbanker Hypotheken von Schuldnern mit niedrigster Bonität in wohlklingende Anleihen mit bestem Rating. Den Alchemisten der Wall Street gelang es, Schrott (Subprime) in Gold (AAA) zu verwandeln. Weil diese sogenannten Collateralized Debt Obligations, kurz CDOs, einen attraktiven Coupon zahlten, nahmen die Grossbanken die Papiere gerne auch auf ihre Bilanzen. Das ging so lange gut, bis die Märkte illiquide wurden, der Wert der Papiere implodierte und mit ihnen das Eigenkapital der Banken.</p><p>Jetzt, 20 Jahre später, gibt es Entwicklungen, die an diese Zeiten erinnern. Der Basiswert sind allerdings keine Hypotheken, sondern Unternehmenskredite beziehungsweise Beteiligungen an Private-Credit-Fonds. Wie Bloomberg unter Berufung auf anonyme Quellen diese Woche (<a href="https://www.bloomberg.com/news/features/2026-07-19/how-wall-street-is-turning-private-credit-into-investment-grade-bonds?ref=tippinpoint.ch" rel="noreferrer">Abo</a>) berichtet, stellte die UBS kürzlich in einer Mitteilung an «sophistizierte» Kunden ein neuartiges Produkt vor, das auf den ersten Blick recht vertraut wirkt: Ein Bündel von Beteiligungen an Private-Credit-Fonds, die zu einer Anleihe umstrukturiert werden.</p><p>Doch beim Durchblättern weniger Seiten sei potenziellen Käufern klar geworden, dass es sich keineswegs um eine gewöhnliche Transaktion handelte. Das Finanzinstrument, das aufgrund seiner Struktur ausserhalb des üblichen Bewertungsrahmens der meisten Ratingagenturen liegt, sollte ein A2-Rating von Moody's erhalten – eine Bonitätsnote, die im oberen mittleren Bereich der Anlageklasse liegt. Ein solides Investment-Grade-Rating also.</p><h3 id="nationwide-bietet-einen-versicherungswrapper">Nationwide bietet einen Versicherungswrapper</h3><p>Doch wie ist es möglich, dass ein Bündel von Private-Credit-Finanzierungen ohne Rating in ein erstklassiges Produkt verwandelt werden kann? Die Antwort ist relativ simpel: Das Papier wird versichert. Im Fall des UBS-Instruments offenbar durch eine selten verwendete Kreditversicherung des amerikanischen Auto- und Immobilienversicherers Nationwide Mutual Insurance.</p><p>Gemäss dem Bloomberg-Bericht soll sich das Produkt noch in der Entwicklungsphase befinden. Ebenfalls Player in diesem Markt sind gemäss Bloomberg Cantor Fitzgerald der Lutnick-Familie, die der <a href="https://www.tippinpoint.ch/noch-mehr-aerger-fuer-ubs-lutnick-clan-will-oconnor-deal-neu-verhandeln/" rel="noreferrer">UBS die O'Connor-Fonds abgekauft hat</a>, sowie Partners Group. Die Idee hinter der Anlagekategorie: Investmentvehikel zu entwickeln, um in privaten Strukturen gebundenes Kapital freizusetzen. Ziel ist es, daraus Investment-Grade-Anleihen zu konstruieren, die sich an institutionelle Investoren verkaufen lassen.</p><figure class="kg-card kg-image-card kg-card-hascaption"><img src="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/a70ed9b22d5249eeacc1d3255be505ff.jpg" class="kg-image" alt="" loading="lazy" width="1200" height="800" srcset="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w600/2026/07/a70ed9b22d5249eeacc1d3255be505ff.jpg 600w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/size/w1000/2026/07/a70ed9b22d5249eeacc1d3255be505ff.jpg 1000w, https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/a70ed9b22d5249eeacc1d3255be505ff.jpg 1200w" sizes="(min-width: 720px) 720px"><figcaption><span style="white-space: pre-wrap;">Neben Autos und Immobilien versichert Nationwide neu auch Private-Credit-Vehikel (Quelle: HO)</span></figcaption></figure><p>Nationwide hat bestätigt, dass das Unternehmen in diesem Geschäft aktiv ist. Gleichzeitig teilte es mit, keine Kreditgarantie für das UBS-Produkt übernommen und die Nutzung seines Namens für die Transaktion nicht genehmigt zu haben. UBS und Partners Group lehnten eine Stellungnahme ab. Auch Moody's gibt sich zurückhaltend. Gemäss informierten Quellen soll Nationwide kürzlich eine ähnliche Transaktion von Partners Group abgesichert haben.</p><h3 id="fund-finance-%E2%80%93-ein-schnell-wachsender-intransparenter-markt">Fund Finance – ein schnell wachsender, intransparenter Markt</h3><p>Im Fachjargon bietet Nationwide einen sogenannten Insurance Wrapper für einen Teil eines Anlagevehikels an. Damit überträgt die Versicherung ihre eigene hohe Bonität auf diese Tranche. Dadurch wird das Underlying, das derzeit bei vielen Investoren eher auf Skepsis stösst, in ein attraktiveres Investment umgewandelt. Der Trick am Ganzen: Ein Käufer eines so abgesicherten Produkts, etwa eine andere Versicherung, muss entsprechend deutlich weniger regulatorisches Eigenkapital vorhalten.</p><p>Das Problem ist, dass dadurch hohe Vermögenswerte an der Bonität von einigen wenigen Versicherern hängen. Wird ein Versicherer herabgestuft, verschlechtert sich automatisch auch das Rating der Produkte, die er abgesichert hat. Unter Umständen könnte das Verkaufswellen auslösen, weil institutionelle Investoren wie Versicherungen oder Pensionskassen aufgrund ihrer Anlagerichtlinien diese Produkte dann verkaufen müssen.</p><p>Mit Insurance Wrappern abgesicherte Vehikel sind Teil eines riesigen, schnell wachsenden Marktes. Beobachter schätzen das Volumen der sogenannten Fund Finance auf 1 bis 1,75 Billionen US-Dollar. Vor zehn Jahren lag das Volumen noch bei wenigen hundert Milliarden Dollar.</p><p>In diesem Markt haben sich mehrere Transaktionsformen herausgebildet. Am weitesten verbreitet sind sogenannte Capital Call Lines. Dabei erhalten Fondsmanager Kreditlinien, die sie sofort nutzen können, ohne zunächst auf Kapitalabrufe bei ihren Investoren warten zu müssen.</p><p>Daneben existieren zahlreiche Konstruktionen, mit denen Private-Equity- und Private-Credit-Fonds Kapital aus bereits länger gehaltenen Beteiligungen freisetzen können. Stark nachgefragt sind derzeit sogenannte Collateralized Fund Obligations (CFOs). Dabei werden Fondsbeteiligungen gebündelt und in geratete Anleihen umgewandelt – häufig mit dem Ziel, das Kapital der Anleger wieder für neue Fonds verfügbar zu machen. Die von UBS und Partners Group entwickelten Transaktionen sind Weiterentwicklungen dieses Konzepts.</p>]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[EFG wächst schneller als geplant – bei den Neugeldern, aber auch bei den Kosten]]></title>
            <link>https://www.tippinpoint.ch/efg-wachst-schneller-als-geplant-bei-den-neugeldern-aber-auch-bei-den-kosten/</link>
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            <pubDate>Mi., 22 Juli 2026 07:24:10 +0200</pubDate>
            <dc:creator><![CDATA[Beat Schmid]]></dc:creator>
            <category><![CDATA[EFG]]></category>
            <category><![CDATA[Financials]]></category>
            <description><![CDATA[Die verwalteten Vermögen der Privatbank knackten erstmals die Marke von 200 Milliarden Franken. Bei den Kundenberatern herrscht ein Kommen und Gehen.]]></description>
            <media:content url="https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/07/Giorgio_Pradelli_2511329_081149.webp" medium="image" />
            <content:encoded><![CDATA[<p>Die Zürcher Privatbank EFG International hat im ersten Halbjahr 2026 den Gewinn gesteigert und mehr Neugelder angezogen als geplant. Dank kräftiger Zuflüsse und der Übernahme von Quilvest verwaltet die Bank inzwischen Vermögen von über 200 Milliarden Franken.</p><p>EFG International hat im ersten Halbjahr 2026 den Wachstumskurs fortgesetzt. Per Ende Juni beliefen sich die verwalteten Kundenvermögen auf 196,3 Milliarden Franken. Das entspricht einem Anstieg von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr und von 6,2 Prozent seit Ende 2025. Nach dem Abschluss der Übernahme von Quilvest am 21. Juli überschritten die verwalteten Vermögen die Marke von 200 Milliarden Franken, wie die Bank mitteilt.</p><p>Die Netto-Neugelder erreichten im ersten Halbjahr 5,7 Milliarden Franken. Das entspricht einer annualisierten Wachstumsrate von 6,2 Prozent und liegt damit über dem Zielkorridor der Bank von 4 bis 6 Prozent. Gleichzeitig setzte EFG den Ausbau der Kundenberater fort. Im ersten Halbjahr wurden 39 Kundenberater eingestellt, weitere 33 hatten bis Ende Juni einen Vertrag unterzeichnet oder ein Angebot erhalten. Netto nahm die Zahl der Kundenberater allerdings lediglich um 8 zu, von 763 per Ende 2025 auf 771. Vor einem Jahr lag die Zahl bei 694 Beratern.</p><h3 id="kosten-steigen-um-8-prozent">Kosten steigen um 8 Prozent</h3><p>Der Reingewinn belief sich auf 184,6 Millionen Franken. Das entspricht einem Minus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um Sondereffekte bereinigt weist die Bank ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 aus.</p><p>Der Betriebsertrag stieg auf 856,5 Millionen Franken und lag damit 7 Prozent über dem Vorjahreswert. Treiber war insbesondere das Kommissionsgeschäft, dessen Erträge um 20 Prozent zunahmen. Die Kosten stiegen um knapp 8 Prozent. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 verschlechterte sich die Cost-Income-Ratio deutlich, von 66,7 auf 71,5 Prozent.</p><p>Die Ertragsmarge ging auf 91 Basispunkte zurück, nachdem sie im zweiten Halbjahr 2025 noch 93 Basispunkte betragen hatte. Vor einem Jahr lag diese Marge noch bei 104 Basispunkten. Die Eigenkapitalrendite auf dem materiellen Eigenkapital erreichte 22,4 Prozent und liegt damit bereits über dem strategischen Ziel von 20 Prozent bis 2028. Die harte Kernkapitalquote (CET1) beträgt 15,0 Prozent. Die Gesamtkapitalquote lag bei 18,3 Prozent, die Liquiditätsdeckungsquote bei 267 Prozent.</p><p>CEO Giorgio Pradelli zeigte sich zuversichtlich für den weiteren Geschäftsverlauf. EFG wolle das Wachstumstempo beibehalten und die ambitionierten Ziele bis 2028 erreichen.</p>]]></content:encoded>
        </item>
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