Ex-Berenberg-Manager gründet Vertriebsboutique in Genf

Franck Sabbah, ehemaliger Leiter des internationalen Asset Managements bei Berenberg, macht sich selbstständig. Mit Solid 3 AM will er spezialisierten Vermögensverwaltern den Zugang zu Schweizer Investoren erleichtern. 

Ex-Berenberg-Manager gründet Vertriebsboutique in Genf
Franck Sabbah. Foto HO

Der ehemalige Berenberg-Manager Franck Sabbah hat in Genf die Vertriebsboutique Solid 3 AM gegründet. Das Unternehmen übernimmt für ausländische Asset Manager den Vertrieb ihrer Anlagestrategien in der Schweiz. Im Fokus stehen spezialisierte Investmentboutiquen, für die der Aufbau einer eigenen Vertriebsorganisation zu aufwendig oder zu teuer wäre.

Solid 3 AM will sich bewusst auf eine kleine Zahl von Partnern konzentrieren. Statt eine breite Produktpalette anzubieten, setzt Sabbah auf ausgewählte Anlagestrategien und die direkte Ansprache institutioneller Investoren. 

Zwei Mandate

Zum Start hat Solid 3 AM zwei Vertriebspartner gewonnen. Zum einen der Hamburger Währungsspezialist 7orca Asset Management, der rund 23 Milliarden Euro verwaltet und auf Currency Overlay und die Absicherung von Währungsrisiken spezialisiert ist.

Der zweite Partner ist die französische Investmentboutique Indépendance AM. Das 1993 gegründete Unternehmen verwaltet rund 2,5 Milliarden Euro und konzentriert sich auf europäische Small- und Mid-Cap-Aktien.

Sabbah verfügt über langjährige Erfahrung im institutionellen Asset Management. Seine Karriere begann er bei der Compagnie de Trésorerie Benjamin de Rothschild. Anschliessend war er von 2002 bis 2016 bei Edmond de Rothschild Asset Management für das Currency Overlay Management verantwortlich.

Danach wechselte er zu Berenberg, wo er das Genfer Büro eröffnete und das Asset-Management-Geschäft international ausbaute. Fast zehn Jahre lang verantwortete er die internationale Geschäftsentwicklung mit Schwerpunkten auf europäischen Aktien, Small Caps und Private Credit.

Mit Solid 3 AM setzt Sabbah auf ein Geschäftsmodell, bei dem unabhängige Asset Manager ihre Vertriebsaktivitäten auslagern, statt eigene Verkaufsteams aufzubauen. Nach seiner eigenen Einschätzung bietet der Schweizer Markt dafür viel Potenzial.

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