Sustainability
Mehr als jedes dritte Unternehmen im SMI Expanded nutzt sechs Nachhaltigkeitsstandards. Die externe Überprüfung der Resultate wird immer wichtiger.
4. September 2023 • red.

Das Zürcher Beratungsunternehmen IRF hat in einer Erhebung die Nachhaltigkeitsstandards und -leitlinien in der Nachhaltigkeitsberichterstattung der grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz untersucht.

Demnach sind vor allem die international anerkannten Standards der Global Reporting Initiative (GRI), des UN Global Compact (UNGC) und des Carbon Disclosure Project (CDP) weit verbreitet. Aber auch die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen werden von den meisten Unternehmen als Orientierung genutzt.

In ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung wenden alle 47 untersuchten Unternehmen des SMI Expanded mindestens einen der sechs gängigsten Nachhaltigkeitsstandards an. Die meisten wenden jedoch fünf (26 Prozent) oder alle sechs Standards (36 Prozent) an. Bei der letzten Erhebung im Jahr 2021 wendete noch knapp ein Drittel (30 Prozent) der Unternehmen fünf oder sechs Standards an, schreibt IRF in einer Mitteilung.

Diese Entwicklung zeige einen klaren Trend hin zu einer umfassenderen und standardisierten Nachhaltigkeitsberichterstattung, so die Berater. Auch die externe Prüfung gewinne weiter an Bedeutung: Während 2021 knapp die Hälfte der Unternehmen (45 Prozent) ihren Nachhaltigkeitsbericht ganz oder teilweise extern prüfen lässt, sind es 2023 bereits 66 Prozent.

Die gängigsten freiwilligen Standards und ihre Verbreitung im SMI Expanded

Fast alle untersuchten Unternehmen (96 Prozent; 2021: 64 Prozent) wenden laut Studie die Standards der Global Reporting Initiative (GRI) an. Den zehn Prinzipien des UN Global Compact (UNGC) fühlen sich 77 Prozent der Unternehmen verpflichtet (2021: 60 Prozent) und die Standards des Sustainability Accounting Standards Board (SASB) wenden 64 Prozent der Unternehmen an (2021: 34 Prozent). Auch an den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen orientieren sich fast alle Unternehmen (89 Prozent; 2021: 68 Prozent).

Im Bereich der CO₂-Berichterstattung sind zwei Standards weit verbreitet, die auf der Messung der Treibhausgasemissionen von Unternehmen basieren. 79 Prozent der Unternehmen veröffentlichen Informationen zu ihren Treibhausgasemissionen, Klimastrategien und anderen Umweltaspekten und lassen diese vom Carbon Disclosure Project (CDP) bewerten (2021: 72 Prozent). Während sich 2021 noch 34 Prozent der Unternehmen Emissionsreduktionsziele im Rahmen der Science Based Target Initiative (SBTi) gesetzt oder sich zu deren Entwicklung verpflichtet haben, sind es 2023 fast doppelt so viele (60 Prozent).