Schweizer Banken starten Testumgebung für Stablecoins

Erfolg für Pascale Bruderer – die von ihr mitgegründete Swiss Stablecoin AG liefert die Basis für einen grossangelegten Stablecoin-Versuch in der Schweiz.

Schweizer Banken starten Testumgebung für Stablecoins
Pasquale Bruderer. (Quelle: HO / tp)

Die Schweiz ist bei der Entwicklung und Implementierung von Stablecoins ins Hintertreffen geraten. Jetzt haben sich Schweizer Finanzinstitute zusammengetan, um in einer geschützten digitalen Live-Umgebung – einer sogenannten Sandbox – ausgewählte Anwendungsfälle eines CHF-Stablecoins zu testen, wie die UBS heute in einer Mitteilung schreibt. Bei einer Sandbox handelt es sich um eine geschützte Live-Umgebung für Testzwecke. Die Idee ist es, neue digitale Finanzprodukte unter realistischen Bedingungen testen zu können.

Neben der UBS sind PostFinance, Sygnum Bank, Raiffeisen, ZKB und BCV an Bord. Die technische Infrastruktur für die Herausgabe der Stablecoins kommt von der Swiss Stablecoin AG. Der Versuch mit der Sandbox soll 2026 durchgeführt werden. Sie steht auch weiteren interessierten Banken, Unternehmen und Institutionen offen, die zur Entwicklung eines CHF-Stablecoins beitragen möchten, heisst es weiter. Allfällige Marktentscheide sollen später fallen.

Dass die Banken auf die Lösung von Swiss Stablecoin AG setzen, kommt nicht von ungefähr. Im letzten Herbst kam es zu einem Austausch zu regulierten Schweizer Stablecoins. Initiantin des Roundtables, Swiss-Stablecoin-Gründerin Pascale Bruderer, sagte damals, dass Partnerschaftsgespräche «so intensiv wie nie zuvor» laufen. Am Roundtable wurden Stablecoin-Anwendungen von der Sygnum Bank, UBS und PostFinance präsentiert.

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