Der Schweizer Handels- und Dienstleistungskonzern DKSH hat mit der singapurischen Bank OCBC einen Kredit über 100 Millionen Franken abgeschlossen. Die Finanzierung läuft über fünf Jahre und ist an die Erreichung von Klimazielen gebunden. DKSH orientiere sich erstmals an Emissionsreduktionszielen, die von der internationalen Science Based Targets initiative (SBTi) validiert wurden, wie das Unternehmen mitteilt.
Die Kreditkonditionen hängen von der jährlichen Erreichung festgelegter Nachhaltigkeitsziele ab. Bis 2030 will DKSH die direkten und energiebedingten Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2) gegenüber 2020 um 71,2 Prozent reduzieren. Bei den indirekten Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen (Scope 3) strebt das Unternehmen bis 2033 eine Reduktion der Emissionsintensität um 61,1 Prozent gegenüber 2024 an.
Gemäss eigenen Angaben hat DKSH die Scope-1- und Scope-2-Emissionen seit 2020 um 65 Prozent gesenkt. Knapp 80 Prozent des Stromverbrauchs würden inzwischen durch erneuerbare Energien gedeckt.
Zu den Konditionen des Kredits macht DKSH keine Angaben – ebenfalls, wie stark sich das Erreichen oder das Verfehlen der Klimaziele auf die Kreditkosten auswirkt.
Für DKSH ist es bereits die zweite nachhaltigkeitsgebundene Finanzierung. Im Jahr 2023 hatte der Konzern einen bestehenden Bankkredit über 315 Millionen Franken gemeinsam mit einem Konsortium aus sieben Banken in eine Sustainability-Linked-Finanzierung umgewandelt.
Bemerkenswert ist die Wahl des Finanzierungspartners: Mit OCBC kommt die Kreditgeberin aus Singapur, einem der wichtigsten Finanzzentren Asiens. Die 1932 gegründete Bank gehört zu den grössten Finanzinstituten Südostasiens und ist vor allem in Singapur, Malaysia, Indonesien und China aktiv.
DKSH ist stark auf die asiatischen Märkte ausgerichtet. Der an der SIX kotierte Konzern beschäftigt rund 26'800 Mitarbeitende in 35 Märkten und erzielte 2025 einen Umsatz von 11,1 Milliarden Franken.