Bastien Girod geht vom entzauberten Klimaeinhorn zum Beraterriesen Deloitte

Der grüne Nationalrat wechselt zum Beratungsriesen Deloitte. Letzten Herbst verliess er die Klimafirma South Pole, nachdem diese wegen fragwürdiger Klimazertifikate in die Kritik geraten war.

Bastien Girod geht vom entzauberten Klimaeinhorn zum Beraterriesen Deloitte
Von South Pole zu Deloitte: Bastien Girod. (Quelle: HO)

Deloitte Schweiz hat den Umweltwissenschaftler und Grünen-Nationalrat Bastien Girod zum Partner im Dienstleistungsbereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit ernannt. Er tritt seine neue Stelle Anfang April an.

Zuvor war er während sechs Jahren bei der Zürcher Klimafirma South Pole tätig. Als Head of Climate Solutions leitete er den Beratungsbereich für die Entwicklung und Umsetzung konkreter Klimaschutzlösungen in Europa und führte verschiedene regionale Teams, wie Deloitte in einer Mitteilung schreibt.

Sein ehemaliger Arbeitgeber schlitterte letztes Jahr in eine Krise, nachdem mehrere Medien über Monate hinweg über gravierende Unregelmässigkeiten bei einem Klimaschutzprojekt in Afrika berichtet hatten. Die Enthüllungen führten zu mehreren Rücktritten, unter anderem musste Mitgründer und Aushängeschild Renat Heuberger als CEO zurücktreten. Girod demissionierte wenige Tage zuvor.

Girod war nicht direkt in die umstrittenen Geschäfte mit Klima-Zertifikaten involviert. Er freue sich sehr auf sein Engagement bei Deloitte, dem weltweit grössten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen, lässt er sich zitieren. Das Zürcher Klimaunternehmen South Pole erreichte als eines der ganz wenigen ETH-Spin-off den Status eines Einhorns.

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