Vorerst kaum mehr Mittelabflüsse bei GAM - ab 2026 wieder profitabel

Der Zürcher Asset Manager arbeitet am Turnaround und will in zwei Jahren wieder Gewinne schreiben. Die Vermögensabflüsse konnten eingedämmt werden - zumindest fast.

Vorerst kaum mehr Mittelabflüsse bei GAM - ab 2026 wieder profitabel
Vorerst kaum mehr Mittelabflüsse bei GAM - ab 2026 wieder profitabel (Quelle: HO)

GAM weist für das erste Halbjahr einen Reinverlust von 39,1 Millionen Franken aus. Damit konnte der Vermögensverwalter den Vorjahresverlust von 71,2 Millionen Franken in etwa halbieren. Die verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende Juni 2024 auf 19 Milliarden Franken. Ende 2023 waren es noch 19,3 Milliarden gewesen.

Nettomittelabflüsse von 1,8 Milliarden Franken konnten durch positive Markt- und Währungsentwicklungen von 1,6 Milliarden Franken teilweise kompensiert werden. Die durchschnittliche Management Fee Marge sank im ersten Halbjahr auf 41,6 Basispunkte. Für das Gesamtjahr 2023 wies GAM eine Marge von 49,7 Basispunkten aus.

Das Unternehmen spricht von «starken Fortschritten» bei der Umsetzung der Turnaround-Strategie. Für das Geschäftsjahr 2026 strebt GAM die Rückkehr in die Gewinnzone an. Mit dem Aufbau von neuen Vertriebskapazitäten sollen positive Nettomittelzuflüsse generiert werden, heisst es in der Mitteilung.

Nach monatelangem Seilziehen hat eine Aktionärsgruppe um den französischen Telekom-Milliardär Xavier Niel einen Anteil von 27,1 Prozent an GAM übernommen. Im Rahmen einer Bezugsrechtsemission im Herbst soll die Gruppe die Mehrheit am angeschlagenen Vermögensverwalter übernehmen.

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