US-Riese J.P. Morgen kann von der Bankenkrise profitieren und schreibt Rekordzahlen

Nach dem Kollaps von zwei US-Regionalbanken vermeldet die Grossbank stark steigende Kundeneinlagen.

US-Riese J.P. Morgen kann von der Bankenkrise profitieren und schreibt Rekordzahlen
Filiale von Chase, des Retailarms von J.P. Morgan (Quelle: Unsplash)

J.P. Morgan erzielte im ersten Quartal 2023 einen Rekordertrag von 38,35 Milliarden Dollar. Das ist 25 Prozent mehr als vor einem Jahr und mehr als die Analysten erwartet haben. Der Gewinn stieg um 52 Prozent auf 12,62 Milliarden Dollar, was ebenfalls über den Schätzungen der Analysten lag.

Die Kundeneinlagen schnellten um 37 Milliarden auf 2,38 Billionen Dollar. Offensichtlich verschoben viele verunsicherte US-Anleger ihre Gelder zum Bankriesen. Letzten Monaten kollabierten die US-Regionalbanken Silicon Valley Bank und Signature Bank, was das Vertrauen in kleinere Banken erschütterte.

J.P.-Morgan-Chef Jamie Dimon schlug vorsichtige Töne an und warnte, dass weniger Kredite wegen der Bankenkrise vergeben werden könnten. Allerdings scheint das bei der Grossbank noch nicht der Fall zu sein. Die Nettozinseinnahmen kletterten um knapp 50 Prozent auf den Rekordwert von 20,71 Milliarden Dollar.

Besonders stark konnte das Retailgeschäft zulegen, das die Bank unter der Markennamen Chase betreibt. Die Erträge stiegen im ersten Quartal um 35 Prozent. Der Gewinn stieg gar um 80 Prozent.

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