SNB-Schlegel signalisiert «erhöhte» Bereitschaft, am Devisenmarkt zu intervenieren

Die Schweizerische Nationalbank belässt den Leitzins bei 0 Prozent, hebt wegen der Eskalation im Iran ihre Inflationsprognose leicht an und rechnet für die Schweiz 2026 mit einem Wirtschaftswachstum von rund 1 Prozent.

SNB-Schlegel signalisiert «erhöhte» Bereitschaft, am Devisenmarkt zu intervenieren
SNB-Schlegel signalisiert «erhöhte» Bereitschaft, am Devisenmarkt zu intervenieren (Quelle: Screenshot SNB-GV)

Die Nationalbank lässt den Leitzins dort, wo er war – bei null Prozent. Das gab Direktoriumspräsident Martin Schlegel am Donnerstag anlässlich der vierteljährliche Lagebeurteilung bekannt. «Wir haben beschlossen, den SNB-Leitzins unverändert bei 0% zu belassen. Sichtguthaben der Banken bei der SNB werden bis zu einer bestimmten Limite zum SNB-Leitzins verzinst. Der Zinsabschlag auf Sichtguthaben oberhalb dieser Limite beträgt nach wie vor 0,25 Prozentpunkte.»

Der Franken hat sich letzt stark aufgewertet. Schlegel sagt dazu: «In unsicheren Zeiten wird der Franken als sicherer Hafen gesucht. Er hat sich seit unserer Lagebeurteilung im Dezember aufgewertet. Mit der Eskalation im Nahen Osten hat der Aufwertungsdruck nochmals zugenommen. Auf handelsgewichteter Basis hat der Franken seit Mitte Dezember rund 2,5 Prozent an Wert gewonnen.»

Zu möglichen Interventionen am Devisenmarkt sagte Schlegel: «Angesichts des Konflikts im Nahen Osten ist unsere Bereitschaft, am Devisenmarkt zu intervenieren, erhöht. Damit wirken wir einer raschen und übermässigen Aufwertung des Frankens entgegen, welche die Preisstabilität in der Schweiz gefährden würde.»

Empfehlungen

Neueste Artikel

Newsletter anmelden

Das wöchentliche Briefing für einen Überblick ohne News-Stress

Bitte bestätigen Sie Ihre Anmeldung per E-Mail.

Die Anmeldung hat nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es erneut.