Mit der Kettensäge: GAM baute 38 Prozent der Vollzeitstellen ab

Der Asset Manager hat ein weiteres trübes Jahr hinter sich. Der operative Verlust schwoll erneut an. Die Zahl der Vollzeitstellen sank unter 300.

Mit der Kettensäge: GAM baute 38 Prozent der Vollzeitstellen ab
Mit der Kettensäge: GAM baute 38 Prozent der Vollzeitstellen ab (Quelle: HO)

GAM bleibt optimistisch. Spätestens 2026 will der Zürcher Vermögensverwalter in die Gewinnzone zurückkehren. «Die 2024 eingeleiteten Initiativen zur Kostenoptimierung werden ab 2025 ihren vollen Nutzen entfalten», sagt CEO Elmar Zumbühl. Dennoch dürfte im laufenden Jahr erneut ein Verlust anfallen – es wäre das achte Geschäftsjahr in Folge, das das Unternehmen mit einem Reinverlust abschliesst. Zuletzt hatte GAM 2017 einen Gewinn ausgewiesen.

Für das vergangene Jahr weist das Unternehmen einen IFRS-Nettoverlust von 70,9 Millionen Franken aus, nach 82,1 Millionen im Vorjahr. Die Assets sind im vergangenen Jahr um weitere 2 Milliarden Franken geschrumpft und liegen per Ende 2024 bei 16,3 Milliarden Franken.

Auch beim Personal hat GAM deutlich abgebaut. Wie die jüngsten Zahlen zeigen, zählte das Unternehmen Ende 2024 noch 294 Vollzeitstellen. Zwölf Monate zuvor waren es noch 478 Vollzeitstellen. Dies entspricht einer Reduktion von 38 Prozent. Der Betriebsaufwand sank im gleichen Zeitraum um 26 Prozent auf 76,6 Millionen Franken. Die Boni gingen von 13,1 Millionen im Jahr 2023 auf 11,2 Millionen zurück.

Vor gut einem Jahr übernahm der Telekom-Milliardär Xavier Niel (Salt) die Kontrolle über den angeschlagenen Vermögensverwalter. Mit einer Bezugsrechtsemission im November 2024 wurde er über sein Beteiligungsvehikel Rock Investment zum Mehrheitsaktionär. Eine bestehende Kreditfazilität von Rock über 100 Millionen Franken wurde bis Ende 2027 verlängert.

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