Das Zinsengeschäft, der wichtigste Ertragspfeiler der Migros Bank, stand im Zeichen der Zinswende, schreibt die Bank in ihrem Halbjahresbericht. Im Vergleich zur Vorjahresperiode stieg der Leitzins der Schweizerischen Nationalbank deutlich in den positiven Bereich. Dies führte zu höheren Zinserträgen auf den Ausleihungen und zu höheren Zinsaufwendungen auf den Kundeneinlagen. Insgesamt stieg der Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 35 Prozent auf 327 Millionen Franken.
Die Erträge der Bank nahmen insgesamt um 21 Prozent zu. Überdurchschnittlich gestiegen sind bei der Migros Bank auch die Kosten. Der Personalaufwand erhöhte sich um 12 Prozent. Der Sachaufwand sogar um 20 Prozent. Die Cost-Income-Ratio liegt bei 46,2 Prozent. Die Bank des Detailhandels konnte die Kundengelder um 1,8 Prozent auf 45,1 Milliarden Franken steigern.
Unter dem Strich resultierte ein um 27 Prozent höherer Halbjahresgewinn von 165 Millionen Franken. Die Bank erweist sich einmal mehr als wichtiger Gewinnbringer für den Detailhandelskonzern, der im Kerngeschäft mit Problemen kämpft.