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# UBS und Kantonalbanken dominieren das Geschäft mit den Vermögenden
- URL: https://www.tippinpoint.ch/ubs-und-kantonalbanken-dominieren-das-geschaft-mit-den-vermogenden/
- Published: 2026-11-03T07:21:27.000Z
- Updated: 2026-11-03T08:00:08.000Z
- Description: Eine Studie der Hochschule Luzern und der Luzerner Kantonalbank zeigt, bei welchen Banken vermögende Schweizer ihr Geld anlegen. Neben Kompetenz und Vertrauen spielen auch die Kosten eine wichtige Rolle. Die Wechselbereitschaft ist erstaunlich hoch.
- Author: Redaktion
- Tags: Financials, Private Banking, LUKB

Die UBS und die Kantonalbanken dominieren das Schweizer Private Banking. Das zumindest legt eine Studie der Hochschule Luzern und der Luzerner Kantonalbank (LUKB) nahe. Zusammen sind sie für 48 Prozent der vermögenden Kunden die wichtigste Bank für ihre Finanzanlagen. 

Im Rahmen der Studie wurden 307 Personen mit einem frei verfügbaren Vermögen von mehr als einer Million Franken befragt. Mit einem Anteil von 27 Prozent liegt die UBS bei den Haupt-Anlagebanken an der Spitze, gefolgt von den Kantonalbanken mit 21 Prozent. Auf die übrigen Banken entfallen 20 Prozent, auf die klassischen Privatbanken 11 Prozent. Raiffeisen kommt auf 6 Prozent, ebenso die Broker. Digitalbanken spielen mit einem Anteil von lediglich 1 Prozent als wichtigste Anlagebank praktisch keine Rolle, so die Studie.

Interessant ist der Unterschied zwischen der Hauptbank für den Zahlungsverkehr und der wichtigsten Bank für Anlagen. Während 32 Prozent der Befragten die UBS als Hauptbank nennen, sind es bei den Kantonalbanken 29 Prozent. Bei den Privatbanken verhält es sich umgekehrt: Sie sind für 11 Prozent die wichtigste Anlagebank, aber nur für 3 Prozent die Hauptbank.

### Jeder Vierte hat die Anlagebank gewechselt

Die Bindung der vermögenden Kunden an ihre Banken ist loser, als man dies annehmen könnte. Rund ein Viertel der Befragten hat in den vergangenen fünf Jahren die wichtigste Anlagebank gewechselt. Die Studienautoren vermuten einen Zusammenhang mit dem Untergang der Credit Suisse. 

Im Durchschnitt unterhalten die Befragten 3,3 Bankbeziehungen. Nur bei rund der Hälfte ist die Hauptbank für den Zahlungsverkehr gleichzeitig die wichtigste Bank für Finanzanlagen. Jüngere Vermögende nutzen zudem häufiger Digitalbanken und Online-Broker als Ergänzung zu ihrer traditionellen Bankbeziehung. Als wichtigste Anlagebank konnten sich diese Anbieter bislang allerdings kaum etablieren.

### Auch Millionäre achten auf die Gebühren

Bemerkenswert ist, wie wichtig den vermögenden Kunden die Kosten sind. Bei der Wahl ihrer Anlagebank erhalten niedrige Gebühren und Kosten auf einer Skala von 1 bis 5 einen Wert von 4,1\. Damit sind sie den Befragten genauso wichtig wie eine langjährige Zusammenarbeit mit der Bank und sogar etwas wichtiger als die persönliche Beziehung zum Kundenberater (4,0).

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Noch höher gewichten die Vermögenden die Transparenz bei Kosten und Risiken (4,4), die finanzielle Stabilität der Bank (4,4) und die Unabhängigkeit des Produktangebots (4,3). Das Kostenbewusstsein zeigt sich auch bei der Wahl mehrerer Bankbeziehungen: 31 Prozent der Befragten nennen Gebühren und Kosten als einen Grund dafür, ihr Geld auf verschiedene Institute zu verteilen.

### Vermögende investieren risikofreudiger

Beim Anlageverhalten unterscheiden sich vermögende Privatkunden stark von der Gesamtbevölkerung. 99 Prozent der Befragten investieren in Wertschriften, gegenüber 52 Prozent der Schweizer Bevölkerung. 90 Prozent halten Aktien, 68 Prozent Anlagefonds und 39 Prozent Derivate oder strukturierte Produkte.

Die Studie wurde im Mai 2026 vom Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern in Zusammenarbeit mit der Luzerner Kantonalbank durchgeführt. Befragt wurden 307 in der Schweiz wohnhafte Personen im Alter zwischen 38 und 90 Jahren. Die Stichprobe besteht überwiegend aus Männern und älteren Personen und ist nicht nachweislich repräsentativ für den gesamten Schweizer Private-Banking-Markt.