> ## Content Index
> Fetch the complete content index at: https://www.tippinpoint.ch/llms.txt
> Use this file to discover other available public pages before exploring further.

# UBS: Keine Fusion mit einer Ausländerbank, aber ein Teil-Zusammenschluss
- URL: https://www.tippinpoint.ch/ubs-keine-fusion-mit-einer-auslanderbank-aber-ein-teil-zusammenschluss/
- Published: 2026-10-02T05:50:01.000Z
- Updated: 2026-10-02T06:10:06.000Z
- Description: Bulle und Bär diskutierten jüngst über das Gerücht, die letzte Schweizer Grossbank könnte mit einer ausländischen Bank wie Morgan Stanley fusionieren. Letzterer hat dazu aus guter Quelle Neues gehört: Zur Debatte stehen soll ein partieller Zusammenschluss.
- Author: Bulle und Bär
- Tags: #Bulle&Bär

**Bär:** Letztes Mal haben wir doch über die UBS-Fusionsgerüchte gewerweisst. Ich glaube, ich muss mich da etwas korrigieren…

**Bulle:** … du sagtest, das Ganze wirke etwas billig, eine Abart der Wegzugsdrohung aus der Schweiz. Auch der ‘Blick’ hat gross darüber berichtet, unter der Schlagzeile: ‘Schnappen sich die Amis die UBS?’

![](https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/10/image.png)

Titelseite des letzten SonntagsBlick. 

**Bär:** Ja, und dann haben sie noch Ökonomen befragt. Die wissen zwar nichts, aber haben immer eine Meinung. Aber ich glaube, dass wir alle von einer falschen Voraussetzung ausgegangen sind, nämlich der, dass die gesamte UBS mit einer ausländischen Bank fusionieren soll.

**Bulle:** Hast du etwas gehört, und von wem?

**Bär:** Es scheint inzwischen einige zu geben, die recht mitteilsam geworden sind. Miteinbezogen und betroffen sind ja nicht nur die Banker selber, sondern auch die Nationalbank und die Finma, als Aufsichtsbehörde.

**Bulle:** Gut, wer auch immer deine Quelle ist, was hat sie uns mitzuteilen?

**Bär:** Dass es um das Auslandsgeschäft der UBS geht, genauer wohl um das Geschäft in den USA. Dort wollte Konzernchef [Ermotti ja schon immer gross auftrumpfen](https://www.tippinpoint.ch/warum-sergio-ermotti-schon-immer-das-us-geschaeft-ausbauen-wollte/). 

**Bulle:** Das hiesse, die UBS Schweiz wäre davon nicht betroffen, nicht das hier ansässige Retailgeschäft und nicht das Kreditgeschäft mit den KMU, wie so viele befürchten.

![](https://storage.ghost.io/c/11/7a/117a3396-8af6-43a4-8dc5-f891a0cee13d/content/images/2026/10/Chart-10_2_2026-1_47_30-AM.png)

UBS-Kurs gleicht einer Berg- und Talfahrt.

**Bär:** Richtig, gesucht wird laut meinen Informationen ein Partner für das US-Geschäft, mit dem dortigen Vermögensverwaltungsgeschäft, das eh nie wirklich auf einen grünen Zweig gekommen ist, und mit den risikoreichen Investment-Banking-Aktivitäten.

**Bulle:** Daraus ergäbe sich dann eine Art Gemeinschaftsunternehmen, an dem die UBS beteiligt wäre sowie am besten wohl eine amerikanische Grossbank, wie Morgan Stanley?

**Bär:** In etwa so, ein Joint Venture für das US-Geschäft, wenn ich es richtig beurteile. Damit könnten Sergio und Präsident Colm Kelleher ihre Ambitionen in den USA doch noch angehen.

**Bulle:** Und das Konstrukt wäre vorteilhafter hinsichtlich der Eigenkapitalvorgaben? Für die UBS Schweiz und das übrige Vermögensverwaltungsgeschäft, die beide zu 100% bei unserer Grossbank blieben, braucht es ja keine speziellen respektive harten Kapitalregeln. Und für das US-Joint-Venture, das in den USA domiziliert wäre, käme eine andere Regelung zum Einsatz. 

**Bär:** Das müsste doch das Ziel sein. Darüber wird jetzt wohl diskutiert. Die angeblich so strengen Kapitalregeln betreffen ja die ausländischen Tochtergesellschaften, die nach dem Votum unserer Ständeräte künftig zu 90% mit hartem Kernkapital unterlegt werden sollen.

**Bulle:** Interessant, ist das Ganze ein realistisches Szenario?

**Bär:** Schauen wir mal, was da alles noch herauskommt. Das letzte Wort ist nicht gesprochen. Und Fantasie haben unsere Grossbanker gewiss, und gute Beziehungen in die USA auch. Sergio arbeitete sich früher bei der Investmentbank Merrill Lynch bis in die oberen Führungsetagen hoch, und UBS-Präsident Kelleher brachte es bei Morgan Stanley immerhin zur Nummer zwei.

  
*Bulle und Bär sind zwei langjährige, erfahrene Wirtschaftsjournalisten aus der Schweiz.*