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# Dreyfus und Banco Itaú sind die besten Privatbanken der Schweiz
- URL: https://www.tippinpoint.ch/dreyfus-und-banco-itau-sind-die-besten-privatbanken-der-schweiz/
- Published: 2026-10-30T06:19:17.000Z
- Updated: 2026-10-30T06:19:17.000Z
- Description: Die Basler Familienbank Dreyfus und die brasilianische Banco Itaú führen das diesjährige Ranking der Schweizer Privatbanken an. Die Branche verwaltet inzwischen 9,7 Billionen Franken. Doch die steigenden Kosten drücken auf die Profitabilität.
- Author: Beat Schmid
- Tags: Dreyfus, Santander, Banco Itaú, UBS, Private Banking

Die Basler Privatbank Dreyfus ist die beste Privatbank der Schweiz in der Kategorie der Institute mit mehr als 20 Milliarden Franken verwalteten Vermögen. Sie erreicht 739 von maximal 1200 Punkten und verweist Lombard Odier (705 Punkte) und Santander International (695 Punkte) auf die Plätze zwei und drei.

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Ausriss aus der Studie Wealth Management Switzerland

Bei den kleineren Privatbanken mit weniger als 20 Milliarden Franken verwalteten Vermögen führt Banco Itaú das Ranking mit 794 Punkten an, gefolgt von der DZ Privatbank (735 Punkte) und BG Private Bank (733 Punkte).

Dies geht aus der Studie «Wealth Management in Switzerland 2026» von WealthSummit/FIN21 hervor. Hinter der Untersuchung steht Chris Künzle, der die Studie früher unter dem Dach der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) herausgegeben hatte.

Für die diesjährige Untersuchung wurden 70 Privatbanken in der Schweiz und in Liechtenstein anhand von zwölf Kennzahlen in den Bereichen Wachstum, Profitabilität, Effizienz und Kapitalausstattung bewertet. Das Ranking basiert auf öffentlich zugänglichen Geschäftszahlen. Eine Jury oder qualitative Bewertungen gibt es nicht.

## **Kosten steigen schneller als die Erträge**

Die 70 erfassten Institute verwalteten Ende 2025 insgesamt 9,7 Billionen Franken. Das entspricht einem Anstieg um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das Nettoneugeld entwickelte sich positiv. Es stieg um 9 Prozent auf 138 Milliarden Franken. Besonders stark legten die grösseren Privatbanken mit mehr als 20 Milliarden Franken verwalteten Vermögen zu. Sie zogen 89 Milliarden Franken an, 32 Prozent mehr als im Vorjahr.

Doch das Wachstum schlägt sich kaum in höheren Renditen nieder. Die durchschnittliche Cost-Income-Ratio verschlechterte sich von 76,7 auf 83,2 Prozent. Die Eigenkapitalrendite sank gleichzeitig von 7,18 auf 6,40 Prozent. Die Banken geben damit einen immer grösseren Teil ihrer Erträge für den laufenden Betrieb aus. Regulierung, Compliance, Technologie und hohe Personalkosten belasten die Ergebnisse.

## **KI bringt noch keine Effizienzgewinne**

Trotz Milliardeninvestitionen der Branche in Digitalisierung und künstliche Intelligenz seien bislang kaum Produktivitätsfortschritte erkennbar, kommt die Studie zum Schluss. Die verwalteten Vermögen pro Vollzeitstelle stiegen lediglich leicht auf 60 Millionen Franken. Gleichzeitig verharrte der Personalaufwand pro Stelle mit durchschnittlich 269'000 Franken auf einem hohen Niveau.

Teodoro Cocca, Professor für Asset Management an der Johannes Kepler Universität in Linz, spricht im Vorwort der Studie von einem «Effizienzparadox». Verbesserungen bei den Kosten-Ertrags-Verhältnissen seien in der Vergangenheit vor allem steigenden Finanzmärkten zu verdanken gewesen und weniger einer strukturellen Senkung der Kostenbasis.

Die UBS spielt in der Untersuchung eine Sonderrolle. Auf die Grossbank entfallen 67 Prozent der insgesamt erfassten verwalteten Vermögen. 2025 steigerte die UBS ihre verwalteten Vermögen um 15 Prozent. Die kleineren Privatbanken kamen auf ein Wachstum von 11 Prozent, die grösseren Institute auf 6 Prozent. Beim Nettoneugeld zeigte sich dagegen ein anderes Bild. Während die grösseren und kleineren Privatbanken ihre Zuflüsse deutlich steigerten, gingen diese bei der UBS um 31 Prozent auf 36 Milliarden Dollar zurück.