Märkte
Der amerikanische Präsident schickt den Dollar auf Talfahrt – und festigt damit die Position des Frankens als Zufluchtsort.
28. Januar 2026 • Beat Schmid

Der Franken steigt und steigt. Nach Äusserungen von US-Präsident Donald Trump ist die Währung gegenüber dem Dollar auf den höchsten Stand seit vielen Jahren geklettert. Nachdem der Franken bereits im letzten Jahr 14 Prozent gewonnen hatte, hat er in den ersten Wochen des laufenden Jahren bereits 3 Prozent zugelegt. Ein Dollar kostet aktuell 77 Rappen. Vor 20 Jahren kostete ein Dollar noch über 1 Franken und 30 Rappen.

Auslöser der jüngsten Bewegung war eine Bemerkung von Donald Trump gegenüber einem Journalisten. «The Dollar is doing great», sagte Trump auf die Frage, ob der Dollar zu stark gefallen sei. Das löste an den Märkten eine Verkaufswelle aus. Im Gegenzug kam es zu einem einem Höhenflug beim Schweizer Franken.

In diesen turbulenten Tagen ist die Schweizer Währung zum Pendant von Gold geworden – zu einem Zufluchtsort, einem Safe Haven. Die Schwäche des Dollars könnte noch länger andauern. Wie die UBS in ihrer aktuellen House View schreibt, ist die Bank der Meinung, dass die Währung wegen struktureller Belastungen unter Druck stehe. «Erwägen Sie angesichts der Schwäche des US-Dollars eine Steuerung Ihres Währungsrisikos», empfiehlt die Grossbank ihren Kundinnen und Kunden.

Unter anderem empfiehlt die Grossbank Gold als Absicherung und Diversifikation des Portfolios. Das Edelmetall bleibe attraktiv, obwohl es während der letzten 13 Monate um über 90 Prozent gestiegen sei. Falls die politischen oder finanziellen Risiken steigen, könnte der Goldpreis den Augen der UBS-Auguren in Richtung von 5400 Dollar je Feinunze anziehen.

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